Zu schnell in der Schweiz

Hallo,
kann mir jemand sagen, was passiert, wenn ein Deutscher Autofahrer in der Schweiz in einer 80 er Zone mit 120 Geblitz wird?

Dürfen die Schweizer einen Strafzettel nach Deutschland schicken???
Mit machen Ländern gibt es irgendwelche Vereinbarungen, das weiss ich, aber mit der Schweiz???

Gruß und danke

besser nicht
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 25% wird nicht mehr als sogenannte „Ordnungswidrigkeit“, sondern als Straftat betrachtet. In der Folge wird das Instrument der Straftat sofort eingezogen (d.h. das Auto ist erstmal real weg!).

Das Billet (der Führerschein) wird eingezogen (d.h. er ist real weg! Als Schweizer Bürger (auch ausländischer Schweizer Mitbürger:smile: kann man nach 10 Jahren versuchen mal wieder einen Antrag auf eine Führerscheinprüfung zu stellen. Der eingezogene Führerschein von Deutschen wird nach Flensburg geschickt. Wie ein Deutscher Staatsbürger von denen dann seinen Führerschein wieder erlagt weiss ich nicht. Unter Umständen werden Ausländer mit einem Fahrverbot für die Schweiz belegt. Ich bin nicht sicher, aber ich meine das gilt dann so etwa 25.000 Jahre. Zuwiderhandlungen gegen dieses Fahrverbot (sofern man erwischt wird) werden dann wirklich hart bestraft (u.U. Gefängnis und richtig hohe Geldstrafen).

Die Busse (Strafgeld) richtet sich für Schweizer Bürger nach dem Jahreseinkommen und beträgt irgendwo zwischen 10.000 und 250.000 sFr. Bei Ausländern nicht ganz so krass (aber es gibt ja das eingezogene Fahrzeug zur Sicherheit).
Das ausländische eingezogene Fahrzeug kann von Ausländern ausgelöst werden (wohl in der Höhe der von einem Gericht festgelegten Busse (Strafe) welche mit Sicherheit auch für Ausländer nicht gering ausfällt - d.h. es gibt keinen Ausländerbonus). Es dauert natürlich eine Weile bis ein Gericht die Busse festgesetzt hat (solange hat man keinen Zugriff auf das Fahrzeug). Gegen die verhängte Busse können natürlich Rechtsmittel eingelegt werden - dann bleibt das Fahrzeug eben bis zur entgültigen Klärung in Verwahrung.

Und nun macht es plötzlich Sinn weshalb wir uns in der Schweiz unbedingt an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.

Ich hoffe ich konnte mit dieser Auskunft helfen, muss aber auch betonen, dass dies mein Kenntnisstand ist und ein Schweizer Anwalt oder Richter die Sache durchaus komplexer oder differenzierter schildern könnte.

Hallo

kann mir jemand sagen, was passiert, wenn ein Deutscher
Autofahrer in der Schweiz in einer 80 er Zone mit 120 Geblitz
wird?

Ich weiss nicht, was dann passiert. Aber ein Tip: Vermeide es doch einfach. Halte Dich an die Tempolimiten, dann tust Du auch Dir einen Gefallen.

CU
Peter

Hi Thomas!

Ich würd auf jeden Fall schon mal anfangen zu sparen;-((
Die Schweizer sind nicht die günstigsten und ich habe auch schon von Haftstrafen für Alkolenker und Raser gehört.

Soweit ich informiert bin, können sie den Strafzettel im Ausland nicht eintreiben aber bei der nächsten Einreise wirds dann heftig.

Also, wenn du wieder mal in die Schweiz möchtest, zahl lieber.

Grüße Dusan

Hi,

laut http://auto.abacho.ch/bussgeld/listen/ct-busgeld11.p… gibts 100 Euro Strafe, 3 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.

Wenn es sich lt. schweizer Recht um ein Bussgeld handelt dann wird dieses nicht vollstreckt: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0,1872,2008367,FF.html
Allerdings läufst Du Gefahr, das nächste Mal an der Grenze gepackt zu werden.

Wenn die Übertretung als Straftat gewertet wird dann könnte es eng werden…

bye
Rolf

Hallo Thomas

kann mir jemand sagen, was passiert, wenn ein Deutscher
Autofahrer in der Schweiz in einer 80 er Zone mit 120 Geblitz
wird?

War es auf der Autobahn oder ausserorts? Wenn es auf einer Autobahn war ist es etwas billiger, d. h. Du brauchst vielleicht keine Hypothek, sondern nur einen Dispokredit.

Hier mal Links zu einer „Preisliste“:
http://www.radar.ch/Uebrigebussen.asp
http://www.radar.ch/Geschwindigkeitsbussen.asp

Dürfen die Schweizer einen Strafzettel nach Deutschland
schicken???

Das tun sie so nicht. Du/der Halter wirst eine Vorladung zur nächstgelegenen Polizeidienststelle des Anmeldeortes erhalten. Dort wird man Dich mit dem Sachverhalt mit Foto konfrontieren, dann kannst Du dazu Stellung nehmen. Dann geht die ganze Sache zurück in die CH. Dort wird dann eine Strafbehörde die Sache beurteilen und die entsprechende Strafe aussprechen. Dies geht Dir dann per Post zu. Du darfst dann bezahlen! Tust Du das nicht, würde ich bei einer Widereinreise in die CH, damit rechnen, die Busse an Ort und Stelle mit Zinsen bezahlen zu müssen. Falls Du dann nicht flüssig bist, wird auch gerne Dein Auto als Pfand einbehalten.

Mit machen Ländern gibt es irgendwelche Vereinbarungen, das
weiss ich, aber mit der Schweiz???

Nun wenn Du so gut informiert bist, scheinst Du ja einschlägige Erfahrungen zu haben. Dann freut es mich um so sehr, wenn Du für Deine rücksichtslose Raserei ordentlich zur Rechenschaft gezogen wirst. Vermutlich wird aber Deine einzige Schlussfolgererung oder Lehre sein, dass die Schweizer „Abzocker und Wegelagerer“ sind.

Gruss
Rabauke

Shit happens…
Hi!

Generell ist es richtig, dass zügiges Fahren auf schweizer Straßen recht teuer werden kann.
Es gibt sicherlich ein sog. „Amtshilfeabkommen“ zwischen D und CH, welches das „Weiterreichen“ der Strafzettel regelt, man wird sich vor der Zahlung wohl kaum drücken können.
Ich bezweifle allerdings, dass ein Führerscheinentzug nach schweizer Regeln in Deutschland durchgesetzt werden würde. Vielmehr wird die Schweiz schlimmstenfalls ein Fahrverbot für ihr Staatsgebiet aussprechen, welches dann natürlich auch einzuhalten ist.

Nun wenn Du so gut informiert bist, scheinst Du ja
einschlägige Erfahrungen zu haben. Dann freut es mich um so
sehr, wenn Du für Deine rücksichtslose Raserei ordentlich zur
Rechenschaft gezogen wirst. Vermutlich wird aber Deine einzige
Schlussfolgererung oder Lehre sein, dass die Schweizer
„Abzocker und Wegelagerer“ sind.

Noch ein persönlicher Kommentar zu obigem Absatz: wer mit 120 in einer schweizer 80er Zone fährt, ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit kein Raser, sondern ein für deutsche Verhältnisse vollkommen normaler Autofahrer. Will heißen: in D ist man es gewöhnt, immer etwas schneller als erlaubt zu fahren, die Strafen für 10-20 Km/h zu viel sind sehr moderat. Daher macht ein Deutscher in der Schweiz eben oft den Fehler, das dort genauso zu machen. Mit „Rasen“ hat das absolut nichts zu tun, wer einmal von Zürich nach Genf gefahren ist weiss, dass die schweizer Limits mehr als rigide und für einen geübten Autofahrer kaum nachvollziehbar sind. Ich beisse da auch jedes mal schier ins Lenkrad und lasse meist schon hinter Bern jemand anderen fahren, bin aber bislang eben auch von den drakonischen Strafen der Eidgenossen verschont geblieben.
Es gibt daher absolut keinen Grund, sich darüber zu freuen, dass jemand nun wegen der, sagen wir mal höchst eigenwilligen, schweizer Verfahrensweise voraussichtlich eine hohe 3-stellige bis niedrige 4-stellige Euro-Summe abzudrücken hat. Dieser Kommentar war nichts anderes als arrogasnt, dumm und weltfremd und noch dazu reichlich überflüssig.

Grüße,

Mathias

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Sieh es mal durch die Brille der anderen…
Hallo Mathias

Generell ist es richtig, dass zügiges Fahren auf schweizer
Straßen recht teuer werden kann.

Das ist gut so!

Ich bezweifle allerdings, dass ein Führerscheinentzug nach
schweizer Regeln in Deutschland durchgesetzt werden würde.

Das Fahrverbot gilt für die Schweiz. Es wird in der Regel eine höhere Busse zum Ausgleich für das Fahrverbot auferlegt. Aber Achtung: Im konkreten Fall handelt es sich um eine Straftat!!

Noch ein persönlicher Kommentar zu obigem Absatz: wer mit 120
in einer schweizer 80er Zone fährt, ist mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit kein Raser, sondern ein für deutsche
Verhältnisse vollkommen normaler Autofahrer. Will heißen: in D
ist man es gewöhnt, immer etwas schneller als erlaubt zu
fahren, die Strafen für 10-20 Km/h zu viel sind sehr moderat.
Daher macht ein Deutscher in der Schweiz eben oft den Fehler,
das dort genauso zu machen. Mit „Rasen“ hat das absolut nichts
zu tun, wer einmal von Zürich nach Genf gefahren ist weiss,
dass die schweizer Limits mehr als rigide und für einen
geübten Autofahrer kaum nachvollziehbar sind. Ich beisse da
auch jedes mal schier ins Lenkrad und lasse meist schon hinter
Bern jemand anderen fahren, bin aber bislang eben auch von den
drakonischen Strafen der Eidgenossen verschont geblieben.
Es gibt daher absolut keinen Grund, sich darüber zu freuen,
dass jemand nun wegen der, sagen wir mal höchst eigenwilligen,
schweizer Verfahrensweise voraussichtlich eine hohe 3-stellige
bis niedrige 4-stellige Euro-Summe abzudrücken hat. Dieser
Kommentar war nichts anderes als arrogasnt, dumm und weltfremd
und noch dazu reichlich überflüssig.

Wenn nun dieser fragende Zeitgenosse einen anderen Verkehrsteilnehmer geschädigt hätte, der nicht mit der um rund 50 % überhöhten Geschwindigkeit gerechnet hat, wäre natürlich dieser Verkehrsteilnehmer selber schuld.

Stell Dir mal vor es handelt sich um z.B. um das Kind es Touristen Mathias Hinrichs, das gerade eine Landstrasse überqueren wollte, weil auf der anderen Seite so schöne Blumen in der Wiese blühen…

Will heissen in der CH ist man es nicht gewöhnt, viel schneller als normal zu fahren. Die Polizeikräfte sorgen halt rigoros dafür, dass Überschreitungen geahndet werden.

Ich bin übrigens auch schon einige Mal mit bis zu 15 km/h höherem Tempo auf der Autobahn zur Kasse gebeten worden. Dennoch stelle ich meinen Tempomat dort immer wieder auf 140 km/h.

Übrigens auf einer beliebten Einfallstrecke der Bayern in die CH, A 1 zw. St. Gallen u. Zürich, passiert es mir regelmässig, dass trotz häufigen Blicks in den Rückspiegel, Fahrzeuge plötzlich hinter mir auftauchen, die mit Geschwindigkeiten von > 170 km/h unterwegs sind.

Weisst Du was ich in einem solchen Fall mache? Ich setze den Blinker und deute mein Ausscheren an. Denn genau das sind die Gefahren, die au der Autobahn durch solche Rasereien entstehen. Andererseits weiss ich, wenn ich in D unterwegs bin, dass dort auf der Autobahn der Tiefflug erlaubt ist, ergo schaue ich halt doch dreimal mehr in die Rückspiegel.

Aber noch mal 120 km/h auf der CH-Landstrasse sind verantwortungs- und rücksichtslos.

Btw: Plädierst Du auch auf den Ausschank von Bier und den Verzehr von Schweinefleisch in Saudiarabien?

Gruss
Rabauke

Verantwortungslos ist es auch einem Raser das ausscheren anzudeuten - was wenn dieser erschrickt und das Lenkrad verreisst weil er kein Hinderniss sehen kann und überhaupt nicht damit rechnet?

Warum könnt Ihr nicht einfach die anderen Fahrer tolerieren ob sie nun langsam oder schnell fahren? Das ist doch jedem selbst überlassen. Ich würde gerne mal wissen wie viele Unfälle so passieren weil irgendwer glaubt andere erziehen zu müssen!

Grüße aus dem Süden

Hallo Mathias

Generell ist es richtig, dass zügiges Fahren auf schweizer
Straßen recht teuer werden kann.

Das ist gut so!

Ich bezweifle allerdings, dass ein Führerscheinentzug nach
schweizer Regeln in Deutschland durchgesetzt werden würde.

Das Fahrverbot gilt für die Schweiz. Es wird in der Regel eine
höhere Busse zum Ausgleich für das Fahrverbot auferlegt. Aber
Achtung: Im konkreten Fall handelt es sich um eine Straftat!!

Noch ein persönlicher Kommentar zu obigem Absatz: wer mit 120
in einer schweizer 80er Zone fährt, ist mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit kein Raser, sondern ein für deutsche
Verhältnisse vollkommen normaler Autofahrer. Will heißen: in D
ist man es gewöhnt, immer etwas schneller als erlaubt zu
fahren, die Strafen für 10-20 Km/h zu viel sind sehr moderat.
Daher macht ein Deutscher in der Schweiz eben oft den Fehler,
das dort genauso zu machen. Mit „Rasen“ hat das absolut nichts
zu tun, wer einmal von Zürich nach Genf gefahren ist weiss,
dass die schweizer Limits mehr als rigide und für einen
geübten Autofahrer kaum nachvollziehbar sind. Ich beisse da
auch jedes mal schier ins Lenkrad und lasse meist schon hinter
Bern jemand anderen fahren, bin aber bislang eben auch von den
drakonischen Strafen der Eidgenossen verschont geblieben.
Es gibt daher absolut keinen Grund, sich darüber zu freuen,
dass jemand nun wegen der, sagen wir mal höchst eigenwilligen,
schweizer Verfahrensweise voraussichtlich eine hohe 3-stellige
bis niedrige 4-stellige Euro-Summe abzudrücken hat. Dieser
Kommentar war nichts anderes als arrogasnt, dumm und weltfremd
und noch dazu reichlich überflüssig.

Wenn nun dieser fragende Zeitgenosse einen anderen
Verkehrsteilnehmer geschädigt hätte, der nicht mit der um rund
50 % überhöhten Geschwindigkeit gerechnet hat, wäre natürlich
dieser Verkehrsteilnehmer selber schuld.

Stell Dir mal vor es handelt sich um z.B. um das Kind es
Touristen Mathias Hinrichs, das gerade eine Landstrasse
überqueren wollte, weil auf der anderen Seite so schöne Blumen
in der Wiese blühen…

Will heissen in der CH ist man es nicht gewöhnt, viel
schneller als normal zu fahren. Die Polizeikräfte sorgen halt
rigoros dafür, dass Überschreitungen geahndet werden.

Ich bin übrigens auch schon einige Mal mit bis zu 15 km/h
höherem Tempo auf der Autobahn zur Kasse gebeten worden.
Dennoch stelle ich meinen Tempomat dort immer wieder auf 140
km/h.

Übrigens auf einer beliebten Einfallstrecke der Bayern in die
CH, A 1 zw. St. Gallen u. Zürich, passiert es mir regelmässig,
dass trotz häufigen Blicks in den Rückspiegel, Fahrzeuge
plötzlich hinter mir auftauchen, die mit Geschwindigkeiten von
> 170 km/h unterwegs sind.

Weisst Du was ich in einem solchen Fall mache? Ich setze den
Blinker und deute mein Ausscheren an. Denn genau das sind die
Gefahren, die au der Autobahn durch solche Rasereien
entstehen. Andererseits weiss ich, wenn ich in D unterwegs
bin, dass dort auf der Autobahn der Tiefflug erlaubt ist, ergo
schaue ich halt doch dreimal mehr in die Rückspiegel.

Aber noch mal 120 km/h auf der CH-Landstrasse sind
verantwortungs- und rücksichtslos.

Btw: Plädierst Du auch auf den Ausschank von Bier und den
Verzehr von Schweinefleisch in Saudiarabien?

Gruss
Rabauke

Hallo Thomas,

falls du irgendwann wieder in die Schweiz willst, solltest du zahlen. Sonst kann es dir passieren, dass du gleich an der Grenze kassiert wirst, bzw. dein Fahrzeug sofort als Pfand einkassiert wird.

Was es kosten wird, weiss ich nicht. Aber was Abacho da auswirft scheint mir ein bischen wenig zu sein.

Ein Kollege von mir hat für 6 km/h zuviel auf der Autobahn CHF 120,00 berappen dürfen.
Hätte er dem ganzen Widersprochen wäre es vor Gericht wohl noch viel teuerer (von den Anwaltskosten mal abgesehn) geworden.

Gruß Ivo

Aber Rolf!
Hallo Rolf

laut http://auto.abacho.ch/bussgeld/listen/ct-busgeld11.p…
gibts 100 Euro Strafe, 3 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.

Das sind dt. „Tarife“! In der CH gibt es keine Punktekonti!

Wenn es sich lt. schweizer Recht um ein Bussgeld handelt dann
wird dieses nicht vollstreckt:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0,1872,2008367,FF.html

Das Abkommen ist inzwischen in Kraft!!!

Also be careful wenn Du das nächste Mal nach Wengen zum Skifahren gehst, und wieder in Kempthal vorbei fährst.

Gruss
Rabauke

Hi Rabauke!

Generell ist es richtig, dass zügiges Fahren auf schweizer
Straßen recht teuer werden kann.

Das ist gut so!

Falsch: Du kannst höchstens sagen " Ich meine, dass das gut so ist".
Die Situation ist relativ, ich nämlich finde, dass alles unter 160 auf der linken Spur einer Autobahn bis 1 cm Schnee auf der Fahrbahn indiskutabel ist…

Ich bezweifle allerdings, dass ein Führerscheinentzug nach
schweizer Regeln in Deutschland durchgesetzt werden würde.

Das Fahrverbot gilt für die Schweiz. Es wird in der Regel eine
höhere Busse zum Ausgleich für das Fahrverbot auferlegt. Aber
Achtung: Im konkreten Fall handelt es sich um eine Straftat!!

In der Schweiz, jedoch nicht in Deutschland. Daher kann die Schweiz ein Fahrverbot für die Schweiz verhängen. Ob Deutschland auch eines für Deutschland verhängt, ist die Frage. Bei unter 40 Km/h zu viel wird das wohl eher nicht der Fall sein.
Wenn er auf dem tacho 120 hatte, sind das wohl echte 33-35 zu viel und da passiert auf freier Strecke nicht viel.

Noch ein persönlicher Kommentar zu obigem Absatz: wer mit 120
in einer schweizer 80er Zone fährt, ist mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit kein Raser, sondern ein für deutsche
Verhältnisse vollkommen normaler Autofahrer. Will heißen: in D
ist man es gewöhnt, immer etwas schneller als erlaubt zu
fahren, die Strafen für 10-20 Km/h zu viel sind sehr moderat.
Daher macht ein Deutscher in der Schweiz eben oft den Fehler,
das dort genauso zu machen. Mit „Rasen“ hat das absolut nichts
zu tun, wer einmal von Zürich nach Genf gefahren ist weiss,
dass die schweizer Limits mehr als rigide und für einen
geübten Autofahrer kaum nachvollziehbar sind. Ich beisse da
auch jedes mal schier ins Lenkrad und lasse meist schon hinter
Bern jemand anderen fahren, bin aber bislang eben auch von den
drakonischen Strafen der Eidgenossen verschont geblieben.
Es gibt daher absolut keinen Grund, sich darüber zu freuen,
dass jemand nun wegen der, sagen wir mal höchst eigenwilligen,
schweizer Verfahrensweise voraussichtlich eine hohe 3-stellige
bis niedrige 4-stellige Euro-Summe abzudrücken hat. Dieser
Kommentar war nichts anderes als arrogasnt, dumm und weltfremd
und noch dazu reichlich überflüssig.

Wenn nun dieser fragende Zeitgenosse einen anderen
Verkehrsteilnehmer geschädigt hätte, der nicht mit der um rund
50 % überhöhten Geschwindigkeit gerechnet hat, wäre natürlich
dieser Verkehrsteilnehmer selber schuld.

So pauschal kann man das nicht sagen. Wer ist schuld, wenn jemand bei 80 geschädigt wird?

Stell Dir mal vor es handelt sich um z.B. um das Kind es
Touristen Mathias Hinrichs, das gerade eine Landstrasse
überqueren wollte, weil auf der anderen Seite so schöne Blumen
in der Wiese blühen…

Tja, vielleicht wäre der Fahrer mit 120 Km/h schon an der Stelle vorbei gewesen, an der das Kind nun die Straße überquert. Da er aber nur 80 fährt, erwischt er das Kind…
Du siehst, wie absurd Deine Argumentation in diesem Geschwindigkeitsbereich ist, oder?

Will heissen in der CH ist man es nicht gewöhnt, viel
schneller als normal zu fahren. Die Polizeikräfte sorgen halt
rigoros dafür, dass Überschreitungen geahndet werden.

Das lasse ich bedingt gelten, wobei gerade ien Kind den Unterschied zwischen 80 und 120 bei einem herannahemnden Fahrzeug sowieso nicht unterscheiden kann.

Ich bin übrigens auch schon einige Mal mit bis zu 15 km/h
höherem Tempo auf der Autobahn zur Kasse gebeten worden.
Dennoch stelle ich meinen Tempomat dort immer wieder auf 140
km/h.

Du asozialer Raser! :wink:

Übrigens auf einer beliebten Einfallstrecke der Bayern in die
CH, A 1 zw. St. Gallen u. Zürich, passiert es mir regelmässig,
dass trotz häufigen Blicks in den Rückspiegel, Fahrzeuge
plötzlich hinter mir auftauchen, die mit Geschwindigkeiten von
> 170 km/h unterwegs sind.

Tja, welch böse Buben man in Bayern doch noch frei herum laufen lässt…

Weisst Du was ich in einem solchen Fall mache? Ich setze den
Blinker und deute mein Ausscheren an.

Du bist ja ein toller Typ. Jemand wie ich es mit 19 war blendet dann auf und hält drauf. Da wäre ich vorsichtig.

Denn genau das sind die
Gefahren, die au der Autobahn durch solche Rasereien
entstehen.

Nein, genau das sind die Gefahren, die auf der Autobahn durch Penner, Oberlehrer und sonstige Fehlgeleitete entstehen…:wink:
Fahren mit 170 halte ich für völlig o.k. Meine Reisegeschwindigkeit liegt bei 180-190 (wo möglich und erlaubt), und nur äußerst ungeübte Fahrer halten das für Rasen.
Rasen denke ich ist 230 und mehr auf vollen Strecken oder bei schlechtem Wetter.

Andererseits weiss ich, wenn ich in D unterwegs
bin, dass dort auf der Autobahn der Tiefflug erlaubt ist, ergo
schaue ich halt doch dreimal mehr in die Rückspiegel.

So sollte es sein.
Ich schaue eben immer in den Rückspiegel, auch in der Schweiz. Denn es soll um Genf herum den einen oder anderen Piloten eines italienischen 2-Sitzers geben, der unbehelligt mit 160 unterwegs ist…

Aber noch mal 120 km/h auf der CH-Landstrasse sind
verantwortungs- und rücksichtslos.

120 auf einer trockenen, relativ freien Landstraße außerhalb von Ortschaften ist in meinen Augen völlig entspannt und absolut o.k.

Btw: Plädierst Du auch auf den Ausschank von Bier und den
Verzehr von Schweinefleisch in Saudiarabien?

Ich plädiere dafür, dass jeder essen und trinken kann, was er möchte, solange er andere damit nicht verletzt. Dasselbe gilt für das Autofahren bei mir, daher messe ich in den Augen so mancher Oberlehrer den Limits auch zu wenig Bedeutung bei, ich denke lieber auch selbst noch ein bisschen mit und passe meine Geschw. den Gegebenheiten an. Und wenn ich meine, 120 auf der Landtraße wären o.k., so sind sie das denn auch für mich, da ich ja bislang meistens heil angekommen bin…

Grüße,

Mathias

Hallo Dantalion

Verantwortungslos ist es auch einem Raser das ausscheren
anzudeuten - was wenn dieser erschrickt und das Lenkrad
verreisst weil er kein Hinderniss sehen kann und überhaupt
nicht damit rechnet?

Das nehme ich billigend in Kauf! Wer so rast, wo es verboten ist, muss damit rechnen.

Gruss
Rabauke

Fazit: Du befürwortest die Anarchie!
Hallo Mathias

Die Situation ist relativ, ich nämlich finde, dass alles unter
160 auf der linken Spur einer Autobahn bis 1 cm Schnee auf der
Fahrbahn indiskutabel ist…

Gesetze und Verordnungen eines souveränen Staates sind also für Dich nicht bindend?

Das Fahrverbot gilt für die Schweiz. Es wird in der Regel eine
höhere Busse zum Ausgleich für das Fahrverbot auferlegt. Aber
Achtung: Im konkreten Fall handelt es sich um eine Straftat!!

In der Schweiz, jedoch nicht in Deutschland. Daher kann die
Schweiz ein Fahrverbot für die Schweiz verhängen. Ob
Deutschland auch eines für Deutschland verhängt, ist die
Frage. Bei unter 40 Km/h zu viel wird das wohl eher nicht der
Fall sein.

Schreib ich eigentlich polnisch?

Wenn er auf dem tacho 120 hatte, sind das wohl echte 33-35 zu
viel und da passiert auf freier Strecke nicht viel.

33 - 35 km/h zuviel gelten in der CH als Straftat! Dein „nicht viel“ mag im Verhältnis zu Mord u. Totschlag ja stimmen, aber für dt. Verhältnisse wird es happig werden.

Tja, vielleicht wäre der Fahrer mit 120 Km/h schon an der
Stelle vorbei gewesen, an der das Kind nun die Straße
überquert. Da er aber nur 80 fährt, erwischt er das Kind…

Richtig! Und wenn solches Gesindel die CH-Grenze gar nicht erst überquert, wäre es das Beste!

Will heissen in der CH ist man es nicht gewöhnt, viel
schneller als normal zu fahren. Die Polizeikräfte sorgen halt
rigoros dafür, dass Überschreitungen geahndet werden.

Das lasse ich bedingt gelten, wobei gerade ien Kind den
Unterschied zwischen 80 und 120 bei einem herannahemnden
Fahrzeug sowieso nicht unterscheiden kann.

Richtig! Aber es weiss vielleicht, dass es die Strasse immer gefahrlos überqueren kann, solange es kein Auto sieht. Wenn aber nun ein Auto um einer um ca. 50 % überhöhten Geschwindigkeit über eine Kuppe rast, hat es halt Pech gehabt. Richtig?

Tja, welch böse Buben man in Bayern doch noch frei herum
laufen lässt…

Wenn es dort erlaubt ist, die Tempo-Limite derartig zu überschreiten, ist es doch in Ordnung.

Weisst Du was ich in einem solchen Fall mache? Ich setze den
Blinker und deute mein Ausscheren an.

Du bist ja ein toller Typ. Jemand wie ich es mit 19 war
blendet dann auf und hält drauf. Da wäre ich vorsichtig.

In der CH gilt der Satz „Wer auffährt ist schuld“ noch rigoroser als in D.

Nein, genau das sind die Gefahren, die auf der Autobahn durch
Penner, Oberlehrer und sonstige Fehlgeleitete entstehen…:wink:
Fahren mit 170 halte ich für völlig o.k. Meine
Reisegeschwindigkeit liegt bei 180-190 (wo möglich und
erlaubt), und nur äußerst ungeübte Fahrer halten das für
Rasen.
Rasen denke ich ist 230 und mehr auf vollen Strecken oder bei
schlechtem Wetter.

Die erwähnten Tempi halte ich in D für Dein gutes Recht. Hier in der CH sind es auf allen Strassen Straftaten.

120 auf einer trockenen, relativ freien Landstraße außerhalb
von Ortschaften ist in meinen Augen völlig entspannt und
absolut o.k.

Hier in der CH ist es eine Straftat.

Ich plädiere dafür, dass jeder essen und trinken kann, was er
möchte, solange er andere damit nicht verletzt. Dasselbe gilt
für das Autofahren bei mir, daher messe ich in den Augen so
mancher Oberlehrer den Limits auch zu wenig Bedeutung bei, ich
denke lieber auch selbst noch ein bisschen mit und passe meine
Geschw. den Gegebenheiten an. Und wenn ich meine, 120 auf der
Landtraße wären o.k., so sind sie das denn auch für mich, da
ich ja bislang meistens heil angekommen bin…

Nun wenn jeder so handelt, sprich Gesetze und Verordnungen nach eigenem Gutdünken bricht, dann ist der Anarchie Tür und Tor geöffnet.

Gruss
Rabauke

Auge um Auge?
Hallo,

Das nehme ich billigend in Kauf! Wer so rast, wo es verboten
ist, muss damit rechnen.

erlaube mir bitte den Hinweis, daß das dann auch nicht viel besser ist, als Unfälle aufgrund (eigener) überhöhter Geschwindigkeit billigend in Kauf zu nehmen.

Gruß
Christian

Sieh es mal durch die Brille des anderen :wink:

MOD: Bitte…
Hallo Rabauke, hallo Matthias,

sicherlich ist jedwede Übertretung einer gültigen Geschwindigkeitsbegrenzung in jedem Land mindestens eine Ordnungswidrigkeit wenn nicht sogar ein strafbares Vergehen. Die Frage, wie jedes einzelne Land mit diesen Tempo-Sündern umgeht, ist im Rahmen des Forum von wer-weiss-was auf jeden Fall diskussionswürdig.

Was mir nicht gefällt, ist der Ton, in dem hier gerade auch auf persönliche Ebene geschrieben wird. Ich möchte Euch bitten, auf die eingehende Frage von Thmoas zu antworten und darüber zu diskutieren. Persönliche Angriffe oder haltlose Feststellungen bringen uns nicht nur in dieser Frage kein Stück weiter und sind völlig fehl am Platze. Ich würde mich freuen, wenn Ihr zu dem ansonsten sachlichen Ton, der hier in diesem Brett die Regel ist, zurückfinden würdet.

Bis denn dann,

Felix
MOD

Ich mischmich hier mal ein.
Hallo Mathias,

Falsch: Du kannst höchstens sagen " Ich meine, dass das gut so
ist".
Die Situation ist relativ, ich nämlich finde, dass alles unter
160 auf der linken Spur einer Autobahn bis 1 cm Schnee auf der
Fahrbahn indiskutabel ist…

Ich finde die eine sowie die andere wertende Feststellung falsch.
Fakt ist: „Es ist so!“
Die Schweizer haben Ihr Tempolimit so festgelegt und aus!
Was du für indiskutabel hälst ist da ziemlich egal, wobei du bedenken solltest, dass du mit 160 bis 1 cm Schnee beim Unfall höchst warscheinlich eine Mitschuld bekommst.
Ich wäre da zwar auch dabei, weil ich auf Autobahen immer ziemlich flott unterwegs bin, aber das spielt in der Schweiz nun wirklich keine Rolle. Dort ist 120 auf der Autobahn angesagt und wer schneller ist muss die dort ansässigen Strafen zahlen und sollte das ganze besser sportlich sehen, da er eh nichts dagegen tun kann.
Und ja… die Schweizer rasen in Deutschland wie die Schweine, weil es hier im Verhältnis zu dort 1. billig ist, 2. weniger überwacht wird.
Aber wichtig ist eben was das Land festlegt in dem man unterwegs ist.

In der Schweiz, jedoch nicht in Deutschland. Daher kann die
Schweiz ein Fahrverbot für die Schweiz verhängen. Ob
Deutschland auch eines für Deutschland verhängt, ist die
Frage. Bei unter 40 Km/h zu viel wird das wohl eher nicht der
Fall sein.
Wenn er auf dem tacho 120 hatte, sind das wohl echte 33-35 zu
viel und da passiert auf freier Strecke nicht viel.

Für Ausländer gibt es dort genausowenig leicht einen Führerscheinentzug wie bei uns. Aber die Strafe fällt ein bisserl heftiger aus. Auch wie bei uns.
Bei der Geeschwindigkeit schon gar nicht. Allerdings kann mir keiner erzählen, er hätte nicht gemerkt, dass er nicht 30 km/h zuviel drauf hatte, egal wie frei die Strecke ist.
Also darf auch kassiert werden.

Wenn nun dieser fragende Zeitgenosse einen anderen
Verkehrsteilnehmer geschädigt hätte, der nicht mit der um rund
50 % überhöhten Geschwindigkeit gerechnet hat, wäre natürlich
dieser Verkehrsteilnehmer selber schuld.

So pauschal kann man das nicht sagen. Wer ist schuld, wenn
jemand bei 80 geschädigt wird?

Die Schuldfrage wird immer erst beim Unfall geklärt und steht hier auch nicht zur Diskussion. Da stimme ich dir zu.

Stell Dir mal vor es handelt sich um z.B. um das Kind es
Touristen Mathias Hinrichs, das gerade eine Landstrasse
überqueren wollte, weil auf der anderen Seite so schöne Blumen
in der Wiese blühen…

Tja, vielleicht wäre der Fahrer mit 120 Km/h schon an der
Stelle vorbei gewesen, an der das Kind nun die Straße
überquert. Da er aber nur 80 fährt, erwischt er das Kind…
Du siehst, wie absurd Deine Argumentation in diesem
Geschwindigkeitsbereich ist, oder?

Ich geb dir völlig recht, das wild konstruierte Fälle nichts zur Sache tun.

Will heissen in der CH ist man es nicht gewöhnt, viel
schneller als normal zu fahren. Die Polizeikräfte sorgen halt
rigoros dafür, dass Überschreitungen geahndet werden.

Das lasse ich bedingt gelten, wobei gerade ien Kind den
Unterschied zwischen 80 und 120 bei einem herannahemnden
Fahrzeug sowieso nicht unterscheiden kann.

Hallo Ihr beide. Auch in der Schweiz ist man das gewöhnt. Und die schnellsten auf den Schweizer Autobahnen sind die Schweizer in Porsche, 7er BMW oder S-Klasse, weil es denen Scheiss egal ist, was Sie zahlen.

Ich bin übrigens auch schon einige Mal mit bis zu 15 km/h
höherem Tempo auf der Autobahn zur Kasse gebeten worden.
Dennoch stelle ich meinen Tempomat dort immer wieder auf 140
km/h.

Du asozialer Raser! :wink:

Was beweisen würde, dass du den Tempomat auf 125 stellen müsstest :wink:

Übrigens auf einer beliebten Einfallstrecke der Bayern in die
CH, A 1 zw. St. Gallen u. Zürich, passiert es mir regelmässig,
dass trotz häufigen Blicks in den Rückspiegel, Fahrzeuge
plötzlich hinter mir auftauchen, die mit Geschwindigkeiten von
> 170 km/h unterwegs sind.

Tja, welch böse Buben man in Bayern doch noch frei herum
laufen lässt…

Das sind nicht die Bayern. Fast allesamt Schweizer!

Weisst Du was ich in einem solchen Fall mache? Ich setze den
Blinker und deute mein Ausscheren an.

Du bist ja ein toller Typ. Jemand wie ich es mit 19 war
blendet dann auf und hält drauf. Da wäre ich vorsichtig.

Lass Ihn machen. Wenn es kracht, dann ist er Schuld. Blindes Rausziehen ist schließlich auch nicht erlaubt.

Denn genau das sind die
Gefahren, die au der Autobahn durch solche Rasereien
entstehen.

Nein, genau das sind die Gefahren, die auf der Autobahn durch
Penner, Oberlehrer und sonstige Fehlgeleitete entstehen…:wink:
Fahren mit 170 halte ich für völlig o.k. Meine
Reisegeschwindigkeit liegt bei 180-190 (wo möglich und
erlaubt), und nur äußerst ungeübte Fahrer halten das für
Rasen.
Rasen denke ich ist 230 und mehr auf vollen Strecken oder bei
schlechtem Wetter.

Jeder muss selbst wissen wie schnell er fährt. Mit 230 auf der fast völlig freien Autobahn… warum nicht.
Wer das nicht will muss auch nicht.
Aber Blokierer und Erzieher, da stimme ich dir zu, sollten mal sehen, dass Sie den Verkehr 1. selbst gefährden, 2. es nicht ihre Aufgabe ist, andere zu erziehen.
Aber zurück ins Thema: Deine Zahlen… is nicht in der Schweiz.

Andererseits weiss ich, wenn ich in D unterwegs
bin, dass dort auf der Autobahn der Tiefflug erlaubt ist, ergo
schaue ich halt doch dreimal mehr in die Rückspiegel.

So sollte es sein.
Ich schaue eben immer in den Rückspiegel, auch in der Schweiz.
Denn es soll um Genf herum den einen oder anderen Piloten
eines italienischen 2-Sitzers geben, der unbehelligt mit 160
unterwegs ist…

Also ich werd in der Schweiz öfter überholt als in Deutschland :wink:

Aber noch mal 120 km/h auf der CH-Landstrasse sind
verantwortungs- und rücksichtslos.

120 auf einer trockenen, relativ freien Landstraße außerhalb
von Ortschaften ist in meinen Augen völlig entspannt und
absolut o.k.

Es ist eine bewusste Geschwindigkeitsüberschreitung und in sofern ist es auch ok, dass du dafür belangt wirst.

Btw: Plädierst Du auch auf den Ausschank von Bier und den
Verzehr von Schweinefleisch in Saudiarabien?

Ich plädiere dafür, dass jeder essen und trinken kann, was er
möchte, solange er andere damit nicht verletzt. Dasselbe gilt
für das Autofahren bei mir, daher messe ich in den Augen so
mancher Oberlehrer den Limits auch zu wenig Bedeutung bei, ich
denke lieber auch selbst noch ein bisschen mit und passe meine
Geschw. den Gegebenheiten an. Und wenn ich meine, 120 auf der
Landtraße wären o.k., so sind sie das denn auch für mich, da
ich ja bislang meistens heil angekommen bin…

Was heißt da meistens?

Gruß Ivo

Just my 2 Cents…
Hallo Mathias

Generell ist es richtig, dass zügiges Fahren auf schweizer
Straßen recht teuer werden kann.

Du verstehst offenbar etwas anderes unter ‚zügig fahren‘ als ich. Für mich bedeutet zügig zu fahren, dass ich ordentlich beschleunige, wenn ich z.B. an einer Ampel losfahre und, sofern es die Verhältnisse zulassen, möglichst mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit fahre.

Generelles Fahren mit massiv höherem Tempo als dem erlaubten, ist dagegen IMHO blochen bzw. rasen. Soviel zu meinem Verständnis dieses Begriffs.

Ausserdem sind, mal abgesehen von den Autobahnen, die Tempolimiten in der Schweiz IMHO durchaus vernünftig. Denn die Limiten sind auch den Gegebenheiten angepasst (Ausnahmen bestätigen die Regel), so dass vielfach mehr als z.B. 80 auf einer Ausserortsstrecke schlicht viel zu gefährlich wären.

Noch ein persönlicher Kommentar zu obigem Absatz: wer mit 120
in einer schweizer 80er Zone fährt, ist mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit kein Raser, sondern ein für deutsche
Verhältnisse vollkommen normaler Autofahrer.

Und ein deutscher Autofahrer, der in England auf der rechten Spur fährt, statt links, was ist der?

Will heißen: in D
ist man es gewöhnt, immer etwas schneller als erlaubt zu
fahren, die Strafen für 10-20 Km/h zu viel sind sehr moderat.

Sprich, deutsche Autofahrer haben einen Mangel an Disziplin. Mir scheint, in Deutschland müsste mehr dafür getan werden, die Tempolimiten als Grenze zu definieren, die nicht überschritten werden darf.

Witzigerweise begegnen mir viel weniger deutsche Fahrer, die rasen, als eher deutsche, die in Tunnels zu langsam fahren. Etwa mit 80 statt der erlaubten 100. Und das dann vorzugsweise auf der linken Spur, so dass man sie nicht überholen kann…

Ja, es gibt auch Schweizer Autofahrer, die das tun. Und auch die nerven ganz gewaltig. :wink:

Daher macht ein Deutscher in der Schweiz eben oft den Fehler,
das dort genauso zu machen.

Aber wenn Du, wie oben angedeutet, nach England gehst, machst Du hoffentlich nicht den Fehler, rechts zu fahren. Oder?

Mit „Rasen“ hat das absolut nichts
zu tun, wer einmal von Zürich nach Genf gefahren ist weiss,
dass die schweizer Limits mehr als rigide und für einen
geübten Autofahrer kaum nachvollziehbar sind.

Ob ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen zu rigide ist oder nicht, ist Ansichtssache. Aber das ist völlig irrelevant. In der Schweiz gilt Tempo 120, daran haben sich auch deutsche Autofahrer zu halten. Punkt.

Meiner Meinung nach ist eine Tempolimite auf Autobahnen zwingend nötig. Ob die bei 120, 160 oder 200 angesetzt wird, spielt zunächst mal keine Rolle. Aber die 120er-Limite hier in der Schweiz hat einen Vorteil: Der Verkehr fliesst insgesamt etwas gleichmässiger. Massen-Auffahrunfälle wie in Deutschland gibt es hier viel seltener.

In Deutschland, auf den Strecken ohne Tempolimit fährt jeder so, wie er grad lustig ist. Der eine kommt mit Tempo 200 auf der linken Spur daher und sieht den anderen, der (warum auch immer) nut mit Tempo 100 ebenfalls links tuckert, zu spät… Mit einem Tempolimit würde sich auch in Deutschland der Grossteil in einem etwas einheitlicheren Bereich einpendeln. Das würde der Verkehrssicherheit IMHO eindeutig zugute kommen.

Es gibt daher absolut keinen Grund, sich darüber zu freuen,
dass jemand nun wegen der, sagen wir mal höchst eigenwilligen,
schweizer Verfahrensweise voraussichtlich eine hohe 3-stellige
bis niedrige 4-stellige Euro-Summe abzudrücken hat.

Wer zu schnell fährt und dadurch sich selber sowie andere gefährdet, der muss die Konsequenzen tragen. Und wer in ein anderes Land reist, tut gut daran, sich an die dortigen Verkehrsregeln zu halten.

Und wer massiv schneller fährt als erlaubt, dem tut es gut, viel zu zahlen, egal ob Schweizer, Deutscher oder was auch immer.

CU
Peter

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Hi!

Generell ist es richtig, dass zügiges Fahren auf schweizer
Straßen recht teuer werden kann.

Du verstehst offenbar etwas anderes unter ‚zügig fahren‘ als
ich. Für mich bedeutet zügig zu fahren, dass ich ordentlich
beschleunige, wenn ich z.B. an einer Ampel losfahre und,
sofern es die Verhältnisse zulassen, möglichst mit der
erlaubten Höchstgeschwindigkeit fahre.

Wie in den USA. An jeder Ampel Vollgas und dann mit 80 weiter. Echt klasse…

Generelles Fahren mit massiv höherem Tempo als dem erlaubten,
ist dagegen IMHO blochen bzw. rasen. Soviel zu meinem
Verständnis dieses Begriffs.

Somit stelle ich fest, dass Deine Definition des Begriffes „Rasen“ von der meinen abweicht.

Ausserdem sind, mal abgesehen von den Autobahnen, die
Tempolimiten in der Schweiz IMHO durchaus vernünftig. Denn die
Limiten sind auch den Gegebenheiten angepasst (Ausnahmen
bestätigen die Regel), so dass vielfach mehr als z.B. 80 auf
einer Ausserortsstrecke schlicht viel zu gefährlich wären.

Das ist interpretierbar.

Noch ein persönlicher Kommentar zu obigem Absatz: wer mit 120
in einer schweizer 80er Zone fährt, ist mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit kein Raser, sondern ein für deutsche
Verhältnisse vollkommen normaler Autofahrer.

Und ein deutscher Autofahrer, der in England auf der rechten
Spur fährt, statt links, was ist der?

Ein Blockierer. Der durchschnittlichen Engländer fährt zügiger als der durchschnittl. Deutsche.

Will heißen: in D
ist man es gewöhnt, immer etwas schneller als erlaubt zu
fahren, die Strafen für 10-20 Km/h zu viel sind sehr moderat.

Sprich, deutsche Autofahrer haben einen Mangel an Disziplin.

Unsinn. Diese ewige blinde Obrigkeitshörigkeit ist anstrengend. Limits sind Richtwerte, die au Straßenabschnitten aufmerksam machen sollen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Mehr nicht. Es ist doch affig, jemanden der auf der Autobahn 120 fährt, als Raser hinzustellen, nur weil irgendjemand auf freier, 3-spuriger Strecke, wo man 250 fahren könnte, ein 80 Schild hingeklebt hat.

Mir scheint, in Deutschland müsste mehr dafür getan werden,
die Tempolimiten als Grenze zu definieren, die nicht
überschritten werden darf.

Genau das sehe ich diametral anders.

Witzigerweise begegnen mir viel weniger deutsche Fahrer, die
rasen, als eher deutsche, die in Tunnels zu langsam fahren.
Etwa mit 80 statt der erlaubten 100. Und das dann vorzugsweise
auf der linken Spur, so dass man sie nicht überholen kann…

Das kann ich sogar noch verstehen, Tunnels machen vielen Leuten Angst.

Ja, es gibt auch Schweizer Autofahrer, die das tun. Und auch
die nerven ganz gewaltig. :wink:

Richtig. Aber nerviger sind Leute, die auch ausserhalb der Tunnels links pennen.

Daher macht ein Deutscher in der Schweiz eben oft den Fehler,
das dort genauso zu machen.

Aber wenn Du, wie oben angedeutet, nach England gehst, machst
Du hoffentlich nicht den Fehler, rechts zu fahren. Oder?

Doch, denn ich fahre ja zügig mit dem Verkehr mit.

Mit „Rasen“ hat das absolut nichts
zu tun, wer einmal von Zürich nach Genf gefahren ist weiss,
dass die schweizer Limits mehr als rigide und für einen
geübten Autofahrer kaum nachvollziehbar sind.

Ob ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen zu rigide ist oder
nicht, ist Ansichtssache. Aber das ist völlig irrelevant. In
der Schweiz gilt Tempo 120, daran haben sich auch deutsche
Autofahrer zu halten. Punkt.

Unsinn. Man kann fahren, so schnell man will, es ist nur wichtig, dass man sich des Preises bewusst ist.
Mit Sicherheit hat diese Limitiererei ausserhalb von Gefahrenpunkten jedenfalls nichts zu tun.

Meiner Meinung nach ist eine Tempolimite auf Autobahnen
zwingend nötig. Ob die bei 120, 160 oder 200 angesetzt wird,
spielt zunächst mal keine Rolle. Aber die 120er-Limite hier in
der Schweiz hat einen Vorteil: Der Verkehr fliesst insgesamt
etwas gleichmässiger. Massen-Auffahrunfälle wie in Deutschland
gibt es hier viel seltener.

Ich denke ebenfalls, dass ein tempolimit dann nötig ist, wenn der Sozialneid und das daraus abgeleitete Fahrverhalten zu stark zunehmen. Daher wäre für D vermutlich die beste Lösung ein Limit von 130 oder 140 anzustrengen. Man könnte dann 160 fahren und Leute, die mit 110 scharf nach links wechseln, sobald sie eine Xenon-Lamoe sehen, wären nicht mehr so gefährlich. Die Ursache liegt hier jedoch nicht am zügigen Fahrer, sondern am Neider.

In Deutschland, auf den Strecken ohne Tempolimit fährt jeder
so, wie er grad lustig ist. Der eine kommt mit Tempo 200 auf
der linken Spur daher und sieht den anderen, der (warum auch
immer) nut mit Tempo 100 ebenfalls links tuckert, zu spät…

Was hat der links verloren?

Mit einem Tempolimit würde sich auch in Deutschland der
Grossteil in einem etwas einheitlicheren Bereich einpendeln.
Das würde der Verkehrssicherheit IMHO eindeutig zugute kommen.

Gleichmacherei um jeden Preis. Aber anders geht es in diesem Land nicht, das sehe ich (leider) ähnlich.

Es gibt daher absolut keinen Grund, sich darüber zu freuen,
dass jemand nun wegen der, sagen wir mal höchst eigenwilligen,
schweizer Verfahrensweise voraussichtlich eine hohe 3-stellige
bis niedrige 4-stellige Euro-Summe abzudrücken hat.

Wer zu schnell fährt und dadurch sich selber sowie andere
gefährdet, der muss die Konsequenzen tragen.

Trugschluß: die Gefährdung geht auch von jenen aus, die einfach nach links ziehen.
Warum nicht eine Mindestgeschw. von 160 für die linke Spur?

Und wer in ein
anderes Land reist, tut gut daran, sich an die dortigen
Verkehrsregeln zu halten.

Natürlich. Ansonsten zahlt man eben. Nur sind die schweizer Preise zu hoch.

Und wer massiv schneller fährt als erlaubt, dem tut es gut,
viel zu zahlen, egal ob Schweizer, Deutscher oder was auch
immer.

Das tut v.a. dem jeweiligen Staat gut. Um etwas anderes geht es dabei doch ohnehin nicht.

Grüße,

Mathias