Raus, nur raus hier... bin drin

„Ich will raus“ diese Zeilen des verstorbenen Künstlers Rio Reiser möchte ich rufen. Sie ist so traurig und doch wirkt Sie nach aussen so glücklich. Ich weiss es besser, kann es aber nicht vermitteln. Nicht Ihr, nicht mir. Ich möchte bei Ihr sein, aber darf nicht, kann nicht. Darf es nicht, weil es falsch wäre. Warum falsch? Weil Sie eben dann nicht dasselbe denken und fühlen würde, was ich fühlen und denken würde. Es wäre so wie bei Ihr und Ihrem jetzigen Freund, der Sie auch nicht richtig liebt. Ja, er sagt es zwar, aber beide wissen das es nicht so ist. Traurig, glücklich, zufrieden, wahr.
Alles kommt mir vor wie in einer Kullisse aus alten James Dean Filmen, Chocolat, Der talentierte Mister Rippley, Zimmer mit Aussicht, Edgar Wallace Filme. Alles so romantisch, so ruhig, ein Paradies eben. Aber die Leute in diesem Bild sind doch nicht wirklich.
Jetzt sitz ich hier und hör Xavier Naidoo, Edo Zanki und anderes melancholisches. Sie sagt selbst von sich Sie hat viele Bekannte, die mehr wollen als nur blosse Freundschaft, was Ihr zu schaffen macht, weil Sie wahre Freunde braucht. Ich halte mich für einen Freund, der es richtig versteht und damit umzugehen vermag. Ein Freund, der so weit weg und doch so nah ist, sehr nah. Vielleicht mal wieder doch ein Stück zu nahe. „Geh davon aus, das mein Herz bricht. Denn unsere Liebe ist verloren“ schreit es gerade aus den Boxen, die Sonne steht Glutrot am Abendhimmel. Ich muss noch den Wecker für Morgen stellen.

Sehr gute Beobachtungsgabe, etwas, was alltäglich passiert,
uns allen - immer wieder - in Worte fassen sich zu trauen,
egal ob technisch korrekt, nur Gefühl.
Es scheint, Du bist DER Freund, der sich nicht zu erkennen gibt
(Zweifel???, wirf sie weg)

LG
H.-D.