Supersportwagen: Wieso nur in Kleinserien?

Hallo Experten,

ich habe eine Frage, die ich vielleicht auch in eines der Wirtschaftsbretter stellen könnte, aber ich denke, ihr könnt mir sicher genauso weiterhelfen:

Wieso reglementieren eigentlich alle Hersteller von besonders teuren Autos alle ihre Produktionszahlen? (Ferrari, Lamborghini etc) Jedes Modell wird nur in einer bereits vorher festgelegten Stückzahl gebaut obwohl vermutlich auch ein Vielfaches dessen verkauft werden könnte.

Wieso? Den Firmen entgeht dadurch ja auch eine Menge Geld, oder?

Fragende Grüße,

Jerry

Hi!

Solche Autos kann man nur verkaufen, wenn sie „exklusiv“ sind.
Eine größere Stückzahl ist oft schon aus Kapazitätsgründen nicht möglich, daher kann man das über „Limited Editions“ u.s.w. wunderbar kaschieren.

Grüße,

Mathias

ich habe eine Frage, die ich vielleicht auch in eines der
Wirtschaftsbretter stellen könnte, aber ich denke, ihr könnt
mir sicher genauso weiterhelfen:

Wieso reglementieren eigentlich alle Hersteller von besonders
teuren Autos alle ihre Produktionszahlen? (Ferrari,
Lamborghini etc) Jedes Modell wird nur in einer bereits vorher
festgelegten Stückzahl gebaut obwohl vermutlich auch ein
Vielfaches dessen verkauft werden könnte.

Wieso? Den Firmen entgeht dadurch ja auch eine Menge Geld,
oder?

Fragende Grüße,

Jerry

Wie kommst Du drauf?
Hallo Jerry,

Wieso reglementieren eigentlich alle Hersteller von besonders
teuren Autos alle ihre Produktionszahlen? (Ferrari,
Lamborghini etc) Jedes Modell wird nur in einer bereits vorher
festgelegten Stückzahl gebaut obwohl vermutlich auch ein
Vielfaches dessen verkauft werden könnte.

Wie kommst Du auf diese Idee?
ad 1) Bei einigen der Autos entspricht der Herstellpreis nicht dem (exorbitanten) Verkaufspreis, sondern ist tatsächlich höher. Dies ist dann eine Markierungsaktion des Konzerns dahinter.
ad 2) Die Anzahl der Menschen, die zum Teil mehrere hunderttausend Euro für ein höllisch unbequemes Sportgerät ausgeben, ist begrenzt auf wenige tausend weltweit(!) Wo sollen Deine Vielfachen herkommen?
ad 3) Diese Menschen kaufen sich eben keinen Porsche Boxter, weil sie im grunde gerne die einzigen wären mit einer solchen Kiste und eben nicht ihre Frisöse mit dem selben Auto sehen wollen
ad 4) Wie Mathias schon schrieb: Marktverknappung schafft Anreize.

Wieso? Den Firmen entgeht dadurch ja auch eine Menge Geld,
oder?

Oder sie begrenzen ihren Verlust bei Maximierung der Marketingwirkung… Nicht umsonst gibt es keinen unabhängigen Supersportwagenhersteller mehr:wink:

Grüße
Jürgen

Hi!

Oder sie begrenzen ihren Verlust bei Maximierung der
Marketingwirkung… Nicht umsonst gibt es keinen unabhängigen
Supersportwagenhersteller mehr:wink:

Das stimmt nicht.
Porsche ist unabhängig und baut Supersportwagen wie den GT 3 / GT 2. Den Boxster verzeihen wir ihnen doch, oder?

Grüße,

Mathias

OK, überredet:wink: (owt)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Oder sie begrenzen ihren Verlust bei Maximierung der
Marketingwirkung… Nicht umsonst gibt es keinen unabhängigen
Supersportwagenhersteller mehr:wink:

Das stimmt nicht.
Porsche ist unabhängig und baut Supersportwagen wie den GT 3 /
GT 2. Den Boxster verzeihen wir ihnen doch, oder?

Hi,

na ja. Porsche kann sich den GT 2/3 leisten, weil sie mit dem 911 und dem Boxster ein wirtschaftlich solides Standbein haben.
In dem Sinne ist Porsche eben kein Supersportwagenhersteller wie Lamborghini oder in Gerenzen Ferrari, sondern ein Sportwagenhersteller, der sich mal zwei teurere Fahrzeuge geleistet hat.

MAx

Das stimmt nicht.
Porsche ist unabhängig und baut Supersportwagen wie den GT 3 /
GT 2. Den Boxster verzeihen wir ihnen doch, oder?

Hallo Mathias,

richtig ist, dass Porsche nach wie vor unabhängig ist und sehr erfolgreich. Außerdem wird man den GT mit Gewinn verkaufen.

Trotzdem befindet sich Porsche durch die Entwicklung des GT und des Chayenne in einem kritischen Momentum.

Der Boxter ist 8 Jahre alt. Der 911 auch schon 7. Die sinkenden Umsätze in beiden Fahrzeugen, werden nur durch den „Edel-Tuareg“ Chayenne aufgefangen.
Die Entwicklung der neuen Modelreihen hinkt gewaltig hinterher, weil die nicht genug Ingenieure haben um alles gleichtzeitig hin zu bekommen.
Wir stehen bei Porsche vor dem Phänomen, dass sie in den Werken des Boxter und des 911 eigentlich Kurzarbeitbetreiben könnten und im Werk wo der Geldewagen hergestellt wird, sonderschichten fahren müssten.

Das geht so weit, dass sich Porsche beim Geländewagen um den Umsatz stabi zu halten für den kleinsten Chayenne einen VW Motor besorgt hat.
Es bleibt zu hoffen, dass dies keinen negativen Einfluss auf das Image als ganzes hat, sonst dürfte Porsche seine Eigenständigkeit bald verlieren.

Nebenbei:
Bis auf VW 1001 PS Monster das nicht so will wie es soll, glaube ich dass´mit den Supersportwägen durchaus gewinne gemacht werden (zumindest sollen).
Eine Massenproduktion wäre aber kontraproduktiv, da die Exklusivität nicht mehr gegeben wäre, weswegen solche Fahrzeuge eigentlich gekauft werden.

Gruß ivo

Tach auch,

Wieso reglementieren eigentlich alle Hersteller von besonders
teuren Autos alle ihre Produktionszahlen? (Ferrari,
Lamborghini etc). Jedes Modell wird nur in einer bereits vorher
festgelegten Stückzahl gebaut obwohl vermutlich auch ein
Vielfaches dessen verkauft werden könnte.

Unwahrscheinlich ! Zur Erklärung werde ich mal die Frage ein wenig erweitern. Es betrifft nicht nur die Supersportwagen sondern auch die Topmodelle anderer Hersteller (Als Beispiel : VW Phaeton, Mercedes S-Klasse und SLR, BMW 7er, Porsche GT3, Maybach und die von die von dir genannten Hersteller). Diese Modelle dienen primär als Image- bzw. als Technologieträger der Marken. Die Entwicklung dieser Modelle kostet ein vielfaches von dem eines Volumenmodells (Opel Astra, VW Golf, etc.). Zum einem werden sie in der Stückzahl begrenzt, weil sie möglichst selten auf der Straße zu sehen sein sollten und zum anderen weil die Herstellung und die Refinanzierung der Entwicklung selbst bei diesen Preisen nicht kostendeckend ist. Die endgültige Stückzahl die pro Jahr auf den Markt kommt ist eine rein kalkulatorische Frage. Die Hersteller versuchen im Prinzip keinen finanziellen Verlust mit diesen Modellen zu machen. Manchmal klappt das manchmal auch nicht.

in diesem Sinne…

Unn wech, Ingo

Hi Ivo,

Nebenbei:
Bis auf VW 1001 PS Monster das nicht so will wie es soll,
glaube ich dass´mit den Supersportwägen durchaus gewinne
gemacht werden (zumindest sollen).

Naja, das ist eine Aussage, die ich zwar eigentlich auch so sehe, die aber letztenendes keiner von uns nachprüfen können wird, weil die Hersteller aus gutem Grund den Selbstkostenpreis incl. Entwicklung eines Modells kaum herausgeben. Sicherlich wird bei Endkundenpreisen von jenseits der 300 TEuronen wenigstens eine schwarze null zu vermuten sein, aber ob essich tatsächlich so verhält ?

Zu der Bugatti-Häßlette: Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was daran so schwer sein soll. Eigentlich ist die Aufgabe, ein Zahnradgetriebe zu dimensionieren sehr einfach. Eingangs- und Ausgangsgrößen des Getriebes stehen fest, der Rest dazwischen ist 3. Semester Maschinenbau-Studium. Klar, das ist jetzt überspitzt, aber im Grunde verhält es sich schon so. Mich wundert bei VW ohnehin nichts mehr. Sportwagen, Oberklasse-Limos, usw bauen ist ja gut und schön, aber warum wird dann der Golf von Modell zu Modell häßlicher und immer teurer ? Genau, weil die tollen Premium-Projekte eine Menge Kohle verbrennen, die man an anderer Stelle vom Kunden zurückhaben will. Der hat nur nichts davon, wenn er für seinen Golf V in absoluter Nacktheit schon über 15 TEuronen auf den Tisch legen muß, die Marke aber mit tollen (und teuren) Sportwagen und Oberklasse-Fahrzeugen das Marken-Image aufpoliert. Ich hab mal von einem Prof bei uns gehört, daß ein Golf IV als reine Kosten (Matrial, Arbeitslohn, Maschinensätze und Entwicklung) etwa 7.000 DM gekostet haben soll. Da frage ich mich doch, wo bleibt der Rest ?

Bis denn dann,

Felix

Ich hab mal von einem Prof bei uns
gehört, daß ein Golf IV als reine Kosten (Matrial,
Arbeitslohn, Maschinensätze und Entwicklung) etwa 7.000 DM
gekostet haben soll. Da frage ich mich doch, wo bleibt der
Rest ?

Hi Felix,

Grob umrissen würde ich den Rest „Verkaufsfördernde Maßnahmen“ nennen. Und ohne genau zu wissen wie KFZ-Hersteller kalkulieren, denke ich das man im vorhinein nicht sagen kann wieviel Anteil an Entwicklungskosten in einem Wagen stecken. Aber vielleicht kann uns da ja ein Insider schlauer machen. Noch dazu kommen ja tausende kalkulatorische Kosten noch dazu. Material, Lohn u.ä. ist ja längst nicht alles. Ich halte die Angabe aber eh für etwas niedrig. Da er aber ncoh von DM geredet hat, darf ich Dir sagen, daß auch ich noch die Zeiten kenne in den ein Golf noch leicht für 15TDM zu haben war (mein erster 55PS Diesel). Mein letzter Golf hingegen hat 1996 dann schon 37TDM gekostet. Ganz schön inflationär, oder?

Gruß
Falckus

Hi!

Grob umrissen würde ich den Rest „Verkaufsfördernde Maßnahmen“
nennen.

Man nennt das schlicht Vertriebskosten. Diese liegen im Kfz-Bereich bei 15-25% des Fahrzeugendpreises.
Vertriebskosten sind Kosten für Werbung, Nachlässe für Händler (Margen), Kosten für das Vorhalten der herstellerseitigen Vertriebsorganisation (Vertriebsgemeinkosten) u.s.w.

rig. Da er aber ncoh von DM

geredet hat, darf ich Dir sagen, daß auch ich noch die Zeiten
kenne in den ein Golf noch leicht für 15TDM zu haben war (mein
erster 55PS Diesel). Mein letzter Golf hingegen hat 1996 dann
schon 37TDM gekostet. Ganz schön inflationär, oder?

Ganz recht.
Rechnet man die wirklich Inflation mit ca. 2 % p.a. seit 1988, kommt man nicht unbedingt von 15.000 auf 37.000…
Allerdings steigen natürlich auch die Entwicklungskosten mit den Ansprüchen der Kunden. Ferner verkürzen sich bei vielen Marken die Produktlebenszyklen, was ja zunächst einmal zu einem häufigeren Anfallen von Entwicklungskosten und der sinkenden Margen am Ende eines Lebenszyklus führt.

Der Kunde ist also m.E. ein Stück weit selbst schuld an den steigenden Preisen, denn schließlich ist er es, der andauernd neue Modelle fordert.

Ferner leidet darunter noch die Qulaität, da die Zeit für ghherstellerseitige Produkttests immer kürzer wird. Der Kunde als Testfahrer ist ja nichts neues.

Und dennoch sind die modernen Errungenschaften der Technik nach ein paar Jahren schrottreif, da eine Reparatur der komplizierten Technik (s. Golf TDI von 1992 mit Turboschaden) sich einfach nicht lohnt.

Heute ist es aus den genannten Gründen daher sinnvoll, entweder eine Billigkiste á la Hyundai zu kaufen und sie nach 5 Jahren zu entsorgen, oder einen Lexus zu fahren, wie ich fürchte…

Grüße,

Mathias

Hallo Jürgen,

Wieso reglementieren eigentlich alle Hersteller von besonders
teuren Autos alle ihre Produktionszahlen? (Ferrari,
Lamborghini etc) Jedes Modell wird nur in einer bereits vorher
festgelegten Stückzahl gebaut obwohl vermutlich auch ein
Vielfaches dessen verkauft werden könnte.

Wie kommst Du auf diese Idee?
ad 1) Bei einigen der Autos entspricht der Herstellpreis nicht
dem (exorbitanten) Verkaufspreis, sondern ist tatsächlich
höher. Dies ist dann eine Markierungsaktion des Konzerns
dahinter.
ad 2) Die Anzahl der Menschen, die zum Teil mehrere
hunderttausend Euro für ein höllisch unbequemes Sportgerät
ausgeben, ist begrenzt auf wenige tausend weltweit(!) Wo
sollen Deine Vielfachen herkommen?

Zu 1) Ich stimme Dir zu. Ich arbeite bei Porsche und kann sagen, dass nach meiner Einschätzung (Einblicke in die Kalkulationen habe ich nicht) der Carrera GT wirklich nur eine „schwarze 0“ einbringt. Die Karosserie ist handgefertigt, Werkzeuge für nur 1000 Einsätze sind sehr teuer usw. Nur mal als Beispiel ein kleines Kunsstoffteil, Werkzeugkosten ca. 6000EUR, Herstellung ca. 1200EUR, Nebenkosten noch nicht berücksichtigt, macht 7,20EUR pro Teil, dass als Massenprodukt wenige Cent kosten würde.

Der Sinn der limitierten Fahrzeuge ist wirklich nur die Marke exclusiv zu halten: Schaut mal, das können wir. Und nur die Besten/Reichsten können sich unser Glanzstück leisten.

Gerne würde Porsche auch weniger Fahrzeuge bauen, aber um bei dem Imageträger GT-Rennserie mitmachen zu dürfen, müssen mindestens 1000 Fahrzeuge gefertigt werden, da diese Möglichkeit in Betracht gezogen wird. Ansonsten könnte man die Anzahl der Fahrzeuge noch geringer halten und den Preis bzw. die Exklusivität noch höher schrauben.

Zu 2) Stimme Dir nicht ganz zu, ein paar mehr gibt es schon noch (lass es 10000 sein) und dazu kommt, dass die Superreichen auch nicht nur ein Fahrzeug kaufen, man braucht schließlich eins in Arabien, eins in Monte Carlo eins in…

Gruß
Karsten

Naja
Hallo!

sondern auch die Topmodelle anderer Hersteller (Als Beispiel :
VW Phaeton, Mercedes S-Klasse und SLR, BMW 7er, Porsche GT3,
Maybach und die von die von dir genannten Hersteller). Diese
Modelle dienen primär als Image- bzw. als Technologieträger
der Marken. Die Entwicklung dieser Modelle kostet ein
vielfaches von dem eines Volumenmodells (Opel Astra, VW Golf,
etc.).

Das kann man so nicht sagen.
Ich hab noch die Aussage von einem Interview aus einer bekannten AutoZeitung im Kopf, in der ein Mitglied der Führungsetage eines großen Herstellers feststellte, dass eine Produktion der „Top-Modelle“ die meiste Kohle reinfährt.

Das erscheint auch mit dem Hintergrund am logischsten, dass die Technischen Aufwendungen zur Entwicklung des Fahrzeuges nicht so gross sind wie man eigentlich vermutet.
Sehr viele Teile werden heutzutage zugekauft und brauchen „nur“ beim Anbieter abgerufen werden oder man bedient sich (bei Motoren) in dem Regal der bereits verfügbaren.
Bei der Materialauswahl des Innenraumes ist mit ein paar Euro Mehreinsatz, eine Gefühlsmässige verdoppelung der Qualität spürbar.
Eine Entwicklung des Fahrzeuges ist auf ein Minimum beschränkt. Ledeglich Karrosserie- und Design muss festgelegt werden, diese tragen am weitesten zum Kaufargument eines Kunden bei. Umfangreiche Test’s sind dann warscheinlich die aufwendigste Massnahme um ein Fahrzeug serienreif zu gestalten.
Ergebnisse der „Regalgriffe“ können wir dann immer wieder spüren.
Entweder in Rückrufaktionen übergreifender Modellinien (z.B. A4, A6, Passat oder Lupo, Ibiza, Polo) oder bei „Wohlfühlfaktor“. Ich komme mir jedenfalls verarscht vor, wenn ich aus einem A6 aussteige in einen Passat wieder ein und fühle mich im „gleichen“ Auto (z.B. Armaturen).
Sonderentwicklungen, wie der Bugatti, sind dann ein schönes Beispiel der Hilflossigkeit eines so riesigen Konzernes, dass mann sich ausser auf Technik nur noch auf Abzocke an der Basis orientiert.
Es ist in der Tat so, dass ein Fahrzeug bei dieser Firma, welches für 20tEur im Laden steht, einen realistischen Preis von 10tEur hat, incl. aller Entwicklung, Material u. Löhnen. Der restliche Betrag ist „Marketing“, wie es so schön heisst.
Bei dieser Desorientierung der Finanzpolitik, müssen die aber wohl von Ihrem Marketingbatzen inzwischen einiges in Kulanz und Garantie umleiten.

@Karsten Beispiel Porsche
Welches Modell ist bei Porsche garantiert „neu“ eigenentwickelt (letzten 3-4 Jahre).
Der Cheyenne ist ein gemeinsames Projekt mit VW. Der Boxter ist schon ein paar Tage alt.
Die „neueren“ Carrera’s stehen in der Basis doch immer noch auf einem "Uraltmodell"und werfen die meiste Rendite ab. Oder täusch ich mich?
Dies ist doch ein Grund warum Porsche so gut dasteht. Noch, muss man sagen, wenn nicht bald der neue Boxter kommt.

Grüsse
Andre

Hallo!

sondern auch die Topmodelle anderer Hersteller (Als Beispiel :
VW Phaeton, Mercedes S-Klasse und SLR, BMW 7er, Porsche GT3,
Maybach und die von die von dir genannten Hersteller). Diese
Modelle dienen primär als Image- bzw. als Technologieträger
der Marken. Die Entwicklung dieser Modelle kostet ein
vielfaches von dem eines Volumenmodells (Opel Astra, VW Golf,
etc.).

Das kann man so nicht sagen.
Ich hab noch die Aussage von einem Interview aus einer
bekannten AutoZeitung im Kopf, in der ein Mitglied der
Führungsetage eines großen Herstellers feststellte, dass eine
Produktion der „Top-Modelle“ die meiste Kohle reinfährt.

Das erscheint auch mit dem Hintergrund am logischsten, dass
die Technischen Aufwendungen zur Entwicklung des Fahrzeuges
nicht so gross sind wie man eigentlich vermutet.
Sehr viele Teile werden heutzutage zugekauft und brauchen
„nur“ beim Anbieter abgerufen werden oder man bedient sich
(bei Motoren) in dem Regal der bereits verfügbaren.

Porsche hat für den Carrera GT einen Zehnzylinder, der zwar teilentwickelt war (für die GT-Rennserie), hat aber so gut wie keine Gleichteile zu den Boxermotoren. Für die Rennserie waren es Einzelanfertigungen, jetzt werden Serienteile benötigt.

Bei der Materialauswahl des Innenraumes ist mit ein paar Euro
Mehreinsatz, eine Gefühlsmässige verdoppelung der Qualität
spürbar.

Ein verändertes MAterial muß durch alle Zwangsprüfungen, die für Neufahrzeuge in Serie Vorschrift sind (Materialverträglichkeit, - beständigkeit, Entsorgunsfähigkeit, Zuverlässigkeitsprüfungen etc.).
Das ist ein Riesenaufwand (den sich die Zulieferer bezahlen lassen).

Eine Entwicklung des Fahrzeuges ist auf ein Minimum
beschränkt. Ledeglich Karrosserie- und Design muss festgelegt
werden, diese tragen am weitesten zum Kaufargument eines
Kunden bei. Umfangreiche Test’s sind dann warscheinlich die
aufwendigste Massnahme um ein Fahrzeug serienreif zu
gestalten.

Na ja, wie einfach stellst Du dir eine Gestaltung der Karosserie vor?
Crashtstanforderungen, allgemeine Forderungen an Fahrzeuge, riesige Mengen von Vorschriften. Von der Designidee bis zur endgültigen Form ist es ein langer Weg.

@Karsten Beispiel Porsche
Welches Modell ist bei Porsche garantiert „neu“
eigenentwickelt (letzten 3-4 Jahre).
Der Cheyenne ist ein gemeinsames Projekt mit VW. Der Boxter
ist schon ein paar Tage alt.
Die „neueren“ Carrera’s stehen in der Basis doch immer noch
auf einem "Uraltmodell"und werfen die meiste Rendite ab. Oder
täusch ich mich?
Dies ist doch ein Grund warum Porsche so gut dasteht. Noch,
muss man sagen, wenn nicht bald der neue Boxter kommt.

Es ist durchaus richtig, dass die Rendite bei den 911ern sehr gut ist, dass liegt aber daran, dass die Kunden insbesondere bei den exclusiven Modellen (Turbo, GT2, C4S) bereit sind, für ein geringfügig modifiziertes Modell einen horrenden Mehrpreis auszugeben, um sich von der „Masse“ der restlichen Porsche abzuheben.
Das das Desing nur geringfügig überarbeitet wird, ist zwar richtig, aber jede kleine Änderung zieht einen Rattenschwanz an neuen Genehmigungsverfahren hinter sich her.
Ich nehme jetzt mal das Beispiel Motorenentwicklung: die Grundidee Boxer ist seit Jahrzehnten gleich, jedoch wurden die Motore immer weiterentwicklet, so das die aktuelle Version EURO4 erfüllt. Dahinter steckt ein Riesenentwicklungsaufwand, obwohl das Konzept natürlich gleich bleibt. Aber Materialien ändern sich Steuerungen usw.

Und keine Sorge, Neuentwicklungen sind ständig im Gange :smile:)

Gruß

Karsten

Hallo!

Ich nehme jetzt mal das Beispiel Motorenentwicklung: die
Grundidee Boxer ist seit Jahrzehnten gleich, jedoch wurden die
Motore immer weiterentwicklet, so das die aktuelle Version
EURO4 erfüllt.

Zum Thema Euro4 sind einem Bekannten von mir hinter verdeckter Hand ganz andere Sachen zu Ohren (und in die Steuergeräte) gekommen :wink:

Und keine Sorge, Neuentwicklungen sind ständig im Gange :smile:)

Klar.

und wech
Grüsse
Andre