Was taugen Japanische Autos?

Von: , Frage gestellt am Di, 27. Mai 2003

Hallo,

da ein anderes Fahrzeug her muss, fällt die Entscheidung schwer.
er sollte bis 10.000 € Kosten.
Die Frage ist halt, wie gut sind die Japaner im Unterschied zu Renault z.B.
Auch vom Komfort her, wäre wichtig.
Ich würde mich über eure Meinung freuen, weil ich absolut keine Erfahrung damit habe.
Falls es noch andere Marken gibt die auch gut sind, würde mich auch Interessieren.

Vielen Dank im Voraus

Gruß Dieter

21 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 15 Minuten 0 hilfreich
    Re: Was taugen Japanische Autos?

    Hallo Dieter,
    japanische Großserien-Technik ist äusserst zuverlässig. Also um Deine Frage zu beantworten: Sie taugen sehr viel. Leider sind die guten Japser (z.B. Toyota) inzwischen auch nicht mehr billiger als ein deutsches Auto, z.B. Opel. Bei Neukauf sparst Du deshalb kein Geld, kriegst nur etwas mehr unnötigen Firlefanz mitgeliefert. Gebrauch siht es besser aus für die Reisschüsseln: Durch den höheren Wertverlust sind einigermassen günstig zu haben. Ersatzteile sind wesentlich teurer als bei der europäischen Konkurrenz, realtiviert sich aber tatsächlich, da man weniger Ersatzteile braucht. Weniger populäre Marken (z.B. Suzuki) sind deutlich billger als z.B. Toyota oder Nissan. Trotzdem billig und robust. Willst Du wirklich günstig fahren musst die mittlerweile auch die Japser links liegen lassen und nach einem Koreaner Ausschau halten. Ebenfalls robuste zuverlässige Großserientechnik. Kann da aber nur für Huyndai sprechen: Die fahren auch gut und bequem für wenig Geld. Gruß elmore

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Was taugen Japanische Autos?

    Hallo,

    In Kürze: Zuverlässiger als Deutsche und vor allem zuverlässiger als Renault.
    Sieh Dir nur mal die ADAC Pannenstatistik über die letzten Jahre an:
    Vordere Plätze bei den nicht ganz großen Autos : fast immer Japaner.
    Und wenn nicht haben sie meist in dem entsprechenden Segment nicht genug verkauft (um in die Statistik zu kommen, muß eine Mindestanzehl von dem Typ zuglassen sein).
    Ich werde jetzt gleich mal losfahren (der Japaner ist schon über 19, sehr viel Stadtverkehr, nie Garage, ab und zu ein (kleiner) Crash - wie lange hält so ein Renault eigentlich?).

    Grüße
    HylTox

    • Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Was taugen Japanische Autos?

      Hallo Hylox,

      ohne Japaner schlecht machen zu wollen (auch wenn ich die Reisschüsseln nicht mag), ist das mit der Pannenstatistik so eine Sache. Japaner werden meist (Ausnahmen bestätigen die Regel) von Leuten gefahren, die relativ wenige Kilometer im Jahr fahren und davon noch viel weniger auf der Autobahn. Wovon sollen die also kaputt gehen? Im Gegensatz dazu werden vor allem deutsche Autos, häufig als Dienstwagen, mit hohen Kilometerleistungen und oft auch noch permanent Vollgas auf der Autobahn gefahren. Solche benutzerspezifischen Unterschiede werden in den Pannenstatistiken nicht erfasst, haben aber gravierenden Einfluss auf die Pannenhäufigkeit. Wäre mal eine Pannenstatistik auf gefahrenen Kilometer interessant.
      Interessant ist dabei, dass der Renault Megane ganz hinten in der Pannenstatistik steht. Kleinwagen, wie Fiesta und Polo stehen aber extrem weit vorn, weil es diese eben auch nicht als Dienstwagen gibt.

      Ich empfehle dem ersten Fragesteller einen Polo mal irgendwo Probe zu fahren. Mit dem sind wir nämlich echt total zufrieden. Auch was die Platzverhältnisse angeht. Als Reimport aus der Slovakei (Reimport ist da nicht ganz richtig, denn er wird u.a. im dortigen VW-Werk hergestellt) bekommst du den bei www.2cci.de ab 9600 Euro als Neuwagen, inkl. deutscher Zulassung und Auslieferung in Deutschland.

      Gruß Tilo

      • Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Was taugen Japanische Autos?

        Hallo, ohne Japaner schlecht machen zu wollen (auch wenn ich die
        Reisschüsseln nicht mag), ist das mit der Pannenstatistik so
        eine Sache. Japaner werden meist (Ausnahmen bestätigen die
        Regel) von Leuten gefahren, die relativ wenige Kilometer im
        Jahr fahren und davon noch viel weniger auf der Autobahn.
        Wovon sollen die also kaputt gehen?
        Woher hast Du das ?? Auf welche Statistik berufst Du dich ??

        Im Gegensatz zum "wenigfahren" der Japaner, werden sie oft als Zweitwagen schlecht gepflegt und halten trotzdem jahrelang durch.

        gruß
        dennis

        • Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Was taugen Japanische Autos?

          Hi Dennis,
          glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Sicher ist Dein Argument richtig. Viele Japaner werden an Sohn/Tochter vererbt und geniessen keine Pflege mehr. Aber das passiert auch anderen Fabrikaten. Ich sehe die Pannenstatistik des ADAC mit gemischten Gefühlen. Denn es wird nicht alles berücksichtigt, wie z.B. Pflegezustand, Laufleistung oder der Fahrstil des Fahrers. Es gibt ja Autos, die sehen eine Werkstatt nur wenn sie definitiv kaputt sind. Inspektionen: Fehlanzeige.
          Aber eins ist klar, als repräsentativer Anhaltspunkt ist diese Statistik schon zu gebrauchen, sonst würden nicht immer die ersten und letzten Plätze relativ gleich verteilt. Ausreisser gibts bei jedem Fabrikat. Der Camry von der Freundin meiner Frau ist jetzt auch hin. Aber der hat sein Geld auch redlich verdient. Das bei den Statistiken die Japaner oft vorn liegen, schmeckt den deutschen Autoliebhabern nicht immer. Man kann halt nicht pauschal behaupten, das die Japaner die besseren Autos bauen, aber das Gegenteil ist auch nicht der Sachstand. Jeder Hersteller hatte (hat) Gurken im Programm, auch die mit dem Stern ;-)
          Gruss Sebastian
          P.S.: scharfe e-mail Adresse hast Du da ;-)

          • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Was taugen Japanische Autos?

            Hi Sebastian, Aber eins ist klar, als repräsentativer Anhaltspunkt ist diese
            Statistik schon zu gebrauchen, sonst würden nicht immer die
            ersten und letzten Plätze relativ gleich verteilt.
            Mußt halt mal die Bücher "Alle Autos in Japan, 1912-1992" von Jan Petter Norbye lesen und "Die TOYOTA-Story, nichts ist unmöglich" aus dem Ullstein Verlag. Dann würden hier einige das Denken und die Arbeitsweise der Japaner verstehen und letztendlich auch warum sie eben die (heimlich zuverlässigeren) Autos bauen. Gruss Sebastian
            P.S.: scharfe e-mail Adresse hast Du da ;-)
            Die neue Addi war nötig, wegen Spam. Ist eben mein Ur-Starlet und die Modellbezeichnung ;-))

            gruß
            dennis

            • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
              Re^6: Was taugen Japanische Autos?

              Hi Dennis,
              ich hab zwar schon ein Buch, aber der Trend geht ja wohl eindeutig zum Zweitbuch ;-)
              Mußt halt mal die Bücher "Alle Autos in Japan, 1912-1992" von
              Jan Petter Norbye lesen und "Die TOYOTA-Story, nichts ist
              unmöglich" aus dem Ullstein Verlag. Dann würden hier einige
              das Denken und die Arbeitsweise der Japaner verstehen und
              letztendlich auch warum sie eben die (heimlich
              zuverlässigeren) Autos bauen.

              Danke für den Tipp. Da werd ich mal in die Buchhandlung gehen.
              Stell ich mir schon recht interessant vor.
              Gruss Sebastian

      • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Was taugen Japanische Autos?

        Hallo Tilo,
        Interessant ist dabei, dass der Renault Megane ganz hinten in
        der Pannenstatistik steht. Kleinwagen, wie Fiesta und Polo
        stehen aber extrem weit vorn, weil es diese eben auch nicht
        als Dienstwagen gibt.

        Megane als Dienstwagen kenne ich persönlich jetzt auch nicht. Außerdem stehen Polo und Fiasko in einer anderen Klasse. Und wenn ich von Leuten höre, die ihren privat genutzten nagelneuen Pegeot im ersten halben Jahr schon ein paarmal in die Werkstatt fahren wegen diverser Elektrikprobleme dann denke ich mit Freuden an meinen Japaner.
        Es soll auch schon Typen gegeben haben, die von Toyota auf BMW umgestiegen sind, um dann nach 2 Jahren wieder zurückzukehren.

        Grüße
        HylTox

  3. Antwort von nach 7 Stunden 1 hilfreich
    Re: Was taugen Japanische Autos?

    Hallo!
    Ich bin diverse Japaner und Koreaner gefahren, alle zwischen 3 und 10 Jahren alt, also so etwa die Preisklasse für die Du Dich interessierst.
    Fazit: Die meisten Gebrauchten wurden wirklich (wie schon in einer anderen Antwort vermerkt) von etwas älteren Leuten gefahren und sind daher gut gepflegt (Garagenwagen, Scheckheft...) und haben wenig KM runter. Die Preise sind auch gut, meistens informieren sich ältere Leute nicht wieviel sie verlangen können. Und mit einem guten Eindruck (gute Kleidung, gepflegte Aussprache...) kann man den Preis meist noch gut drücken.
    Zu den Autos:
    Bei den meisten Japanern und Koreanern hat man erst seit etwa zwei Jahren das Dämmmaterial entdeckt. Das heisst: Wenn Du viel Autobahn fährst brauchst Du einen Neu- oder Jahreswagen. Die Dinger machen einen ordentlichen Krach, vor allem "sportlichere" Autos (alle Honda, Toyota Celica...) die mit ihren Erst-nach-7000-Touren-dreh-ich-richtig-auf-Drehorgeln.
    Bei vielen ist das Fahrwerk schlicht und ergreifend Sche***. Wenn ich da nur an den alten Toyota Corolla denke: Der einzigste Fronttriebler, bei dem Dich in der Kurve das Heck überholt.
    Also ganz dringend auf eine Probefahrt bestehen und schauen wies läuft.
    Sonst sind die Autos 1A. Gehen kaum kaputt, verbrauchen relativ wenig Sprit (mein 15-Jahre alter Corolla: um die 7 Liter) und sind wartungsfreundlich (schon mal versucht bei einem Polo oder smart die Lampen zu wechseln?).
    Mein Tipp insgesamt: 3-5 Jahre alte Nissan Primera oder Almera oder Toyota Avensis/CarinaE. Mit denen kann man kaum was Falsch machen.
    Viel Spaß beim Einkauf!!

    Jonas



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