Hallo
Anwesenheitsnachweis ist durch Gleitzeiterfassung GAR kein
Problem...
diese Zeiterfassung findet i. d. R. nicht statt. Es läuft, wie
in der Anfangszeit der gleitenden Arbeitszeit in der
Wirtschaft: Mit Hinweis auf die Gleitzeit kommt der
Mitarbeiter spät und mit dem gleichen Hinweis geht er früh.
Wie kommst Du denn zu DER Erkenntnis???
Wir haben bei uns im Amt seit 1994 gleitende Arbeitszeit, und ebenso lange die elektronische Zeiterfassung.
In allen anderen mir bekannten Dienststellen mit GlAZ ist es übrigens ebenso...
Deinen Hinweis auf die "Anfangszeit in der Wirtschaft" finde ich interessant: in der freien Wirtschaft ist die gleitende Arbeitszeit schon länger verbreitet als in Behörden. Wenn es also tatsächlich zu den von dir behaupteten Auswüchsen gekommen ist, dann unterscheidet hier nichts die Wirtschaft von den Behörden - warum sollen die nicht dieselben Fehler und Erfahrungen machen dürfen...?
Soso. Mindestens 14 verschiedene "Behörden" mit völlig
unterschiedlichem Aufgabenbereich, und Du hast natürlich
innerhalb allerkürzester Zeit (oder hast Du in jedem dieser
Betriebe mehr als ein Jahr gearbeitet?)
Nein Robert. Ich habe selbst noch nie im öD gearbeitet und
neide dort auch niemandem seinen Job. Im engeren
Verwandtenkreis habe ich Leute aus dem öD und bekomme die
Gepflogenheiten mit. Mit diversen Bauämtern und
BW-Dienststellen hatte ich viele Jahre lang beruflich zu tun
(Ausschreibungen) und ging dort ein und aus. Theater,
Krankenkasse, Veterinärdienst, Schuldienst - nun ja, man kommt
herum - Damen aus diesen Bereichen hatte ich (nacheinander
versteht sich) als Lebensgefährtinnen.
Wer weiß - vielleicht umgibst du dich mit den falschen Leuten?
Wenn die tatsächlich behaupten, sie legen die halbe Zeit die Füße hoch, dann reißen sie entweder nur irgendwelche Sprüche um sich wichtig zu machen, oder aber sie gehören zu den paar faulen Kartoffeln, die sich tatsächlich auf dem Rücken ihrer Kollegen einen lauen Lenz machen.
Aber auch solche sind ebenfalls in der freien Wirtschaft zu finden!!! Und jetzt hier von einer Handvoll untätiger Faulpelze auf den gesamten Berufsstand zu schließen finde ich unpassend!
Und daß du als Antragsteller oder als Auftragnehmer einer Verwaltung irgendwie einen wirklichen Einblick in diese Behörde nehmen kannst, willst Du doch wohl nicht wirklich behaupten?!?!?
Meine Aussagen kommen nicht vom Hörensagen und keiner
Blödzeitung, das bekam und bekomme ich brühwarm mit. Als
Selbständiger bekomme ich einen dicken Hals, wenn ich sehe,
wie in vielen Bereichen des öD mit einem aufgeblasenen, den
Aufgaben nicht angepaßten Apparat das in Produktion und
Dienstleistung der Wirtschaft erarbeitete Geld verbraten wird.
Natürlich - der freie Unternehmer sieht immer nur, wie man irgendwelche Vorgänge verschlanken könnte - aber daß zur Einhaltung des Wusts der geltenden Gesetze eben eine entsprechend große Behördenapparatur erforderlich ist, das sieht er nicht...
Natürlich ist es für den Bauunternehmer ärgerlich, wenn er mit seinen Plänen stets bei mehreren Ämtern vorstellig werden muß. Aber alternativ wäre hinterher das Geschrei auch groß, wenn irgendetwas schiefgeht beim Bau - wenn das Haus plözlich inmitten einer Altlast steht, im Grund- oder Hochwasser absäuft, im Brandfall zur Todesfalle wird, weil der Brandschutz unzureichend war, oder einfach nur zusammenbricht, weil die Statik doch nicht so belastbar war, wie der Bauherr sich das vorgestellt hatte.
(Diese Aufzählung war jetzt nur beispielhaft, es gibt ggf. noch unzählige andere Gesichtspunkte, die nach geltendem Recht ebenso geprüft werden müssen - aber das ist nicht etwa die Idee der "Bürokraten", sondern die des Gesetzgebers, also der gewählten Regierung!)
Und deswegen auf den Beamten herumzuhacken ist einfach nur BILLIG, wird aber stets gerne gemacht, weil Beamte keine Lobby haben!
Diese Aussage wird auch nicht dadurch falsch, daß
selbstverständlich die Mitarbeiter des öD ebenfalls
Einkommensteuer bezahlen.
Eben das wird aber immer wieder kolportiert! Und in die gleiche Richtung zielen deine Aussagen hier.
Leider doch nur BILD-Niveau... :-(
Oder hast Du noch nie gesagt: "diese faulen überbezahlten Beamten sollten sich endlich einmal an der Solidargemeinschaft der Arbeitnehmer beteiligen" (oder irgendetwas sinngemäßes)?
Der Staat macht sich leider inzwischen die selben Sprüche zu eigen, aber dadurch werden sie auch nicht richtiger.
Wenn ich aber in die Arbeitslosenversicherung und in die Rentenkasse einzahlen soll, dann möchte ich bitteschön mehr als meine 1.992,63 Euro BRUTTO im Monat auf dem Gehaltsstreifen haben!!! (A8, verheiratet, keine Kinder)
Schönen Gruß,
Robert