man hat mir einen Subaru Legacy Kombi, Baujahr 1990, 200´km, 5-Gang, AHK, mit frischem Tüv angeboten für 1200 Euros. Von außen sieht der Wagen absolut super aus, wenn man vom abgerissenen rechten Außenspiegel absieht. Ich brauche ein geräumiges Auto, möchte aber beim Anschaffungspreis sparen, weil ich nur auf etwa fünftausend km Jahresfahrleistung komme.
Morgen treffe ich den Besitzer für genaueres Anschauen und Probefahrt. Auf was soll ich dabei besonders achten, was sind die speziellen Schwachstellen und Macken?
Selbst wenn er noch lange tÜV hat - das hilft wenig.
Ist es der ERSTBESITZER ? Oder viele Vorbesitzer. Schneller Wechsel ?
Prinzipiell kann bei der Fahrleistung ALLES kaputtgehen. da bist du vor nix sicher. Selbst ein fachman kann da nur grobe, vielleicht, möglichkeiten orten. wenn sie denn schon vorliegen.
warum verkauft der typ? wenn der wagen gut ist, prima gepflegt etc. kann er locker noch 100 TKM ohne grosse reparaturen machen.
aber bei deiner fahrleistung schlagen 1000 € reparatur, und die sind schnell zusammen, richtig pro KM zu buche.
Also ich würde dem Vorbesitzer alle fragen stellen die mir einfallen, und mir überlegen _ kann ich dem typ vertrauen ?
warum gibt er ihn nicht in zahlung ? z.B.
t.
Scheckheft zeigen lassen und die einzelnen intervalle überprüfen.
vielleicht hat ja schon 300.000 auffem buckel ?
rechnungen der letzten 100.000 KM
zumindest die im scheckheft aufgeführten.
Tamansari hat ja schon einiges dazu gesagt.
So eine alte Gurke ist immer ein Risiko.
Subaru an sich ist solide, rostet aber ganz gerne. Sieh Dir den Unterboden genau an.
Verschleißteile sind sehr teuer. Es ist also wichtig, dass Kupplung und Bremsen o.k. sind.
Wenn der Zustand des Wagens o.k. ist, passt der Preis. Allradautos sind eben nie für 500 € zu haben.
Der Allradantrieb birgt jedoch ein großes Risiko, denn ist er defekt, sind locker 3-6 TEUR fällig und die Kiste somit Müll.
Warum nicht einen 1990er VW Passat ansehen? Damals taugten die VW noch etwas und für 2000 eur bekommst Du einen 1.8 mit 90 PS.
Generell: neuer TÜV sagt nicht viel. Hier wird so viel betrogen, das glaubt man nicht.
Fahre mit der Kiste, teste die Bremsen.
Qualmt der Wagen beim Beschleunigen und Schalten (jemanden auf der Straße postieren)?
Wie sieht der Motorraum aus? Ölig? Sind Ölflecken auf dem Parkplatz, wo die Kiste normalerweise steht?
Grüße,
Mathias
man hat mir einen Subaru Legacy Kombi, Baujahr 1990, 200´km,
5-Gang, AHK, mit frischem Tüv angeboten für 1200 Euros. Von
außen sieht der Wagen absolut super aus, wenn man vom
abgerissenen rechten Außenspiegel absieht. Ich brauche ein
geräumiges Auto, möchte aber beim Anschaffungspreis sparen,
weil ich nur auf etwa fünftausend km Jahresfahrleistung komme.
Morgen treffe ich den Besitzer für genaueres Anschauen und
Probefahrt. Auf was soll ich dabei besonders achten, was sind
die speziellen Schwachstellen und Macken?
jetzt habe ich die Kiste zu einer Subaru-Werkstatt gefahren und anschauen lassen. Der sagt, daß zahlreiche Rostschäden fachgerecht ausgebessert wurden, und ich soll für 200 Euro den Zahnriemen wechseln lassen, auch ist die Türklinke der Heckklappe total verrostet; das hatte ich mir schon gedacht.
Den Vorbesitzer habe ich nicht erreicht, er hat über einen Händler verkaufen lassen.
qualmen tut überhaupt nichts, Kupplung geht super, Bremse fühlt sich was schwammig an.
Motorraum und Stellplatz sind trocken wie Flintenriemen. Unterboden sieht für mich OK aus. Zahlreiche Stellen mit leichtem Rost an den Rändern der Radkästen und an den Türschwellern, dort scheint auch schon geschweißt worden zu sein, sieht aber gut aus.
japanische Autos sind in Ihrer Zuverlässigkeit nur in den ersten sechs bis sieben Jahren Spitzenklasse. Danach tritt genau das Gegenteil ein.
Ist der Preis gemäß Schwacke Liste wirklich angemessen? Ohne technische Daten kann ich das nicht überprüfen. 1300 € würde ich dafür nicht ausgeben, allenfalls 800 € maximal. Für Dein gutes Geld erwartest Du eine adäquate Gegenleistung. Bei einem 13 Jahre alten Subaru ist das ein Lotteriespiel. Die Möglichkeit zu verlieren ist ungleich größer, als zu gewinnen.
Keine Werkstatt hat hellseherische Fähigkeiten. Sie kann Dir allenfalls den Ist-Zustand dokumentieren. Der kann nach Deinen ersten gefahrenen Kilometern schon verheerend anders sein. Reparaturen sind dann meistens von größeren Kaliber.
Die fehlende Möglichkeit Vorbesitzer zu kontaktieren macht die Sache noch undurchsichtiger.
Es gibt weitaus überschaubarere Angebote. Ein oder zwei Vorbesitzer, alle Unterlagen, Werkstattcheck und ein guter Eindruck des Gesamtzustandes. Wie wäre es mit einem Mercedes 190, beispielsweise?
Lieber Wolfgang, einen wirklich wohlgemeinten Rat von mir:
Entweder lege auf den Preis noch ein paar Euro drauf und kaufe Dir ein jüngeres Auto, oder laß die Finger von japanischen Fast-Oldtimern. Die alte Subaru-Möhre kaufe lieber nicht!
Den Vorbesitzer habe ich nicht erreicht, er hat über einen
Händler verkaufen lassen.
Lieber Wolfgang,
und der Händler sucht jetzt einen, der für die abgenudelte Rostlaube mehr bietet als der Schrottexporteur, der die Kiste für 200 Euro abholt und nach Afrika vertickt.
japanische Autos sind in Ihrer Zuverlässigkeit nur in den
ersten sechs bis sieben Jahren Spitzenklasse. Danach tritt
genau das Gegenteil ein.
Ohne hier eine Endlos-Diskussion über die Vor-/Nachteile Japanischer Autos aufwerfen zu wollen.
Mein 323 hatte seine erste Panne mit 17 Jahren, da war ein Zündkabel gebrochen. Danach lief er noch 2 Jahre ohne Mucken und hat auch seinen letzten Weg zum Autohaus noch aus eigener Kraft geschafft.Die mangelnde Zuverlässigkeit „alter“ Japaner kommt wohl daher zustande, weil die Kisten nicht mehr gewartet werden.
kommt wohl daher zustande, weil die Kisten nicht mehr gewartet
werden.
das ist das hauptübel bei ALLEN alten autos.
mein nachbar fährt einen alfa spyder schon 12 jahre !
sieht aus wie geleckt ! und fährt sich auch so.
aber er pflegt ihn halt.
t.