Habe letztens mit ein paar Arbeitskollegen darüber geredet, wie man am günstigsten (bzgl. laufender Kosten, nicht Anschaffungspreis) eher ausgefallene Autos fahren kann.
Eine Idee war z.B. einen Oldtimer (H-Zulassung und entsprechende Versicherung) mit Dieselmotor zu nehmen, weil der Sprit ja günstiger ist als Benzin.
Jetzt stellt sich die Frage welche Autos hatten damals überhaupt Dieselmotoren…
Wir reden also über Autos, deren jüngstes Baujahr 1973 sein kann (wegen dem H-Kennzeichen). Zu alt sollten sie aber auch nicht sein, damit man noch gute Chancen hat an Ersatzteile zu kommen.
Beim Mercedes „Strichacht“ und VW Bulli ist es klar, die gab’s als Diesel. Aber wie sieht’s aus mit den ganzen Opel, Ford usw.?
Weiss jemand mehr oder erinnert sich noch an Opas alten Diesel?
Hi
Dat sin doch keene Olddimer. 'N Strichachter Diesel… bestenfalls en klassischet Audomobil. Und bei nem Klassiker gehts doch nicht um Spritkosten sondern Spass! Wenn du dir schon vorm Kaufe/Aufbau gedanken machst ob du ihn dir überhaupt leisten kannst, und der sprit schon ein Ktiterium ist - vergisses. Bevor ich mit nem 54 PS Diesel rumkrepel (womöchlich noch Automatik) hol ich mir doch lieber einen von den sparsamen 95 PS 220ern mit einfachvergaser. Die gehn gut und saufen nicht viel. 220 SB Flosse oder ähnliches.
HH
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erfahrungsgemäß machen bei Oldtimern die Spritkosten den geringsten Anteil an den Gesamtkosten aus. Ursache: geringe Kilometerlaufleistungen pro Jahr und hohe Reparaturkosten.
Ob ein Oldtimer also 8l Diesel/100km oder 20l Super/100km schluckt ist bei max. 5.000 km pro Jahr so ziemlich schnuppe (knapp 400€ zu 1.150€ pro Jahr).
Die anfallenden Reparaturkosten (evtl. zusätzlich zur Restaurierung) fallen da schon mehr ins Gewicht.
Ausserdem zahlt man für die alten Hobel ganz schön Steuer (ausser das Fahrzeug ist älter als 30 Jahre und hat ein H-Kennzeichen). Die Mehrkosten für die Steuer von Dieselfahrzeugen (Höhe je 100ccm und wesentlich mehr Hubraum) frisst bei der geringen KM-Leistung den Preisvorteil sowieso wieder auf.
Ausserdem: Ein Oldtimer sollte schon etwas Spaß machen. Und da fahre ich lieber einen 280/8 (160 - 185 PS) als einen 200D/8 (55 PS bei 1.400 Kg Leergewicht => Dieselfahrerprinzip: „Lieber das Leben als den Schwung verlieren“).
Hallo Cruise Agent,
da wirst Du nicht viel Auswahl haben. Opas Diesel war immer ein Mercedes. Opel u. Ford etc. hatten damals keine im PKW Bereich. Selbst die Transporter (Transit, Bedfort) hatten ja durchweg Benzinmotoren. Die ersten Opels mit Diesel waren Rekord D und Ascona B , aber das sind noch keine richtigen Oldtimer. Im Gegensatz der anderen Poster würde ich es nicht negativ empfingen, wenn ein Oldie einen 55PS Dieselmotor hat. Macht doch bei nem Oldtimer nichts. Wenn ich schnell fahren will kauf ich mir ein neues Auto, keinen Oldtimer. Gruß elmore
Beim Mercedes „Strichacht“ und VW Bulli ist es klar, die gab’s
als Diesel.
der /8 sicher - aber VW Bus? Ich müßte mich jetzt völlig irren, aber m.W. gab es keinen T2 mit (serienmäßigem) Diesel-Motor. Der kam erst im T3 und damit frühestens 1979. Habe leider gerade keine Zeit, das ausführlich zu recherchieren, aber ein T2 Diesel (aus Deutschland) dürfte es nicht gegeben haben.
Weiss jemand mehr oder erinnert sich noch an Opas alten
Diesel?
der /8 sicher - aber VW Bus? Ich müßte mich jetzt völlig
irren, aber m.W. gab es keinen T2 mit (serienmäßigem)
Diesel-Motor. Der kam erst im T3 und damit frühestens 1979.
Habe leider gerade keine Zeit, das ausführlich zu
recherchieren, aber ein T2 Diesel (aus Deutschland) dürfte es
nicht gegeben haben.
fällt mir auch nicht ein. Die T2 hatten wirklich nur die Benzin-Boxer.
Naja, ob du’s nun Oltimer oder klassisches Automobil nennst ist ja nun egal. Laut Gesetz gilt ein Fahrzeug als nunmal als Oldtimer, wenn die Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurückliegt.
Spass macht ein solches Fahrzeug meiner Meinung nach übrigens auch dann, wenn es lahm ist. Schnellfahren ist ja nicht alles.
Was verstehst du unter „die saufen nicht viel“ bei der Flosse?
ist bei max. 5.000 km pro Jahr so ziemlich schnuppe
„Eine Begrenzung der Jahresfahrleistung besteht nicht.“ (aus der Broschüre ‚KFZ-Steuer für PKW.‘ aus der Reihe ‚Klarsicht - Steuern und Zölle‘, herausgegeben vom Bundesministerium der Finanzen)
Das mit der Kilometerbegrenzung gilt zumindest für die H-Zulassung nicht (oder nicht mehr).
Die anfallenden Reparaturkosten (evtl. zusätzlich zur
Restaurierung) fallen da schon mehr ins Gewicht.
Okay, das lässt sich nicht abstreiten.
Ich meinte es aber so, dass das Fahrzeug schon restauriert ist und die wichtigsten Reperaturen erledigt sind. Ansonsten sind Ersatzteile für aktuelle Autos ja auch nicht gerade günstig. Für den /8 z.B. gibt es noch genügend Ersatzteile, die sich preislich von Teilen für neue Autos wenig unterscheiden (soweit ich gehört habe).
Ausserdem zahlt man für die alten Hobel ganz schön Steuer
(ausser das Fahrzeug ist älter als 30 Jahre und hat ein
H-Kennzeichen).
Es war in meinem Text vorausgesetzt, dass das Fahrzeug mind. 30 Jahre alt ist und somit die H-Zulassung bekommt. Also sind die Steuern in diesem Fall uninteressant.
Ausserdem: Ein Oldtimer sollte schon etwas Spaß machen.
…und das kann er auch wenn er lahm ist. Alles Einstellungssache
da wirst Du nicht viel Auswahl haben. Opas Diesel war immer
ein Mercedes.
Schade … aber egal, ich persönlich mag ja den /8 und andere MBs aus der Zeit
Wer also ein auf unseren Strassen selten gewordenes Auto fahren möchte und gleichzeitig weniger Verbrauch und günstigeren Sprit haben will als beim Benziner, greift also zum Benz. Ist auf jeden Fall ein klarer Ausgang für unser Kollegengespräch.
Im Gegensatz der anderen Poster würde ich es nicht
negativ empfingen, wenn ein Oldie einen 55PS Dieselmotor hat.
Macht doch bei nem Oldtimer nichts. Wenn ich schnell fahren
will kauf ich mir ein neues Auto, keinen Oldtimer.
Seh ich auch so!
Ich nenn mich ja schliesslich „Cruise…“ und nicht „Raser…“ oder „Heizer…“ ))
Ich meine irgendwer hat mir mal erzählt, dass es für die alten Bullis einen Dieselmotor gab, der aber noch lahmer war als der im MB 200D /8.
Hab ich wahrscheinlich irgendwas verwechselt oder die Info stimmte einfach nicht.
Danke für den Hinweis.
Was verstehst du unter „die saufen nicht viel“ bei der Flosse?
Nur auf den 6-Zylinder mit einfachem Solexvergaser bezogen 95 PS, war auch im Ponton verbaut (im Coupé) - den habe ich nicht über 12-13 Liter bekommen, egal wie ich ihn getreten hab. Gabs NUR als Heckflosse 220 B, war das Sparmodell vom S. Dagegen der 230er, mit den beiden Doppelregister-Pötten und etwa 130 PS nicht unter 16, eher 18 bei sanfter normaler Fahrweise - der war auch in den frühen Strich 8 verbaut. Ich hatte typ 110, looking like a Diesel, kurze Schnauze aber den Kühler nach vorn versetzt um den 6er reinzubekommen. Is schon nett wenn alle denken da kommt ne 55 PS Gurke
Von den 504 bestimmt. Wenn Du aber welche suchst, mußt Du schon bis nach Marokko fahren ) Die sind bereits alle dort. In Speyer steht allerdings zur Zeit beim „Vondung“ ein weißer 504 Limou in TOPP-Zustand !!!
Weiss ich jetzt nicht, mit den Franzosen hab ich mich noch nie
genauer beschäftigt.
ist bei max. 5.000 km pro Jahr so ziemlich schnuppe
„Eine Begrenzung der Jahresfahrleistung besteht nicht.“ (aus
der Broschüre ‚KFZ-Steuer für PKW.‘ aus der Reihe ‚Klarsicht -
Steuern und Zölle‘, herausgegeben vom Bundesministerium der
Finanzen)
Das mit der Kilometerbegrenzung gilt zumindest für die
H-Zulassung nicht (oder nicht mehr).
aber für die Versicherungen, für die ein Oldtimer bereits bei einem Alter ab 20J. beginnt. Ich zahle z.B. für meinen 200/8 Bj. 74 jährlich 106 Euro Haftpflicht.
Ich meinte es aber so, dass das Fahrzeug schon restauriert ist
und die wichtigsten Reperaturen erledigt sind. Ansonsten sind
Ersatzteile für aktuelle Autos ja auch nicht gerade günstig.
Für den /8 z.B. gibt es noch genügend Ersatzteile, die sich
preislich von Teilen für neue Autos wenig unterscheiden
(soweit ich gehört habe).
Zwei kleine Beispiele:
Kotflügel vorne (rostet bei den /8 schneller als Du hinschauen kannst -ich kenne keinen, der nicht bereits die zweiten K-Flügel drauf hätte):
500 € / Stück zzgl. Lackierung und Montage
Scheibenwischer: doppelter Preis gegenüber "Normal-"Version
Okay, da sollte ich mich mal mit beschäftigen. Find den Wagen toll, aber habe (noch!) keinen und mir über die Versicherung noch nicht so viel Gedanken gemacht.
Kotflügel vorne
500 € / Stück zzgl. Lackierung und Montage
Wer also ein auf unseren Strassen selten gewordenes Auto
fahren möchte und gleichzeitig weniger Verbrauch und
günstigeren Sprit haben will als beim Benziner, greift also
zum Benz. Ist auf jeden Fall ein klarer Ausgang für unser
Kollegengespräch.
Nun ja, sicher gab es zu der Zeit auch noch andere Diesel. Aber selten, denn der Diesel hatte zu der Zeit ein miserables Image (laut, lahm etc.)
Wenn Du also auf eine halbwegs gesicherte Ersatzteilversorgung wert legst, sollte es schon die Marke mit dem Stern sein.
Gruss Sebastian
VW Bullis gab es erst ab T3 mit Diesel, ca. ab 1979/80.
Es gab Mercedes /8, Heckflosse und Ponton.
Es gab, wenn ich mich nicht irre, um 1973 schon einen VW Passat Diesel.
Ausserdem fände ich persönlich aj einen alten Türken-Transit ganz witzig, die müsste es damals auch schon mit Diesel gegeben haben.
Dann bleiben noch diverse MAN Expeditionsfahrzeuge, auch ganz lässig.
Generell interessanter wäre für mich allerdings, wenn es schon um Spritverbrauch geht, ein Triumph Spitfire oder Alfa/Fiat Spider. Die brauchen nicht die Welt und die Steuer bei H-Zulassung ist ja sowieso immer gleich.
Ferner sind auch größere Autos aus den frühen 70ern, wie z.B. ein Mercedes 280, mit 12 Litern Normalbenzin zu bewegen. Das braucht ein neuer Ford Mondeo auch…