Motoröl

Hallo Leute !

Bei HG gibts gerade günstig 10W40, da hab ich gleich mal zugeschlagen. Auf den Kanistern steht, dass es sich um „Motorradöl“ handelt, da mein Auto aber gerade auch wieder einen Ölwechsel braucht, frag ich mich nun, ob ich bedenkenlos eben dieses „Motorradöl“ nehmen kann ???

10W40 bleibt 10W40 und Motoröl für Motorräder sollte eigentlich eher für höhere Belastungen ausgelegt sein (höhere Drehzahlen, Literleistung, Umwälzung…).

Was meint Ihr ???
Danke !
T.W.

Hallo Timo

Ganz einfach: Die Autohersteller prüfen Motoröle selbst und geben diese dann mit einer Werksinternen „Norm“ frei.

Wenn auf dem Kanister steht: "Freigegeben nach VW Norm ???, Mercedes-Benz ???, dann handelt es sich um ein Öl, daß man auch in Automotoren kippen kann.

Dennis

Moin moin !
Grundsätzlich kannst Du 10 W 40 Öl in jedem normalen Motor fahren. Dieses Öl ist ein ganz normales Leichtlaufmotorenöl.
Gruß Maik
P.S. Bei uns wird 10W40 in Gabelstaplern und Tugmastern gefahren,beide Dieselmotor und in meinem Audi 80 läuft das Öl auch prima.

Vergleiche die API - Gütespezifikation.
erster Buchstabe:
C … Diesel
S … Benzin

zweiter Buchstabe: je besser, desto höher.

Wenn Dein Auto laut Betriebsanleitung
API SE braucht, kannst Du API SE, SF … verwenden.
Wenn Dein Auto laut Betriebsanleitung
API CC braucht, kannst Du API CC, CD … verwenden.

Harald

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Was kann man aus der Bezeichnung z.B. 10W40 denn genau erkennen. Was steht für die Viskosität, wofür ist die andere Zahl und er Buchstabe?

Was kann man aus der Bezeichnung z.B.
10W40 denn genau erkennen. Was steht für
die Viskosität, wofür ist die andere Zahl
und er Buchstabe?

Die Kennzeichnung nach SAE - Viskositätsklassen erfolgt:

bei Winterölen (durch „W“ gekennzeichnet) nach der maximalen Tieftemperaturviskosität, der maximalen
Grenzpumptemperatur und der Mindestviskosität bei 100 °C
bei Nichtwinterölen (ohne „W“) nur nach der Mindestviskosität bei 100 °C

Die Mindestpumptemperatur sollte tunlichst nict unterschritten werden. Meistens wird es also ein 10W … -
Öl tun.

Mehrbereichsöle erfüllen mehrere SAE - Viskositätsklassen

z.B. SAE 20W-50:
20W heißt:
maximale Viskosität 4500 mPa.s bei -10°C
maximale Grenzpumptemperatur - 15 °C
mindeste kinematische Viskosität 5,6 mm^2/s bei 100 °C
50 heißt
kinematische Viskosität 16,3 … 21,9 mm^2/s bei 100 °C

z.B. SAE 10W-60:
10W heißt:
maximale Viskosität 3500 mPa.s bei -20°C
maximale Grenzpumptemperatur - 25 °C
mindeste kinematische Viskosität 4,1 mm^2/s bei 100 °C
60 heißt
kinematische Viskosität 21,9 … 26,1 mm^2/s bei 100 °C

Ein Mehrbereichsöl unterscheidet sich vom reinen Winteröl also durchb einen geringeren Viskositätsabfall
bei höherer Temperatur, daher eine bessere Schmierfähigkeit.

Da die Viskosität eines 10W-60 bei 100 °C höher ist als eines 20W-50, ist auch der Öldruck höher, da die
Ölpumpe bei gegebener Drehzahl einen definierten Volumenstrom pumpt.

Achtung: Je höher die Spreizung der Viskosiät ist, desto mehr Additive etc… sind im Öl notwendig, und
detso geringer ist die Lebensdauer des Öles.

Gruß

Harald