quer durch Russland 2
(Autor: C a r m е n, Frage gestellt am Di, 22. Mai 2001)
Nun die Route ist nicht so schwer zu finden. Wenn man nach Murmansk z. B. fahren möchte, sollte man auf jeden Fall St. Petersburg "mitnehmen". Von dort aus führt eine Autobahn in Richtung Karelien - Murmansk. Es ist praktisch nur eine große Straße für diese Strecke. Wenn man über Petrosaworsk (eine sehr hübsche, moderne Universitätsstadt) fährt sollte man dort zumindest einen Tag mit einplanen. Es ist erstaunlich wenn Ihr in Petrosaworsk ankommt, fühlt Ihr Euch als wäret Ihr in einer Universitätsstadt hier bei uns. Dazu aber eben doch noch, neben den Cafés und Restaurants gibt es aber doch auch die Bazare und das ganze Treiben auf den Straßen so daß man sich einfach wohlfühlt. Es ist eine sehr freundliche Stadt. Als wir einmal von "oben", also aus der anderen Richtung kamen, hatten wir in einem Gasthof übernachtet und fuhren weiter in Richtung St. Petersburg. Da dort allerdings zu der Zeit die Straße neu ausgebaut wurde haben wir und höllisch verfranzt, so daß wir durch weite Wälder fuhren und wohl irgendwo ein Hinweisschild übersehen haben. Auf jeden Fall fuhren wir und kamen letztlich an ein kleines Fischerdorf in dem eine Gaststätte appetitlich zu Seemansgerichten einlud und als wir noch ein Stückchen weiterfuhren, ca. 700 m, standen wir vor einer Fähre die gerade ablegen wollte und auch freundlich auf uns wartete. Nachdem wir abgewunken hatten machte sie los und ich erkundigte mich erstmal wo wir waren. Wir mußten herzlich lachen, denn diese Fähre ging ans andere Ufer nämlich nach Petrosaworsk, wo wir am Tag zuvor losgefahren waren........ Wir hatten schon kurz vor St. Petersburg eine Umleitung nicht richtig erkannt gehabt, die sich an einem Kreisverkehr befand und bei der ein Stück der neuen Autobahn gesperrt war....
Gott sei Dank hatten wir keine Eile und so genossen wir den Aufenthalt in diesem kleinen Fischerdorf um dann wieder zurück auf die richtige Strecke zu finden.
Ansonsten wie gesagt gibt es nur eine Straße dort hinauf und man kann sich nicht "verfahren". Wenn man unterwegs Rast einlegen will so bieten sich die kleinen Gasthäuser an in denen man sehr gut essen kann. Aber auch "Abstecher" in die meist nahe bei der Straße gelegenen Dörfer lohnen sich allemal. Wenn man nach einer Gastiniza fragt ist meist in jedem Dorf eine zu finden. Aber auch an den Parkplätzen und Rastplätzen kann man getrost mal im Wagen übernachten. Die Seen die hier überall zwischen den niedrig wachsenden Wäldchen und Mooren liegen sind teilweise immens groß und laden zum angeln ein. Weiter gen Norden kommt man auch an einem riesigen Stauwerk vorbei in dem Strom erzeugt wird. Es ist ein grandioses Schauspiel, zwischen den Bergen dieses riesige Bauwerk mit den gewaltigen Wassermassen zu sehen.
Man fährt weiter über Brücken und gelangt irgendwann in die nächste größere Stadt, die ähnlich unserer Gewerbegebiete auch solche "Vorstädte" hat in denen viele Firmen ihren Sitz haben.
Am abend sieht es hier sehr schön aus, wenn überall die vielen Lichter brennen, an den Straßen und in der Stadt ringsherum.
Die Menschen sind sehr freundlich. Man kann (wir waren ja im Winter dort) an den Straßen auch immer frische Beeren z. B. kaufen die die Leute gesammelt haben. Ich weiß nicht wie die heißen, aber sie sind so ähnlich wie Preißelbeeren. Ein mal hatten wir Steaks gekauft und suchten einen Grillplatz, die es häufig auch an den Straßen gibt. Dabei hielten wir an einer Gruppe die besagte Beeren feil hielten. Es war eine Familie die im Dorf unweit der Straße wohnte. Und als ich fragte ob ich in dem Feuer, dass sie sich dort gemacht hatten die Steaks rösten dürfe und sie auch einlud mitzuhalten, kam gleich jemand an und half Schaschliks zu machen, indem er die Fleischstücke aufspießte, auf einen Zweig... So unterhielten wird uns wo wir herkämen etc. Woraufhin uns diese Familie einlud in ihre hauseigene Sauna mitzukommen und dort eine "russische Sauna" zu genießen. Allenthalben sin die Menschen sehr freundlich, lachen gern und viel und wie meine Begleiterin immer sagte: "mit einer reinen Seele" das drückt es wahrscheinlich am besten aus. Hilfsbereit ist man überall und Verständigungsprobleme werden mit Händen und Füßen, Gestik und Zeichen gut überwunden. Um ehrlich zu sein, finde ich es auch immer sehr lustig (und nicht nur ich) wenn man sich nicht 100%ig genau in der Sprache auskennt. Da gibt es immer für beide Seiten viel zu lachen.
Im großen und ganzen sind die Menschen auch sehr bedächtig. Was mich jedoch manchmal auch ein bisschen genervt hat. Zum Beispiel in einem Postamt, wenn ich einen wichtigen Anruf machen wollte, und da ich nicht alles genau auf russisch sagen konnte, dann war die Reaktion: "Ni punemai!" (Das versteh ich nicht!) womit sich dann die Dame wieder anderer Arbeit widmete. Also auch keinen Versuch machte etwas zu verstehen. Doch das gibt es ja bei uns auch häufig. Es war halt nur in so (für mich jedenfalls) dringenden oder eiligen Situationen, in denen ich mich dann doch ärgerte, dass ich mich nicht besser verständlich machen könnte. Im großen und ganzen kennt man jedenfalls das Wort "Eile" nicht.
Anders ist es in Moskau. Hier geht gleich wiederum alles so schnell, dass man selbst hinterher sein muß um mitzuhalten.
Doch davon erzähle ich in der nächsten Story.
Auf jeden Fall sind diese weiten Strecken einerseits sehr erholsam, da man nur durch die natur fährt und auf der anderen Seite dann wenn man wieder einmal in eine Stadt kommt ist man doch mitten im vollen Leben dadurch ist es auch nicht langweilig.
Für heute erstmal
Carmen
Gott sei Dank hatten wir keine Eile und so genossen wir den Aufenthalt in diesem kleinen Fischerdorf um dann wieder zurück auf die richtige Strecke zu finden.
Ansonsten wie gesagt gibt es nur eine Straße dort hinauf und man kann sich nicht "verfahren". Wenn man unterwegs Rast einlegen will so bieten sich die kleinen Gasthäuser an in denen man sehr gut essen kann. Aber auch "Abstecher" in die meist nahe bei der Straße gelegenen Dörfer lohnen sich allemal. Wenn man nach einer Gastiniza fragt ist meist in jedem Dorf eine zu finden. Aber auch an den Parkplätzen und Rastplätzen kann man getrost mal im Wagen übernachten. Die Seen die hier überall zwischen den niedrig wachsenden Wäldchen und Mooren liegen sind teilweise immens groß und laden zum angeln ein. Weiter gen Norden kommt man auch an einem riesigen Stauwerk vorbei in dem Strom erzeugt wird. Es ist ein grandioses Schauspiel, zwischen den Bergen dieses riesige Bauwerk mit den gewaltigen Wassermassen zu sehen.
Man fährt weiter über Brücken und gelangt irgendwann in die nächste größere Stadt, die ähnlich unserer Gewerbegebiete auch solche "Vorstädte" hat in denen viele Firmen ihren Sitz haben.
Am abend sieht es hier sehr schön aus, wenn überall die vielen Lichter brennen, an den Straßen und in der Stadt ringsherum.
Die Menschen sind sehr freundlich. Man kann (wir waren ja im Winter dort) an den Straßen auch immer frische Beeren z. B. kaufen die die Leute gesammelt haben. Ich weiß nicht wie die heißen, aber sie sind so ähnlich wie Preißelbeeren. Ein mal hatten wir Steaks gekauft und suchten einen Grillplatz, die es häufig auch an den Straßen gibt. Dabei hielten wir an einer Gruppe die besagte Beeren feil hielten. Es war eine Familie die im Dorf unweit der Straße wohnte. Und als ich fragte ob ich in dem Feuer, dass sie sich dort gemacht hatten die Steaks rösten dürfe und sie auch einlud mitzuhalten, kam gleich jemand an und half Schaschliks zu machen, indem er die Fleischstücke aufspießte, auf einen Zweig... So unterhielten wird uns wo wir herkämen etc. Woraufhin uns diese Familie einlud in ihre hauseigene Sauna mitzukommen und dort eine "russische Sauna" zu genießen. Allenthalben sin die Menschen sehr freundlich, lachen gern und viel und wie meine Begleiterin immer sagte: "mit einer reinen Seele" das drückt es wahrscheinlich am besten aus. Hilfsbereit ist man überall und Verständigungsprobleme werden mit Händen und Füßen, Gestik und Zeichen gut überwunden. Um ehrlich zu sein, finde ich es auch immer sehr lustig (und nicht nur ich) wenn man sich nicht 100%ig genau in der Sprache auskennt. Da gibt es immer für beide Seiten viel zu lachen.
Im großen und ganzen sind die Menschen auch sehr bedächtig. Was mich jedoch manchmal auch ein bisschen genervt hat. Zum Beispiel in einem Postamt, wenn ich einen wichtigen Anruf machen wollte, und da ich nicht alles genau auf russisch sagen konnte, dann war die Reaktion: "Ni punemai!" (Das versteh ich nicht!) womit sich dann die Dame wieder anderer Arbeit widmete. Also auch keinen Versuch machte etwas zu verstehen. Doch das gibt es ja bei uns auch häufig. Es war halt nur in so (für mich jedenfalls) dringenden oder eiligen Situationen, in denen ich mich dann doch ärgerte, dass ich mich nicht besser verständlich machen könnte. Im großen und ganzen kennt man jedenfalls das Wort "Eile" nicht.
Anders ist es in Moskau. Hier geht gleich wiederum alles so schnell, dass man selbst hinterher sein muß um mitzuhalten.
Doch davon erzähle ich in der nächsten Story.
Auf jeden Fall sind diese weiten Strecken einerseits sehr erholsam, da man nur durch die natur fährt und auf der anderen Seite dann wenn man wieder einmal in eine Stadt kommt ist man doch mitten im vollen Leben dadurch ist es auch nicht langweilig.
Für heute erstmal
Carmen
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Re: quer durch Russland 2
(Autor: Ε c k a r d, Antwort nach 3 h, 34 Min)
Hallo, Carmen,
das ist mal eine interessante Reisebeschreibung. Allerdings hier markiert als Teil 2. War der 1. Teil hier auch schn zu lesen?
Wenn ja, muß ich wohl noch einmal im Archiv nachsehen, wenn nein wäre es unverschämt, Dich zu bitten ihn mir zuzumailen?
Liebe Grüße
Eckard.
das ist mal eine interessante Reisebeschreibung. Allerdings hier markiert als Teil 2. War der 1. Teil hier auch schn zu lesen?
Wenn ja, muß ich wohl noch einmal im Archiv nachsehen, wenn nein wäre es unverschämt, Dich zu bitten ihn mir zuzumailen?
Liebe Grüße
Eckard.
Re^2: quer durch Russland 2
(Autor: С a r m e n, Antwort nach 4 h, 13 Min)
HI, Eckard.
Den ersten Teil hatte ich unter der Rubrik >Reisen< abgelegt.Tschuess
Carmen
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