Alterskriminalität

Von: , Frage gestellt am Fr, 26. Nov 1999

Es muss etwas dagegen getan werden! Habt Ihr Vorschläge?

Ein Gespenst geht um in Deutschland:
die Alterskriminalität.

Noch wird sie nicht überall in ihrer Gänze erkannt und bekämpft. Zu sehr sind wir noch davon in Anspruch genommen, die besorgniserregende Kriminalität der Jugendlichen einzudämmen. Doch wenn diese Aufgabe erst bewältigt ist, werden sich die verantwortlichen offiziellen Stellen nicht mehr vor dem Problem der kriminellen Alten drücken können. Mangelndes Verständnis, fehlende Liebe, falsche Erziehung sind die Ursachen, hinzu kommt die Alterstorheit, welche so manchen Großvater auf die schiefe Bahn bringt.

Erschreckende Fälle finden wir im Jahrbuch des Instituts für senile Kriminologie in Wunsiedel.
Zum Beispiel: Ausgedehnte, einträgliche Fälschertätigkeit betrieb ein Stammtisch in Plochingen. Nachdem es den Alten gelungen war, gefälschte Bierdeckel in den Handel zu bringen, machten sie vor nichts mehr halt. Sie fälschten Klaviernoten, Heirats- und Todesanzeigen sowie etruskische Grabbeigaben und brachten die Bundesliga durch gefälschte Torlinien und Elfmeter hart den Rand des Abgrunds.

Mehrere Bevölkerungsteile von Niedersachsen verfielen durch Skatkarten und Kreuzworträtsel, die von jenen Verbrechern hergestellt waren und hinten und vorn nicht stimmten, in Schwermut und Irrsinn. Bei der Fälschung eines gotischen Domes wurden die Alten in flagranti von einem diesmal echten Domprobst ertappt.

Das Institut für kriminelle Senilität in Worms bearbeitete den staatsgefährdenden Fall von mehreren Rentnern aus Köln, die in der Waschküche eines Mietshauses an der Herstellung von taktischen Atomwaffen und Mittelstreckenraketen arbeiteten. Eine Wäscheschleuder hatten sie als Zyklotron ausgebaut. Sie gingen ohne Strahlenschutz ans Werk und begründeten ihre unfaßliche Leichtfertigkeit damit, daß sie als spaltbares Material nur Linoleum und essigsaure Tonerde verwendeten.
Schwerste gesundheitliche Verheerungen richtet ein alter Schwarzbrenner im Landkreis Bieberach an, der seine Produkte unter der Hand an Kindergärten und Lehrerseminare lieferte: Tabakschnaps, Beinhager, Tintenkümmel, Rostwein und Zwiebelgeist, Blutlikör, Krümelschampus und Karbidsekt. Die Folgen waren schrecklich. "Nie hätte - hick - ich das von Opa gedacht", gestand erschüttert der Enkel des greisen Verbrechers.

Ein letzter warnender Fall: Der törichte Anton Kiechott aus Büsum ruinierte sich seinen Verstand völlig durch exzessive James-Bond-Lektüre. Er führte ein unstetes Wanderleben, ständig gegen vermeintliche Agenten kämpfend. Er konnte mit seinem untersetzten Kumpanen S. Panzlinger auf einem Kinderspielplatz gefaßt werden, als er einem kleinen Jungen ein Stück Brot, das er mit vergifteten Reißnägeln bestreut hatte, anbot. Er hielt den Kleinen für den schwedischen Luftspion Nils Holgersson.
Diese Einzelfälle sprechen eine deutliche Sprache.

Noch ist es Zeit, durch eine gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze für Verbrechen und Vergehen diesem drohendne Unheil zu begegnen. Es muß etwas getan werden.

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Alterskriminalität

    Monthy Python Flying Circus

  2. Antwort von nach 46 Tagen hilfreich
    Re: Alterskriminalität

    Ist der Text von dir oder von Monthy Python?
    Sollte er von dir sein, mail mir mal:wissdorfwissdorf.com

    Gruß
    Reinhard Wissdorf

    • Antwort von nach 46 Tagen hilfreich
      Re^2: Keine Ahnung

      Ich habe keine Ahnung, woher der Text kommt. Ich habe ihn in meinem Sammelsurium gefunden. Ein Autor ist nicht angegeben.

      Gruß
      WALTER

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