Hallo,
ich bin selbst seit einem Jahr Fahranfänger und fahre momentan den 91er Passat meines Vaters, wenn ich mal fahre. Dieser ist selbstverständlich auf meinen Vater versichert, und wenn ich einen Unfall verursache, der über die Versicherung abgewickelt wird, wird mein Vater natürlich hochgestuft.
Selbiges gilt, wenn Ihre Tochter mit ihrem als Zweitwagen über Ihre Versicherung laufenden Auto einen Unfall verursacht, da sie trotz allem der Versicherungsnehmer sind.
Was die Wahl des Fahreugs betrifft: Der Passat, den ich erwähnte, stammt aus einer Zeit, in der Autos nur mit aus heutiger Sicht schwächlichen Sicherheitssystemen ausgestattet waren; ohne Airbag oder ABS. Leidiglich etwas passive Sicherheit kann dieser Wagen wieder wetmachen, bedingt durch seine Bauart: lang und dadurch einigermaßen Knautschzone. Außerdem hat er recht stabile Türen, was schon ansatzweise eine Art Seitenaufprallschutz darstellt.
Ein Daihatsu Cuore, Fiat Panda (nicht die Neuauflage), alter Polo, Corsa oder ähnliches und auch noch der bei Anfängern beliebte Golf II kann das wahrlich nicht. Damals waren Kleinwagen eben auch bei der Stabilität "klein". Bei einem Unfall, der mal etwas härter ist (z.B. Frontal in einer Tempo 30(!)-Zone) kollabiert bei diesen Fahrzeugen hemmungslos die Fahrgastzelle - die Insassen werden zumindest vorne von ihrem eigenen Fahrzeug zerquetscht. Dieses haben Crashtests ergeben. Wenn der Unfallgegener vielleicht auch noch ein SUV oder ein Kleinlaster ist...gute Nacht!
Mein Tipp: Investieren Sie (oder wer auch immer) etwas mehr in die Sicherheit Ihrer Tochter. Kaufen Sie kein Alteisen. Kaufen Sie z.B. einen wenige Jahre alten Opel Corsa, Ford Ka/Fiesta, Smart, Nissan Micra, Peugeot 206 oder Renault Clio/Twingo. Zum Ende der 90er hin hat die Industrie nämlich endlich angefangen, auch Kleinwagen mit vernünftigen Sicherheitssysteme auszustatten, weil sie gemerkt hatten, dass da auch nur Menschen drinsitzen. Diese Fahrzeuge sind auch nicht sooo übermäßig motorisiert, es gibt sie oft schon ab 50/60 PS, was sich günstig auf die Versicherung auswirkt.
Zwart ist hier zunächst der Anschaffungspreis etwas höher, aber man spart wiederum bei der Steuer und im Normalfalle auch bei den Reparaturen.
Teuer in der Versicherung hingegen sind die Fahrzeuge, die entweder stark motorisiert sind und/oder die häufig Unfälle verursachen (weil sie von vielen (Anfängern) gefahren werden), also Golf, BMW, Mercdes...
Beste Grüße,
Chris
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]