Hallo, Bert.
Ablagerungen an den Ventilen sind auch heute noch zu finden.
Ob diese Mittelchen diese Ablagerungen allerdings beseitiegen
können und vor allem wie sie das machen sollen ist mir
schleierhaft.
Ablagerungen an den Ventilen bestehen aus den Verbrennungsresten, die in erster Linie im Teillastbereich entstehen. Wenn der Motor nicht nur im Kurzstreckenverkehr eingesetzt wird und gelegentlich seine volle Betriebstemperatur erreichen kann, greift eine Selbstreinigung. Was bei heutigen Motoren dann noch an den Ventilen hängenbleibt, ist vernachlässigbar. Siehe auch weiter unten.
Der Sprit ist vielleicht sauber aber ist es der Tank der
Tankstelle und der Tank des PKW auch?
Vorausgesetzt, der Lehrjunge fegt den Dreck vom Hof nicht regelmäßig in den unterirdischen Tank, lautet die Antwort bezüglich der Tankstelle : ja. Was sich im Laufe der Zeit im Tank der Tankstelle ansammelt, sind längerkettige Kohlenwasserstoffe aus dem Treibstoff, die aufgrund ihrer höheren Dichte zum Absinken neigen. Wird die Tankstelle aber normal frequentiert, findet schon durch das Betanken eine regelmäßige Durchmischung statt, so dass Du beim Tanken die gleiche Menge „Schmodder“ mitbekommst wie alle anderen. Die längerkettigen Bestandteile im Sprit verbrennen langsamer als die kürzeren Ketten, vereinfacht gesagt, nicht so explosionsartig. Das ist aber im gesunden Rahmen auch notwendig, denn der Motor ist auf das „planmäßige“ Verbrennen angewiesen (in Form einer Flammfront). Ohne dies würden Dir diverse Motorbestandteile sicherlich schnell persönliche Grüße bestellen.
Im Tank Deines Fahrzeuges passiert das Gleiche wie oben beschrieben. Wenn Du den Wagen sehr lange stehen ließest, würden sich die schwereren Bestandteile nach unten begeben. Das könnte beim ersten Wiederstarten für Ärger sorgen hinsichtlich des Anspringens, sowie auf den ersten paar km. Danach ist wieder alles gemischt.
So, nun zu den Zusatzstoffen : Vor der Einführung des bleifreien Sprits konntest Du an Tankstellen Bleiadditive, wie Bleitetraäthyl, käuflich erwerben. Diese Additive sollten dafür sorgen, dass ein zugesotteter Motor, der zum Klingeln neigte, eben dies nicht mehr tat.
Bei den heutigen Motoren könnte ein Reinigungseffekt per Additiv auf zwei Arten erzielt werden :
-
Erhöhung der Verbrennungstemperatur. Dafür würde sich der Motor, wenn es nicht in einem sehr engen Rahmen geschähe, baldigst persönlich bedanken. Lambdasonde und Kat- Innenleben wären ebenfalls nicht begeistert.
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„Auswaschen“ der Rückstände durch aggressive Zusätze. Hier gilt sinngemäß das Gleiche wie vor.
Mein Fazit lautet : Finger weg von Additiven. Es ist bedeutend besser, das gesparte Geld in eine vernünftige Einstellung des Motors zu investieren. Selbst die Verwendung eines teuren Motoröls erscheint mir sinnvoller, als den Kraftstoff zu supern. Leistungsfähigere Zündkerzen pflege ich sonst auch nicht zu empfehlen, aber … siehe vor.
Gruß [auch an Ernie]
kw