Hallo Winfried
Sag mal, du kennst dich mit Diesel nicht so aus, oder?
Lass ich gleich für dich stehen
Ich habe jetzt mehrere Benziner und mehrere Diesel, teilweise
gleichzeitig durch meinen Job, gefahren.
Diesel sind lahm und stinken, heute noch genauso wie früher.
Die Diesel-Freaks werden jetzt aufschreien und sagen „Nein,
alles Lüge“, aber es ist so.
Ich auch
Wenn du einen Diesel haben willst der nicht lahm ist reicht
nicht einfach „nur“ ein Turbodiesel, sondern du mußt gleich
einen mit über 100 PS haben.
Kann sein, ist beim Benziner aber genauso und mindestens beim Polo 3-Zylinder-TDI nicht so (75PS und sehr gut)
Mein Bruder hatte den Citroen TRD2 mit Turbo und
Ladeluftkühler und 125 PS. Sein Kommentar : Der Läuft schon
fast so gut (!!!) wie ein Benzinger.
Ich hatte den normalen Kadett, dann den Astra, außerdem einen
Fiat und mehrere VW-Busse mit Diesel-Motor.
Opel-Diesel laufen spürbar zäh, Fiat weiss ich nicht und ein Bus ist schwer.
Bei all diesen Fahrzeugen konnte man sagen, der 5te Gang ist
nur ein Schongang der selbst auf der geraden nicht
durchgezogen wird und ab 80-100 (je nach Modell) laufen die
Dinge gegen eine unsichtbare Gummiwand. Höchstgeschwindigkeit
war nur Bergrunter erreichbar.
Mein Golf TDI schaffte auch im ungetunte´n Zustand die angegeben Vmax noch leicht bergauf, jetzt fährt er locker 220 auf der Geraden und 200 bergauf.
Und qualmen tun die alle.
Diesel verbrennt nicht rauchfrei, aber man kann die
Verbrennung optimieren, so das die Raucharm verbrennt.
Jetzt kommt aber der Punkt wo du Gas gibst, Beschleunigst oder
sogar mal länger schneller fährst. Um das durchzuführen muß
die Dieselpumpe mehr Diesel als normal einspritzen um diese
Mehrleistung zu realisieren. Mehr Diesel heißt unsaubere
Verbrennung und schwupp, qualmt der Kahn.
Sieht man schön bei Supermodernen Autos, wenn man Chip-Tuning
macht. Kritik aller Autozeitungen ist das tärkere qualmen
danach.
Kommt darauf an, ob die neue Software im Chip von einer Hinterhofwerkstatt stammt, oder vom Profi und ob nur mehr Diesel eingespritzt, oder auch der Ladedruck erhöht wird. Ich hatte bereits zwei solche Chips in meinem TDI. Der erste von CSW Fahrzeugtechnik Wolfsburg. Da hat die Kiste bei Vollast gequalmt und bei 1900-2100 u/min gerasselt und über 3000 u/min ging die Leistung zurück. War schlecht und sicher schädlich für den Motor. Jetzt habe ich ein Motorsteuergerät von Tuneline aus Österreich, zum Umschalten. Während mit der Originalsoftware von VW manchmal bei plötzlichem Lastwechsel kleine Wölkchen zu sehen waren, läuft die Kiste mit der Tuneline-Software rauchfrei und die letzte Zahl auf dem Tacho wird jetzt gebraucht. Das Ding geht wie ein Uhrwerk. Ich fahre oft Autos (alle Marken, alle Motoren) für eine Autovermietung durch die Gegend. Das muß schon ein 200PS Benziner drin sein, um den gleichen Fahrspaß zu erzeugen.
Und wenn wir schon bei der Leistungsabgabe sind, abgesehen
davon das die Opel und VW Diesel die ich fuhr (ohne Turbo) nur
mit hoher Drehzahl anzufahren waren weil man sie sonst
Es gibt sicher Fahrschulen, wo du eine Nachschulung wegen deinen Anfahrkünsten machen kannst. Dieselmotoren haben das höhere Drehmoment bei geringen Drehzahlen und lassen sich deshalb deutlich schwerer abwürgen als Benziner.
abwürgte, produziert ein Diesel seine max. Leistung in
niedrigen Drehzahlen und ein Benziner in hohen Drehzahlen.
Auch ein Diesel hat seine max Leistung bei hohen Drehzahlen, was du meinst ist das Drehmoment. Beim Diesel steht deshalb bereits bei geringerer Drehzahl viel Leistung zur Verfügung.
Automagazin im Fernsehen, zwei gleiche Audi, beide gleiche
PS-Zahl aber einer mit Diesel und einer mit Benzin.
Bis ca. 100km/h war der Diesel sparsamer, aber 100km/h war der
Benziner sparsamer.
In höheren Drehzahlen kommt ein Diesel in einen Bereich in dem
er keinen optimalen Wirkungsgrad hat. Die Leistung sinkt, der
Motor qualmt, der Verbrauch steigt.
Dann ist er sicher kaputt. Ich brauche bei etwa 180 Reisegeschwindigkeit 6,5 Liter Diesel auf der Autobahn. Der vergleichbare VW-Benziener begnügt sich bei mir (vergleichbare Fahrweise) mit etwa 9,5 Litern, ein Ford Focus hat sich 12,5 Liter genommen. Auf der Landstraße brauche ich je nach Fahrweise zwische 4,5 und 5,5 Litern.
Ein Diesel ist also nur sparsam, wenn man nicht nicht
schneller wie ca. 50% der Höchstgeschwindigkeit fährt.
Evtl solltest du ab und zu mal den Luftfilter wechseln, dann wird es wieder besser.
Aus dem Grund ziehen jetzt auch die Japanier ihre
Benziner-Direkteinspritzer vom Markt.
Die arbeiten mit Diesel-Technik und sind in Japan und Amerika
Sparsam … weil die dort gesetzlich nicht schnell fahren
dürfen.
In Europa darf jeder schnellfahren und schwupp, schon saufen
die Direkteinspritzer Benziner.
Totale Verarsche ist dann, wenn sich einer einen 3 Liter Lupo
kauft und dann breitere Reifen montiert und mit 160 über die
Autobahn brettert. Dann braucht die Kiste fast 7 Liter.
Laut Auto-Bild, Auto&Straßenvekehr und dem ADAC brauchen die
Sparautos wie 3L Lupo, Audi A2 oder ähnliche im Alltag alle
mehr wie 6 Liter.
Würd ich gern mal selbst probieren, sonst kann ich dazu nicht viel sagen, außer, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass ein 3L-Lupo mehr verbraucht, als mein getunter Golf.
Im letzten Autotest in Sat 1 Automagazin hat gegen diese
ganzen Sparwunder übrigens ein echtes Sparwunder gewonnen, der
Daihatsu Cuore.
Alle tragende Karosserieteile sind verzinkt wie bei Audi, aber
der Cuore wiegt 700 Kg und der Alu-Audi A2 über 1000 Kg.
Die Verbrauchsangabe ist zwar mit 5,5 Liter höher wie bei
allen anderen, aber mit echten 4,5 / 100 km dann weit
niedriger wie bei 3L Lupo oder Audi A2.
Und der Preis beträgt nur 2/3 von dem was die anderen Kisten
brauchten.
Witzig.
Dann kauf ihn dir.
Am Witzigstens war der Audi A2, der seine gute Steuerklasse
nur bekommt, weil er nur einen 20 Liter Tank hat. Steuern
gehen nicht nur nach dem Schadstoffaustausch sondern sind auch
abhängig vom Gewicht und der Anzahl der Sitze.
Nachzulesen unter http://www.winni-the-pooh.de/uebersicht.htm
Da könnte was dran sein, jeder kann aber selbst entscheiden, ob er ein Auto mit 20 Liter-tank kaufen will.
Gruß
Tilo