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Re^4: Verkehrsregeln
Hi Jens !
Wird wohl eine Grundsatzdiskussion...
Das liegt daran, dass man sonst fuenf
Kilometer hinter dem Bus herzockeln darf,
weil einen die anderen Mittenfahrer nicht
reinlassen. So werden es dann immer mehr
Mittenfahrer. :-(
So ein Käse !
Das ist ja das älteste Argument überhaupt
für Fehlverhalten dieser Art.
Die Leute sind zu fett oder zu faul, den
Schulterblick zu machen und zu überholen.
Lieber pennen sie in einer Spur rum und
blockieren alle anderen. Warum sollten
die auch schneller fahren dürfen, als
mein Nissan Primera bei 3.000 U/min läuft
??
Also ich bin weder fett noch faul. Ich
kann aber mitunter noch so viel blinken
und Schultergucken wie ich will, ich
komme nicht rein! Weil einfach fuer
laengere Zeit keine Luecke in der jeweils
weiter links liegenden Spur ist. De facto
wird also so lange links gefahren, bis es
dort nicht mehr geht. Eigentlich sollte
es genau umgekehrt laufen.
Ich glaube nicht, daß man in der Realität mehr als 5-8 Autos passieren lassen muß, um wieder nach links zu kommen. Schließlich ist der Überholvorgang des Busses/LKWs irgendwann beendet UND/ODER es lässt einen spätestens dann jemand rüber.
Ich werde in den nächsten Wochen dazu eine empirische Erhebung durchführen.
Ferner wollte ich hier nur etwas witzeln und nicht etwa Vermutungen über Deine Leibesfülle oder Lebenseinstellung oder über die Leibesfülle und Lebenseinstellung irgendwelcher anderer Personen anstellen...(*grins*).
Besonders fett und faul sind uebrigens
die Leute in Autos weit jenseits der 100
PS/60.000 DM Grenze, die grundsaetzlich
mit Wahnsinnsgeschwindigkeiten Links
fahren! Jeder Mensch, der meint, die
haetten dann ihre Autos aufgrund ihres
hervorragenden fahrerischen Koennens in
kritischen Situationen im Griff, redet
absolutes Blech! Schon alleine die
Reaktionszeiten topfitter, aufmerksamer
Fahrer sind dann zu lang! Ganz zu
schweigen von leicht uebermuedeten,
aggresiven Rasern ...
Das sehe ich anders. Je nach gefahrenem Modell hat man Geschwindigkeiten um die 200 Km/h als geübter Fahrer im Griff. Kurzzeitig auch mehr.
Wer fahren kann, schafft es auch mit
einem langsamen Wagen zu überholen, ohne
andere zu behindern.
Ich zumindest schaffe das mit meinem 50
PS VW-Bus von München zum Gardasee, ohne
ein einziges Mal angeblinkt zu werden.
Andere schaffen das mit einem 150 PS-Opel
nicht...
Ich bin sogar schon mit dem Fahrrad von
Bonn nach Timmendorfer Strand gefahren
ohne ein einziges mal angeblinkt zu
werden!!! Geil, was?
Allerdings.
Nur kann man Fahrrad sowie VW-Bus im Alltag auf der Autobahn vergessen.
Trotzdem finde ich rechts ueberholen
gefaehrlich. Ich schaue auch nicht immer
rechts in den Spiegel, bevor ich wieder
rueberziehe, weil ja da nichts sein darf.
Fehler !
Mit meiner Alltagskiste bin ich oft da !!
Aber eben nur, wenn Du mich dazu genötigt
hast.
Man denke immer daran: sobald es möglich
ist, rechts zu überholen, ist der
Linksfahrer schuld !!
So ein Bloedsinn!
Wetten, dass Du einen eventuell
anfallenden Gerichtsprozess verlieren
wuerdest?
Das liegt nur daran, daß die meisten Richter nicht fahren können !
Außerdem: wer versucht, ständig alle regeln einzuhalten, hat kein Konzentrationspotential mehr für die anderen Verkehrsteilnehmer übrig.
Ausnahme: Kollonnenfahrt bei geringer
Geschwindigkeit (das ist wohl nicht so
ganz klar definiert). Das bezieht sich
aber eher auf einen Stau, als auf "freie
Fahrt freier Buerger" :-)
Richtig.
Oben habe ich das definiert.
Na, ob die Definition so wasserdicht ist,
wage ich zu bezweifeln. Das
Rechtsfahrgebot gilt eindeutig. Und auch
das Rechts ueberholverbot! Allzuviele
Leute meinen ploetzlich (vor Gericht), es
haette sich um Kolonnenfahrt gehandelt,
um sich rauszureden.
Vor Gericht ist man nur angreifbar, wenn zufällig ein Filmchen von einer Brücke aus gedreht wurde und man wirklich schneller als 80 Km/h gefahren ist und der Gegenverkehr langsamer als 60 Km/H war.
Anzeigen anderer Verkehrsteilnehmer diesbezüglich verlaufen erfahrungsgemäß im Sande. Das gilt übrigens auch für "echtes" Rechts-Überholen.
[...]
Hoechste Zeit, dass die Polizei mal
haeufiger die Autobahnen patrouliert,
anstatt in den Staedten immer nur
abzuzocken.
Ganz genau !
Und zwar allen voran die ewigen
Klassenkämpfer, Verkehrsbehinderer und
Verkehrsgefährder !
Übrigens: die Verkehrsgefährder sind
selten die optimal geübten Fahrer in den
sportlichen Autos mit neuester Technik !
Optimal geuebt. Wo hast Du denn das her?
Weil sie sich teure Autos leisten, sind
sie doch nicht geuebter! Wenn sie Rennen
fahren wollen, dann sollen sie das nicht
auf oeffentlichen Strassen tun! Denen
gehoert also Deiner Meinung nach in
erster Linie die Autobahn. Alle anderen
haben gefaelligst zu warten, bis sie
links vorbei gehuscht sind und duerfen
vielleicht gnaedigerweise auch mal auf
der Mittelspur ueberholen.
Natürlich nicht.
Nur als Vielfahrer merke ich oft genug, daß man schnellere Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn absichtlich behindert.
Ich predige hier nicht das recht für den vermögenderen Autofahrer. Genausowenig akzeptiere ich Rennen auf der Autobahn.
Zumeist sind die fahrer der größeren Autos auch geübter, da man einen solchen Wagen üblicherweise nur dann anschafft, wenn man beruflich viel fährt.
Somit ist auch der Neidfaktor der Fahrer kleinerer Autos unbegründet, denn die großen Schlitten gehören meistens der Firma oder der Leasinggesellschaft. Die Kleinwagenfahrer hingegen sind Eigner ihrer Fahrzeuge. Das ist doch was.
Ich kann nur hoffen, dass ueber kurz oder
lang ein klares Tempolimit auf den
Autobahnen eingefuehrt wird, der dem
Wahnsinn endlich ein Ende setzt.
Obwohl ich persönlich gerne schnell fahre, pflichte ich Dir bei. Es gibt eben extreme, unverbesserliche raser und extreme, unverbesserliche Penner. Das birgt, gepaart mit vorsätzlicher Behinderung/Gefährdung ein zu großes Gefahrenpotential.
Ein Tempolimit von 130 Km/h wäre daher für mich o.k.
Damit habe ich auch Probleme. Es scheint
sich wirklich (gerade unter den Fahrern
potenterer Wagen) eine Art Faustrecht
durchzusetzen. Da hat man als kleiner
Passat-Fahrer gar keine Chance.
Hör doch auf !
Das tut ja weh !
Ich als noch keinerer Alfa-Fahrer blinke
immer und werde hauptsächlich durch
Passat-Fahrer (Hausfrauen) durch
Nicht-Blinken in Schwierigkeiten
gebracht.
Die Leute in den "potenten" Wagen (wen
meinst Du eigentlich damit ? Mit meinem
Alfa lasse ich diejenigen, die Du
wahrscheinlich hier im kategorischen
Klassenkampf anprangerst (BMW&Co.) locker
hinten an) fahren meistens zügig und
höflich, bis man sie zu sehr ärgert...
Welcher Klassenkampf? Nur weil ich keine
Lust habe, mein (vielleicht gar nicht so
knappes Geld) fuer tonnenweise Blech
rauszuwerfen, um meine knapp 80 Kilo
Mensch durch die Landschaft zu
katapultieren habe ich doch nichts gegen
Leute mit teuren Autos.
Das hört sich oben aber anders an...
Leider leider
sind es eben allzu haeufig Menschen, die
Ruecksichtslosigkeit mit Enthusiasmus
verwechseln und ihrerseits meinen auf
alle Regeln pfeifen zu koennen.
Das sehe ich auch so.
Meine Freunde, die "Jung-Dynamiker" im 6-Zylinder-Audi/BMW.
Aber es gibt, vor allem was akute Verkehrsgefährdung betrifft, noch eine Gruppe, die man nicht außer Acht lassen darf: die jungen Fahrer und die Non-Konformisten, die mangelnde Motorleistung mit erhöhtem Engagement am Gaspedal auszugleichen versuchen.
Hier hilft auch kein Tempolimit.
Ich aergere doch niemanden, wenn ich es
wage auch mal auf der dritten Spur einen
Vordermann zu ueberholen (wohl gemerkt
mit deutlichem
Geschwindigkeitsunterschied).
Natürlich nicht. Andere allerdings sehen keine Notwendigkeit, den Überholvorgang mit etwas Gasgeben zu würzen.
Spätestens auf der Landstraße wird das eng...
Wenn dann
ein "kleiner" Alpha oder "dicker" Benz
von hinten so dicht auffaehrt, dass ich
das Weisse in den zornigen Augen sehen
kann, ist dass fuer mich kein blosses
aergern mehr, sondern ein grob
fahrlaessiges Verhalten, welches nicht
nur das Leben des Hintermannes sondern
auch meines und das "unbeteiligter"
dritter gefaehrdet. Solchen Leuten
gehoert mindestens der Fuehrerschein
entzogen!
Richtig.
Oftmals allerdings resultiert das dichte Auffahren aus einer gerade noch geglückten Notbremsung.
Gottseidank fahren diese Leute noch
unbewaffnet durch die Gegend, sonst
wuerden sie wohl auf der Autobahn oder
bei der Parkplatzsuche auch noch das
Feuer eroeffnen ...
...und das meistens auf Leute, die man
durchaus mal mit rohen Eiern bewerfen
würde...
Was dann ja wunderbar eines Tages den
ultimativen Akt der Selbstjustiz
rechtfertigen wird. "Er hats ja nicht
anders gewollt" ...
War ja nur ein Gag.
Ein Menschenleben ist immer mehr Wert als der nächste Termin.
Viele müssen das erst lernen. Zu diesem Personenkreis gehöre leider auch ich.
Besser eine späte Einsicht als nie.
Trotzdem sind eben nicht immer nur die zügigen Fahrer an Extremsituationen schuld.
Dies wird erst dann der Fall sein, wenn schnelles Fahren generell verboten ist.
Gruß,
Mathias