Benzinsparend Autofahren

Hallo Ihr,

habt Ihr Tipps wie man einige Liter Benzin sparen kann? Wie kann man seine Fahrweise ändern um kostengünstig Auto zu fahren?

Lieben Gruß

Jim Beam

Benzin sparen

Hi Jim,

Berg runter tuße Fuß vom Gas,
anne Ampel machse die Karre aus
und immer früh hochschalten, ne ?
Fa 100 auffe Autobahn, is zwar langweilig, aber …

Gruß na Doatmunt !

Martin

… hat man, wenn man das Auto ab und an einfach mal stehen läßt und die 500m zum Bäcker zu Fuß geht. Gerade die Ultrakurzstrecken von 1-2km sind extrem verbrauchstreibend, schaden verstärkt dem Motor und tum dem Menschen gut, wenn er sie zu Fuß geht.

Grüßle
Frank K.

Hallo,

neben dem frühen Hochschalten etc. gibt es eine einfache Regel:

Bremsen „vernichtet“ Energie (etwas unphysikalisch ausgedrückt), die du anschließend durch beschleunigen wieder reinstecken musst.
Fahr also so, dass du möglichst wenig bremsen musst. Ausreichend Abstand zum Vordermann, dass du nicht jedesmal wenn er bremst auch gleich bremsen musst etc.

Gruss, Niels

Auto stehenlassen und Bus fahrn (owT)
Tip

Mach das mal in der Innenstadt…
…im Berufsverkehr!

Hi,

jeder vermutet dann nen Rentner mit Hut oder ne Blondine hinter dem Steuer.

Fahr also so, dass du möglichst wenig bremsen musst.
Ausreichend Abstand zum Vordermann, dass du nicht jedesmal
wenn er bremst auch gleich bremsen musst etc.

Sicher, vorausschauendes Fahren spart Sprit, jedoch handelt es sich hier um Milliliter. OK, es summiert sich.

Viel besser ist jedoch eine ausreichende Wartung des Autos, also Ventile richtig eingestellt, Abgasanlage in Ordnung usw. Desweiteren sind Kurzstrecken fürs Auto nix. Da steigt der Benzinverbrauch bei kaltem Motor mindestens jenseits der 20-Liter-Marke (in den ersten Fahrminuten).

Wenn ich mir die Schrottkarren ansehe, die täglich vor mir in der Stadt ab und zu herstinken, weils raucht aus dem Auspuff, na ja.

Gruß
André

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das sagt der ADAC
Hi,

das schlägt der ADAC vor:
http://www.adac.de/Auto_Motorrad/Kraftstoffe/Spartip…

Gruß
Christian

Fahr also so, dass du möglichst wenig bremsen musst.
Ausreichend Abstand zum Vordermann, dass du nicht jedesmal
wenn er bremst auch gleich bremsen musst etc.

Ich hab das mal probiert: Im Stop 'n Go - Verkehr den Wagen im Leelauf „kriechen“ lassen (ja, da lohnt sich die Automatik…) - entsprach ziemlich genau der Durchschnittsgeschwindigkeit des übrigen Verkehrs und es gab (auf meiner Spur) keinen (absoluten) Stillstand mehr. Natürlich darf der Abstand zum Vordermann ein gewisses Maß nicht überschreiten, sonst ärgern sich die hinteren zurecht.

LG
Stuffi

Hallo,

wenn Du es ernsthaft angehen willst, mach doch mal einen Spritsparkurs. Die werden z.B. von VW in Zusammenarbeit mit dem NaBu immer mal wieder - gratis - angeboten. Hatte letztes Jahr die Chance teilzunehen und habe damit meinen ohnehin schon guten Verbrauch noch einmal senken können. Insbesondere die Sache mit der Schubabschaltung bringt eine Menge. D.h. beim Bremsen und Gaswegnehmen auf jeden Fall eingekuppelt bleiben, so lange es geht, und dann runterschalten, statt einfach auszukuppeln. Während der Wagen im Leerlauf nämlich 0,6 l/100Km verbraucht, kommt man so zu einem 0,0 Verbrauch. Sieht man sich an, wie oft man dies pro Tag nutzen kann, dann ist da echt Potential. Meinen Verbrauch habe ich nach dem Training um ca. 0,5 l senken können, und fahre dabei immer noch recht sportlich und auf Autobahnen gerne mal etwas schneller.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Angeblich ist es auch besser, mit viel Gas (3/4) zu beschleunigen und anschließend den Wagen rollen zu lassen, als konstant mit weniger Gas zu fahren.
Also: Auf 110 beschleunigen, ausrollen lassen bis 90, wieder beschleunigen.
Natürlich muß die Verkehrssituation mitspielen - im dichten Berufsverkehr machst Du Dir so Feinde.
Der Grund dafür ist, daß der Wirkungsgrad des Motors bei viel Gas höher ist (Drosselklappen,…)

LG
Stuffi

Der rote Faden
Hallo,

es hat hier viele Sinnvolle Tipps gegeben. Ich will versuchen einen roten Faden reinzubringen.

Bezinsparendes Autofahren bekommt man durch eine sanfte gleitende Fahrweise.

  • Bremsen bedeutet die Verschwendung von Bewegungsenergie. Wenn schon gebremst werden muss, dann mittels Schubabschaltung.
  • Auf eine rote Ampel hin zu beschleunigen ist Blödsinn.
  • Bremsvorgänge langfristig einleiten. Bei der Abfahrt von einer Autobahn kann man seine mehrere hundert Meter vorher mit der Schubabschaltung verlangsamen (500 Meter ohne Sprit senken den Verbrauch ungemein).
  • Die Fahrt sollte im höchstmöglichen Gang erfolgen. In den ersten vier Gängen sollten die Umdrehungszahlen bei 1300 - 2000 liegen. 5ter Gang in der Innenstadt ist standard.
  • Viel Kraft auf die Straße bringen, bedeutet viel Benzin in den Motor jagen.

Die Arbeit wird bei Geschwindigkeiten über 70 km/h hauptsächlich gegen den Luftwiderstand geleistet. Der Luftwiderstand wächst quadratisch mit der Geschwindigkeit!

  • Auf Autobahnen langsam fahren (90 - 100 km/h). Wenn man hinter einem Laster fährt, ist man kein Verkehrshindernis.
  • Hardcore-Benzinsparer klemmen sich dicht hinter einem Laster in dem Windschatten. (Der Spareffekt ist beträchtlich, aber es bedeutet ein größeres Risiko und übersteigt die Nervenstärke eines gewöhnlichen Autobahnheizers.)

Den größten Verbrauch haben Autos nach dem Start und beim Beschleunigen aus dem Stand.

  • Im Stop und Go-Verkehr sollte man versuchen den Wagen in Bewegung zu halten. Das heißt man schließt eine 10 Meterlücke nicht mit einem Sprint sondern rollt langsam ran in der Hoffnung, dass der Vordermann wieder anfährt.
  • Kurzstrecken fährt man nicht mit dem Auto, sondern bewegt seinen faulen Hintern zu Fuß oder mit dem Fahrrad. (Gab es da nicht auch öffentliche Verkehrsmittel für Fußkranke?)

Das Fahrzeug spielt auch eine Rolle:

  • Die Reifen sollten eher einen leicht erhöhten Luftdruck haben, als einen zu niedrigen.
  • Überflüssigen Ballast abladen.
  • Natürlich ist das Auto in einem gut gepflegten und gewarteten Zustand. (Jeden Euro, den Ihr an der Wartung spart, zahlt ihr später dreifach.)
  • Das Auto sollte einen kleinen Motor besitzen. Die meisten Autos sind übermotorisiert.
  • Das Auto sollte möglichst klein und praktisch sein. Warum braucht man eigentlich 1,5 Tonnen Technik um den Hintern eines 80kg schweren Menschen vom Ort A zum Ort B zu verfrachten.

Gruß
Carlos

Hallo,

…im Berufsverkehr!

wenn ich nicht mit dem Fahrrad fahre, gehts mit dem Auto von Nord nach Süd durch Karlsruhe und anschließend wieder zurück.

jeder vermutet dann nen Rentner mit Hut oder ne Blondine
hinter dem Steuer.

An den Ampeln bin ich meist schneller weg als die anderen. In ein paar Sekunden hochbeschleunigt auf 60 und dann nur noch im fünften rollen lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mich jemand für einen lahmen Rentner hält.

Sicher, vorausschauendes Fahren spart Sprit, jedoch handelt es
sich hier um Milliliter. OK, es summiert sich.

Es geht vor allem darum, die Schubabschaltung möglichst effizient zu nutzen. Das können dann je nach Auto schon mal ein oder zwei Liter /100 km sein.

Da steigt der
Benzinverbrauch bei kaltem Motor mindestens jenseits der
20-Liter-Marke (in den ersten Fahrminuten).

kann ich nicht bestätigen. Vielleicht 30 Prozent mehr in der ersten Minute dann ziemlich schnell sinkend. (oder fährst du ein Auto, das ohnehin schon 15 Liter schlürft?)

Gruss, Niels

Einspruch
Hallo Carlos,

  • Bremsvorgänge langfristig einleiten. Bei der Abfahrt von
    einer Autobahn kann man seine mehrere hundert Meter vorher mit
    der Schubabschaltung verlangsamen (500 Meter ohne Sprit senken
    den Verbrauch ungemein).

Das ist nun alles andere als vernünftig und logisch.
Ich zB fahre täglich 78 km zur Arbeit. Macht bei 220 Arbeitstagen hin und zurück 34320 km im Jahr. Täglich zwei mal an der Autobahnabfahrt bei deinen vorgeschlagenen 500 m vorher Gas wegnehmen bedeutet im Jahr 220km spritfreies Rollen. Bei einem Durchschnittsverbrauch von knapp 5,1 l Diesel „spart“ das also genau 10 von 1574,32 Euro. Ganze 0,6 % vom Jahreswert. Wow… Welch „ungemein“ gesenkter Verbrauch.
Dafür aber behindere ich den Verkehrsfluss, indem ich andere zwinge, ihre Reisegeschwindigkeit von zB meinen 120 km/h ebenfalls zu senken. Mal abgesehen davon, dass ich nach 500 m bei grob geschätzten 70 km/h angekommen bin und auf dem Verzögerungsstreifen (idR ca 250 m lang) wieder Gas geben muss, um mein Auto nicht um die Kurve schieben zu müssen.
Schubabschaltung ist frühestens auf dem Verzögerungsstreifen sinnvoll. Keinesfalls auf der Fahrbahn. Es sei denn du fährst jenseits von 180 km/h, was alle Argumente zum Spritsparen unglaubwürdig macht.

  • Hardcore-Benzinsparer klemmen sich dicht hinter einem Laster
    in dem Windschatten. (Der Spareffekt ist beträchtlich, aber es
    bedeutet ein größeres Risiko und übersteigt die Nervenstärke
    eines gewöhnlichen Autobahnheizers.)

Das habe ich mal nachts um 3 ausprobiert: auf 100 km statt 9,2 l mit 160 km/h nur 3,8 l Benzin bei 95 km/h mit meinem damaligen 55PS/1,3l Golf 2 hinter einem LKW. Allerdings ein absolutes Sicherheitsrisiko. Der notwendige Abstand für einen optimalen Windschatten ist um die 2 m. Da hilft nur blindes Gottvertrauen, was im Strassenverkehr wenig Sinn macht.

  • Das Auto sollte möglichst klein und praktisch sein. Warum
    braucht man eigentlich 1,5 Tonnen Technik um den Hintern eines
    80kg schweren Menschen vom Ort A zum Ort B zu verfrachten.

Möchtest du mit einem 600 kg Auto fahren, dessen Blech so stabil wie Alufolie ist? Erfinde einen Motor, der die Hälfte wiegt und du wirst reich. Verzichte auf Radio, Rückbank, Klimaanlage, Teppichboden etc. und dein Auto wird leichter. Ohne dass es unsicherer wird. Willst du das? Nur zu.

Verbraucher ausschalten hilft auch viel. Heckscheibenheizung aus, sobald ein Antauen sichtbar ist. Die Restwärme und schliesslich der aufgewärmte Innenraum tut sein übriges. Oder einfach mal kratzen :wink: Lüftungsventilator auf 0 ab 80 km/h. Der Fahrtwind wirkt genauso stark. Rechtzeitig das Licht wieder ausschalten. Vor allem behindert es keine anderen Autofahrer, indem Spritsparer alles aufhalten, um anschliessend 10 min im McDrive zu stehen.

Gruss
Nils

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Hallo Nils,

Das ist nun alles andere als vernünftig und logisch.

…Mal abgesehen davon, dass ich nach 500 m

bei grob geschätzten 70 km/h angekommen bin und auf dem
Verzögerungsstreifen (idR ca 250 m lang) wieder Gas geben
muss, um mein Auto nicht um die Kurve schieben zu müssen.
Schubabschaltung ist frühestens auf dem Verzögerungsstreifen
sinnvoll. …

Stimmt es funktioniert nicht überall. Bei meiner Abfahrt auf dem Heimweg endet eine Fahrspur in einer Abfahrt mit mittelenger Kurve (60 Km/h Begrenzung) und danach eine kurze kurvige Steigung bis zur Ampel. Ich gehe so vom Gas, dass ich in der Kurve noch 60-70 Km/h habe. Bei der Ampel (meistens rot) habe ich dann ca. 30 Km/h
500 - 600m sind hier drin.

  • Hardcore-Benzinsparer klemmen sich dicht hinter einem Laster
    in dem Windschatten. (Der Spareffekt ist beträchtlich, aber es
    bedeutet ein größeres Risiko und übersteigt die Nervenstärke
    eines gewöhnlichen Autobahnheizers.)

Das habe ich mal nachts um 3 ausprobiert: auf 100 km statt 9,2
l mit 160 km/h nur 3,8 l Benzin bei 95 km/h mit meinem
damaligen 55PS/1,3l Golf 2 hinter einem LKW. Allerdings ein
absolutes Sicherheitsrisiko. Der notwendige Abstand für einen
optimalen Windschatten ist um die 2 m. Da hilft nur blindes
Gottvertrauen, was im Strassenverkehr wenig Sinn macht.

Einen leichten Windschatten, bzw. einen Sog hast du auch 50 m Entfernung. Nur ist der Effekt irgenwann nicht mehr relevant. Je näher hinter dem Laster, desto wirksamer.
Aus Sicherheitsgründen habe ich mir abgewöhnt dicht hinter Laster zu fahren. Übrigens halte ich generell einen ausreichenden Abstand.

  • Das Auto sollte möglichst klein und praktisch sein. Warum
    braucht man eigentlich 1,5 Tonnen Technik um den Hintern eines
    80kg schweren Menschen vom Ort A zum Ort B zu verfrachten.

Möchtest du mit einem 600 kg Auto fahren, dessen Blech so
stabil wie Alufolie ist? Erfinde einen Motor, der die Hälfte
wiegt und du wirst reich. Verzichte auf Radio, Rückbank,
Klimaanlage, Teppichboden etc. und dein Auto wird leichter.
Ohne dass es unsicherer wird. Willst du das? Nur zu.

Nun auch ich mache Kompromisse. Ich fahre einen Toyota Yaris (Leergewicht 905 kg). Damit kann ich bequem 4 Personen oder eine großzügige Ladung transportieren (Baumarkterprobt). Limousinen wiegen problemlos 50% mehr.
Nach rein rationalen Gründen sind diese Fahrzeuge für den angewendeten Zweck (Pendeln, Personentransport von ein oder zwei Personen) meistens überdimensioniert.
Ein abschreckendes Beispiel sind hier tonneschwere Off-Road-Fahrzeuge für rein repräsentaive Zwecke.
Was das Thema Sicherheit betrifft, ist man technologisch schon weit entfernt dies mit reiner Masse erschlagen zu wollen.

Verbraucher ausschalten hilft auch viel. Heckscheibenheizung
aus, sobald ein Antauen sichtbar ist. Die Restwärme und
schliesslich der aufgewärmte Innenraum tut sein übriges. Oder
einfach mal kratzen

WAS DENN, DU FÄHRST LOS OHNE DIE RÜCKSCHEIBE FREIGEKRATZT ZU HABEN?

:wink: Lüftungsventilator auf 0 ab 80 km/h.

Der Fahrtwind wirkt genauso stark.

Stimmt. (Ich mag keinen starken Zug)

Rechtzeitig das Licht
wieder ausschalten.

An klaren Sonnigen Tagen, aber sicher.
Man sollte alles im vernünftigen Rahmen halten, auch das Sparen von Benzin.
Der Knackpunkt ist, dass das Autofahren im starken Maße von emotionalen Aspekten bestimmt wird.
Nahezu Niemand gibt 2000 € für einen Fernsehsessel aus, weil der so konfortabel ist, aber für ein Auto geben die Leute locker 10.000 € mehr aus als notwendig um mehr Komfort zu haben.

Das gleiche betrifft das Verhalten beim fahren. Während des Fahrens versuchen viele Leute durch „zügige“ und „sportliche“ Fahrweise jedes Quentschen Zeit rauszuholen. Sie gehen sogar Risiken ein. Aber wenn sie ihr Ziel erreicht haben, sprinten sie nicht vom Parkplatz, sie joggen auch nicht, nein sie GEHEN.

Gruß
Carlos

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Hallo,

Also: Auf 110 beschleunigen, ausrollen lassen bis 90, wieder
beschleunigen.

ich habe da meine Zweifel, ob das Kraftstoff spart. Die Frage ist, wie der Vorgang des „Ausrollenlassens“ denn vor sich gehen soll? Gibst du ganz wenig Gas, arbeitet der Motor im einem sehr ineffizienten Bereich. Nimmst du das Gas völlig weg, verbrauchst du zwar keinen Sprit, vernichtest aber trotzdem Bewegungsenergie (spürbar an der Bremswirkung des Motors), die anschließend beim Beschleunigen wieder reingesteckt werden muss. Ich denke, nur beim Ausrollenlassen mit abgeschaltetem Motor würde das tatsächlich etwas sparen.

Gruss, Niels

Hallo,

Das ist nun alles andere als vernünftig und logisch.
Ich zB fahre täglich 78 km zur Arbeit. Macht bei 220
Arbeitstagen hin und zurück 34320 km im Jahr. Täglich zwei mal
an der Autobahnabfahrt bei deinen vorgeschlagenen 500 m vorher
Gas wegnehmen bedeutet im Jahr 220km spritfreies Rollen. Bei
einem Durchschnittsverbrauch von knapp 5,1 l Diesel „spart“
das also genau 10 von 1574,32 Euro.

Die Ersparnis von 11 Litern Diesel, ohne nennenswerte Gegenleistung bringen zu müssen, ist also unvernünftig?

Dafür aber behindere ich den Verkehrsfluss, indem ich andere
zwinge, ihre Reisegeschwindigkeit von zB meinen 120 km/h
ebenfalls zu senken.

Niemand hat davon gesprochen, dass du andere zum „Langsamfahren“ zwingen musst.

Mal abgesehen davon, dass ich nach 500 m
bei grob geschätzten 70 km/h angekommen bin und auf dem
Verzögerungsstreifen (idR ca 250 m lang) wieder Gas geben
muss, um mein Auto nicht um die Kurve schieben zu müssen.

Niemand hat gesagt, dass es 500 Meter sein MÜSSEN. Oder kannst du nicht so fahren, dass du auf dem Verzögerungsstreifen nicht mehr beschleunigen musst?

Schubabschaltung ist frühestens auf dem Verzögerungsstreifen
sinnvoll. Keinesfalls auf der Fahrbahn.

Bei rechtzeitigem Blinken und vorausschauendem Einordnen ist das Verzögern auf der Fahrbahn durchaus ohne Behinderung machbar. Und die Frage, wann mit dem Verzögern begonnen werden soll hängt auch von der Bremswirkung des Motors ab.

Es sei denn du fährst
jenseits von 180 km/h, was alle Argumente zum Spritsparen
unglaubwürdig macht.

Bei Meinem Auto brauche ich ein paar hundert Meter um mit Motorbremse im fünften Gang von 130 auf 70 runterzukommen.

Möchtest du mit einem 600 kg Auto fahren, dessen Blech so
stabil wie Alufolie ist?

Das möchte kaum jemand. Deshalb war der 3l Lupo auch so ein Flopp.

Rechtzeitig das Licht
wieder ausschalten.

Licht ist ein entscheidender Sicherheitsfaktor.

Vor allem behindert es keine anderen
Autofahrer, indem Spritsparer alles aufhalten, um
anschliessend 10 min im McDrive zu stehen.

Es ist wirklich schade, dass immer noch Spritfahren mit langsam, unsportlich etc. gleichgesetzt wird. Aber das geht wohl nie aus den Köpfen raus.

Gruss, Niels

Hallo Carlos,

Nun auch ich mache Kompromisse. Ich fahre einen Toyota Yaris

Ende des Jahres steht wohl ein neues Auto an. Taugt der was, insbesondere der D4D?

Ein abschreckendes Beispiel sind hier tonneschwere
Off-Road-Fahrzeuge für rein repräsentaive Zwecke.

Ein kleiner Prozentsatz braucht tatsächlich solche Fahrzeuge. Der Rest sollte sich fragen, ob er (neuerdings auch sie) lediglich durch ein grosses Auto auffallen kann. Wers nötig hat…

WAS DENN, DU FÄHRST LOS OHNE DIE RÜCKSCHEIBE FREIGEKRATZT ZU
HABEN?

Natürlich. Zwei Aussenspiegel und freie Seitenscheiben sind nicht nur zulässig, sondern auch ausreichend. Da ich die ersten Minuten durch 30-Zonen fahre, ist die Rückscheibe auf der Autobahn eh freigetaut.

Der Knackpunkt ist, dass das Autofahren im starken Maße von
emotionalen Aspekten bestimmt wird.

Weswegen ich ein Freund von Verkehrsleitsystemen, Verkehrsregeln und fast jeder Form von elektronischen Fahrhilfen bin. Da die Vernunft bei den meisten Autofahrern zu oft aussetzt oder gar nicht erst vorhanden ist, sollten im Interesse des Verkehrsflusses dem Autofahrer viele Entscheidungen abgenommen werden. Schau dir den Luftverkehr an, da werden Strecken durch die Leitzentralen optimal ausgenutzt. Der Pilot führt lediglich Befehle aus, um es mal so auszudrücken.

Gruss
Nils

Frage…
Hallo Niels

Versuche eigentlich auch Sprit zu fahren und liege mit
einem 110PS Diesel bei 4.3 Liter.
Das für’s Spritsparen sinnvolle „frühe Hochschalten“ macht mir
aber Sorgen, da dies doch heisst den Motor mit „mehr Last“, also einer Drehzahl zu fahren, die verschleisseitig für nicht optimal sein kann. DIe Frage die hier ansteht: Ruiniere ich mit 1300U/min
bei 50km/h 5.Gang in der Stadt, vielleicht meinen Motor?

Gruss irgendwie…

Hallo Niels,

Niemand hat davon gesprochen, dass du andere zum
„Langsamfahren“ zwingen musst.

Ein Muss ist es in der Tat nicht.

Niemand hat gesagt, dass es 500 Meter sein MÜSSEN. Oder kannst
du nicht so fahren, dass du auf dem Verzögerungsstreifen nicht
mehr beschleunigen musst?

Ich bin dazu durchaus in der Lage.

Bei rechtzeitigem Blinken und vorausschauendem Einordnen ist
das Verzögern auf der Fahrbahn durchaus ohne Behinderung
machbar. Und die Frage, wann mit dem Verzögern begonnen
werden soll hängt auch von der Bremswirkung des Motors ab.

So, da haben wir so langsam den Knackpunkt: Vorher hiess es, ausrollen, Sprit sparen, fertig. Nun kommst du mit Vorausschauen, Einordnen, ohne Behinderung, unterschiedliche Bremswirkung. Das alles sind, unabhängig vom Sprit sparen, Faktoren, die nach meinen Erfahrungen viele Autofahrer nicht beherrschen.
Ich bin oft freitags gegen späten Nachmittag die A 1 zwischen Hamburg und Bremen unterwegs gewesen. 95% der Pkw fahren mit 2 m Abstand und abwechselnd 90 und 120 km/h links, um den Lkw am Horizont zu überholen. Rechts fuhren alle 5 km ein Lkw und ganz entspannt und mit konstanter Geschwindigkeit ich. Sieht so eine optimale Ausnutzung des knappen Verkehrsraums aus? Traust du solchen Leuten Vorausschauen, Einordnen und Fahren ohne Behinderung des Verkehrsflusses zu?
Das Problem im Strassenverkehr ist doch, das jeder glaubt, das einzig richtige zu tun, alle anderen sind natürlich Schwachköpfe. Der Spritsparer denkt, die Raser sind Umweltverschmutzer, Sicherheitsrisiken und natürlich pauschal Idioten. Der Raser denkt, Spritsparer sind Verkehrshindernisse, Leute mit zuviel Zeit und Idioten. Das Schlimme ist: beide haben Recht. So kann es aber auf Dauer nicht funktionieren.

Das möchte kaum jemand. Deshalb war der 3l Lupo auch so ein
Flopp.

Der Lupo ist einfach zu klein. Der "Koffer"raum un die Rückbank sind ein Witz. Und gerade der 3 l Lupo ist unverhältnismässig teuer. Ansonsten ist er nicht unsicherer als Autos seiner Klasse.

Es ist wirklich schade, dass immer noch Spritfahren mit
langsam, unsportlich etc. gleichgesetzt wird. Aber das geht
wohl nie aus den Köpfen raus.

Was „sportliches“ Fahren sein soll, habe ich bislang sowieso nicht verstanden. Wer sportlich sein will, kann doch neben der Fahrbahn joggen. Und ja, langsamer als mit zeitsparenden 180 km/h ist spritsparendes Dahingleiten nun mal.

Gruss
Nils

Alles falsch:
Hallo an alle,

wer Sprit spart betreibt Steuerhinterziehung, so wie ich es als Nichtraucher auch tue.

gruß

dennis