Leistungs-Gewinn durch Intercooler ?

Hallo
Ich habe einen 1,9 TD, und der besitzt bereits einen Ladeluftkühler. Kann ich die Motorleistung mit Hilfe eines weiteren Intercooler erhöhen ? Bzw. wenn ich den alten entferne, und einen Intercooler eines 4.0 TD Jeeps einbau ?
Lohnt sich der Aufwand ?
Inwiefernt lohnt sich eine Modifikation am Bipass des Turboladers, ohne den Turbolader zu zerstören ?

Bye, Nossi

Hallo

Ich würde an Deiner Stelle die Finger davon lassen. Versuch doch den Motor (noch 90PS Version des 1.9 TDI??) auf 110/115PS wie die neueren zu bringen. Anderer Steuerchip ??

Der Ladeluftkühler kühlt die Ansaugluft kurzfristig ab, damit Sie sich mit Sauerstoff anreichert und Dein Diesel sauberer und kraftvoller verbrennt. Den Ladeluftkühler riesig machen, wird Leistungsmäßig nicht viel bringen.

Je mehr Leistung pro Liter Hubraum, desto mehr geht es auf die Lebensdauer des Motors und nach einem Artikel in einer Fachzeitschrift sollen diese Motoren sowieso „Nur“ auf 250 000-300 000 km Laufleistung ausgelegt sein.

Dennis

Hallo,
die Finger davon lassen ist ein guter tip, aber:
das mit der Sauerstoffanreicherung kann ich nicht bestätigen. Durch die Abkühlung steigt die Dichte der Luft, der Motor bekommt eine bessere Füllung (mehr Luft).
Bei einem besseren Ladeluftkühler steigt zwar die Füllung jedoch ist die eingespritzte Kraftstoffmenge die gleiche, weshalb so kein Vorteil erziehlt wird.
Wenn an dem WasteGate „gedreht“ wird sollte das die Motorsteuerung erkennen und es wird ein Fehler abgespeichert oder der Motor geht sogar in einen Notlaufbetrieb.
Chiptunig ist die beste Alternative. Doch:
Viel zu viele Schwarze Schafe au dem Markt.
Verbrauch steigt.
Gewährleistung von Hersteller und Versicherungsschutz erlischt.
Abgaswerte verschlechtern sich trastisch.

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Hallo!

Bei Vergrößerung des Ladeluftkühlers verringert sich zwangsläufig die eingepustete Verbrennungslufttemperatur!
Ob das wohl im Winter gut ist für den Motor?
Die Luftmenge wird aber nicht größer, weil der Turbo die gleiche Leistung behält.

Die Turboaufladung wurde nicht erfunden, um mehr Leistung aus dem Motor zu holen, sondern um das Leistungsgewicht des Motors verringern zu können. Was eigentlich das Gleiche ist, aber es ist so, wie die Frage: Was war zuerst da, das Ei oder die Henne?
Man hatte am Anfang der Entwicklung riesige Motoren mit Kolbenaufladung. Diese großen Motoren hatten kaum Leistung. Erst durch die Turboaufladung konnte man Motoren bauen mit gleicher Leistung, aber sehr viel kleinerem Volumen und Gewicht.
Gruß Werner

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Bei Vergrößerung des Ladeluftkühlers
verringert sich zwangsläufig die
eingepustete Verbrennungslufttemperatur!
Ob das wohl im Winter gut ist für den
Motor?
Die Luftmenge wird aber nicht größer,
weil der Turbo die gleiche Leistung
behält.

Hi,

schau Dir mal ein einführendes Lehrbuch über Thermodynamik an. Die Anzahl der Moleküle ist, bei sonst konstanten Parametern, umgekehrt proportional zur Temperatur. Heiß t bei niedriger Temperatur passen mehr Sauerstoffmoleküle in den Brennraum. Bei Lambda = 1, das macht die Motorelekronik, wird im Motor pro Verbrennungstakt mehr Energie erzeugt => mehr Leistung.
Das das im Winter gefährlich sein soll war ja wohl ein Scherz?

Max

Hallo Max!

Wenn die Temperatur durch den größeren Kühler weiter runtergekühlt wird, schon. Deshalb haben Motorenanlagen für Winterfahrt und Langsamfahrt eine
Vorwärmanlage eingebaut. (Natürlich nicht bei kleinen Kfz). Dort wird die eingeblasene Luft auf 40° geregelt. Wie bekannt, fahren auch Turbofans nicht nur Vollgas, deshalb würde es im unteren Leistungsbereich zu Unterkühlung der Luft kommen.
Schau Dir mal die Zeichnung so einer Anlage an, dann siehst Du, daß der Ladeluftkühler hinter der Turbine liegt. Zwischen Turbine und Zylinder.
Also kann der Turbo nicht mehr einpusten, als er ansaugen kann.
Sein Ansaugvolumen (Gewicht) ist festgelegt durch den Ansaugquerschnitt.(Und natürlich Drehzahl des Turbos). Also die gleiche Ansaugmenge gibt mehr Einblasemenge ??
Gruß Werner

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Wenn die Temperatur durch den größeren
Kühler weiter runtergekühlt wird, schon.
Deshalb haben Motorenanlagen für
Winterfahrt und Langsamfahrt eine
Vorwärmanlage eingebaut. (Natürlich nicht
bei kleinen Kfz). Dort wird die
eingeblasene Luft auf 40° geregelt.
Wie bekannt, fahren auch Turbofans nicht
nur Vollgas, deshalb würde es im unteren
Leistungsbereich zu Unterkühlung der Luft
kommen.
Schau Dir mal die Zeichnung so einer
Anlage an, dann siehst Du, daß der
Ladeluftkühler hinter der Turbine liegt.
Zwischen Turbine und Zylinder.
Also kann der Turbo nicht mehr einpusten,
als er ansaugen kann.
Sein Ansaugvolumen (Gewicht) ist
festgelegt durch den
Ansaugquerschnitt.(Und natürlich Drehzahl
des Turbos). Also
die gleiche Ansaugmenge gibt mehr
Einblasemenge ??
Gruß Werner

Hi,

wie man es schaffen soll die Temperatur niediriger als die Aussentemperatur zu bekommen ist mir etwas schleierhaft. Und die Luft dieser Temperatur wird ja auch von Saugmotoren benutzt. Ich habe mal in die Beschreibung meines Autos geguckt, 2Liter Turbo-Benziner, und nichts von Vorwärmung gesehen. Vielleicht habens andere ja.
Bezüglich der Luftmenge unterliegst Du aber einem Irrtum. Gleiches Volumen ist NICHT gleiche Menge. Der Kühler verdichtet die Luft durch das Kühlen auch, die Anzahl der Sauertoffmoleküle im selben Volumen vergrößert sich. Das hat natürlich irgendwo eine Grenze, die wird aber von serienmäßigen Ladeluftkühlern normalerweise nicht erreicht.

Max

P.S. Kann man einen Turbo etwa auch anders als Vollgas fahren? :smile:

Wenn die Temperatur durch den größeren
Kühler weiter runtergekühlt wird, schon.
Deshalb haben Motorenanlagen für
Winterfahrt und Langsamfahrt eine
Vorwärmanlage eingebaut. (Natürlich nicht
bei kleinen Kfz). Dort wird die
eingeblasene Luft auf 40° geregelt.
Wie bekannt, fahren auch Turbofans nicht
nur Vollgas, deshalb würde es im unteren
Leistungsbereich zu Unterkühlung der Luft
kommen.
Schau Dir mal die Zeichnung so einer
Anlage an, dann siehst Du, daß der
Ladeluftkühler hinter der Turbine liegt.
Zwischen Turbine und Zylinder.
Also kann der Turbo nicht mehr einpusten,
als er ansaugen kann.
Sein Ansaugvolumen (Gewicht) ist
festgelegt durch den
Ansaugquerschnitt.(Und natürlich Drehzahl
des Turbos). Also
die gleiche Ansaugmenge gibt mehr
Einblasemenge ??
Gruß Werner

Hi,

wie man es schaffen soll die Temperatur
niediriger als die Aussentemperatur zu
bekommen ist mir etwas schleierhaft.

Wieso tiefer? Gekühlt wird nicht die Außenluft, sondern die durch den Turbo auf über 100° C erhitzte komprimierte Luft hinter dem Turbo/vor Kühler.

Und

die Luft dieser Temperatur wird ja auch
von Saugmotoren benutzt.

Im Winter wird die Luft im Saugmotor vorgewärmt. Ich weiß nicht, ob Du ältere Kfz kennst, da mußte man früher im Herbst die Ansaugluft auf Vorwärmung stellen. Heute geht es wohl automatisch.

Ich habe mal in

die Beschreibung meines Autos geguckt,
2Liter Turbo-Benziner, und nichts von
Vorwärmung gesehen.

Behaupte ich auch nicht, daß es bei Kfz so ist, im Gegenteil, ich sagte bei kl. Kfz ist das wohl nicht. Ist auch nicht notwendig, weil die Kühler richtig bemessen sind und nicht zu groß. Würde man hier aber einen überdimensionierten einbauen, brauchte man eine Vorärmung (oder by-pass).

Vielleicht habens

andere ja.
Bezüglich der Luftmenge unterliegst Du
aber einem Irrtum. Gleiches Volumen ist
NICHT gleiche Menge.

Volumen und Menge! Luftgewicht ist das Maß.

Der Kühler

verdichtet die Luft durch das Kühlen
auch,

Der Kühler verdichtet die Luft???
Vor dem Kühler wird die Luft verdichtet, der Austritt aus dem Kühler ist geringer. (Druck).
Jeder Luftkühler wird durch ein U-Rohrmanometer kontrolliert. Der Druck vor ist immer höher als hinter Kühler.

die Anzahl der Sauertoffmoleküle im

selben Volumen vergrößert sich. Das hat
natürlich irgendwo eine Grenze, die wird
aber von serienmäßigen Ladeluftkühlern
normalerweise nicht erreicht.

Wie kann die Anzahl hinter dem Kühler gößer sein, als vor ihm?

Max

P.S. Kann man einen Turbo etwa auch
anders als Vollgas fahren? :smile:

Hi,

wie man es schaffen soll die Temperatur
niediriger als die Aussentemperatur zu
bekommen ist mir etwas schleierhaft.

Wieso tiefer? Gekühlt wird nicht die
Außenluft, sondern die durch den Turbo
auf über 100° C erhitzte komprimierte
Luft hinter dem Turbo/vor Kühler.

Und

die Luft dieser Temperatur wird ja auch
von Saugmotoren benutzt.

Im Winter wird die Luft im Saugmotor
vorgewärmt. Ich weiß nicht, ob Du ältere
Kfz kennst, da mußte man früher im Herbst
die Ansaugluft auf Vorwärmung stellen.
Heute geht es wohl automatisch.

Sag ich ja, erst wenn der Ladeluftkühler die Luft etwa auf Aussentemperatur runterkühlen könnte wird es kritisch, und das dürfte bei handelsüblichen Kühlern kaum möglich sein.

Vielleicht habens

andere ja.
Bezüglich der Luftmenge unterliegst Du
aber einem Irrtum. Gleiches Volumen ist
NICHT gleiche Menge.

Volumen und Menge! Luftgewicht ist das
Maß.

Wenn Du willst auch Gewicht. Gewicht pro Volumen natürlich, also Dichte.

Der Kühler

verdichtet die Luft durch das Kühlen
auch,

Der Kühler verdichtet die Luft???
Vor dem Kühler wird die Luft verdichtet,
der Austritt aus dem Kühler ist geringer.
(Druck).
Jeder Luftkühler wird durch ein
U-Rohrmanometer kontrolliert. Der Druck
vor ist immer höher als hinter Kühler.

die Anzahl der Sauertoffmoleküle im

selben Volumen vergrößert sich. Das hat
natürlich irgendwo eine Grenze, die wird
aber von serienmäßigen Ladeluftkühlern
normalerweise nicht erreicht.

Wie kann die Anzahl hinter dem Kühler
gößer sein, als vor ihm?

Du solltest Dir wie gesagt mal ein Lehrbuch über Thermodynamik ansehen. Die Größen Druck, Volumen und Temperatur sind nicht unabhängig voneinander. Im idealen Gas gilt:
Druck * Volumen = Stoffmenge * Temperatur.
D.h. bei Konstantem Druck und Volumen muß sich bei Verringerung der Temperatur die Stoffmenge erhöhen.

Max

Räusper… darf ich was sagen ??

1.: Der Ladeluftkühler sitzt HINTER dem Luftfilter, VOR dem Ansaugtrakt des Turbolader. Es herrscht dort demnach Unterdruck… (Genauer: Zwischen Turbo und Kühler großer Unterdruck, zwischen Lufi und Kühler kleinerer, um die Frage nach Vor und hinter dem Luftkühler zu klären)

2.: Der Ansaugkrümmer von Benzinmotoren wird vorgewärmt, weil durchflossen von Kühlwasser in einem bestimmten Bereich. Gefrieren kann gar nix. Auch keine Luft.

3.: Turbolader haben einen optimalen Wirkungsgrad im mittleren Drehzahlbereich. Ständig perverse Vollgasattacken werden dem Turbo nicht guttun, da er Drehzahlen bis zu 200 000 U/Min erreichen kann (sogar mehr ??) Die Turbos sind mit „hydrodynamischen Gleitlagern“ gelagert. Wie die Kurbelwelle beim Auto. Deshalb: Nach dem Starten des Motors warten bis Öldruck da, nach einer Vollgasattacke den Motor nachlaufen lassen 2-4 min, damit der Turbo das Öl und die Simmerringe an der Achse abkühlen können. Stellt man das Auto sofort ab, verbrennt das Öl an der Achse, kohlt aus, greift die Simmerringe an, die werden undicht, und das Motoröl zur Schmierung und Lagerung dringt in den Ansaugtrakt und wird als Ölnebel mitverbrannt. Gibt ne tierische Rauchwolke.
Den Motor NIE aus hoher Drehzahl abstellen. Der Öldruck fällt auf null, der Turbo dreht noch ein paar sekunden dann auf „trockenen“ (ohne Öldruck) Lagern nach und diese werden verfressen, da Lauffläche der Lagerschalen aus einem weichen Material sind (wie Lötzinn). Hier gehts um 1000el Millimeter, die den Öldruck aufrecht halten.

Ich hatte letztens einen Turbo in der Hand… Laufleistung: 450 000km, aus 6Zylinder Diesel, 12Liter, 240PS mit einem Wellenspiel von 400el Millimeter. Ergebnis: Öl trat aus und saute dezent den Motor zu. Trotzdem respektable Laufleistung, trotz Stadtverkehr. Eben Mercedes-Benz

Ich weiß… Ich und meine Omnibusse… That’s Life !

Trotzdem sollte man Turbo Motoren ETWAS mit respekt und vernunft behandeln, dann hat man keine Probleme.

Gruß

Dennis

Räusper… darf ich was sagen ??

Räusper, darf ich antworten :smile:

1.: Der Ladeluftkühler sitzt HINTER dem
Luftfilter, VOR dem Ansaugtrakt des
Turbolader. Es herrscht dort demnach
Unterdruck… (Genauer: Zwischen Turbo
und Kühler großer Unterdruck, zwischen
Lufi und Kühler kleinerer, um die Frage
nach Vor und hinter dem Luftkühler zu
klären)

Das tut er vileicht bei 100 Liter Busmotoren, bei meinem Auto ist die Reihenfolg:
Luftfilter - Turbo - Ladeluftkühler - Motor

2.: Der Ansaugkrümmer von Benzinmotoren
wird vorgewärmt, weil durchflossen von
Kühlwasser in einem bestimmten Bereich.
Gefrieren kann gar nix. Auch keine Luft.

Sag ich doch die ganze Zeit

3.: Turbolader haben einen optimalen
Wirkungsgrad im mittleren
Drehzahlbereich. Ständig perverse
Vollgasattacken werden dem Turbo nicht
guttun, da er Drehzahlen bis zu 200 000
U/Min erreichen kann (sogar mehr ??) Die
Turbos sind mit „hydrodynamischen
Gleitlagern“ gelagert. Wie die
Kurbelwelle beim Auto. Deshalb: Nach dem
Starten des Motors warten bis Öldruck da,
nach einer Vollgasattacke den Motor
nachlaufen lassen 2-4 min, damit der
Turbo das Öl und die Simmerringe an der
Achse abkühlen können. Stellt man das
Auto sofort ab, verbrennt das Öl an der
Achse, kohlt aus, greift die Simmerringe
an, die werden undicht, und das Motoröl
zur Schmierung und Lagerung dringt in den
Ansaugtrakt und wird als Ölnebel
mitverbrannt. Gibt ne tierische
Rauchwolke.
Den Motor NIE aus hoher Drehzahl
abstellen. Der Öldruck fällt auf null,
der Turbo dreht noch ein paar sekunden
dann auf „trockenen“ (ohne Öldruck)
Lagern nach und diese werden verfressen,
da Lauffläche der Lagerschalen aus einem
weichen Material sind (wie Lötzinn). Hier
gehts um 1000el Millimeter, die den
Öldruck aufrecht halten.

Weiss ich auch, nach schneller Fahrt auf der Linken Spur fahre ich die letzten 1-2 km vor einer Raststätte immer friedlich mit 80 hinter den Lastern her. Das klappt natürlich auch nicht immer. Mal sehn wie lange der Turbo es macht

Ich hatte letztens einen Turbo in der
Hand… Laufleistung: 450 000km, aus
6Zylinder Diesel, 12Liter, 240PS mit
einem Wellenspiel von 400el Millimeter.
Ergebnis: Öl trat aus und saute dezent
den Motor zu. Trotzdem respektable
Laufleistung, trotz Stadtverkehr. Eben
Mercedes-Benz

Was hat das denn mit Mercedes zu tun? Ich denke die kaufen die Turbos wie alle anderen auch bei Zulieferen.

Ich weiß… Ich und meine Omnibusse…
That’s Life !

Trotzdem sollte man Turbo Motoren ETWAS
mit respekt und vernunft behandeln, dann
hat man keine Probleme.

Tu ich doch.

Gruß

Dennis

Räusper… darf ich was sagen ??

1.: Der Ladeluftkühler sitzt HINTER dem
Luftfilter, VOR dem Ansaugtrakt des
Turbolader. Es herrscht dort demnach
Unterdruck… (Genauer: Zwischen Turbo
und Kühler großer Unterdruck, zwischen
Lufi und Kühler kleinerer, um die Frage
nach Vor und hinter dem Luftkühler zu
klären)

Hallo Dennis!
Danke für die genaue Beschreibung. Ich muß zugeben, daß mir diese Bauweise, Kühler vor Turbo, unbekannt ist.
Ich kenne nur Anlagen, wo der Kühler zwischen Turbo und Zylinder sitzt.
Von welchem zweiten Medium wird denn dieser Kühler beaufschlagt, um die angesaugte Luft runterkühlen zu können? Kühlwasser?? Dann würde der Kühler als Vorwärmer arbeiten!
Luft? Von welcher? Ich kann nicht angesaugte Außenluft mit der gleichen Außenluft abkühlen.
Sinn gibt so ein Kühler nur, wenn er die, durch die Kompression des Turbos erhitzte Ansaugluft runterkühlt.
Werner

2.: Der Ansaugkrümmer von Benzinmotoren
wird vorgewärmt, weil durchflossen von
Kühlwasser in einem bestimmten Bereich.
Gefrieren kann gar nix. Auch keine Luft.

3.: Turbolader haben einen optimalen
Wirkungsgrad im mittleren
Drehzahlbereich. Ständig perverse
Vollgasattacken werden dem Turbo nicht
guttun, da er Drehzahlen bis zu 200 000
U/Min erreichen kann (sogar mehr ??) Die
Turbos sind mit „hydrodynamischen
Gleitlagern“ gelagert. Wie die
Kurbelwelle beim Auto. Deshalb: Nach dem
Starten des Motors warten bis Öldruck da,
nach einer Vollgasattacke den Motor
nachlaufen lassen 2-4 min, damit der
Turbo das Öl und die Simmerringe an der
Achse abkühlen können. Stellt man das
Auto sofort ab, verbrennt das Öl an der
Achse, kohlt aus, greift die Simmerringe
an, die werden undicht, und das Motoröl
zur Schmierung und Lagerung dringt in den
Ansaugtrakt und wird als Ölnebel
mitverbrannt. Gibt ne tierische
Rauchwolke.
Den Motor NIE aus hoher Drehzahl
abstellen. Der Öldruck fällt auf null,
der Turbo dreht noch ein paar sekunden
dann auf „trockenen“ (ohne Öldruck)
Lagern nach und diese werden verfressen,
da Lauffläche der Lagerschalen aus einem
weichen Material sind (wie Lötzinn). Hier
gehts um 1000el Millimeter, die den
Öldruck aufrecht halten.

Ich hatte letztens einen Turbo in der
Hand… Laufleistung: 450 000km, aus
6Zylinder Diesel, 12Liter, 240PS mit
einem Wellenspiel von 400el Millimeter.
Ergebnis: Öl trat aus und saute dezent
den Motor zu. Trotzdem respektable
Laufleistung, trotz Stadtverkehr. Eben
Mercedes-Benz

Ich weiß… Ich und meine Omnibusse…
That’s Life !

Trotzdem sollte man Turbo Motoren ETWAS
mit respekt und vernunft behandeln, dann
hat man keine Probleme.

Gruß

Dennis

Hallo Dennis!

Darf ich jetzt mal was sagen?
Dein Ladeluftkühler ist ein Luftvorwärmer für geringe Last und Winter.
Sollte mich schon sehr täuschen, wenn das nicht so ist!
Gruß Werner

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Dennis!

Könnte es sein, daß der Kühlwasserkühler gleichzeitig der Ladeluftvorwärmer ist??
Würde mich interessieren!

Gruß Werner

Bevor wir uns in die Haare kriegen…

Ich fotgrafiere die Anordnung von Ladekühler und Luftfilter an unseren Omnibussen und schick euch die Bilder.

Aber: kann sein, daß bei PkW Motoren, insbesondere Benzinern die Anordnung anders ist. Hier ziehe Ich Kenntnismäßig den kürzeren, ohne jetzt rot zu werden.

Und: Der Ladekühler wird von der Umgebungsluft, die der (Riesen)-Ventilator des Busses ansaugt durchströmt, und dann kühlt diese Luft noch den Kühlwasserwärmetauscher und den Motor bei thermischer Laune (85°C).

Man Bedenke: Im Motorraum herrschen Temperaturen von ÜBER 80°C ! Bei einem Motor ohne Ladekühler würde die heiße Sauerstoffarme Luft angesaugt, vomm Turbo in den Motor gepfercht und verbrannt.

Mit Ladekühler wird die Luft angesaugt, kurzfristig, schnell um 10-30 °C abgekühlt, diese reichert sich mit Sauerstoffmolekülen an, (so wurde mir das erklärt !!) und der Turbo bläst diese Sauerstoffreiche Luft in den 12 Liter Diesel und der verbrennt schön sauber, rußarm und bringt Power.

Ansonsten klinke Ich mich aus der Diskussion aus. Ich möchte hier nicht um des besseren wissens wegen Krach schlagen. Ich kann aber jedem der möchte ein Foto senden. Die Ladekühlerrohre laufen bei MercedesBenz-Linienbussen hinter der Rückbank entlang und haben das Format von „100er Abwasserrohren“ aus Alu, weil der Motor mit Turbo und Luftfilter links im Heck und die Kühler sitzen rechts im Heck wo die Gitterklappe ist.

Gruß

Dennis

So, jetzt reichts, Ihr könt mich nun hinrichten !!

Der Turbo sitzt auch beim Bus VOR dem Ladekühler und bläst (nicht saugt) die Luft durch den Ladekühler. Habe vorhin den Motorraumdeckel und die Seitenklappen geöffnet und ALLE Leitungen und Rohre in Ihrem Verlauf verfolgt. Also muß die Luft erst recht gekühlt werden, soll der Turbomotor auch einen Leistungszuwachs erzielen.

Oder habt Ihr noch die das „Phänomen“ „taufrischer Morgen und die damit verbundene Leistungssteigerung“ erlebt, daß an einem Sommermorgen das Fahrzeug bei kühler/feuchter Außenluft besser läuft als an einem stickigen heißen Sommermittag ??

Dennis

Wer hat schon einen Bus ?
So was wollte ich schon immer

12 Antworten, un nur 2 waren geistreich…

jeje :frowning:

So, jetzt reichts, Ihr könt mich nun
hinrichten !!

Der Turbo sitzt auch beim Bus VOR dem
Ladekühler und bläst (nicht saugt) die
Luft durch den Ladekühler.

Meister, willst Du uns hier verarschen?
In Re9 behauptest Du, er sitzt vor dem Ansaugtrakt des Turboladers!!

Habe vorhin

den Motorraumdeckel und die Seitenklappen
geöffnet und ALLE Leitungen und Rohre in
Ihrem Verlauf verfolgt. Also muß die Luft
erst recht gekühlt werden, soll der
Turbomotor auch einen Leistungszuwachs
erzielen.

Oder habt Ihr noch die das „Phänomen“
„taufrischer Morgen und die damit
verbundene Leistungssteigerung“ erlebt,
daß an einem Sommermorgen das Fahrzeug
bei kühler/feuchter Außenluft besser
läuft als an einem stickigen heißen
Sommermittag ??

Du bist sicher ein guter Buchhalter in Deiner Firma, aber laß die Finger von der Technik, sonst passieren bei Euch bald Dinge wie bei der Bundesbahn!!
Sollte dies aber eine Berichtigung Deiner vorherigen Beschreibungen sein, ist es akzeptiert.

Gruß Werner

Dennis

Wer hat schon einen Bus ?
So was wollte ich schon immer

12 Antworten, un nur 2 waren
geistreich…

Welche?

jeje :frowning:

Hallo,

eure Diskussion ist ja echt interessant. Im Grossen und Ganzen hat *Werner* recht.

Betrachtet man den Ansaugtrakt, so kann man (unter vernachlaessigung des Luftfilters) ihn in folgende Abschnitte teilen:

Turbo
Ansaugrohr1
Luftkuehler
Ansaugrohr2
Motor

Entscheidend fuer die Leistung des Motors ist die Luftmenge (Gramm pro Volumeneinheit) im Ansaugrohr2.
Wie gross diese Luftmenge ist, wird aber alleine durch die vom Turbo gelieferte Menge bestimmt. Es kann wohl kaum sein, dass der Motor mehr Luft ansaugt, als der Turbo liefert.

Die vom Turbo gelieferte Luftmenge (Gramm pro Volumeneinheit) haengt ab von der Dichte der Aussenluft und dem Druckanstieg am Turbo (der Turbo muss gegen den Druck im Asaugrohr1 arbeiten).
Die Dichte der Aussenluft haengt von der Aussentemp, der Hoehe ueber NN und der Wetterlage ab.
Der Druck in A1 wird durch den Druck in A2 beeiflusst, da Luft durch den Kuehler nach A2 gesaugt wird. Und zwar umso mehr, je staerker der Kuehler kuehlt, da die kaeltere Luft sich staerker zusammenzieht.
Wie gross die einzelnen Effekte sind, kann ich allerdings nicht sagen. Eine „Anreicherung mit Sauerstoff“ findet aber nicht statt. Der relative Sauerstoffgehalt der Luft bleibt konstant.
Meines Wissens dient der Ladeluftkuehler aber eher dazu, negative Auswirkungen der heissen Luft auf den Motor zu vermeiden. Insbesondere Benzinmotoren sollen sonst zum Klopfen neigen, da es eher zur Selbstentzuendung kommt.

Gruss, Niels