Explosiver Stoff in den Sicherheitsgurten im KFZ?

Hallo,

hab unlängst bei der Sendung „Die Automacher“ im DSF einen Bericht gesehen wo behauptet wurde, dass aus Gründen der Sicherheit geringe Mengen eines explosiven Stoffes in Autogurte eingebaut sind, wenn ich mich richtig erinnere, dient das als Unterstützung für den Gurtstraffer oder so ähnlich.

Kennt sich diesbezüglich jemand besser aus? Oder kann mir vielleicht einen Link mitteilen, wo ich das nachlesen, so als eine hieb- und stichfeste Quelle wo das glaubhaft vermittelt wird?

mfg Schurl

Hallo,

hab unlängst bei der Sendung „Die Automacher“ im DSF einen
Bericht gesehen wo behauptet wurde, dass aus Gründen der
Sicherheit geringe Mengen eines explosiven Stoffes in
Autogurte eingebaut sind, wenn ich mich richtig erinnere,
dient das als Unterstützung für den Gurtstraffer oder so
ähnlich.

Nö, das IST der Gurtstraffer. Nach der Auslösung des Impulses wird eine kleine Treibladung gezündet, deren Gas dann den Aufrollmechanismus in Gang setzt. Da das Ganze im Millisekundenbereich abläuft bleibt auch nicht viel anderes als eine chemische „Explosion“ übrig. Man hat aber kein TNT im Gurt. :wink:

Gruß
Stefan

…ist ähnlich wie bei den Airbags. Eine chemische „Treibladung“ sorgt für das schnelle anziehen des Gurtes. Wenn „Hobbybastler“ an den Gurtstraffern oder Airbags rumschrauben und nicht wissen was sie tun, kann es zu üblen Verletzungen kommen. Daher wer keine genaue Ahnung hat, Finger weg sonst Finger weg!

Gurtstraffer, und was gerne übersehen wird.
Exakt, diese „Pyrotechnische“ Einrichtung IST der Gurtstraffer.

Was gerne übersehen wird :

Früher sollte man nach einem Unfall die Gurte austauschen, weil die sich dehnen. Sehen konnte man das nur bedingt an einem leichten „Wellenschlag“ des Gurtes. Beim zweiten mal reißt der einfach ab.

Heute muß nach einem Unfall nicht nur der Gurt getauscht werden, sondern auch diese Gurtstraffer. Diese können nur einmal auslösen.

Nach einem Unfall ist es aber eher meist so (es wurde verschiedentlich in Fachzeitschriften darüber berichtet) das Werkstätten oder Fahrzeugbesitzer dieses aus Kostengründen nicht machen.

Auffälligstes Merkmal ist z.B. bei Opel, das bei einem ausgelösten Gurtstraffer oben aus der Gurthalterung ein rotes Fähnchen raussieht.

Airbags werden getauscht, weil man das offensichtlich sieht.
Aber auch hier berichteten Fachzeitschriften und das Fernsehen schon öfters darüber, das kriminelle Händler Unfallwagen mit geklauten Airbags wieder aufbauen, die dann teilweise nicht auslösen.
Das Steuergerät eines Airbags registriert einen Unfall und löst nur einmal aus. Ein anderes (geklautes) Steuergerät trägt eine Nummer, über die man die Herkunft feststellen kann.

Gemacht werden diese Betrügereien, weil Austausch von Airbags, Gurten und Gurtstraffer extrem teuer sind und die Versicherungen das normal nicht bezahlen.

Meine Frau bezahlte für den Austausch des Airbags an einem Golf (nur weil die Kontrollleuchte brannte) 750,- Euro, ohne das uns ein konkreter Fehler genannt werden konnte, außer das halt das Kontrolllämpchen brannte.

Winni

Lieber Schurl,

im ersten Link die Funktionsweise:
http://www.dietrich-kruse.de/222515-3-l.pdf
und im zweiten ein Entwurf einer Betriebsanweisung:
http://www.nmbg.de/download/praevention/betr_anweis/…

Wie schon gesagt: Kein Spielzeug.

Hersteller sind u.a.:
http://web.wlwonline.de/servlet/FrameSet?anzeige=kur…

Gruß
Bernd

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Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage! Habt mir sehr weitergeholfen.

mfg Schurl

???

Was gerne übersehen wird :

Früher sollte man nach einem Unfall die Gurte austauschen,
weil die sich dehnen. Sehen konnte man das nur bedingt an
einem leichten „Wellenschlag“ des Gurtes. Beim zweiten mal
reißt der einfach ab.

War es nicht eher so, das die Sperrklinken der Automatikgurte hin waren? Ein Gurt der reisst, ist einfach über ein fehlerhaftes Gurtschloss geführt worden (und das über Jahre) ich habe mit ausgedienten Gurten immer noch locker Motoren ausgebaut.
Gruss Sebastian

Moin Moin,

schon klar. Wenn du keine LKW Motoren austauscht wiegen die selbst mit Getriebe grade mal 100-250 kg. Wobei der 250er schon ein richtig dicker Wuchtbrummer ist. Aber beim Unfall muß so ein Gurt locker mal eine TONNE und mehr halten ( Gewicht der Person mal (negative)Beschleunigung und das sind locker je nach Geschwindigkeit 5-20 g (g nicht Gramm)). Sprich schlagartige belastung aus der Ruhe. Ich denke aber mal nicht das du deine Motoren mit einer Rakete aus den Autos reisst :smile:

Dagobert

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Hallo Dagobert,

schon klar. Wenn du keine LKW Motoren austauscht wiegen die
selbst mit Getriebe grade mal 100-250 kg. Wobei der 250er
schon ein richtig dicker Wuchtbrummer ist. Aber beim Unfall
muß so ein Gurt locker mal eine TONNE und mehr halten (
Gewicht der Person mal (negative)Beschleunigung und das sind
locker je nach Geschwindigkeit 5-20 g (g nicht Gramm)). Sprich
schlagartige belastung aus der Ruhe. Ich denke aber mal nicht
das du deine Motoren mit einer Rakete aus den Autos reisst :smile:

Du schraubst aufgrund Deiner Angaben eher an Ente & Co.?
Selbst ein Käfermotor bringt ohne Getriebe schon locker 120kg auf die Waage. Selbst moderne Autos (Ford Fusion 1,1l 3-Zyl.) haben Motoren mit 100kg Gewicht. Und mein Beispiel bezog sich auf den 2,4l-Diesel aus einem W123. Übrigens habe ich mit alten Sicherheitsgurten mit dem Geländewagen schon ganze Autos aus dem Graben gezogen, und die wogen leer schon 1.700kg. Fakt ist, das Gurte nach einem Unfall aufgrund des evtl. beschädigten Mechanismus der Sperrklinken getauscht werden sollten, sonst hält beim nächsten Unfall nämlich garnichts mehr, der Gurt würde locker abrollen.
Gruss Sebastian

Moin Sebastian,

nö bastel nicht an Enten, wäre bei Ort Berlin auch ehr der Trabbi zu vermuten und um den „Motor“ rauszuheben brauchst du nicht mal einen Gurt. Den hebt man einfach so raus wurde mir gesagt. (Habe noch nie einen Trabbi von innen gesehen da nur zugezogen :smile: ) Schraube mehr an Golf und Co und habe bei meinem letzten Motorenwechsel wegen defekten Krans den Motor (1.8er Benzin mit 5G Getriebe) zusammen mit meinem Vater mit einem Rohr heraus gehoben. Wenn mann da also mal grozügig rangeht. Können wir sinnvoll jeder ~80-90kg tragen. Also nit nur anheben. Da geht logischerweise viel mehr. Aber das dein 2.4 Diesel im W123 richtig wiegt ist klar. Der ist ja noch aus dem vollen gefräßt :smile: Naja faßt :smile:)) Und kommt von der Massivität fast an einen LKW ran :smile: Genau solch Motoren meinte ich aber schon mit Wuchbrummer. Modernere Motoren sind aber zum großen Teil aus Alu und doch um einiges leichter. Und die meisten fahren wohl auch ehr im bereich [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Dagobert,

Trabbi ist garnicht übel. War mal mein Winterauto :wink:
Der 240D ist mit Lagerschaden dahingeschieden. Den 1er fahr ich übrigens schon lange nicht mehr. Das war ein 77er, den ich 1993 mit knapp 350.000km (erster Motor, ungeöffnet) verkauft habe. Heute gönn ich mir den Luxus eines Firmenwagens :wink:

Zu den Gurten: Klar das das funktioniert. Ich würde prizipiell
nach Crash das Gurtsystem (also Gurte+Aufnahmen) austauschen.

Sehe ich auch so.
Mir gings im Prinzip darum, das Argument zu entkräften, das Gurte nach einem Unfall getauscht werden müssten, weil sie sonst reissen.
Das halte ich für eine These, die nach meinen Erfahrungen nicht haltbar ist. Sicher müssen die Gurte bei einem Unfall schon ordentliche Kräfte aufnehmen, aber da der menschliche Körper doch bei einem Unfall nachgibt, liegt m.E. die Hauptbelastung auf der Rolle bzw. dem Mechanismus und dem Schloss. Ausgeleierte Aufrollautomatik, verschlissene Gurtschlösser, das habe ich schon zur genüge gesehen.
Aber einen reissenden Gurt? Gurte lassen sich selbst mit einem scharfen Messer nur mühsam durchtrennen.
Gruss Sebastian
Btw: macht Spass mit Dir zu diskutieren

Moin Sebastian,

Hi Dagobert,

Trabbi ist garnicht übel. War mal mein Winterauto :wink:
Der 240D ist mit Lagerschaden dahingeschieden. Den 1er fahr
ich übrigens schon lange nicht mehr. Das war ein 77er, den ich
1993 mit knapp 350.000km (erster Motor, ungeöffnet) verkauft
habe. Heute gönn ich mir den Luxus eines Firmenwagens :wink:

Hm Trabbi im Winter… hat der nicht eine recht bescheidene Heizung mit seiner ständig durchrostenden Heizbirne? Ich kann mich jedenfalls noch gut an einige Trabbifahrer entsinnen die ich wärend der Fahrt habe Eiskratzen sehen. Von innen .-))

Jo meinen ersten Golfmotor habe ich leider selber ins Nirvana befördert (Schande Schande). Zahnriemen war vor Urlaubstour kurz vor fällig, aber keine Zeit mehr zum Wechseln (mache aus Prizip und Hobby alles selber was irgend geht) und am ersten Arbeitstag hats ihn dann beim Anlassen zerlegt. Naja ~1000km (Kroatien-Berlin) Dauervollgas war wohl doch etwas zu viel. War bei 270.000km, ungeöffnet, nur mal eine durchgebrannte Auslasskrümmerdichtung, ! erste Kupplung. Mein zweiter Golf fährt auch noch rum. Bei Übergabe vor ~3 Jahren 350.000 km, naja und mein jetziger hat grade AT-Maschine bekommen. Und das bei den Spritpreisen :frowning:((

Naja sind halt die 827-Blöcke die vom 1.3er über Turbodiesel bis zum 2l alles aushalten mussten. Da ist bei den kleineren Motoren reichlich Luft in der Belastbarkeit.

Zu den Gurten: Klar das das funktioniert. Ich würde prizipiell
nach Crash das Gurtsystem (also Gurte+Aufnahmen) austauschen.

Sehe ich auch so.
Mir gings im Prinzip darum, das Argument zu entkräften, das
Gurte nach einem Unfall getauscht werden müssten, weil sie
sonst reissen.
Das halte ich für eine These, die nach meinen Erfahrungen
nicht haltbar ist. Sicher müssen die Gurte bei einem Unfall
schon ordentliche Kräfte aufnehmen, aber da der menschliche
Körper doch bei einem Unfall nachgibt, liegt m.E. die
Hauptbelastung auf der Rolle bzw. dem Mechanismus und dem
Schloss. Ausgeleierte Aufrollautomatik, verschlissene
Gurtschlösser, das habe ich schon zur genüge gesehen.
Aber einen reissenden Gurt? Gurte lassen sich selbst mit einem
scharfen Messer nur mühsam durchtrennen.

Naja aber die Kräfte die auf die Aufnahmen aufgebracht werden, werden doch vom Gurt erst aufgenommen und übertragen. Und das der menschliche Körper weich ist hat ehr einfluß auf die Höhe der Kräfte da dadurch die Kraftspitzen nicht so hoch ausfallen, und dafür die Dauer der Krafteinleitung verlängert wird, als auf die Belastung des Systems der Gurte. Bei meinem jetzigen habe ich Schrothgurte verbaut, nach dem ich gesehen habe das die originalen am oberen Umlenkpunkt erkennbare Scheuerstellen hatten. Wie die Rolle von innen aussah kann ich natürlich nicht sagen, habe mich aber öfter darüber aufgeregt das der Automat auf Kopfsteinpflaster einrastete. Das Schloß oder besser der Riegel am Gurt sah mehr oder weniger Fabrikneu aus. ist ja auc eine recht harte Stahllegierung mit recht dicker Hartchromauflage und dem entsprechender Abriebfestigkeit.

Gruss Sebastian

Ich denke mal das es bei den ersten Gurten noch sinnvoller war, da die Materialtechnik damals einfach noch nicht so weit war.

Btw: macht Spass mit Dir zu diskutieren

Jo mit dir auch

dagobert

P.S. Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Dieser Satz kein Verb