Wieder ein Tag

Wieder ein Tag rumgebracht und überstanden. Ich hätte irgendwie nicht aufstehen sollen, nicht die ganzen elektronischen Geräte um mich herum anmachen und schauen sollen ob jemand Kontakt mit mir aufnehmen wollte. Denn irgendwer ist immer da und dann sagt man dann doch immer „ach, hätte sich diese Person gerade nicht gemeldet, kann ich garnicht brauchen“. Denn man hofft doch immer, das sich eine bestimmte Person meldet, die bestimmte Person. in den meisten Fällen tritt dieser Fall natürlich nicht ein, aber die Hoffnung bleibt. Warum meldet Sie sich nicht? Entweder gibt es Sie garnicht und es ist nur dieser Wunschtraum oder Sie denkt nicht im entferntesten daran das gerade DU darauf wartest. Das ist eben so. An Essen oder sich konzentrieren ist garnicht zu denken.
So liege ich irgendwie in diesem Tag, wünschte ich wäre in einer anderen Dimension. In der Dimension, in der alles einfacher wäre. In der ich über meinen eigenen Schatten springen könnte, in der ich sagen könnte was ich denke und es wird richtig verstanden, richtig entgegengenommen und erwiedert. Und so sitze ich hier und höre mir Gedanken und Meinungen anderer Leute um mich herum an in der Hoffnung, das ich mich dadurch besser fühle, das ich daraus einen Nutzen ziehen könnte und das mir irgendjemand das richtige sagt. Sagt wie ich einmal glücklich werden kann ohne Schmerzen zu erleiden. Glücklich sein. Wie geht das überhaupt? Wie fühlt sich das an? Die Zeit, in der ich mir selbst am nächsten war, in der ich mir selbst die guten Ratschläge geben konnte ist schon lange vorbei. Doch die Zeit verrinnt und was bleibt ist diese leere. Ich hätte nicht aus dem warmen Bett aufstehen sollen. Hinterher ist man immer schlauer, aber dann ist es zu spät. So ist es wie im Gefängnis hinter der dicken Glaswand. Ich sitze auf der einen Seite und drücke meine Hand gegen die Scheibe und spüre die Wärme der Hand auf der anderen Seite. aber obwohl ich die warme Hand auf der anderen Seite spüre umschliesst Sie doch nicht meine Hand. Sie ist so nah und doch so weit entfernt. Der Tag geht zu Ende. Und Morgen?

H.

Der Tag geht zu Ende. Und Morgen?

…schenkt Dir jemand ein Lächeln, welches Licht in Dein

Dunkel bringt, die Leere füllt und sei es nur für einen
Augenblick, der Dir helfen wird, weiter zu gehen.
Wenn man nicht nur mit den Augen sieht, kann man jedem Tag
ein kleines Glück abringen, denn selbst im größten Schmerz liegt
eine kleine Wahrheit, die man vorher nicht erkannte. Schon
das Wort morgen birgt Hoffnung, Gespanntsein und Lebensliebe,
die man übermorgen brauchen könnte.

Dilarah

…schenkt Dir jemand ein Lächeln, welches Licht in Dein

Dunkel bringt, die Leere füllt und sei es nur für einen
Augenblick, der Dir helfen wird, weiter zu gehen.

Dann hoffe ich, das mein Geschenk an Dich das richtige war und ist!

Gute Nacht
H.

Liebe Dilarah,

also, als erstes wollte ich Dir, ganz Hobbykritiker sagen, daß mich Deine Zeilen berührt haben. Aber jetzt schenk ich Dir lieber ein Lächeln :smile: Es soll Dir sagen, daß Du nicht allein bist und Dir Mut zusprechen. Mut den wir alle brauchen, wenn wir niedergeschlagen zu Hause hocken und auf das warten, was selten geworden ist. Zuspruch, ein kleines Lächeln, ein nettes Mail, ein Anruf von einem Freund. Aber, was ist das? Warum gehen wir nicht hinaus? Was ist das was uns zu Hause hält, uns schale Fernsehsendungen ansehen läßt? Ist es etwa die Angst, daß uns das ‚draußen‘ noch mehr deprimiert, wenn wir in unserem Stammcafé niemanden bekannten treffen? Oder in der Disco traurig herumsitzen während andere tanzen und sich amüsieren? Was ist das wirklich? Etwa eine kleine Depression? Das ‚kleine‘ verniedlicht den Gemütszustand, denn wirklich deprimiert zu sein, das würde uns noch mehr deprimieren. Viele kennen mich gar nicht so. Sie kennen mich als geselligen oft albernen Menschen, der kleine witzige Geschichterln erfindet und zuweilen die eine oder ganz andere niederschreibt. Sie kennen mich als einen Menschen, der gerne über alles, oder sagen wir fast alles diskutiert. Aber kennen sie alles von mir? Nein, der deprimierte Trauerkloß, der nicht den Schritt über die Schwelle schafft, das bin genauso ich. Ist es jetzt ein Teil meiner Persönlichkeit oder eine Krankheit? Ich glaube beides. Und ich habe Angst vor dem Psychiater. Er würde mir vielleicht nicht nur die Krankheit nehmen, vielleicht würde er mir auch einen Teil meiner Persönlichkeit nehmen. Ich habe mit diesem Gemütszustand leben gelernt, ich habe ihn akzeptiert. Langsam lerne ich mich zu akzeptieren wie ich bin. Wohl ein Vorteil meines Alters? Seitdem ist es nicht mehr ganz so schlimm.

Aber ich labere schon wieder. Ich hab noch ein ganz kleines Lächeln und ich weiß, daß Du es brauchst. Ich schenks Dir einfach. :smile: Was ist das? Noch eines? Vermehren sich die etwa wenn man sie verschenkt? Oder treiben sie etwa unanständigen Sex in mir? Lächeln sie deswegen? Uuups da sind noch mehr. Jetzt weiß ich, daß sie sich vermehren wenn man über so komische Dinge wie über Lächeln nachdenkt, die Sex haben. Jetzt hab ich genug und ich schenk Dir noch ein paar: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile: :smile:

Sooo, nach einer vorläufigen Hochrechnung vertreiben 47 Lächeln eine kleine und 112,25 eine große Depression. Also ich les jetzt die Stories, vielleicht komme ich noch auf die 47. Da bin ich eigentlich guter Hoffnung. Uuuups :wink:

Servus
Herbert

Lieber Herbert,

1000 Lächeln zurück, nur der Ruhm steht mir nicht zu, ich hab nur ein paar tröstende Worte ans kleine H. geschrieben, von ihm
stammt das Ausgangsposting, aber Deinen Text hab ich aufmerksam
gelesen, ich melde mich dazu nochmal, ganz klar!!!
PS: hey und lass uns uns (Dir, mir allen) unsere depress. Stimmungen, auch die brauchen wir…bis bald…

H.-D.

Servus,

also, dann ein paar Lächeln die ich jetzt gesammelt habe für das kleine H

Lieber Herbert,

1000 Lächeln zurück, nur der Ruhm steht mir nicht zu, ich hab
nur ein paar tröstende Worte ans kleine H. geschrieben, von
ihm
stammt das Ausgangsposting, aber Deinen Text hab ich
aufmerksam
gelesen, ich melde mich dazu nochmal, ganz klar!!!
PS: hey und lass uns uns (Dir, mir allen) unsere depress.
Stimmungen, auch die brauchen wir…bis bald…

hmmm…
stimmtstimmt,

Servus
H

H.-D.

Guten Abend Herbert,

nein, nicht die Angst im Stammcafe keinen zu treffen, läßt uns zu Hause bleiben und auch nicht, wenn die Anderen tanzen sind wir traurig. Es ist die Angst vor dem „Falschen Lächeln“, das fürchten wir. Es ist ein Misstrauen, ob zu Recht oder zu Unrecht,
die Frage… warum lächelt der
hat er gutlachen ?
lächelt er über mich ?
was gibts da zu lächeln ?
ist was lächerlich ?

das Lächeln wurde schon zu oft missbraucht…

meine Frage ?
gibt es ein nur lächeln , ein unschuldiges Lächeln, ein Lächeln nur des lächelns wegen ?

Ich habe ein kleines Lächeln gefangen !

Auf meinen Lippen ist s und fühlt sich wohl…
und geht mit mir bald vor die Tür.
es ist kein *gröll* und auch kein *LOL*,
ist keine Pflicht ist reine Kür.

Mein Lächeln ist ein kleiner Schatz,
den geb` ich gerne weiter…
woimmer ist auf Lippen Platz,
ein Lächeln voller „Heiter“

tschau
Kerbi

hallo Little H.
dein Text berührt mich sehr, vielleicht, weil wir vielfach auch dieses Gefühl durchlebt haben.
Als kleinen Aufheller - auf die Gefahr, dass alle schreien,das hatten wir schon,
den Spruch, der meinen Tag immer begleitet - zuhause und im Dienst, im Auto und in der Freizeit:
JEMAND HAT
mir zugelächelt
mir Mut gemacht
mir zugehört
mich um Rat gefragt
Zeit für mich gehabt
mir liebevoll auf die Schulter geklopft
sich von mir führen lassen
mir Vertrauen geschenkt
mir die Hand gereicht
mir Blumen gegeben
mir die Sterne gezeigt
mir übers Haar gestrichen
mich an sein Herz gedrückt
mich ernst genommen … DANKE

Wir nehmen dich hier ernst, in diesem Sinne alles Liebe
Christel