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Re: Gefahr durch 'Rennradler'
Hallo Stefan,
Was mich nervt, ist schlicht folgendes:
Für den normalen Radfahrer gelten zig
Vorschriften, wie das Rad ausgestattet zu
sein hat. Kaum schraubt er sich allerding
einen Rennlenker an und zieht ein gelbes
Trikot nebst Radlerhose an, gilt das
Stahlross als Sportgerät und man kann
fahren wo und wie man will - auch
vorhandene, gut ausgebaute Radwege
interessieren nicht mehr.
das stört mich persönlich nicht so sehr. Wenn da meinetwegen ein Auto mit 'nem 25-Aufkleber fährt, muß ich u. U. auch auf eine geeignete Gelegenheit zum Überholen warten.
Ich finde es vielmehr absolut leichtsinnig, ohne Licht zu fahren, wie auch andere hier schon geschrieben haben. Ich hätte neulich fast einen dieser Tarnkappen-Fahrer auf die Hörner genommen. Früh am Morgen, dunkel, strömender Regen - Fahrradfahrer ohne Licht, ohne Speichenreflektoren, und wegen des Regens mit grauem Regencape, natürlich auch ohne Reflektorstreifen oder so. Mich regt das auf, wie diese Leute mit ihrem Leben und dem anderer spielen.
Wenn ich mit dem Fahrrad fahre, ist das straßentauglich und ich schalte das Licht auch ein, wenns dunkel ist! Das kommt nämlich auch noch hinzu, mit dem Dynamo ist es ja etwas anstrengender zu fahren.
Oder: häufig kommt es zu Mißverständnissen, weil der Radfahrer die Verkehrsregeln nicht beherrscht. Ok, er hat vielleicht schon mal schlechte Erfahrungen gemacht und wartet lieber, aber das kann nerven, außerdem weiß man ja nie, ob er nun wirklich auf seine Vorfahrt verzichtet oder doch plötzlich losfährt. Viele, gerade ältere Menschen, sind außerdem viel zu unsicher auf dem Rad, schwanken hin und her, auch wenn ihnen kein Auto bedrohlich nahe kommt.
Und eine absolute Unsitte finde ich das Rechts-an-den-wartenden-Autos-Vorbeifahren, wohlgemerkt auf der Straße, nicht auf dem (nicht vorhandenen) Radweg. Ok, das macht schließlich einen wesentlichen Vorteil aus, sich ein wenig schneller durchmogeln zu können, aber sich als geradeausfahrender Radfahrer neben ein bereits rechts blinkendes Auto zu stellen, ist doch selten dämlich! Entweder muß der Radfahrer dran glauben (wie ist eigentlich hier die Rechtslage?), denn oftmals kommen da auch die "Rennradler" rechts vorbeigeschossen, so daß man als Autofahrer praktisch gar keine Chance hat, ihn rechtzeitig zu sehen, oder Radfahrer und Autofahrer stehen beide da und keiner traut sich zu fahren.
Ich wünsche mir als Autofahrer jedenfalls, daß die Radfahrer sich wenigstens grob an die Straßenverkehrsregeln halten. Dann habe ich keine Probleme mit ihnen (und sie bisher auch nicht mit mir). Als Fahrradfahrer wünsche ich mir ein wenig mehr Rücksichtnahme durch die Autofahrer, denn manchmal ist man da einfach Freiwild. Irgendwo hat eben auch diese Sache zwei Seiten.
Tschüssi
Cora