Hallo!
sondern auch die Topmodelle anderer Hersteller (Als Beispiel :
VW Phaeton, Mercedes S-Klasse und SLR, BMW 7er, Porsche GT3,
Maybach und die von die von dir genannten Hersteller). Diese
Modelle dienen primär als Image- bzw. als Technologieträger
der Marken. Die Entwicklung dieser Modelle kostet ein
vielfaches von dem eines Volumenmodells (Opel Astra, VW Golf,
etc.).
Das kann man so nicht sagen.
Ich hab noch die Aussage von einem Interview aus einer
bekannten AutoZeitung im Kopf, in der ein Mitglied der
Führungsetage eines großen Herstellers feststellte, dass eine
Produktion der „Top-Modelle“ die meiste Kohle reinfährt.
Das erscheint auch mit dem Hintergrund am logischsten, dass
die Technischen Aufwendungen zur Entwicklung des Fahrzeuges
nicht so gross sind wie man eigentlich vermutet.
Sehr viele Teile werden heutzutage zugekauft und brauchen
„nur“ beim Anbieter abgerufen werden oder man bedient sich
(bei Motoren) in dem Regal der bereits verfügbaren.
Porsche hat für den Carrera GT einen Zehnzylinder, der zwar teilentwickelt war (für die GT-Rennserie), hat aber so gut wie keine Gleichteile zu den Boxermotoren. Für die Rennserie waren es Einzelanfertigungen, jetzt werden Serienteile benötigt.
Bei der Materialauswahl des Innenraumes ist mit ein paar Euro
Mehreinsatz, eine Gefühlsmässige verdoppelung der Qualität
spürbar.
Ein verändertes MAterial muß durch alle Zwangsprüfungen, die für Neufahrzeuge in Serie Vorschrift sind (Materialverträglichkeit, - beständigkeit, Entsorgunsfähigkeit, Zuverlässigkeitsprüfungen etc.).
Das ist ein Riesenaufwand (den sich die Zulieferer bezahlen lassen).
Eine Entwicklung des Fahrzeuges ist auf ein Minimum
beschränkt. Ledeglich Karrosserie- und Design muss festgelegt
werden, diese tragen am weitesten zum Kaufargument eines
Kunden bei. Umfangreiche Test’s sind dann warscheinlich die
aufwendigste Massnahme um ein Fahrzeug serienreif zu
gestalten.
Na ja, wie einfach stellst Du dir eine Gestaltung der Karosserie vor?
Crashtstanforderungen, allgemeine Forderungen an Fahrzeuge, riesige Mengen von Vorschriften. Von der Designidee bis zur endgültigen Form ist es ein langer Weg.
@Karsten Beispiel Porsche
Welches Modell ist bei Porsche garantiert „neu“
eigenentwickelt (letzten 3-4 Jahre).
Der Cheyenne ist ein gemeinsames Projekt mit VW. Der Boxter
ist schon ein paar Tage alt.
Die „neueren“ Carrera’s stehen in der Basis doch immer noch
auf einem "Uraltmodell"und werfen die meiste Rendite ab. Oder
täusch ich mich?
Dies ist doch ein Grund warum Porsche so gut dasteht. Noch,
muss man sagen, wenn nicht bald der neue Boxter kommt.
Es ist durchaus richtig, dass die Rendite bei den 911ern sehr gut ist, dass liegt aber daran, dass die Kunden insbesondere bei den exclusiven Modellen (Turbo, GT2, C4S) bereit sind, für ein geringfügig modifiziertes Modell einen horrenden Mehrpreis auszugeben, um sich von der „Masse“ der restlichen Porsche abzuheben.
Das das Desing nur geringfügig überarbeitet wird, ist zwar richtig, aber jede kleine Änderung zieht einen Rattenschwanz an neuen Genehmigungsverfahren hinter sich her.
Ich nehme jetzt mal das Beispiel Motorenentwicklung: die Grundidee Boxer ist seit Jahrzehnten gleich, jedoch wurden die Motore immer weiterentwicklet, so das die aktuelle Version EURO4 erfüllt. Dahinter steckt ein Riesenentwicklungsaufwand, obwohl das Konzept natürlich gleich bleibt. Aber Materialien ändern sich Steuerungen usw.
Und keine Sorge, Neuentwicklungen sind ständig im Gange
)
Gruß
Karsten