Mich würde mal interessieren, ob ein Luftmassenmesser ein Luftvolumen oder eine Luftmasse misst?! Ist ja aus physikalischer Sicht ein kleiner Unterschied.
Dank & Gruß,
Dieter
P.S.: Ich meine die LMM, die mit einer Karmann-Vortex-Strasse arbeiten, sofern es noch andere Varianten gibt…
ein Luftmassenmesser hat einen „heißen Draht“. Dieser wird vom Luftstrom gekühlt. Gemessen wird dann der Widerstand des heißen Drahtes, also eine Kombination aus Lufttemperatur und Strömungsgeschwindigkeit.
Es gibt noch andere Geräte, die nach anderen Verfahren messen (Flüssigkeitsfilm).
Tilo beschreibt die techn. Funktion -wohl kurz- aber richtig. Zusätzlich wird zur Kompensation der variablen Lufttemperatur eine Vormessung gemacht. Je nach Eichung wird die Luftmenge bzw. Luftmasse gemessen, der Messwert wird an die rechnergestütze Auto-Motorregelung gegeben und im Rechner verarbeitet.
OK?
ein Luftmassenmesser hat einen „heißen Draht“. Dieser wird vom
Luftstrom gekühlt. Gemessen wird dann der Widerstand des
heißen Drahtes, also eine Kombination aus Lufttemperatur und
Strömungsgeschwindigkeit.
Es gibt noch andere Geräte, die nach anderen Verfahren messen
(Flüssigkeitsfilm).
Hmm… Meinte eigentlich die, die mit 'ner Karmann-Vortext-Strasse arbeiten. Aber vielleicht verstehe ich da auch etwas völlig falsch…
Hmm… Meinte eigentlich die, die mit 'ner
Karmann-Vortext-Strasse arbeiten. Aber vielleicht verstehe ich
da auch etwas völlig falsch…
Da hatte ich nicht weit genug gelesen. Unabhängig davon habe ich ausserdem keine Ahnung, was eine Karmann-Vortex-Strasse ist. Könntest du mich darüber aufklären?
ich bin zwar kein ´Autospezialist´, kenne mich aber ganz gut mit Durchflussmessung aus.
Ein Wirbelmesser (nicht: Wirbelstrommesser!) ist ein reiner Geschwindigkeitsmesser: Er misst die Strömungsgeschwindigkeit. Da er meist einen festen Querschnitt hat kann man ihn auf die Messung eines Betriebsvolumenstromes kalibrieren. Er misst in diesem Fall das unter den jeweiligen Betriebsbedingungen durchfließende Volumen (Dieses ist bei Gasen druck- und temperaturabhängig). Es können sowohl Gas- als auch Flüssigkeitsdurchfluss gemessen werden.
Das Funktionsprinzip ist wie folgt:
An einem umströmten Störkörper lösen sich wechselseitig Wirbel ab (deswegen ´flattert´ eine Fahne). Die Ablösefrequenz ist proportional zur Strömungsgeschwindigkeit.
Mit Massemessung hat das also nichts zu tun.
Folgende Einschränkungen müssen bei einem Wirbelmesser (Vortex) u.a. beachtet werden:
Er funktioniert nur ab einer Reynoldszahl ab ca. 2300. Er braucht eine lange Einlaufstrecke (gerade Rohrleitung vor dem Gerät), in der sich das Strömungsprofil ´beruhigen´ soll.
Bei Massemessern unterscheidet man zwei verschiedene Arten:
Den Coriolis- und den thermischen Massemesser. Der zweitere wird, so weit ich weiss, in Autos eingesetzt.
Das Funktionsprinzip:
An einem Heizdraht wird ein Gas vorbeigeleitet. Jedes Gasmolekül kühlt den Draht ab (druckunabhängig!). Die (geringe) Temperaturabhängigkeit kann man einkalibrieren. Diese kommt u.a. dadurch zustande, dass die spezifische Wärmekapazität (Das Vermögen, Wärme aufzunehmen)von Gasen temperaturabhängig ist.
Eine (von mehreren) Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz eines thermischen Massemessers:
Die spezifische Wärmekapazität des zu messenden Gases muss bekannt sein (ist bei Luft der Fall)
Vorteil von Massemessern zu volumetrischen Messgeräten:
Sie messen die Masse, die druck- und temperaturabhängig ist. In vielen Fällen (Verbrennung, Chemie …) ist man gerade daran interessiert. Nachteil: Es kann nur Gasdurchfluss gemessen werden.
Viele Grüße
Tefan
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