Privatkauf - nach 600 km kapitaler Motorschaden

Ich habe ein Wohnmobil von Privat gekauft, Kaufvertrag vorhanden, ohne Garantie, Probefahrt gemacht, Tüv vorhanden, ASU wurde kurz vorm Kauf gemacht -> Motor wurde dort als i. O. eingestuft. Außerdem wurde mir ausdrücklich gesagt, man könne ohne weiteres Benzin Bleifrei tanken, das mache dem 25-Jahre alten Benziner nichts aus.

Daraufhin ohne Bedenken das Teil gekauft. Nach dem Kauf und kurz vorm Urlaubsantritt nochmal kurz den Motor checken lassen -> Motor so gut wie im Eimer, zwei Zylinder ohne Kompression, voraussichtliche Fahrleistung allenfalls noch 200 km (diese gravierenden Mängel hätten bei der ASU auffallen müssen), Wagen hätte außerdem immer mit Bleizusatz betankt werden müssen. Motor allerdings noch reparabel. In den sauren Apfel gebissen und in die Reperatur investiert…nach 600 km kollabiert der Motor jedoch endgültig und anscheinend irreparabel.

Ist es unter diesen Umständen noch möglich den Kauf rückgängig zu machen (Kaufdatum 05.07.2003)? Diese Frage stellt sich vor allem deswegen, weil ich ja nun Veränderungen an dem Fahrzeug vorgenommen habe und der Wagen letztlich auch nicht mehr fahrtüchtig ist.

Könnte man aufgrund der gegeben Fehlinfos seitens des Verkäufers rechtlich irgendetwas machen?

Danke schon mal im voraus für eure Hilfe!

Hallo,

der Ausschluß der Gewährleistung gilt nicht bei arglistigem Verschweigen von bekannten, nicht offensichtlichen Mängeln. Das scheint hier der Fall zu sein. Du wirst dem Verkäufer das aber nachweisen müssen. Hinzu kommt die (bewiesene?) falsche Aussage, der Wagen könne bleifrei tanken.

Ich denke, du wirst aber dabei nicht um einen Anwalt herum kommen.

Gruss, Niels

Hi
aber ob bei nem 25 Jahre alten Fahrzeug/Motor da etwas heraus kommt? Und: nach dem er feststellte das der Motor einen Hau hat (Kompression etc. hat er NICHT reklamiert - sondern reparieren lassen. Sicher wollte er es Günstig, die Haben den Kopf gemacht und die Kolbenringe, Kurbellager und Pleuel nicht, weil zu teuer war. dann ist er mit der frischmontierten halbgemachten Kiste losgefahren … ioch denke mal einen Teil der Schuld kann man bei den reparateuren Suchen, einen Teil bei ihm - und der Motor KANN durchaus beim Kauf in ordnung gesen sein -wie ein 25 jahre alter Bursche halt in Ordnung ist. da liegen zwei Fehler vor: 1. nicht sofort reklamiert 2. reparieren lassen … und das nicht fachgerecht.
HH

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ich denke mal - buch das unter erfahrungen ab. kaufst ein uralt auto. schon ein risiko. machst 'ne billig reparatur. noch grösseres risiko. war ja sicher auch ohne garantie.
wenn du jetzt was unternimmst kostet das mehr als du je herrausbekommen wirst. also schwamm drüber.
und genau aus diesem grund kaufe ich nur neue autos. ist alalong
billiger. mein kleiner flitzer neu gekauft - 15% Rabatt - jetzt 75.000 KM runter, ausser reifen und benzin nix ! gar nix !
das mach mal mit nem gebrauchten nach.
und der macht noch gut und gerne weitere 75.000
das hat doch was.
t.

Ich habe ein Wohnmobil von Privat gekauft,

daher absolut keine garantei
Kaufvertrag

vorhanden, ohne Garantie, Probefahrt gemacht, Tüv vorhanden,
ASU wurde kurz vorm Kauf gemacht -> Motor wurde dort als i.
O. eingestuft. Außerdem wurde mir ausdrücklich gesagt, man
könne ohne weiteres Benzin Bleifrei tanken, das mache dem
25-Jahre alten Benziner nichts aus.

hast du zeugen ? (is aber auch sinnlos) da haben sie mich total mißverstanden — andere variante - das habe ich so nie gesagt !

Daraufhin ohne Bedenken

bei dem alter ? nana!

das Teil gekauft. Nach dem Kauf und

kurz vorm Urlaubsantritt nochmal kurz den Motor checken lassen

wieso denn das ? ich denke der war in ordnung ?

-> Motor so gut wie im Eimer, zwei Zylinder ohne
Kompression, voraussichtliche Fahrleistung allenfalls noch 200
km (diese gravierenden Mängel hätten bei der ASU auffallen
müssen),

nö !

Wagen hätte außerdem immer mit Bleizusatz betankt

werden müssen.

wer sagt das ? steht das in den papieren ? hättest du nachlesen müssen !

Motor allerdings noch reparabel. In den sauren

Apfel gebissen und in die Reperatur investiert…nach 600 km
kollabiert der Motor jedoch endgültig und anscheinend
irreparabel.

werden schaden hat braucht für den spott nicht mehr zu sorgen -

Ist es unter diesen Umständen noch möglich den Kauf rückgängig
zu machen

nö.
(Kaufdatum 05.07.2003)? Diese Frage stellt sich vor

allem deswegen, weil ich ja nun Veränderungen an dem Fahrzeug
vorgenommen habe und der Wagen letztlich auch nicht mehr
fahrtüchtig ist.

du kannst mit dem wagen machen was du willst. es ist deiner.

Könnte man aufgrund der gegeben Fehlinfos seitens des
Verkäufers rechtlich irgendetwas machen?

das ich nicht kicher ! siehe oben .

Danke schon mal im voraus für eure Hilfe!

fahr das teil auf die müllkippe oder mach ne gartenlaube draus.
ansonsten blutest du aus.
wie sagte schon der alte flick so schön ? wenn ich schon gutes geld verlorenhabe , so muß ich doch nicht noch weiteres gutes hinterherwerfen.
schreibs ab.
t.

Hallo Helge,

hast natürlich recht. Ich hätte hinschreiben sollen, dass das wohl aussichtslos ist. Die Nachweispflicht und der notwendige Anwalt sollten aber wohl hinreichend abschrecken…

Gruss, Niels

Schade, dass du nichts über das Fahrzeug selbst geschrieben hast, hätte mich interressiert, was für ein Gefährt das ist.
Was deine Chancen auf Minderung oder Wandel angeht, habe ich den sarkastischen Antworten vor der meinigen nichts hinzuzufügen, wenn mich auch eine gewisse Arroganz, was Oldies wie deinen betrifft, ziemlich stört.
Bei manchen Fahrzeugen lohnt sich eine teure Motorreparatur zwar nicht, dafür aber Ersatz durch einen gebrauchten Motor. Ist allerdings mit viel Zeit für Suchen, Informieren, Telefonieren etc. verbunden. Solltest du z.B. einen Transit erstanden haben, dann lässt sich so ziemlich jeder Benziner für ´nen Appel und ´n Ei erstehen, wenn man ein bisschen sucht. Für VW Boxer gibt es enorm günstige Motorersatzteile, aber die Modellvielfalt ist etwas unübersichtlich.
Überholte Mercedes Aggregate sind zwar teuer, können bei sachgemäßer Wartung aber ewig laufen …
In jedem Fall ist es sinnvoll einen Spezialisten für dein Fahrzeug zu suchen, um es entweder nochmal zu reparieren, oder es wenigstens kostenschonend an einen Bastler loszuwerden. Für Wohnmobile findet sich am ehesten jemand, Kopf hoch, das Internet ist hierbei sehr hilfreich, vor allem wenn man die richtigen Informationen bei seinen Anzeigen und Posts preisgibt.
Im Übrigen: Kapitale Motorschäden können auch bei neuesten Fahrzeugen auftreten, ist reine Glückssache. Und finde mal einen günstigen Motor für ein drei Jahre altes Wohnmobil … !

Hallo Tim,

rein interessehalber: Was für ein Fahrzeug ist es ??

gruß

dennis

Nochmal zum Thema:
Angenommen ein alter Motor wird -anstatt mit Bleizusatz- fälschlicher Weise immer nur mit normal Benzin getankt: Müsste so eine falsche Behandlung des Motors bei einer ASU zu Tage kommen?

Nochmal zum Thema:

Angenommen ein alter Motor wird -anstatt mit Bleizusatz-
fälschlicher Weise immer nur mit normal Benzin getankt: Müsste
so eine falsche Behandlung des Motors bei einer ASU zu Tage
kommen?

Nein. Der Bleizusatz im Kraftstoff (oder Alternativstoff) sorgt dafür, daß die Ventilsitzringe keinen Schaden nehmen. Über die (für Kat-lose Autos noch so genannte) ASU, die NUR den CO-Wert, LL-Drehzahl, Schließwinkel und Zündzeitpunkt prüft kann man das nicht feststellen.

Welchen Motor hat der Wagen nun ?? Etwa den alten 12R Motor aus dem Toyota HiAce ?? Der verträgt wirklich kein Bleifrei. Leider, auch wenn die ganze Flotte seit den 70ern Bleifrei vertrug. Die R-Motoren mit dem Gußkopf leider nicht.

gruß
dennis

Hallo!

Es handelt sich um einen VW LT: Bj. 11/1978, 55KW/75 PS, Tüv 02/2004, AU 02/2004, Benzin (Verbr. ca. 14l), AHK, mit Gepäckkoffer (L: 5150), Hochdach (H: 2850), LKW-Zulassung, Seitentür aus GFK, Ausbau von 1993 gut erhalten, Gasherd (3-fl.), Electrolux Kühlschrank, viel Stauraum, 2-4 Liegeplätze, Nasszelle, Trumatic-Heizung m. Umluft, Vordach…

irgendwas vergessen?

Hast Du Interesse?

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Hallo,

VW ??

Nö, danke…

gruß

dennis

Hallo!

M.E. hast Du hinsichtlich einer Wandlung des Kaufvertrages hier wenig Chancen. Du wirst dem Verkäufer kaum nachweisen können, dass er einen Mangel am Motor arglistig verschwiegen hat.
Vermutlich lief die Kiste ordentlich zum Zeitpunkt des Verkaufs, woher hätte er also wissen sollen, dass das Ding bereits stark verschlissen ist? Das ist einfach ein Risiko bei Gebrauchtwägen von privaten Anbietern (s. neues Gewährleistungsrecht) und nun hat es eben Dich getroffen. Shit happens.
Du kannst ja den Rechtsweg probieren, ich persönlich würde jedoch die folgende Lösung für erheblich sinnvoller erachten:
rufe die Schrotthändler in Deiner Umgebung an (in München gibt es z.B. die Frima Schindelar, welche auch Motoren einbaut) und besorge Dir einen Ersatzmotor. Das kostet nicht die Welt, ich schätze ca. 300 - 500 € inkl. Einbau, und Du hast Deine Ruhe sowie eine durchgecheckte Maschine mit Garantie.
Dies natürlich unter der Voraussetzung, dass der Wagen ansonsten o.k. ist. Sonst lohnt sich der Aufwand wohl eher nicht.

Generell: der LT ist eigentlich nicht umzubringen. Rostmässig ist er deutlich unanfälliger als der klassische Bus aus diesen Baujahren und durch den Frontmotor ist er auch viel praktischer. Da der Ausbau noch recht neu ist, würde ich in den neuen Motor investieren, sofern das Blech noch passt.

Grüße,

Mathias

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