Wenn ich mit einem überlangen Gelenkbus fahre (deren letzter Teil abknicken kann), dann habe ich das Gefühl, dass der Motor in eben jenem abgekincktem Teil läuft. Ein Hörfehler? Wenn nicht, wie welche Achse wird angetrieben? Wenn nicht die hintere, wie wird die Kraft nach vorne übertragen?
Hi,
der Motor sitzt ganz hinten.
Angetrieben wird die mittlere Achse, was man an der Zwillingsbereifung erkennt.
Die Verbindung Motor-Achse erfolgt wohl über eine Kardanwelle, welche genau am Knick des Busses ein Gelenk hat.
Diese „umständliche“ Konstruktion macht man aus rein Fahrgastzellengeometrischen Gründen.
Gruss,
In der Geschichte des Transportwesen gibt es alle möglichen Ausführungen von Gelenkbussen:
-Motor im vorderen Teil, Antrieb der mittleren Achse (dann ist der hintere Fahrzeugteil eigentlich nur ein Anhänger, der Verbindung mit dem Zugfahrzeug hat)
-Motor im vorderen Teil, Antrieb der hinteren Achse (aufwändige Umlenkung der Kardanwelle erforderlich)
-Motor im hinteren Teil, Antrieb mittlere Achse oder Antrieb hintere Achse.
Heute gebräuchlich ist aber nur noch die Anordnung mit Motor und Antriebsachse im hinteren Fahrzeugteil, der Trich beim Kurvenfahren steckt also in der Ausführung des Gelenks zwischen den Fahrzeugteilen. Diese Technik wurde, soviel ich weiß, erstmals von Daimler-Benz Ende der sechziger Jahre eingesetzt.
Wie bereits erwähnt erkennt man die Antriebsachse an den Planetengetrieben in der Radnabe, ersichtlich an der außermittig angeordneten Ölablaßschraube auf dem Nabendeckel.
viele moderne Busse fahren auch dieselelektrisch, d.h. der Diesel treibt direkt einen Stromgenerator an und nicht die Räder. Die Räder werden dann von Radnabenmotoren oder normalen Elektromotoren angetrieben. Das ganze ist Dieselsparender und der Antrieb lässt sich besser in die Busse integrieren.
Die Produktion des Mercedes Cito…
…den Du damit vielleicht meinst, ist seit Juli eingestellt.
Das war eine unsägliche Rappelkiste mit dem 4-Zylinder-Diesel (der Hochkant im Heck stand), aber das Konzept mit dem ruckfreien stufenlosen Beschleunigen fand ich sehr gut. Vor allem im Niedriggeschwindigkeitsbereich fällt die Ruckelei durch öffnende und schließende Wandlerkupplungen weg.
Wir haben bei einer Probefahrt eindeutig festgestellt: „Frauenauto“ )
Hallo,
das ein Dieselelektrischer Antrieb einige Vorteile hat kann ich mir vorstellen, sonst würde es ja auch niemand bauen.
Aber das er auch weniger verbraucht kann eigentich nicht sein.
Die Bewegungsenergie des Dieselmotors wird im Generator in eletrische Energie gwandelt (mit Verlusten).
Die elektrische Energie wird in den Motoren in Bewegungsenergie gewandelt (ebenfalls mit Verlusten)
das mit dem geringeren Verbrauch kann schon sein, denn einen Dieselgenerator kann man immer in dem für den Motor optimalen Drehzahlbereich laufen lassen. So kannst du den Verbrauch des Motors optimieren.