Unfallwagen kaufen?Was beachten?

Hallo Leute!
Eigentlich hatten wir unseren Traumwagen gefunden.Einen Astra G Kombi Editions Modell in schwarz,aber es stellte sich als ein „Leichter Heckschaden“ heraus.Der Verkäufer (Privat)bemühte sich zwar vom Vorbesitzer die Rechnung des Schadens uns zu übermitteln,aber daraus wird man ja auch nicht so richtig schlau(Neue Heckklappe,C-Säule,gespachtelt und lackiert-alles beim Opelhändler).Wenn man jetzt den Vertrag mit dem Passus: Gekauft wie gesehen und probegefahren-Unfallwagen, unterschreibt ist man wohl der Dumme wenn es sich als kapitaler Schaden herausstellen sollte.Wir haben erst mal Abstand genommen,ringen aber noch mit einer Entscheidung weil der Wagen erst 32000km weg hatt.
Lieber nicht? Tipps für solche Fälle wie Umtausch-Geld zurück,etc.?
Michael

Hallo Michael

Also unser Freiberuflicher Haus,- und Hofkarosseriemensch (Innungsmitglied, Prüfungsausschuß) sagte mal:

„Irgendwann kommts wieder raus. Je nach Qualität der Arbeit früher oder später. Aber es kommt“

Was ich damit sagen möchte: Sollte die Arbeit gut sein, könnt Ihr den Wagen noch locker 6-10 Jahre fahren, bis die Unfallreparatur wieder rausbröckelt oder rostet und pustelt.

Ist es Murks, kommt es in zwei, drei oder vier Jahren wieder raus.

Das alles kann nur ein fachkundiger Karosseriespengler und Lackiermeister beurteilen. Gibst einem den Du kennst was auf die Hand, fährst vorbei und er soll sich das anschauen.

gruß

dennis

Moin erstmal,
also ich kann Dennis nur bedingt zustimmen. Mein Vermieter (KFZ-Meister, hauptsächlich Unfallschäden) ist der Meinung, wenns richtig ordentlich gemacht wurde, mit Austausch der nicht zu reparierenden Teile, der verbeulte Rest ordentlich ausgebeult und zum Schluss nur noch die kleinsten Unebenheiten gespachtelt sowie vor der abschließenden Lackierung (in mehreren Durchgängen mit Wiederanschleifen) nochmal gefillert (mit Anschliff), dann sollte auch nach 10 Jahren nix zu sehen sein. Wenn’s zB mit Ausbeulen nix is, dann kann man auch verzinnen.
Aber leider macht heute kaum noch einer solch einen Aufwand, oder nur dort, wo richtig teure Wagen wieder instant gesetzt werden sollen. Da wird immer von der ach so tollen deutschen Qualitätsarbeit gesprochen, aber diese Unfallreps sind meistens unter aller Sau!!! (Eigene Erfahrung)
Tino

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Hi!

Zur Qualität der Arbeiten haben wir alles nötige gehört.
Nun würde ich noch empfehlen, das Gutachten über den Schaden einzusehen. Das sagt deutlich mehr aus als eine Reparaturrechnung.

Wenn es nur um ausbeulen und neue Anbauteile wie Heckklappe u.s.w. ging, ist das mit entsprechenedem Kaufpreisnachlass schon o.k.
War ein Rahmenschaden im Spiel, würde ich mir die Sache bei einem Wagen, der mehr als 2-3 T€ kostet, dreimal überlegen.

Grüße,

Mathias

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Hallo Michael,

Heckschäden sind absolut problematisch, weil sich dabei oft das Fahrwerk bzw. tragende Teile verziehen. Du solltest den Wagen nur dann nehmen, wenn der Verkäufer durch eine Fahrwerksvermessung beim TÜV nachweisen kann, daß alles einwandfrei ist.

Bei Frontschäden ist das unproblematischer, auch wenn sie oft schlimmer aussehen (als sie es in wirklichkeit sind). Da kommt zuerst die Knautschzone, danach erst die tragenden Teile.

Gruß
Tilo