Automatikgetriebeölwechsel Mercedes W124

Hallöchen,

laut meinem „Jetzt helfe ich mir selbst“ braucht man zum Ölwechsel des Automatikgetriebes beim Mercedes W124, 200er Benziner, 5,5 l Öl.

Die Werkstatt (NAB) hat 3,5 l eingefüllt. Hat das Buch nun einen Fehler, oder fahre ich jetzt mit zu wenig Öl rum?

Obwohl in dem sonst guten Buch aufgefordert wird, auch den Automatikgetriebeölstand regelmäßig zu prüfen, zeigt keine Abbildung wo der Ölmessstab dafür ist. Tja, wo isser denn?

Neugierige Grüße
Peggy

Hallo Peggy,

es kommt darauf an, ob das Öl im Drehmomentwandler mit gewechselt wurde oder nicht, da sind vielleicht die fehlenden 2 Liter.
Der Ölmessstab befindet sich im Motorraum rechts, d.h. bei offener Haube von vorne gesehen links neben dem Motor und hat in der Regel eine rote Verschlusskappe. Zwei Liter zu wenig würdest Du aber sicher spüren, weil dann das Getriebe nicht mehr richtig schaltet. Falls Du das Öl kontrollierst, bitte auf größtmögliche Sauberkeit achten, z.B. keinen verschmierten Lappen zum Messstab säubern nehmen.

Gruß

hps

Hallo Hps,

danke für deine schnelle Antwort. Werde ich morgen bei Tageslicht ausprobieren. :smile:

Wieso könnte der Mann denn den Drehmomentwandler vergessen haben? Hat der eine separate Einfüllöffnung?

Könnte er das einfach nachholen, oder müsste dann wieder das gesamte Öl gewechselt werden, weil sich das alte und neue gemischt haben?

Immer noch neugierig
Peggy

Hallo Peggy,

meine Werkstattzeit liegt schon ein paar Jährchen zurück und ich weiss nicht sicher, ob das Öl im Wandler immer mit gewechselt wurde oder nicht (oder nur jedes zweite Mal oder so…).
Auf jeden Fall hat der Wandler eine separate Ablassschraube, man kann das Wandleröl also auch nachträglich noch ablassen. Vielleicht hat der Mechaniker die Schraube auch nicht gefunden (war ja keine Vertragswerkstatt, oder?) und deshalb das Öl dringelassen. Frag doch mal bei der Werkstatt nach, die sollten Dir erklären können, was sie an Deinem Auto gemacht haben.

Gruß

hps

Hallo,

Wieso könnte der Mann denn den Drehmomentwandler vergessen
haben? Hat der eine separate Einfüllöffnung?

Nein, aber eine separate Ablaßöffnung. Gefüllt wird der Wandler durch die Automatikeigene Ölpumpe, die ab der ersten Motorumdrehung den Automaten versorgt und den Wandler füllt.

Könnte er das einfach nachholen, oder müsste dann wieder das
gesamte Öl gewechselt werden, weil sich das alte und neue
gemischt haben?

Bei einem Automatikölwechsel wird imme rnur ein Teil der Füllmenge ausgetauscht. Einen Automaten kann man nie ganz abtropfen lassen, da noch ein großer Teil sich in den Kanälen der Steuerung „versteckt“.

IdR wird immer so ein Drittel gewechselt, das reicht auch. Die Hauptaufgabe des Automatiköles ist die Übertragung von Steuersignalen durch den Öldruck. Nebenbei wird auch noch geschmiert. Deswegen sind auch die Automatiköle (wie auch die Servoöle) in Ihrer Haupteigenschaft „nicht schäumend“, was zB bei der Servo oder dem Automaten katastrophale Folgen hätte, wenn das Öl anfangen würde zu schäumen.

Ölwechsel beim Automaten hat auch nur den Grund sich ansammelndes Wasser im Öl durch den andauernden Wechsel heiß kalt und die dadurch eingesogene Außenluft auszuscheiden. Öl altert auch und mit so einem Wechsel alle 60’km (Toyota Intervall) kann man dem Vorbeugen.

Bei ganz neuen Fahrzeugen (6-GangAutomat bei AUDI A8) spricht man immer von „Lifetime-Füllungen“ die nur mit Spezialöl ergänzt werden dürfen, da diese Automaten zusammen mit dem dazugehörigen Spezialöl entwickelt wurden.

gruß

dennis

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Hi Dennis,

IdR wird immer so ein Drittel gewechselt, das reicht auch. Die
Hauptaufgabe des Automatiköles ist die Übertragung von
Steuersignalen durch den Öldruck.

Na, wenn die Kraftübertragung über den Wandler mit Hilfe des ATFs für Dich keine große Rolle spielt … :wink:)

Ölwechsel beim Automaten hat auch nur den Grund sich
ansammelndes Wasser im Öl durch den andauernden Wechsel heiß
kalt und die dadurch eingesogene Außenluft auszuscheiden. Öl
altert auch und mit so einem Wechsel alle 60’km (Toyota
Intervall) kann man dem Vorbeugen.

60 TKM ist glaube ich ein sehr gängiger Wert. Für Peggys W124er ist es auf jeden Fall der richtige. Mercedes wechselt übrigens m.W. beim ATF-Wechsel immer das komplette Öl (also auch das im Wandler) abzüglich des Restes, der immer im Getriebe kleben bleibt.

Bei ganz neuen Fahrzeugen (6-GangAutomat bei AUDI A8) spricht
man immer von „Lifetime-Füllungen“ die nur mit Spezialöl
ergänzt werden dürfen, da diese Automaten zusammen mit dem
dazugehörigen Spezialöl entwickelt wurden.

Ja, das ist so eine Sache. Nebenbei wurde dann auch gleich noch der Peilstab für das Getriebe so versteckt, daß man ohne Demontage der Plastik-Abdeckungen gar nicht mehr da ran kommt. Netter Nebeneffekt ist, daß da im Falle eines Falles nur noch Werkstätten was machen können. Man will ja schließlich was verdienen.

Btw. hab ich heute auf Kabel 1 (Abenteuer Auto) einen Bericht über das erste deutsche Toyota-Museum in der Nähe von Passau gesehen. Scheint eine recht umfangreiche Sammlung zu sein. Bist Du schon mal da gewesen ?

Bis denn dann,

Felix

Hi Felix,

Na, wenn die Kraftübertragung über den Wandler mit Hilfe des
ATFs für Dich keine große Rolle spielt … :wink:)

Nun ja, irgendwie muß ich Dir da Recht geben.

60 TKM ist glaube ich ein sehr gängiger Wert. Für Peggys
W124er ist es auf jeden Fall der richtige. Mercedes wechselt
übrigens m.W. beim ATF-Wechsel immer das komplette Öl (also
auch das im Wandler) abzüglich des Restes, der immer im
Getriebe kleben bleibt.

Ist auch normaler Vorgang so. Man kann zusätzlich die Ölwanne des Automaten abnehmen und den verbliebenen Schmutz sowie die an den Magneten haftenden Späner optisch untersuchen um zu wissen, wie weit der Abrieb vonstatten gegangen ist.

Ja, das ist so eine Sache. Nebenbei wurde dann auch gleich
noch der Peilstab für das Getriebe so versteckt, daß man ohne
Demontage der Plastik-Abdeckungen gar nicht mehr da ran kommt.

Die neue 09E im Audi A8 hat keine mehr.

Netter Nebeneffekt ist, daß da im Falle eines Falles nur noch
Werkstätten was machen können. Man will ja schließlich was
verdienen.

Oder verhindern, daß der Kunde unwissen dran rumfingert und ruinierende Kosten verursacht, ODER dann zuletzt nach erfolglosem einfüllen falschen Öles den Hersteller in die Sachmängelhaftung nehmen will.

Btw. hab ich heute auf Kabel 1 (Abenteuer Auto) einen Bericht
über das erste deutsche Toyota-Museum in der Nähe von Passau
gesehen. Scheint eine recht umfangreiche Sammlung zu sein.
Bist Du schon mal da gewesen ?

Nein, ich habe weder 2002 noch 2003 zum Oldie-Treffen „die Kurve gekriegt“, aber nächstes Jahr kommts in die Urlaubsplanung mit rein.

Ein Kollege hat übrigens mit seinem Starlet (wie meiner) einen anderen Toyota-Kollegen (hat ne Corolla TE71) 200km nach Hause geschleppt vom Treffen, da eine kleine Papierdichtung an Zylinderkopfrückseite pißte :wink:)

gruß

dennis

laut meinem „Jetzt helfe ich mir selbst“ braucht

Ich hatte jetzt schon meherere Bücher von „Jetzt helfe ich mir selbst“ und die blauen Reparaturbücher vom Bucheli-Verlag.
Nachdem ich an meinen Wagen diese Bücher mit der Realität verglichen habe (Fiat Ducato, Citroen Visa, Citroen 2CV), habe ich die Bücher der Reihe nach Verschenkt an Leute die ich nicht leiden kann.

Daten falsch, Angaben falsch, mehrere Modelle in ein Buch zusammen gefaßt, alles erwähnt aber nichts erklärt, oder so Angaben wie z.B. „… die Schrauben dazu müßen Sie selbst suchen …“ klassifizieren ein solches Buch nicht als sinnvolles Reparaturbuch.

Schmeiß das Ding weg.

Kennst du „Werner“ vom Autor Brösel?
Werner fährt über die Landstraße, hat eine Panne, holt das Buch „Wie helfe ich mir selbst“ aus dem Handschufach.
Drin steht nur ein Satz : „Wic… dir einen“
Besser kann man das Buch nicht erklären.

Winni