Ich habe in der letzten Zeit im Internet viel nach Tipps zum Sprit sparen gesucht. Dabei tauchte immer wieder das Thema Schubbetrieb auf, also das Abschalten der Kraftstoffzufuhr, wenn man vom Gas geht. (Das gilt wohl nur für neuere Motoren.)
Der Tipp an sich war dabei immer, beim Ausrollen und bei Bergabfahrt nicht gleich auszukuppeln, sondern lieber durch die Gangwahl die Stärke der Motorbremse festzulegen, und dann vom Gaspedal zu gehen. Denn im Schubbetrieb wird kein Kraftstoff verbraucht, beim Auskuppeln, also im Leerlauf, angeblich immerhin noch ca. 1 Liter/100 km.
Mein Problem dabei ist: Ich habe oft theoretisch lange Strecken zum Ausrollen, z. B. vor einem Ortseingangsschild oder wenn es nach einer Bergabfahrt weiter geradeaus geht. Mit Schubbetrieb komme ich den Berg gut hinunter, muss aber danach gleich wieder Gas geben. Wenn ich auskupple, habe ich noch viel mehr Schwung und komme ein ganzes Stück weiter. (Keine Angst, es sind nur kleine Hügel. Ich komme also nicht auf 200 km/h oder ähnliches. Natürlich geht das auch nur, wenn ich nach vorn und hinten genug Abstand habe, was aber meistens so ist.) Was die Ortseinfahrt angeht: Wenn ich mit ca. 100 km/h ankomme, kann ich bei Auskuppeln etwa doppelt so weit rollen wie bei Schubbetrieb im 5. Gang, bis ich auf 50 km/h bin. Ich kann also wesentlich früher vom Gas gehen.
Was ist jetzt also besser: Auf der Ausrollstrecke nichts zu verbrauchen, aber später vom Gas zu gehen bzw. früher wieder Gas zu geben, oder eine längere Strecke etwa 1 Liter/100 km zu verbrauchen? Ich wäre dankbar über Hinweise und Antworten.
PS: Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, beim Auskuppeln den Motor auszuschalten. Das bringt aber wohl erst nach 30 Sekunden etwas, und ich bin mir auch nicht sicher (trotz der modernen Elektronik), ob nicht die Lenkradsperre einrasten könnte. Ohne Brems- und Lenkunterstützung geht es jedenfalls, bei geringen Geschwindigkeiten zumindest.