Welcher Vernunfts-Combi? Marke-Modell?

Hallo,

ich möchte in ca. 6 bis 18 Monaten, also doch einige Zeit noch hin, einen neuengebrauchten Kombi/Caravan kaufen.

Derzeit fahre ich einen E-Kadett 1.6i mit 75PS und Automatikgetriebe.
Kleiner solls nicht werden und Automatik musses auch sein.
Ausgeben wollte ich max. 10.000,-EUR.

Was bietet sich dann in dieser Preisklasse an?
Selbst habe ich in Richtung
-Opel Omega
-Ford Mondeo
mal geschaut.

Bei Beiden würden mich generell die Stärken und Schwächen interessieren. Beim Ford scheint man recht viel Auto fürs Geld zu bekommen. Doch ist es dieses auch Wert?

Omega find ich gut, doch hier müßte man die genaue Baureihe bzw. das einzelne, asugesuchte Modell unter die Lupe nehmen.
Ich meine es gab/gibt gewisse Qualitätsmängel?!?!

Naja, viel Auto für wenig Geld…

Tschau
Robert

Hi!

Bleib dabei.
Nich beim Kadett, aber beim Astra.
Der ist nicht so ein Schiff, wie Omega oder Mondeo, was Du schätzen wirst wenns ans Einparken geht und kann trozdem was Wegpacken.

Vergleich mal die Typenklassen (Versicherungseinstufung) der ausgewählten Farzeuge.
http://www.typklassen.de/

Mit der Ausstattung schaust Du, dass es wenigstens die Elegance Version ist.

Der Motor sollte beim Automatik ja nicht grad der 1.6’er (100PS) sein. Er hat zwar mehr Leistung, die ist aber uninteresant beim Automatik, die brauch Drehmoment und mit der hapert es bei den Opel (Ecodreck) Motoren etwas. Du würdest wohl keinen Unterschied zu Deinem jetzigen Kadett feststellen. Im ebenen Stadtverkehr reicht der 1.6’er aber völlig.
Besser passen würd der 2.0 (gibts den im Astra?) oder ein Diesel, der sich aber erst ab einer gewissen Fahrleistung lohnt (ca.20000km jährl.; PS:Ich will jetzt keine Diskussionen und Schottenrechnungen anfangen, aber die höheren Dieselzulassungen sind eine Modeerscheinung, aktueller Kostenvergleich in der Autobild vom Freitag 13.6.).

Falls Du ein Fahrzeug in die nähere Auswahl beziehst, kann ich Dir nur nochmal die Typenklasseneinstufung ans Herz legen. Es macht was aus ein Auto mit Vollkasko (Astra Benziner) als Gebrauchsgegenstand zu nutzen oder sich nur die Teilkasko leisten zu können, dafür aber ein „Schiff“ unterm Arsch zu haben (Omega Diesel).

Zur Qualität: In jedem kann die Katz im Sack stecken, mann sollt nur schauen, ob man sie gebändigt kriegt!!!

PS: Ich bin kein „Opel-Fan“, hab selber Laguna 2.0 Benziner, ausserdem im „Familien Fuhrpark“: Renault19 75PS Benz., Clio 90PS :wink:), Astra Kombi 1.6 (kein Automat.), Vectra 1.8 16V, Mondeo 1.8 16V, Polo Fun 45PS, BMW 320D.

Hi Robert,

grundsätzlich solltest Du, wenn Du ein Auto in erster Linie nach Vernunftsgründen kaufen willst, von gängigen Modellen Abstand nehmen.
Ein Passat, ein Audi oder BMW kommt nicht in Frage. EInfach weil die beliebt sind und daher gerade als gebrauchte hoch gehandelt werden.
EIn Mondeo oder Omega (der ist übrigens ein bischen groß, warum nicht ein Vektra?), ist da schon eher preiswert zu haben, aber meiner Meinung nach immer noch zu teuer.
Sie mal nach Preisen für gebrauchte Ausländer.
Ob es dann ein Japaner, Koreaner, Franzose oder Italiener ist ist dabei mehr Geschmacksfrage.
Mein Favorit an Deiner Stelle wäre ein FIat Marea.
Für 10000€ kriegst Du einen 3-4 Jahre alten mit unter 50000 km, eventuell mit Commonrail Diesel, mit Klimaanlage und Zipp und Zapp.

Max

Hallo Robert,

den Skoda Fabia Kombi Classic bekommst du bei www.2cci.de für 10300,-€ und den Skoda Fabia Kombi Comfort für 10800,-€ jeweils als Neuwagen mit 65PS Benziner (VW-Motor, VW-Chassis, Skoda-Karosse). Mit größerem Motor nur unwesentlich teurer. Damit hättest du einen Neuwagen mit der vollen Herstellergarantie.
Ich habe bei der Firma ein Auto gekauft und bin zufrieden. Vom ZDF wurden die ebenfalls lobend erwähnt.

Gruß
Tilo

Hallo Robert,

fahre (zusammen mit meiner Freundin) inzwischen den 2. Omega - der erste war noch der A (alte Typ), seit 2 Jahren den Omega B Caravan mit 2.0 16V - Motor.

Jahresfahrleistung ca. 40.000 km (ich weiß, da müßte eigentlich ein Diesel her).

Der Omega war für mich fast zwingend:

  1. Ich wollte keinen Van, denn an der Decke meiner Garage hängt 'ne Segeljolle - dadurch bekäme ich Probleme mit der Höhe. Ansonsten stellt diese Fahrzeugkategorie natürlich durchaus eine Alternative dar.
  2. Von der Größe der Ladefläche her kamen für mich neben dem Omega nur Mercedes E-Klasse T und Audi A6 Avant in Frage. Beide waren mir schlicht zu teuer. Passat und BMW 5er Touring sind für meine Zwecke definitiv zu kurz. Mondeo ginge vielleicht grade noch, ist aber etwas enger als der Omega.
    Wieso Dir zwei Vorredner einreden wollen, der Omega wäre zu groß verstehe ich schlicht nicht. Naja, Ansichtssache…

Nun aber zu den Erfahrungen:
Ich hatte in sieben Jahren (280.000 km) nie Probleme mit einem der Omegas. Beide sind nie nie ausserplanmäßig liegengeblieben. Der schlimmste unplanmäßige Defekt war ein Totalausfall der Klimaautomatik (Extra) für über 800 EUR - aber deswegen blieb das Auto ja nicht stehen.

Allerdings wurden Sie auch brav alle 15.000km zum Check gebracht.

Die Unterhaltskosten sind niedrig - eine Inspektion kommt deutlich billiger, als beim Polo meiner Mutter.
Verbrauch unseres derzeitigen 2.0 16V (überwiegend Autobahn) ca. 8,5 - 9,5 l/100km - im Winter wohl wegen der deutlich schmaleren Winterreifen fast eine 1 l weniger, meines Erachtens Werte, die für ein 1,6 t- Auto akzeptabel sind.

Die Qualitätsanmutung ist natürlich nicht mit Mercedes oder Audi vergleichbar, da gibt es schon mal da und dort leichte Klappergeräusche, das Plastik im Cockpit wirkt billig usw. Das sind aber keine Dinge, die die Funktionstüchtigkeit des Autos in Frage stellen. Ich verstehe aber, wenn Leute deswegen für einen Mercedes mehr ausgeben - wenn ich das Geld hätte, würde ich u.U. schon auch nachdenken.

Der Motor stellt mit 100 kW sicher eher die Untergrenze dar - Beschleunigungswunder sind, auch auf Grund der Opel-typischen langen Übersetzung, nicht drin, Höchstgeschwindigkeit ca. 200 km/h. Gelegentlich würde man sich schon etwas mehr Power wünschen.

Für den 2 Jahre alten Omega B Caravan 2.0 16 V mit 13.000 km und Sport Ausstattung (mit fast allen Extras, vom Sportfahrwerk über entsprechende Sitze, von der Klimaautomatik bis zum CD-Player) haben wir 15.500 EUR bezahlt. Wo bekommst Du mehr Auto für Dein Geld.

Übrigens die Produktion des Omegas wird eingestellt - manchmal die Chance beim Händler noch günstig einen Vorführwagen abzustauben.

Nichts gegen ausländische Autos - aber welcher kann da allein schon von der Größe her mithalten? Ein Ami-Schlitten wäre mir dann doch zu „exotisch“. Skoda denkt ja angeblich über einen Superb Kombi nach. Vielleicht wird der was - mal sehen.

Gruß
Werner

Hallo Leute, Danke! mit Anmerkungen
Hi,

erstmal Danke an alle. Es sind gute Tips und Anregungen dabei.

Generell sollte es ein größeres Auto wie unser jetziger Kadett sein.
Astra fällt also weg.
Bei dem habe ich irgendwie das Gefühl er wär noch kleiner wie unser Kadett.
Vectra wäre eine gute Alternative, zumal ich in der Nähe von Rüsselsheim wohne. Scheint aber auch recht teuer.
Sollte man bei dem auf Modellreihe/Bj achten was Herstellerspezifische Mängel angeht?
War bei Opel manchmal ratsam, wegen Qualitätsmängel.

Der Omega, ist zur Zeit immer noch einer meiner Favoriten.
Genauso wie der Mondeo von Ford, der beim suchen im www als Gebrauchter mehr Auto fürs Geld bietet wie der Omega.

Den Skoda muß ich mir mal real anschauen. Auf Bildern wirkt er irgendwie wie ein etwas gestutzter Kombi!?
Aber was den Preis bei der Fa. angeht. Puuh, das ist sehr interessant.
Es gibt ja kaum Gebrauchte für unter 11.000,-

Zum Fiat, hier bin ich ehrlich gesagt skeptisch. Ja, ich habe Vorurteile gegenüber Fiat. Aber, man scheint auf den ersten Blick auch viel Auto fürs Geld zu bekommen.

Toyota Corolla und Renault Laguna hab ich noch gefunden.

Was die Typeneinstufung und Versicherung ausmacht, muß ich mich mal schlaumachen.

Auf jeden Fall nochmals Danke und Tschau
Robert

Hallo Robert,

wenn Dir Opel sympatisch ist und der Omega größenmäßig ok, kauf den.
Was Fiat angeht (und andere Ausländer mit schlechtem Ruf). Das katastrophale Image bzgl. Rost kommt aus einer Zeit Ende 70er Anfang 80er, als man aus Spargründen billige Ostblockbleche verwendet hat. Ein Freund von mir hat tatsächlich an seinem fabrikneuen Spider schon den Rost gesehen…
EInen schlechten Ruf wird man nunmal nicht los, und Ausländer habens da besonders schwer. Seit Ende der 80er sind die Autos verzinkt, Rost ist kein Problem. Die Mechanik war schon immer o.k., die Elektrik oft nicht so sehr. Natürlich geht auch mal was kaputt, manche Teile sind typische Schwachstellen, aber das haben andere auch. Die aktuellen Diesel sind state of the art. Fiat hat den ersten Direkteinspritzer gebaut, Common rail ist eine Fiat Erfindung.
Die Qualität ist ähnlich wie bei Opel. Keine Perfektion, das Plastik ist eher billig, ab und zu knarzt irgendwo was, aber die Funktionalität ist ok und die Autos viele tausend € billiger als vergleichbare deutsche.
Was die Langzeitqualitäten angeht. Sieh mal bei mobile.de nach autos mit 200000km und mehr. Du sollst natürlich nicht unbedingt einen kaufen. Aber da werden jede Menge mit 220000 oder 250000 für 3000€-5000€ angeboten. Offenbar sind die Autos mit der Laufleistung also noch in brauchbarem Zustand.

Max

Hi!

Da ja kein Mensch einen Opel Omega will, solltest Du Dir einen kaufen, denn die Kisten sind billig.
Ich würde mich nach einem bereits facegelifteten Modell umsehen. Beim Diesel unbedingt den 2.2 dem 2.5 vorziehen! Der 2.2 ist zwar kein 6-Zylinder, jedoch ist er spritziger und deutlich günstiger in der Wartung.
Bei den Benzinern ist der neue 2.2 nicht schlecht. In meiner alten Firma gab es auch einen 3.2 V6, der für das Geld konkurrenzlos gut ausgestattet, schnell, komfortabel und schön zu fahren ist.
Platz hat der Kombi etwas mehr als der 5er touring von BMW. Allerdings ist der Mercedes E nochmal deutlich größer, für 10.000 Euro jedoch nur als ausgelutschtes Taxi zu haben.

Ich fand ja Opel immer fürchterlich, aber der Omega ist keineswegs so schlecht, wie man ihn macht. Meine Kollegen fuhren die 2.5 TDs oft 200.000 Km lang und es gab dabei nicht mehr Probleme, als bei anderen Autos dieser Klasse.

Grüße,

Mathias