Neues Getriebe - 5 Monate alter - BMW 320i

Liebe Experten,

ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem nicht ganz neuem BMW 320i. Mir wurde von einem Vertragshändler ein relativ gutes Angeboet für einen 5 Monate alten Vorführwagen gemacht. Bei der Probefahrt bemerkte ich jedoch Probleme beim Schalten aus dem Vierten Gang heraus (also aus 4 auf 3 zurück bzw. aus 4 auf 5 hoch). Als ich dem Händler meine Beobachtung mitteilte überprüfte er dieses Fahrzeug und sagte mir, dass das Fahrzeug ein neues Getriebe benötigt. Mir wurde versichert, dass alle Mängel nach Einbau dieses neuen Getriebes behoben sind. Am Kaufpreis würde sich aber nichts ändern.
Jetzt meine Frage(n):

  1. Stellt der Einbau eines komplett neuen Getriebes einen wertmindernden Faktor dar?
  2. Muss ich - für den Fall dass ich das Auto kaufe und später wieder verkaufe - die Sache mit dem ausgetauschten Getriebe beim Verkauf angeben? Wirkt sich das auf den Wert des Fahrzeuges aus?
  3. Hat jemand schon Erfahrungen in dieser Hinsicht?
  4. Würden Sie mir von dem Kauf dieses - sonst sehr schönen - Fahrzeuges eher abraten?

Das Fahrzeug hat aktuell 10.000 km drauf und wird von einem Vertragshändler angeboten, der für mich wirklich als sehr zuverlässig gilt und zu dem auch schon eine langjährige gute Beziehung besteht. Was ich damit sagen will, ich zweifle nicht an den Worten des Händlers, dass dieser „Mangel“ durch den Einbau eines neuen Getriebes weiterhin nicht mehr besteht. Bisher war ich wirklich mit allen ausgeführten Arbeiten immer sehr zufrieden. Wichtig wäre für mich jedosch schon die ehrliche und fachmännische Beantwortung der obenstehenden Fragen, da ich bei einem Fahrzeug das über 30.000 Euro kostet keine böese Überraschung erleben möchte… Vielen Dank !

Liebe Experten,

ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem nicht ganz neuem BMW
320i. Mir wurde von einem Vertragshändler ein relativ gutes
Angeboet für einen 5 Monate alten Vorführwagen gemacht. Bei
der Probefahrt bemerkte ich jedoch Probleme beim Schalten aus
dem Vierten Gang heraus (also aus 4 auf 3 zurück bzw. aus 4
auf 5 hoch). Als ich dem Händler meine Beobachtung mitteilte
überprüfte er dieses Fahrzeug und sagte mir, dass das Fahrzeug
ein neues Getriebe benötigt. Mir wurde versichert, dass alle
Mängel nach Einbau dieses neuen Getriebes behoben sind. Am
Kaufpreis würde sich aber nichts ändern.
Jetzt meine Frage(n):

  1. Stellt der Einbau eines komplett neuen Getriebes einen
    wertmindernden Faktor dar?

Eher im Gegenteil, würde ich als Laie denken.

  1. Muss ich - für den Fall dass ich das Auto kaufe und später
    wieder verkaufe - die Sache mit dem ausgetauschten Getriebe
    beim Verkauf angeben? Wirkt sich das auf den Wert des
    Fahrzeuges aus?

Müssen nicht, ist ja kein Wertminderung herbeiführendes Ereignis wie ein Unfall oder ein Wasserschaden o.ä. Aber du gibst ja das Serviceheft mit - weiß nicht, ob da sowas vermerkt ist ? Von Reparaturrchnungen solltest du wegen der Gewährleuistungsfristen Kopien beigeben, außer natürlich der Verkauf findet in 10 Jahren statt, dann aber ist das mit dem Getriebe auch wurscht.

  1. Hat jemand schon Erfahrungen in dieser Hinsicht?
  2. Würden Sie mir von dem Kauf dieses - sonst sehr schönen -
    Fahrzeuges eher abraten?

Wenn du Bauchschmerzen beim Kauf hast, lass es. Das Angebot ist riesig. Ich persönlich hab die Erfahrung gemacht, dass wenn mir irgendwie, auch ohne gegebenen Anlass etwas spanisch vorkommt, auch was damit ist.

Das Fahrzeug hat aktuell 10.000 km drauf und wird von einem
Vertragshändler angeboten, der für mich wirklich als sehr
zuverlässig gilt und zu dem auch schon eine langjährige gute
Beziehung besteht.

Dann sollte es nun wirklich keine Bedenken geben.

Was ich damit sagen will, ich zweifle nicht
an den Worten des Händlers, dass dieser „Mangel“ durch den
Einbau eines neuen Getriebes weiterhin nicht mehr besteht.
Bisher war ich wirklich mit allen ausgeführten Arbeiten immer
sehr zufrieden. Wichtig wäre für mich jedosch schon die
ehrliche und fachmännische Beantwortung der obenstehenden
Fragen, da ich bei einem Fahrzeug das über 30.000 Euro kostet
keine böese Überraschung erleben möchte… Vielen Dank !

Wenn es sich um einen seriösen Händler mit gutem Rufe handelt - keine Sorge.

Gruß

HM

Hallo,

ich persönlich hätte eher eine andere Frage:

woran liegt es, dass ein Auto bereits nach 10.000 km ein neues Getriebe braucht (das normalerweise über die gesamte Lebensdauer halten sollte) ?

Wenn es ein Garantiefall ist - kein Problem.
Wenn der Vorgänger nicht sachgemäß mit dem Auto umgegeangen ist - dann dürfte sich in nächster Zeit noch das eine oder andere Bauteil verabschieden.

Im ersteren Fall würde ich das Auto kaufen, denn es handelt sich wahrscheinlich um einen Produktionsfehler, im zweiten Fall würde ich auf jeden Fall die Finger davon lassen.

Grüsse

Sven

Grüsse

Sven

Hi!

  1. Stellt der Einbau eines komplett neuen Getriebes einen
    wertmindernden Faktor dar?

Nein, eher einen wertsteigernden Faktor.

  1. Muss ich - für den Fall dass ich das Auto kaufe und später
    wieder verkaufe - die Sache mit dem ausgetauschten Getriebe
    beim Verkauf angeben?

Du musst nicht, Du kannst und solltest jedoch.

Wirkt sich das auf den Wert des
Fahrzeuges aus?

Ja, es steigert ihn.

  1. Hat jemand schon Erfahrungen in dieser Hinsicht?

Ja, es ist mittlerweile ganz normal, dass Motoren, Getriebe, Achsen, Kupplungen u.s.w. nach kurzer Zeit aufgeben, denn die Marge an den Autos wird ständig kleiner, die Produktlebenszyklen kürzer und daher die Entwicklungskosten höher und somit muss die Qualität sinken. Ist ganz logisch. Oder kennt jemand von Euch einen VW Passat aus den 80ern, der (vorausgesetzt kein Unfall) weniger als 180.000 km gelaufen ist?
Passats aus den späten 90ern, deren Mechanik mit 110.000 Km tot ist/war, gibt es dagegen zuhauf.

  1. Würden Sie mir von dem Kauf dieses - sonst sehr schönen -
    Fahrzeuges eher abraten?

Der 320i ist ein gutes Paket. Wenn der Preis stimmt, ist das Getriebe sicher kein Hinderungsgrund, eher im gegenteil.
Wichtig ist der Abschluß einer kompletten 2-jahres-Garantie.

Das Fahrzeug hat aktuell 10.000 km drauf und wird von einem
Vertragshändler angeboten, der für mich wirklich als sehr
zuverlässig gilt und zu dem auch schon eine langjährige gute
Beziehung besteht. Was ich damit sagen will, ich zweifle nicht
an den Worten des Händlers, dass dieser „Mangel“ durch den
Einbau eines neuen Getriebes weiterhin nicht mehr besteht.

Durch den Einbau eines neuen Getriebes ist ein Defekt am alten Getriebe natürlich nciht beseitigt, die Eigenschaft „defektes Getriebe“ am Auto jedoch sehr wohl…

Bisher war ich wirklich mit allen ausgeführten Arbeiten immer
sehr zufrieden. Wichtig wäre für mich jedosch schon die
ehrliche und fachmännische Beantwortung der obenstehenden
Fragen, da ich bei einem Fahrzeug das über 30.000 Euro kostet
keine böese Überraschung erleben möchte…

Man ist niemals sicher. Auch der Händler kann sich nciht in den Motor setzen.
Generell sind 10.000 km nicht viel.
By the wy: 30.000 Euro für einen 320i sind sehr viel Geld.
Für den Preis muss der Wagen über eine Vollausstattung mit Navi/Leder/Klimaautomatik, e-Sitze u.s.w. verfügen, sonst ist das uninteressant.
Der Gebrauchtwagenmarkt ist momentan absolut tot, Deine Verhandlungsposition also sehr gut. Es ist durchaus legitim nach dem Preis zu fragen und das neue Getriebe macht die Argumentation für den Händler zwar etwas leichter, aber dennoch kommt er kaum drumrum, dass ein BMW 525i Jahreswagen mit 20.000 km und guter Ausstattung heute um die 30.000 Euro kostet…

Grüße,

Mathias

Hi !!

Sicherlich solltest Du auch bedenken, dass dieses Auto bestimmt nicht gerade zaghaft gefahren wurde. Bei einer Probefahrt mit 170 PS würde ich diese auch voll ausnutzen. Die Regeln des „Einfahrens“ in den ersten 1000 km wurden vielleicht nicht beachtet.

Gruss

Thomas

Ja, es ist mittlerweile ganz normal, dass Motoren, Getriebe,
Achsen, Kupplungen u.s.w. nach kurzer Zeit aufgeben, denn die
Marge an den Autos wird ständig kleiner, die
Produktlebenszyklen kürzer und daher die Entwicklungskosten
höher und somit muss die Qualität sinken. Ist ganz logisch.
Oder kennt jemand von Euch einen VW Passat aus den 80ern, der
(vorausgesetzt kein Unfall) weniger als 180.000 km gelaufen
ist?
Passats aus den späten 90ern, deren Mechanik mit 110.000 Km
tot ist/war, gibt es dagegen zuhauf.

Aber das muss relativiert werden. Schau dir erstmal die Produktionszahlen an. Vergleiche mit einem putzigen Koreaner sollte man da nicht anstellen.
Der Passat ist eine typische Firmen- und Vertreterdschunke. Der Fahrer ist nicht der Eigentümer, brettert permament mit 180 über die Autobahnen und um die Wartung und Pflege wird sich nicht so gekümmert wie beim eigenen Schmuckstück.
Dass die Qualität sinken würde kann ich nicht bestätigen. Ich hatte noch nie ein besseres und zuverlässigeres Fahrzeug als meinen jetzigen Passat.
Zum Thema Produktlebenszyklus: Das Auto ist ein Statussymbol und muss schon aus diesen Gründen ab und an erneuert werden. Es verursacht Kosten, die auch vom Gesetzgeber auferlegt werden. Wird ein Auto älter, werden auch die Unterhaltskosten höher, die ersten Mängel stellen sich ein, die Sache beginnt, unkalkulierbar zu werden.
In der „DDR“ wurden Autos gefahren, bis sie teilweise 30 … 40 Jahre alt waren. Es wird keiner ernsthaft behaupten wollen, dass Wartburg und Lada eine bessere Produktqualität hatten ! Wie lange Autos gefahren werden, hängt oft vielmehr von äußeren Umständen ab.

HM

Hi!

Ja, es ist mittlerweile ganz normal, dass Motoren, Getriebe,
Achsen, Kupplungen u.s.w. nach kurzer Zeit aufgeben, denn die
Marge an den Autos wird ständig kleiner, die
Produktlebenszyklen kürzer und daher die Entwicklungskosten
höher und somit muss die Qualität sinken. Ist ganz logisch.
Oder kennt jemand von Euch einen VW Passat aus den 80ern, der
(vorausgesetzt kein Unfall) weniger als 180.000 km gelaufen
ist?
Passats aus den späten 90ern, deren Mechanik mit 110.000 Km
tot ist/war, gibt es dagegen zuhauf.

Aber das muss relativiert werden. Schau dir erstmal die
Produktionszahlen an. Vergleiche mit einem putzigen Koreaner
sollte man da nicht anstellen.

Weshalb nicht?
Meinst Du, ein Hyundai in Passat-Format wird in signifikant geringeren Stzückzahlen verkauft als der Passat? Ganz Asien fährt diese Dinger.

Der Passat ist eine typische Firmen- und Vertreterdschunke.
Der Fahrer ist nicht der Eigentümer, brettert permament mit
180 über die Autobahnen und um die Wartung und Pflege wird
sich nicht so gekümmert wie beim eigenen Schmuckstück.

Das ist klar. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass auch reihenweise Passats in privater Hand den VW-TDI-Tod sterben, weil die Zahnriemen nicht die versprochenen 80.000 km (was sowieso schon ein Hohn ist) halten.

Dass die Qualität sinken würde kann ich nicht bestätigen. Ich
hatte noch nie ein besseres und zuverlässigeres Fahrzeug als
meinen jetzigen Passat.

Was bitte hattest Du denn vorher für Gurken??

Zum Thema Produktlebenszyklus: Das Auto ist ein Statussymbol
und muss schon aus diesen Gründen ab und an erneuert werden.

Das ist nur einer der Einflussfaktoren.

Es verursacht Kosten, die auch vom Gesetzgeber auferlegt
werden. Wird ein Auto älter, werden auch die Unterhaltskosten
höher, die ersten Mängel stellen sich ein, die Sache beginnt,
unkalkulierbar zu werden.

Und genau hier wird es spannend. Ein VW TDI mit 150.000 km ist tot. Ein Mercedes gerade eingefahren.

In der „DDR“ wurden Autos gefahren, bis sie teilweise 30 … 40
Jahre alt waren. Es wird keiner ernsthaft behaupten wollen,
dass Wartburg und Lada eine bessere Produktqualität hatten !
Wie lange Autos gefahren werden, hängt oft vielmehr von
äußeren Umständen ab.

Ganz recht. Und die sehen so aus, dass die Nutzungszeiten und eben auch die Produktlebenszyklen kürzer werden, die Zuverlässigkeit jedoch nicht in diesem maße steigt.
Allein schon die zahlreichen elektronischen Gimmicks sind hier ein Problem. Mein 2000er 5er Diesel läuft wie ein Uhrwerk, der 2002er S 500 meines Vaters bleibt desöfteren mit elektr.Defekten liegen.
Ich habe halt kein Navi, ESP oder solchen Unsinn.
Ferner spielt die Auslegung der Mechanik eine Rolle. Und die ist bei Audi/VW eben äußerst knapp. Ein Passat TDI mit 150 PS dreht bei 220 im roten Bereich. Ein BMW 320d mit derselben Leistung dreht 500 U/min darunter. Der Zahnriemen wurde bereits erwähnt.

Grüße,

Mathias

Grüße,

Mathias