Vermutet habe ich das schon

…immer, nun die ganze Wahrheit über „Intel inside“.

Neulich, an einem Sonntagnachmittag, las ich einen interessanten Artikel in der Zeitung, der den Ursprung des Ausdruckes „getürkt“ erklärte. Da soll doch vor etwa zweihundert Jahren ein Mann in einer Pariser Gesellschaft aufgetaucht sein und eine vollautomatische Schachmaschine vorgestellt haben. Jeder wollte bald gegen dieses Wunderwerk der Technik spielen und der Mann scheffelte eine Menge Geld damit. Bis man durch Zufall herausfand, daß er im Inneren der Maschine einen zwergwüchsigen Türken versteckt hatte, einen recht passablen Schachspieler, und der Betrug aufflog.

Am nächsten Morgen im Büro fiel mein Blick zufällig auf den runden Aufkleber mit der roten Schrift an meinem PC. „Intel inside“ heißt es da, nichts neues. Und doch hatten die Worte eine andere Bedeutung für mich bekommen. Der Trick mit der Schachmaschine fiel mir wieder ein. Könnte es sein, daß auch in meinem PC ein Mensch versteckt ist, vielleicht aus Taiwan oder aus der Umgebung von Milwaukee, mit dem Namen „Intel“? War aus dem, sagen wir „Ünlü Inside“ von damals ein Chinese oder Amerikaner aus der weit verzweigten Familie der Intels geworden, mit dem Namen „Intel Man-Li“ oder „John D. Intel“ vielleicht?

Der Verdacht ließ mich nicht mehr los. Wurde das Kratzen, das ich bisher für die Rotationsgeräusche der Festplatte gehalten hatte, etwa von diesem Zwerg auf einem kleinen Waschbrettähnlichen Gerät erzeugt, um mir technische Abläufe vorzugaukeln, während er mit der anderen Hand auf einem Abakus sekundenschnell Rechenoperationen und Tabellenkalkulationen durchführte?

Später am Nachmittag weihte ich meine Kollegin mit ein, die weitere Verdachtsmomente beisteuern konnte. Sie hatte sich schon immer gewundert, daß der Servicemann einen scheinbar defekten PC nicht in ihrer Gegenwart öffnete, sondern komplett gegen ein neues Gerät austauschte, bevor er mit dem anderen zur heimlichen Reparatur verschwand. Und hatten nicht schon öfter mehrere Stücken Smörbröd, das sie für die Mittagspause in der unteren Schublade ihres Schreibtisches aufbewahrte, am nächsten Morgen gefehlt!?
Klar, von irgendetwas mußten die armen Dinger in den Kisten ja auch leben.

„Irgendwann,“ sagte ich zu meiner Frau abends beim Zubettgehen, „irgendwann, wenn ich sowie Überstanden machen muß, bleibe ich im Büro und lege mich nachts hinter meinem PC auf die Lauer.“ Meine Kollegin hat versprochen mitzumachen. Denn irgendwann, sagt sie, muß er ja mal wieder rauskommen, der „Intel inside“ (Autor unbekannt)

Liebe Grüße,

Sven (der gerade seinen PC aufschraubt)

Nein, das heißt doch …

… Inder inside. Die mit der Green Card …