Habt ihr ein paar Tipps für mich?

Ich weiß das das etwas seltsam kommt aber ich schreibe sehr gerne eigene Geschichten. Jetzt würde mich interessieren wie andere Leute (ihr) findet das ich schreibe. Würde mich sehr über Verbesserungsvorschläge und Kritiken freuen. Hier der Anfang meines neusten „Idee“:
Mein Name ist Alexis Bennett, aber alle nennen mich Lexi, eigentlich bin ich ein ganz normales 16-jähriges Mädchen, mein Vater starb bei einem Autounfall als ich erst wenig Wochen alt war, seit dem lebte ich mit meiner Mutter in Asheville einer US-Amerikanischen Kleinstadt in North Carolina. Ein ganz normales Mädchen aber eben nur eigentlich.

Verwirrt schaute ich mich um, ich stand auf einer mir unbekannten Straße mit nichts weiter bekleidet als meinem weißen mit Spitzen besetzten Nachthemd. Meine braunen Haare fielen mir schwer über die Schultern ungefähr bis zur Mitte meines Rücken und obwohl überall Schnee lag war mir erstaunlich warm. Ich schaute mich um, in der Hoffnung einen Hinweis darauf zu bekommen wo ich mich befand. Und musste mich fast übergeben, alles war mit einer dunkelroten Flüssigkeit befleckt, die ich nur unschwer als Blut erkennen konnte. Überall lagen bleiche leblose Körper, einigen fehlte der Kopf anderen ein Arm oder ein Bein und wieder andere waren bis zur Unkenntnis verstümmelt. Es war ein seltsames Bild da sich der Schnee wie eine friedliche Decke über alles legte. Ein lauter, markerschütternder Schrei riss ich aus meinen Gedanken. Ich musste mit ansehen wie Jane, meine beste Freundin, von einem Mann mit nacktem Oberkörper und einer schwarzen Hose mit einem Schwert bedroht wurde. Obwohl er mir den Rücken zugewandte hatte konnte ich erkennen das er schön sein musste. So als hätte er meinen Blick auf sich gespürt drehte er sich zu mir um und sah mir direkt in die Augen. Mir blieb die Luft weg. Ich hatte mich geirrt er war kein Mann er war höchstens 17 oder 18 Jahre alt und war…unbeschreiblich. Schwarzes fast blaues leicht zerzaustes Haar das ihm sanft ins Gesicht viel. Hohe fein gemeißelte Wagenknochen, eine gerade schmale Nase. Volle geschwungene Lippen. Augen blauer als der Himmel an einem wolkenlosen Sommertag die so unendlich wirkten das man sich darin verlieren konnte. Und ein Körper…keiner dieser Waschbrettbäuche wie man sie in Zeitschriften immer sah, oh nein seine Muskeln zeichneten sich nur ganz leicht unter seiner Haut ab und trotzdem war nirgendwo auch nur ansatzweise so etwas wie ein Bauch zu sehen . Doch trotz der Tatsachen das er mit Abstand das Schönste war was ich je gesehen hatte war irgendetwas an ihm…falsch. Und da passierte es, so schnell, das wenn ich meinen Blick auch nur eine Sekunde abgewandt hätte ich es nicht mitbekommen hätte, schlug er Jane mit seinem Schwert den Kopf ab und ihr lebloser Körper fiel mit einem dumpfen Geräusch schlaff zu Boden.
Danke schonmal

Lass mich raten, du bist selber 16 oder zumindest u20?
Also, ich finde zuerst einmal den Anfang ganz schlimm. So fangen Grundschüler ihre Geschichten: „Mein name ist blabla und ich bin 16 jahre alt.“ Nee, nee das geht echt gar nicht.
Ansonsten finde ich du gehst danach zu schnell ins Geschehen. Stell dir vor man fängt gerade das Buch an und wird direkt zugeballert mit Ereignissen. Finde du musst dich länger an details aufhalten, damit alles lebendiger wird. ok der letzte punkt ist vielleicht etwas kontrovers aber beachte bitte den ersten tipp auf jeden fall :wink:

bullshit…

Lass mich raten, du bist selber 16 oder zumindest u20?
Also, ich finde zuerst einmal den Anfang ganz schlimm. So
fangen Grundschüler ihre Geschichten: „Mein name ist blabla
und ich bin 16 jahre alt.“ Nee, nee das geht echt gar nicht.

Eines der berühmtesten Werke der Literatur fängt so an:

I was born in the year 1632, in the city of York, of a good family, though not of that country, my father being a foreigner of Bremen, who settled first at Hull…

darfst googeln, um was/wen es geht…
Hummel

hallo.

Also, ich finde zuerst einmal den Anfang ganz schlimm. So
fangen Grundschüler ihre Geschichten: „Mein name ist blabla
und ich bin 16 jahre alt.“

falsch. grundschüler fangen so an: „Als ich einmal…“ (4. klasse) bzw. „Wie ich einmal…“ (3. klasse).

gruß

michael

hallo.

Mein Name ist Alexis Bennett, aber alle nennen mich Lexi,
eigentlich bin ich ein ganz normales 16-jähriges Mädchen, mein
Vater starb bei einem Autounfall als ich erst wenig Wochen alt
war, seit dem lebte ich mit meiner Mutter in Asheville einer
US-Amerikanischen Kleinstadt in North Carolina. Ein ganz
normales Mädchen , aber eben nur eigentlich.

Verwirrt schaute ich mich um, ich stand auf einer mir
unbekannten Straße mit nichts weiter bekleidet als meinem
weißen mit Spitzen besetzten Nachthemd. Meine braunen Haare
fielen mir schwer über die Schultern , ungefähr bis zur Mitte
meines Rücken s, und obwohl überall Schnee lag , war mir
erstaunlich warm. Ich schaute mich um, in der Hoffnung , einen
Hinweis darauf zu bekommen , wo ich mich befand. Und musste mich
fast übergeben, alles war mit einer dunkelroten Flüssigkeit
befleckt, die ich

nur unschwer

seltsame konstruktion.

als Blut erkennen konnte.
Überall lagen bleiche leblose Körper, einigen fehlte der Kopf ,
anderen ein Arm oder ein Bein , und wieder andere waren bis zur
Unkenntnis

unkenntlichkeit. unkenntnis meint was anderes.

verstümmelt. Es war ein seltsames Bild , da sich der
Schnee wie eine friedliche Decke über alles legte. Ein lauter,
markerschütternder Schrei riss m ich aus meinen Gedanken. Ich
musste mit ansehen wie Jane, meine beste Freundin, von einem
Mann mit nacktem Oberkörper und einer schwarzen Hose mit einem
Schwert bedroht wurde. Obwohl er mir den Rücken zugewandte
hatte , konnte ich erkennen , das s er schön sein musste.

ein fremder mann ist dabei, deine beste freundin mit einem schwert zu massakrieren, um dich herum liegen leichen(teile) und das erste, was dir in den sinn kommt, ist „der mann hat eine schwarze hose an und ist wahrscheinlich schön“?
wenn deine hauptfigur soziopathin ist, mag das ok sein, aber sonst…?

So als
hätte er meinen Blick auf sich gespürt drehte er sich zu mir
um und sah mir direkt in die Augen. Mir blieb die Luft weg.
Ich hatte mich geirrt . er war kein Mann . er war höchstens 17
oder 18 Jahre alt und war…unbeschreiblich. Schwarzes , fast
blaues , leicht zerzaustes Haar , das ihm sanft ins Gesicht f viel.
Hohe , fein gemeißelte Wagenknochen, eine gerade schmale Nase.
Volle geschwungene Lippen. Augen , blauer als der Himmel an
einem wolkenlosen Sommertag , die so unendlich wirkten , das s man
sich darin verlieren konnte. Und ein Körper…keiner dieser
Waschbrettbäuche wie man sie in Zeitschriften immer sah, oh
nein , seine Muskeln zeichneten sich nur ganz leicht unter
seiner Haut ab und trotzdem war nirgendwo auch nur ansatzweise
so etwas wie ein Bauch zu sehen . Doch trotz der Tatsachen , das s
er mit Abstand das Schönste war was ich je gesehen hatte , war
irgendetwas an ihm…falsch. Und da passierte es, so schnell,
das s wenn ich meinen Blick auch nur eine Sekunde abgewandt
hätte , ich es nicht mitbekommen hätte, schlug er Jane mit
seinem Schwert den Kopf ab und ihr lebloser Körper fiel mit
einem dumpfen Geräusch schlaff zu Boden.

mann kann lange schachtelsätze bilden. man muß es ihm aber nicht gleichtun wollen.
öfter mal ein punkt gibt dem leser zeit, das gelesene zu verarbeiten. ein komma verleitet zum schnellen weiterlesen.
wann was paßt, hängt vom kontext ab.
falsche oder fehlende kommasetzung „geht gar nicht“.

gruß

michael

Einige stilistische Tipps
Hi Lilith.

Jetzt würde mich interessieren wie andere Leute (ihr) findet das ich schreibe. Würde mich sehr über Verbesserungsvorschläge und Kritiken freuen. Hier der Anfang meines neusten „Idee“:

Talent ist unzweifelhaft da, aber stilististisch ist hie und da noch Luft nach oben, das kann man aber lernen.

Mein Name ist Alexis Bennett, aber alle nennen mich Lexi, eigentlich bin ich ein ganz normales 16-jähriges Mädchen, mein Vater starb bei einem Autounfall als ich erst wenig Wochen alt war, seit dem lebte ich mit meiner Mutter in Asheville einer US-Amerikanischen Kleinstadt in North Carolina.

Der Anfang wurde schon moniert. Kann man zwar so machen, aber besser ist es allemal, wenn eine Story geheimnisvoll beginnt. Das wirkt spannender.

Ein ganz normales Mädchen aber eben nur eigentlich.

Entweder „ganz normal“ oder eben nicht, aber nicht beides zusammen.

Meine braunen Haare fielen mir schwer über die Schultern ungefähr bis zur Mitte meines Rücken

So schreibt man nur, wenn die Protagonistin als „dritte Person“ geschildert wird. In der Ich-Perspektive beschreibt man in dieser Situation nicht seine eigenen Haare. „Schwer“ und „bis zur Mitte usw.“ ist ohnehin überflüssig.

und obwohl überall Schnee lag war mir erstaunlich warm.

„Erstaunlich“ ist nicht gut, besser ist „ich war erstaunt, dass“ oder so.

Ich schaute mich um, in der Hoffnung einen Hinweis darauf zu bekommen wo ich mich befand.

„In der Hoffnung“ ist zu steif. „… und suchte nach einem Hinweis“ wäre besser.

Und musste mich fast übergeben, alles war mit einer dunkelroten Flüssigkeit befleckt, die ich nur unschwer als Blut erkennen konnte.

„Alles“ war bedeckt? Sehr übertrieben. Und wieso sieht das die Person nicht sofort, als sie die Straße erblickt? „Unschwer“ ist zu steif.

Überall lagen bleiche leblose Körper, einigen fehlte der Kopf anderen ein Arm oder ein Bein und wieder andere waren bis zur Unkenntnis verstümmelt.

Körper bekleidet? Männer, Frauen, Kinder? Und man sagt „Unkenntlichkeit“.

Es war ein seltsames Bild da sich der Schnee wie eine friedliche Decke über alles legte.

„Seltsam“ ist zu schwach. „Friedliche Decke“ ist ein Klischee, so wie „Leichentuch“. Bei Schneeschilderungen unbedingt die gängigsten Klischees vermeiden. Metaphern sollten originell sein.

Ein lauter, markerschütternder Schrei riss ich aus meinen Gedanken.

Markerschütternd = laut. Musst du nicht verdoppeln.

Ich musste mit ansehen wie Jane, meine beste Freundin, von einem Mann mit nacktem Oberkörper und einer schwarzen Hose mit einem Schwert bedroht wurde.

Besser: „Ich sah“, nicht: „ich musste mit ansehen“. Du kannst theoretisch ja auch weggucken. Die „schwarze Hose“ interessiert in diesem Moment nur wenig. Interessanter wäre der Gesamteindruck seiner Figur (kräftig, mager usw.).

Obwohl er mir den Rücken zugewandte hatte konnte ich erkennen das er schön sein musste.

Das kann man von hinten nicht „erkennen“, höchstens ahnen. Und solche Ahnungen können sehr täuschen. Und wenn schon, dann „schön war“, nicht „sein musste“.

So als hätte er meinen Blick auf sich gespürt drehte er sich zu mir um und sah mir direkt in die Augen.

Es reicht, wenn er sich plötzlich umdreht. Der Leser ist clever genug, daraus auf das „Spüren“ zu schließen.

Mir blieb die Luft weg.

Was eigentlich schon der Fall hätte sein müssen, als du die vielen Leichen sahst. Was ist überhaupt mit deiner „besten Freundin“? Ist die stumm und blind? Siehst die dich nicht? Wie wird sie von dem Typen attackiert? Viel zu wenig Details.

Ich hatte mich geirrt er war kein Mann er war höchstens 17 oder 18 Jahre alt und war…unbeschreiblich.

Wieso „unbeschreiblich“, wenn du ihn dann doch beschreibst?

Schwarzes fast blaues leicht zerzaustes Haar das ihm sanft ins Gesicht viel. Hohe fein gemeißelte Wagenknochen, eine gerade schmale Nase. Volle geschwungene Lippen.

Na gut, deine Version von Robert Pattinson :smile: Angesichts der Situation – er bedroht gerade die beste Freundin der Protagonistin – ist die Beschreibung viel zu liebevoll und genau. Hat er nicht eben noch X Menschen gemetzelt? Und doch sind seine Augen einfach nur „blauer als der Himmel“ (siehe unten). Mehr Dramatik bitte.

Augen blauer als der Himmel an einem wolkenlosen Sommertag die so unendlich wirkten das man sich darin verlieren konnte.

Klischee-Metapher. Passt auch nicht in die Situation (nochmal: ist die beste Freundin stumm und blind?).

Und ein Körper…keiner dieser Waschbrettbäuche wie man sie in Zeitschriften immer sah, oh nein seine Muskeln zeichneten sich nur ganz leicht unter seiner Haut ab und trotzdem war nirgendwo auch nur ansatzweise so etwas wie ein Bauch zu sehen.

Solche Figuren sieht man an jeder Straßenecke.

Doch trotz der Tatsachen das er mit Abstand das Schönste war was ich je gesehen hatte war irgendetwas an ihm…falsch.

„Twilight“ lässt grüßen. Du solltest zu offensichtliche Anspielungen auf bekannte Story-Figuren unbedingt vermeiden.

Und da passierte es, so schnell, das wenn ich meinen Blick auch nur eine Sekunde abgewandt hätte ich es nicht mitbekommen hätte,

Wenn etwas „schnell“ passiert, dann schildere es auch schnell, statt es so umständlich einzuleiten.

schlug er Jane mit seinem Schwert den Kopf ab

Kann man besser rüberbringen. Man kann seine Miene schildern, bevor er das macht, man kann die Bewegung seines Armes schildern und – ich sag´s zum dritten Mal – unbedingt auch das Verhalten von Jane, die hier wirkt wie eine Schaufensterpuppe.

und ihr lebloser Körper fiel mit einem dumpfen Geräusch schlaff zu Boden.

„Leblos“ ist überflüssig, „schlaff“ auch. Und das „dumpfe Geräusch“ sowieso. Lass etwas Raum für die Phantasie des Lesers.

Aber wie gesagt: Talent ist da, du musst nur noch an deinem Stil feilen – Sparsamkeit mit Adverben und Adjektiven ist das Wichtigste. Und die Sätze verkürzen, sie sind viel zu lang.

Chan

Krasse Story aber sehr gut geschrieben!
Ich schreibe auch an einem Buch. Wollen wir uns gegenseitig austauschen?
Danke.
LadySummer9
([email protected])

Oder ein weiteres Werk der Weltliteratur „Call me Ismael“

Gruß Horsti

Wow, Chan, du hast dir aber Mühe gemacht!
Ich bin ganz deiner Meinung, bis auf:

Aber wie gesagt: Talent ist da, du musst nur noch an deinem
Stil feilen – Sparsamkeit mit Adverben und Adjektiven ist das
Wichtigste. Und die Sätze verkürzen, sie sind viel zu lang.

Ich finde, dass der Stil eher der einer Erlebnisgeschichte ist, und bei solch einem Typ sind gerade viele Adverben & Adjektive wichtig!
Aber bei manchen Doppelungen (schlaff & leblos,…) hast du vollkommen recht.

Ich ziehe meinen Hut! :wink:
P.S.: Ich schreibe auch an einem Buch, darf ich dich auch einmal nach deiner Meinung zu einer Leseprobe fragen?