Hallo Robert,
danke für Deine Antwort!
Da ist der Artikel ja wieder - warum hattest Du ihn erst
gelöscht?
-)
Ich habe ihn gelöscht, da ich ihn etwas verändert habe: Mir ist klar geworden, dass Wasser abperlen bzw flächig verteilen, auf gewachst/ungewachst bezogen war und nicht auf verwittert, außerdem habe ich noch Fragen zum Wachs gestellt.
beim Lesen des Polieren-Wachsen-Threads etwas weiter unten
kamen mir folgende Fragen:
Was bedeutet stark verwitterter Lack? (Dass das Wasser nicht
mehr abperlt sondern sich die Tropfen flächig auf dem Lack
verteilen hat schon jemand gesagt. - Muss ich direkt mal
darauf achten, wie das bei meinem Auto ist)
Letzteres ist KEIN Indiz für verwitterten Lack, sondern nur
dafür, daß der Lack dringend mal eine Konservierung benötigt,
DAMIT er nicht alsbald verwittert!
Als verwittert gilt ein Lack dann, wenn er auch nach dem
Waschen keinen Eigenglanz mehr hat.
Stark verwitterten Lack erkennt man daran, daß die
Farbe verlorenzugehen scheint und der Lack immer weiter
verblaßt. (Dies ist besonders gut bei roten Autos zu erkennen,
warum gerade bei rot weiß ich auch nicht)
Dieses Verblassen entsteht, wenn die oberste Lackschicht lange
Zeit nicht gepflegt und konserviert wurde, und dann hilft
wirklich nur noch starke Politur und viel Muskelschmalz...
Stimmt, bei älteren roten Autos ist mir auch schon aufgefallen, wie matt das Rot werden kann. Meiner ist zum Glück nicht rot, sondern weiss.
Und noch wichtiger:
Ist ein stark verwitterter Lack anfälliger gegen Rost? (Das
ist nämlich das einzige, was mich bei meinem 11 Jahre alten
3er Golf mit 185 000 km interessiert, ob der Lack glänzt oder
nicht ist mir völlig egal.)
Nun, in gewisser Weise ist das tatsächlich so - es dauert aber
recht lange bis es soweit ist.
Der Lack wird durch das Verwittern nach und nach
durchlässiger, so daß irgendwann einmal das Blech sozusagen
unter vielen losen Lackschichten freiliegt.
Hier kann der Rost natürlich frohe Urstände feiern.
Aber bis es erst einmal soweit ist, müssen wohl schon VIELE
Jahre ins Land gehen, dafür reicht die
Durchschnittslebensdauer eines Autos vermutlich eher nicht
aus.
Wichtiger für die Rostvorsorge ist allerdings eine regelmäßige
Wagenwäsche - bilden sich nämlich irgendwo Schmutzkrusten oder
gar Moosbelag, kann sich hier die Feuchtigkeit wunderbar lange
halten und hat umsomehr Zeit um am Blech herumzuknabbern...
(ganz zu schweigen vom winterlichen Streusalz)
Bei mir bestand die Lackpflege bisher nur aus dem Beseitigen
der zum Glück noch recht wenigen kleinen Roststellen.
Zwecks Rostschutz sollte das, gepaart mit regelmäßiger
Autowäsche (einschließlich Unterboden und Radkästen!)schon
ausreichen - der Wiederverkaufswert eines Autos sinkt
allerdings durch mangelnde Lackpflege erheblich.
Aha, ich fahre ihn noch solange er zuverlässig ist und wenig Reparaturen anfallen (noch ist er sehr brav - eine kleine Reparatur in 2,5 Jahren) also vermutlich noch 2 - 4 Jahre, dann wird der Wiederverkaufswert für so ein altes Auto ohnehin nicht mehr hoch sein.
Schönen Gruß,
Robert
Nochmals danke,
Gruß
Helmut