Hat die Werkstatt gepfuscht ?

Ich hatte meinen Opel Omega Bj. 94 zwecks Inspektion und Zahnriemenwechsel in der Werkstatt.

Als ich das Fahrzeug abholte, viel mir sofort auf, das die Temperaturanzeige sehr stark zwischen 95 Grad und 110 Grad
pendelte. Ich fuhr zu der Werkstatt und reklamierte dies, da
dieser Effekt vorher eindeutig nicht da war.

Aussage der Werksatt:
„Normal, solange der Zeiger nicht in den roten Bereich geht“

Dann Kontaktaufnahme mit Opel:
„Wir geben kein Statement ab“

Jetzt sind 6 Wochen rum und nun hört man zweitweise
ein Quitschen von der Umlenkrolle am Zahnriemen, welche
die Wasserpumpe antreibt. Das Fahrzeug hab ich jetzt in eine
andere Werkstatt gebracht, die gleich feststellten, das der
Kühlwasserstand weit über der Maximalmarkierung aufgefüllt war.

Und noch ein Problem:
Als ich das Fahrzeug abholte zeigte man mit einen Ölflecke
unten am Motor. Man gab mir den Hinweis, das wäre nicht so schlimm.
Tja, nun bereits nach 6 Wochen scheint das Leck um ein vielfaches
schlimmer geworden zu sein. Netterweise war auf dem Inspektionszettel
unter „Dichtheit geprüft“ das Feld „OK“ angekreuzt worden.

Meine Frage:
Kann durch den erhöhten Kühlwasserstand die Wasserpumpe
kaputt gehen ? Was kann die Werkstatt da noch falsch gemacht
haben ?

hallo

ja, die werkstadt hat gepfuscht.
durch zuviel kählflüssigkeit kann durch
überdruck, durch aufwärmung, der kühlbehälter
platzen.

Hallo Olli,

Das Fahrzeug hab ich jetzt in eine
andere Werkstatt gebracht, die gleich feststellten, das der
Kühlwasserstand weit über der Maximalmarkierung aufgefüllt
war.

Das ist eigentlich uninteressant, da auch die Systeme mit Druckbehälter wie Opel und VW sie haben, im Deckel ein Überdruckventil haben, welches zu viel Kühlwasser über den Behälter nach außen laufen läßt. Das einzige wäre nun, daß der Deckel mit dem Ventil eine Macke hat. Soviel dazu.

gruß

dennis

Wie bitte?
Unsinn. Der Ausgleichsbehälter hat, wie Dennis schon bemerkte, im Deckel ein Überdruckventil.
Gruss Sebastian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Jetzt hat mir die Werkstatt erzählt, das bei einem Zahnriemenwechsel, welcher ja auch durchgeführt wurde, normalerweise die Wasserpumpe mit erneuert werden sollte, da diese ja auch eine Umlenkrolle dran hätte.
Genau von dieser Rolle kommen nun Geräusche.

Leider weiß ich noch nicht mehr, da die Werkstatt noch nicht mit den Arbeiten durch ist.

Wie lustig
Hi Olli,
tja, dann könnte man natürlich auch gleich die Lager der Nockenwelle und die Lagerschalen der Kurbelwelle tauschen, denn auch da hängt eine Riemenscheibe dran :wink:
Nee, den Zahnriemen tauscht man, weil er ab einem bestimmten Alter eben zu lang ist, Karies hat…
Die Spannrolle tauscht man, damit die Spannung des Zahnriemens gewährleistet ist. Aber jetzt alles was sich dreht zu tauschen, halte ich für übertrieben. Aber wenn die Lager der Wasserpumpe Radau machen, dann sollte man die Pumpe tauschen, denn sonst wird sie auch schnell undicht. Wahrscheinlich wurde aber der Kardinalfehler begangen: Zahnriemen zu fest geballert, da kapituliert jedes Lager.
Gruss Sebastian

immer hat die Werkstatt gepfuscht
Hallo,
bei Opel wurde der Zahnriemenwechselintervall ja nun auf 60000km spätestens 4 Jahre zurückgesetzt.
Ursache der vielen Schäden ist nicht der Zahnriemen sondern das Rollensystem. Diese Rollen halten eben nicht was Opel sich davon versprochen hat.
Beim Wechsel des Riemens in einer Opelwerkstatt wird dieser nach Opelvorschrift eingebaut
und es wird eigentlich auch nichts „angeknallt“ für das Einstellen der Spannung gibt es ein Messwerkzeug.
Beim Ausbau kann der Monteur auch das Drehverhalten der Wasserpumpe beurteilen und auch deren Dichtheitszustand.
Eine Wasserpumpe wird nicht mal einfach so mitgewechselt und es ist auch nicht nötig.
Leider kommt es nun doch mal vor, das Wasserpumpen nach Erneuerung der Riemen und Rollen Geräusche machen. Meiner Erfahrung nach von 100 gewechselten Ríemensystemen ca. 5 Wasserpumpen.
Am Wasserkreislauf wird normalerweise nichts gemacht und ich halte auch den Temperaturanstieg für Zufall. Was sein kann, ist dass der Temperaturfühler eine Macke hat. Man sollte hier mal die wirkliche Temperatur des Kühlers mit einem Lasertemperaturfühler messen. Oft ist nämlich einfach nur die Anzeige nicht ok.
cu

Hi,
tja, wenn wirklich in jeder Werkstatt immer alles nach Wartungs- und Reparaturvorschrift gemacht werden würde, wäre das echt toll. Leider ist das nicht immer so. Bei dem Astra meiner Mutter machte der Zahnriemen nach dem Wechsel Geräusche wie ein pfeifender Turbolader. Selbst mit Kraft konnte man den Zahnriemen nicht mehr verdrehen. Und was in den Werkstätten teilweise für Werzeug verwendet wird und wie dort „repariert“ wird, ist unter aller Sau. Sicher betrifft diese Aussage nur wenige Werkstätten. Aber seitdem ich in einer Werkstatt mal gesehen habe, wie ein abgerissener Stehbolzen des Abgaskrümmers mittels eines autogenen Schweissbrenners „herausoperiert“ wurde…
Ob der Kopf nach dieser punktuellen Erhitzung noch sauber abgedichtet hat, wage ich mal zu bezweifeln :wink:
Sicherlich gibt es diese Zufälle, das exakt nach dem Wechsel des Zahnriemens die Wasserpumpe Geräusche macht. Aber ich glaube leider nicht an Zufälle :wink:
Gruss Sebastian