Keine Ahnung von Autos, aber eine Frage

Hallo,

Ich habe von einem guten Bekannten vor kurzem ein Auto ausgeliehen, ziemlich altes Teil.
Der Tank war voll, als ich es ausgeliehen habe und als ich es zurueckbrachte habe ich den Tank eben wieder voll aufgetankt.
Ich dachte, das waers.
Jetzt bekomme ich einen Brief von meinem Bekannten, in dem er mich auffordert noch Geld nachzureichen wegen „Unterhaltskosten“.
Laut seinen Angaben liegt der Preis von einem gefahrenen Auto ueber 15 ct pro Kilometer.

Ich kenne mich null mit Autos aus, gefahren bin auch nicht ich, sondern ein anderer Freund.
Aber ist es nicht ein bisschen kleinlich bei so einem alten Auto Geld fuer den reinen Gebrauch des Autos ohne Benzin zu berechnen??
Macht man sowas unter Freunden??
Eine besonders weite Strecke war es auch nicht - 150km insgesamt.

Wir haben, bevor wir das Auto ausgeliehen haben, nur von Bezin gesprochen und davon bin ich dann auch ausgegangen.

Vielleicht ist er auch im Recht und ich nicht.

Bitte um Ratschlaege.

Danke, jima

Hallo,

so ein Blödsinn. Da versucht jemand mit allen Mitteln zu Geld zu kommen.
Wenn keine Kilometerpauschale vereinbart wurde, brauchst Du natürlich auch keine zahlen.
So ist es gang und gäbe, ich leih mir von jemandem ein Auto und gebe es vollgetankt wieder zurück.

Gruß
roland

und laß dich nicht verarschen.

Hi Jima,

ich finde das Verhalten Deines „Freundes“ ungewöhnlich und spießerhaft.
Großes Auto, kleines Auto, altes, oder neues Auto - völlig egal. Normalerweise handhabt man es so daß man das verfahrene Benzin nachtankt und dem Verleiher auf irgendeine Weise dafür dankt daß er Vertrauen in einen setzt und einem sein Auto zur Verfügung stellt: Kinokarte, Einladung zum Italiener, etc… Es ist aber normalerweise nicht üblich den Verscheiß am Auto zu berechnen, so wie man ja auch sonst nicht jeden Gefallen unter Freunden, der einen ein paar Cent kostet, auf Heller und Pfennig genau abrechnet.
Ich würde diesem „Freund“ seine paar Cent pro Kilometer geben, weil das einfach zu lächerlich ist sich wegen sowas aufzuregen, und würde die „Freundschaft“ danach beenden.

MecFleih

im allgemeinen ist es so das man sein fahrzeug für lau abgiebt.
du hast aber den tank leergefahren. will sagen du bist, so denke ich mal, mindestens 500 KM gefahren. mehr oder weniger.
auch wenn das eine alte rennsemmel ist, unter 00,50 € wird das ding kaum laufen. kann ich dir genau nachweisen, meiner, nur 1,2 Ltr. und nur 13.000,00 € anschaffungspreis (neu !) kostet exakt 00,51 € pro KM.
Der benzinanteil liegt bei 0,08 bis 0,09 € pro KM.
wenn du dir also so ein teil ausleihst muß die liebe schon sehr groß sein wenn du das für lau, bei deiner km-leistung erwartest.
also trenn dich von den kröten leg noch 10% drauf und dann ist es OK.
Bist eh billig weggekommen.
t.

Hallo,

nein, nein.
So weit bin ich um Gottes Willen nicht gefahren!
Es waren 120km insgesamt. Hoechstens. Das Nachfuellen des Tanks hat 14 Euro gekostet. Und er Bekannte um den es sich handelt ist eigentlich der Lebenspartner meiner Mutter.

vg, jima

Hallo,

ich sehe es auch so wie du.
Aber die Freundschaft beenden, das geht nicht. Er ist der Lebenspartner meiner Mutter und sonst eigentlich auch immer sehr nett.

Wahrscheinlich werde ich ihm aber einen kleinen freundlichen Brief schreiben und die Zahlung ablehnen. Vor allem weil es vorher nicht abgesprochen war.

Er ist auch manchmal bei uns zu besuch und das waere dann ja praktisch so als verlangte ich von ihm nachher ein paar cents fuer die Klospuelung, das Wasserkochen fuer den Tee etc.

vg, jima

du hast aber den tank leergefahren. will sagen du bist, so
denke ich mal, mindestens 500 KM gefahren.

Wo steht das? Wieder was hinein interpretiert, wie?

r.

Hallo,

ich würde dem lieben bekannten einfach ins Gesicht sagen:
„Du bist hier nicht in USA, wo man andere für die eigene Dummheit verklagen kann. Wenn Du nicht vorher dran denkst mich auf die Kostenabrechnung hinzuweisen, brauchst Du hinterher nicht zu kommen. Kannst es ja einklagen.“

Damit hätte es sich für meinen Teil gegessen. Hinterher zu kommen und Geld zu verlangen ist für mich ein Zeichen von Schwäche und Feigheit.

Schreib mal was er sagt…

gruß
dennis

Hallo,

dann gib ihm das geld, möglichst großzügig, und danach machst du einen grossenbogen um ihn.t.

Moin!

Es bleibt sich gleich, ob Du ihn fragst, oder einen Brief schreibst.
Aus Erfahrung weiß ich, daß nach solch einem Brief die Freundschaft oder ein gutes Verhältniss eh hinfällig sind.

Wozu dann noch 18,-Euro bezahlen?
Daß es der Partner Deiner Mutter ist, ist dumm aber nicht unbedingt ein Grund.
Es sei denn, Ihr versteht Euch so gut, daß Du der Meinung bist es reicht, wenn er das Geld bekommt und Du danach versuchst ihn zu meiden.

Und falls er dann doch noch zu Besuch kommt, würde ich auch auf die Idee kommen, fürs Klo Geld zu nehmen. Danach, versteht sich.

Gruß Gerrit

Hi!

Also mir wäre die Zeit für diese Diskussion zu schade.
Lege ihm doch einfach die 20 Euro auf den Tisch und sage ihm, dass Du es fair gefunden hättest, so etwas vorher zu besprechen, und fertig.

Einen „Kahlschlag“ würde ich hier nicht empfehlen, sicherlich besuchst Du ja Deine Mutter ab und an und willst sie nicht mit den Spannungen zwischen Dir und ihrem LG belasten.

Was in solchen Fällen „üblich“ ist, weiss ich nicht. Ich verleihe mein Auto prinzipiell nicht, denn man kann bei Sixt einen Fiesta für 50 Euro am Tag mieten. Der evtl. Ärger lohnt sich also eh nicht.

Viele Grüße,

Mathias

Meine Meinung: Guter Vorschlag
Hallo Mathias!

Mich hast Du überzeugt.
Deine Idee finde ich gut.

Wollt ich nur mal sagen.

Gruß Gerrit

zahlen, abhaken, auto nächstesmal woanders ausleihen

Hallo,

die Kosten pro Kilometer werden immmer wieder mal ermittelt, z.B. vom ADAC. Die setzen gewisse (meist idealtypische oder gleich ganz hirnrissige) Annahmen voraus und kalkulieren die Gesamtkosten, die ein Auto in seinem Autoleben so mit sich bringt. Dann werden diese Gesamtkosten durch die angenommene Lebens- oder Jahreslaufleistung geteilt und fertig ist der Kilometersatz. Dieser Satz wird für alles mögliche gebraucht bzw. verwendet. So kann man z.B. kalkulieren, ob ein Diesel günstiger kommt als ein Benziner, die Fahrt zur Arbeit mit dem Auto günstiger ist als mit der Bahn etc.

Das heißt aber nicht, daß man diesen Satz für jede Popelsstrecke in Anrechnung bringen sollte. Schließlich hat man die Kosten auf die gesamte Laufleistung des Autos kalkuliert und da fallen eben 50, 100 oder auch 500 Kilometer nun mal nicht ins Gewicht.

Anderes Beispiel: Kino. Da werden die Kosten berechnet und durch die angenommene Zahl der Zuschauer geteilt. Nach einem Gewinnaufschlag hat man die notwendigen Kartenpreise. Nur kann man nicht von den Zuschauern den doppelten Kinopreis verlangen, nur weil die Auslastung bei einer Vorführung nur halb so hoch ist, wie veranschlagt.

Würdest Du jede Woche 120 Kilometer fahren bzw. wäre jede Vorführung nur halb ausgelastet, müßte man die Kalkulation überdenken.

So aber ist der Autoverleiher kein Autoverleiher (also kostenlos gegen Auslagenersatz), sondern ein Autovermieter. Mit anderen Worten: Er ist entweder ein Idiot oder ein Riesenar…

Aber was soll man da diskutieren. Um des lieben Friedens Willen solltest Du den bisherigen Vorschlägen folgen, den geforderten Betrag zzgl. Deppengroschen bezahlen, den Mann mit seiner Dummheit oder Frechheit weiterleben lassen und Dir Deine Fahrzeuge in Zukunft bei normalen Menschen leihen.

Gruß
Christian

Hallo,

die Kosten pro Kilometer werden immmer wieder mal ermittelt,
z.B. vom ADAC. Die setzen gewisse (meist idealtypische oder
gleich ganz hirnrissige) Annahmen voraus und kalkulieren die
Gesamtkosten, die ein Auto in seinem Autoleben so mit sich
bringt. Dann werden diese Gesamtkosten durch die angenommene
Lebens- oder Jahreslaufleistung geteilt und fertig ist der
Kilometersatz. Dieser Satz wird für alles mögliche gebraucht
bzw. verwendet. So kann man z.B. kalkulieren, ob ein Diesel
günstiger kommt als ein Benziner, die Fahrt zur Arbeit mit dem
Auto günstiger ist als mit der Bahn etc.

Das heißt aber nicht, daß man diesen Satz für jede
Popelsstrecke in Anrechnung bringen sollte. Schließlich hat
man die Kosten auf die gesamte Laufleistung des Autos
kalkuliert und da fallen eben 50, 100 oder auch 500 Kilometer
nun mal nicht ins Gewicht.

////////// Das meinst du doch wohl nicht im ernst so ?? Oder ??
////////// Bei meinem wagen kostet jeder KM 00,54 €. Und da ist es
////////// total egal wieviele leute da drin sitzen oder wer den wagen
////////// fährt. Der Vergleich gar mit dem Kino ist total hirnrissig.
////////// soviel zur Sachlage.
////////// Eine ganz andere Frage ist ob der Typ (Autoverleiher) sich
////////// adäquat verhalten hat. Aber das ist eine andere Geschichte.

Anderes Beispiel: Kino. Da werden die Kosten berechnet und
durch die angenommene Zahl der Zuschauer geteilt. Nach einem
Gewinnaufschlag hat man die notwendigen Kartenpreise. Nur kann
man nicht von den Zuschauern den doppelten Kinopreis
verlangen, nur weil die Auslastung bei einer Vorführung
nur halb so hoch ist, wie veranschlagt.

Würdest Du jede Woche 120 Kilometer fahren bzw. wäre
jede Vorführung nur halb ausgelastet, müßte man die
Kalkulation überdenken.

So aber ist der Autoverleiher kein Autoverleiher (also
kostenlos gegen Auslagenersatz), sondern ein Autovermieter.
Mit anderen Worten: Er ist entweder ein Idiot oder ein
Riesenar…

Aber was soll man da diskutieren. Um des lieben Friedens
Willen solltest Du den bisherigen Vorschlägen folgen, den
geforderten Betrag zzgl. Deppengroschen bezahlen, den Mann mit
seiner Dummheit oder Frechheit weiterleben lassen und Dir
Deine Fahrzeuge in Zukunft bei normalen Menschen leihen.

Gruß
Christian

Hi
wenns ein Freund ist, würd ich dem mal in den A… treten. Miet dir lieber nen Wagen. Was wird der dir erzählen, wenn dir während du die Gurke hast die Kupplung verreckt? oder schlimmeres… nicht von dir verschuldet. Zufall.
HH

Kostenrechnung

////////// Das meinst du doch wohl nicht im ernst so ?? Oder
??
////////// Bei meinem wagen kostet jeder KM 00,54 €. Und da
ist es
////////// total egal wieviele leute da drin sitzen oder wer
den wagen
////////// fährt.

Nochmal: es ist eine Frage, wie man rechnet. Wenn man Kosten für ein Fahrzeug für seine Lebensdauer berechnet, bezieht man die auf die normalerweise gefahrenen Kilometer. Werden dann zusätzlich noch ein paar Kilometer gefahren, sind nur die zusätzlich entstandenen Kosten abzurechnen. Alle wirklich variablen Kosten, und das ist eigentlich nur das Benzin und in ganz geringem Maße Öl, sind dann zwar zu bezahlen, der ganze restliche Kostenblock ist aber schon durch die ohnehin geplanten Kilometer abgegolten. Erst wenn die zusätzlichen Kilometer wirtschaftlich ins Gewicht fallen, müssen sie umgelegt werden.

Die tatsächlichen Kosten für eine Fahrt von 120 km wird man nie errechnen können. Wieviel Werkstatt entfällt auf die Fahrt, wieviel Versicherung, wieviel Reifen oder Zahnriemen? Geht nicht und daher die o.g. übliche Vorgehensweise.

Ist wie in der Wirtschaft (oder eben im Kino): Ist eine Produktionsanlage auf 1000 Stück Produkt P ausgelegt, sind alle Kosten zu summieren, durch 1000 Stück zu teilen. Wenn man den Gewinn obendraufschlägt, hat man den Endpreis. Hat die Maschine aber ihre 1000 Stück hinter sich, kann man jedes weitere Stück rein zu den variablen Kosten (Arbeitszeit und Material) verkaufen, ohne Verlust zu machen.

Jetzt verstanden?

Gruß
Christian

Hallo,

die Kosten setzen sich zusammen, aus Benzin, Wertverlust, Reifen, Öl, Reparaturen, Steuern, Versicherung,…
Benzin hast du bezahlt, Wertverlust bei einem sagen wir 10 Jahre alten Auto ist vernachlässigbar, Steuern und Versicherung bezahlt dein „Freund“ auch wenn du nicht fährst gleich viel. Wenn du sagen wir 150 km gefahren bist und der Wagen hat ein Wartungsintervall von 15000 km, dann hast du deinem Freund zusätzlich etwa Kosten in Höhe von 1% einer durchschnittlichen Durchsichtsrechnung verursacht. Gibt deinem Freund 5 € und benutze seinen Wagen nie wieder.

Gruß
Tilo

Und wie ging es nun aus ??
Vorschläge bekamst Du nun zu genüge. Interessant wird das ganze aber erst, wenn Du uns verrätst, wie die GEschicht zu Ende ging.

gruß

dennis

Hi,
also bis jetzt habe ich noch nicht mit ihm gesprochen.
Funkstille also.
Mein Aerger hat sich etwas gelegt. Habe schon fuenf Briefe geschrieben - und wieder zerrissen. Am naechsten Tag, dachte ich dann immer: nee, das ist zu hart, zu unfreundlich etc.
Ich habe jetzt einen ziemlich guten Brief fertig, der zwar mein Unverstaendnis ueber diese Kostenaufstellung ausdrueckt, aber freundlich gehalten ist und ohne Aerger geschrieben wurde, was ich wichtig finde.
Wenn wir miteinander gesprochen haben, dann erzaehle ich was dabei rausgekommen ist. Grosses Ehrenwort.

viele Gruesse, jima