Kia Sorento Erfahrungen gesucht

Hi!

Bin gerade geschaeftlich in Korea und habe mir zu diesem Zweck einmal angesehen, was die Leute hier so fahren. Irre populaer ist der o.g. SUV.
Ich fand den Wagen in Deutschland schon ganz nett, hier mit etwas besseren Raedern aber noch besser.
Nun meine Frage: wer hat schon Erfahrungen mit dem Wagen. Er kostet bei uns ausstattungsbereinigt ziemlich genau die Haelfte eines BMW X5 und das Design finde ich einfach klasse. Auch innen kann man den Wagen lassen, bei anderen sog. deutschen Premiumherstellern geht es zwei Klassen darunter bei gleichem Preis deutlich billiger zu…

Haelt nun das Gefaehrt, was es verspricht? Wie lauft der V6 auf der Autobahn? Was verbraucht er?

Danke Euch und viele Gruesse,

Mathias

Lieber Mathias,

Bin gerade geschaeftlich in Korea und habe mir zu diesem Zweck
einmal angesehen, was die Leute hier so fahren. Irre populaer
ist der o.g. SUV.

Hast Du Dich mal gefragt, warum das so ist ? Die fahren das Ding weil sie müssen.
Die sdkoreanische Autoindustrie ist ein hochsubventionierter Vernichter ausländischer Arbeitsplätze. Der südkoreanische Markt wird durch horrende Zölle und Strafsteuern gegen ausländische Konkurrebnz abgeschottet, der Südkoreaner muß also einheimische Produkte kaufen. Tut er es nicht und ist bereit > 200% Zoll und Steuern auf einen Mercedes zu zahlen so macht er sich verdächtig illegal an das viele Geld gekommen zu sein. Die Steuerfahndung läßt ihn dann nicht mehr los. Das haben mir Kollegen aus Seoul selbst erzählt.
Um an Devisen zu kommen (der Won ist im Weltmarkt nichts wert) werden Kias, daewoos und so weiter zum Dumpingpreis im Ausland verhökert, den Verlust decken die Käufer in Südkorea mit marktfernen Preisen.
Wurden bisher veraltete Designlizenzen gekauft um am einheimischen Markt Autos anbieten zu könenn die wenigstens äußerlich den begehrten Mercedes und Opel ähnlich sehen so werden nun auch schon dreiste Designkopien in Europa angeboten. Es gab ein Agreement das Design der alten E-Klasse (mit den viereckigen Scheinwerfern) und des alten Opel Kadett E in Korea anzubieten, aber besonders die Mercedeskopie nur für den einheimischen Markt. Inzwischen gibt es den Nachbau der neueren E-Klasse auch schon bei uns:
http://www.opirus.de/design.php
Entweder ein frecher Akt der Markenpiraterie oder ein unglaublich dummer Fehler bei der Lizenzvergabe von Mercedes.
Oder glaubst Du, daß die Ähnlichkeit mit Typbezichnung und Frontansicht mit Jaguar im folgenden Fall wirklich „Zufall“ ist:
http://hyundai.de/Seiten/Modelle/XG/XG.htm

Wenn Du mal die Angebote der Koreaner durchsiehst wirst Du merken, was auch mir schon aufgefallen ist und was sie mit den Japanern gemeinsam haben: Keine modernen Dieselmotoren, generell sehr bescheidene Motorenauswahl, kaum Möglichkeiten sich das Auto zusammenzustellen, das man haben will, man wird gezwungen für ein Detail das einem wichtig ist ein ganzes Ausstattungspaket zu kaufen, in dem sich oft jede Menge teuren Blödsinns versteckt usw.
Dafür bekommst Du dann ein Auto, das schneller an Wert verliert als das Wort eines Schröder…
… und bei dem die Reparaturen dann richtig ins Geld gehen… wie bei Schröder…

Gruß
Bernd

Lieber Bernd,

Wenn Du mal die Angebote der Koreaner durchsiehst wirst Du
merken, was auch mir schon aufgefallen ist und was sie mit den
Japanern gemeinsam haben: Keine modernen Dieselmotoren,
generell sehr bescheidene Motorenauswahl, kaum Möglichkeiten
sich das Auto zusammenzustellen, das man haben will, man wird
gezwungen für ein Detail das einem wichtig ist ein ganzes
Ausstattungspaket zu kaufen, in dem sich oft jede Menge teuren
Blödsinns versteckt usw.

Soviel gemeinsam haben sie mit den Japanern nicht:

  • Japanische Autohersteller produzieren immer mehr in den Ländern, wo die betreffenden Modelle gebraucht werden, so wie es umgekehrt die deutschen machen.

  • Japan schottet seinen Markt überhaupt nicht ab. BMW, MB und VW sind begehrte Fahrzeuge dort.

  • Daß man einen ausländischen Wagen nicht so zusammenstellen kann wie ein heimisches Modell ist überall so, da die Hersteller auswählen, was der Kunde nach den Mehrheitsbeürfnissen angeboten bekommt. Ich habe mich auch schon geärgert, daß es meinen CorollaVerso nicht mit Diesel UND Automatik gibt. In Japan kannst Du für den Wagen alle möglich Variationen, sogarmit Allrad haben, nur nicht als Diesel, da Diesel in Japan keine Käufer finden.

  • Im ersten Jahr seines erscheinens 1996 setzte Hyundai in 9 Monaten 16000 Fahrzeuge in Deutschland ab. Dank der Koreanischen Zollpolitik ließen sich zeitgleich nur 467 Deutsche Fahrzeuge in Korea absetzen !!! Dahingehend gebe ich Bernd uneingeschränkt Recht.

gruß

dennis

Lieber Bernd,

Wenn Du mal die Angebote der Koreaner durchsiehst wirst Du
merken, was auch mir schon aufgefallen ist und was sie mit den
Japanern gemeinsam haben: Keine modernen Dieselmotoren,
generell sehr bescheidene Motorenauswahl, kaum Möglichkeiten
sich das Auto zusammenzustellen, das man haben will, man wird
gezwungen für ein Detail das einem wichtig ist ein ganzes
Ausstattungspaket zu kaufen, in dem sich oft jede Menge teuren
Blödsinns versteckt usw.

Soviel gemeinsam haben sie mit den Japanern nicht:

  • Japanische Autohersteller produzieren immer mehr in den
    Ländern, wo die betreffenden Modelle gebraucht werden, so wie
    es umgekehrt die deutschen machen.

Stimmt. Mein Vergleich J+ROK gegen andere bezog sich aber auch nur auf den von Dir zitierten Text.

  • Japan schottet seinen Markt überhaupt nicht ab. BMW, MB und
    VW sind begehrte Fahrzeuge dort.

Mag sein - weiß ich für J nicht. Mein Vergleich J+ROK gegen andere bezog sich aber auch nur auf den von Dir zitierten Text.

  • Daß man einen ausländischen Wagen nicht so zusammenstellen
    kann wie ein heimisches Modell ist überall so, da die
    Hersteller auswählen, was der Kunde nach den
    Mehrheitsbeürfnissen angeboten bekommt. Ich habe mich auch
    schon geärgert, daß es meinen CorollaVerso nicht mit Diesel
    UND Automatik gibt. In Japan kannst Du für den Wagen alle
    möglich Variationen, sogarmit Allrad haben, nur nicht als
    Diesel, da Diesel in Japan keine Käufer finden.

Das haben aber gerade Japaner und Koreaner gemeinsam.

  • Im ersten Jahr seines erscheinens 1996 setzte Hyundai in 9
    Monaten 16000 Fahrzeuge in Deutschland ab. Dank der
    Koreanischen Zollpolitik ließen sich zeitgleich nur 467
    Deutsche Fahrzeuge in Korea absetzen !!! Dahingehend gebe ich
    Bernd uneingeschränkt Recht.

Danke

Gruß
Bernd

Hallo Bernd,

es ist sicher was dran an Deinem Standpunkt, aber ich zwei Dínge möchte ich doch zu Gunsten der Koreaner erwähnen: Die Geschichte mit den fehlenden modernen Dieselmotoren stimmt schon längere Zeit nicht mehr. Hyundai verbaut dier Diesel von Daimler-Benz. MB ist schließlich auch am Unternehmen beteiligt.
Zum Zweiten: Der Preisvorteil ist in der Tat so immens, das auch das Argument mit dem niedrigen Wiederverkaufswert nicht zieht. Beispiel: Hyundai Elantra CRDI 113 PS, EU-Import, Vollausstattung, vor zwei Jahren für 12.990 gekauft. (dt. Listenpreis: 18500 Euro). Heutiger Händlereinkaufswert nach Schwacke (45000 gelaufen): 10.500 Euro.
Ich empfinde den Preis immer noch als beeindruckend.

Gruß

Michael

.:Lieber Mathias,

Bin gerade geschaeftlich in Korea und habe mir zu diesem Zweck
einmal angesehen, was die Leute hier so fahren. Irre populaer
ist der o.g. SUV.
Hast Du Dich mal gefragt, warum das so ist ? Die fahren das
Ding weil sie müssen.
Die sdkoreanische Autoindustrie ist ein hochsubventionierter
Vernichter ausländischer Arbeitsplätze. Der südkoreanische
Markt wird durch horrende Zölle und Strafsteuern gegen
ausländische Konkurrebnz abgeschottet, der Südkoreaner muß
also einheimische Produkte kaufen. Tut er es nicht und ist
bereit > 200% Zoll und Steuern auf einen Mercedes zu zahlen
so macht er sich verdächtig illegal an das viele Geld gekommen
zu sein. Die Steuerfahndung läßt ihn dann nicht mehr los. Das
haben mir Kollegen aus Seoul selbst erzählt.
Um an Devisen zu kommen (der Won ist im Weltmarkt nichts wert)
werden Kias, daewoos und so weiter zum Dumpingpreis im Ausland
verhökert, den Verlust decken die Käufer in Südkorea mit
marktfernen Preisen.
Wurden bisher veraltete Designlizenzen gekauft um am
einheimischen Markt Autos anbieten zu könenn die wenigstens
äußerlich den begehrten Mercedes und Opel ähnlich sehen so
werden nun auch schon dreiste Designkopien in Europa
angeboten. Es gab ein Agreement das Design der alten E-Klasse
(mit den viereckigen Scheinwerfern) und des alten Opel Kadett
E in Korea anzubieten, aber besonders die Mercedeskopie nur
für den einheimischen Markt. Inzwischen gibt es den Nachbau
der neueren E-Klasse auch schon bei uns:
http://www.opirus.de/design.php
Entweder ein frecher Akt der Markenpiraterie oder ein
unglaublich dummer Fehler bei der Lizenzvergabe von Mercedes.
Oder glaubst Du, daß die Ähnlichkeit mit Typbezichnung und
Frontansicht mit Jaguar im folgenden Fall wirklich „Zufall“
ist:
http://hyundai.de/Seiten/Modelle/XG/XG.htm

Wenn Du mal die Angebote der Koreaner durchsiehst wirst Du
merken, was auch mir schon aufgefallen ist und was sie mit den
Japanern gemeinsam haben: Keine modernen Dieselmotoren,
generell sehr bescheidene Motorenauswahl, kaum Möglichkeiten
sich das Auto zusammenzustellen, das man haben will, man wird
gezwungen für ein Detail das einem wichtig ist ein ganzes
Ausstattungspaket zu kaufen, in dem sich oft jede Menge teuren
Blödsinns versteckt usw.
Dafür bekommst Du dann ein Auto, das schneller an Wert
verliert als das Wort eines Schröder…
… und bei dem die Reparaturen dann richtig ins Geld
gehen… wie bei Schröder…

Gruß
Bernd

Hi!

Unabhaengig von dem Kram, den die anderen da abgelassen haben (was im Uebrigen auch nicht die Frage betrifft) muss ich sagen, dass der Kia Sorento hier in Deutschland nicht umsonst mittlerweile eine Wartezeit von 1 Jahr hat.

Er hat einen immens hohen Wertverlust, da die Koreaner ein mieses Image haben und dieses meistens tatsaechlich auch noch verdienen.

Die Motorenauswahl ist nicht riesig, aber die Motorenvielfalt ist eher eine deutsche Krankheit. Wenn man sich den US Markt oder auch nur bei Nachbarn, wie z.B. GB, I, F oder ESP guckt, dann wird man feststellen, dass alle auch dort ansaessigen Hersteller mit maximal 4 Benzinern und weiteren Dieseln antreten und nicht wie hier mit 6-8 Benzinern und weiteren vier Dieselaggregaten. Soll uns auch nicht weiter stoeren, denn ich weiss nicht, ob das ein Kaufkriterium fuer mich ist in welcher Motorenvielfalt ein Wagen ausgeliefert wird. Wenn es einen Motor gibt, der mir gefaellt, dann sind mir die anderen egal.

Auch das mit den Zoellen stimmt fuer Korea, aber auch da gilt Ball flachhalten. Die Leute fahren da drueben Koreaner, weil ein Koreaner eben einen Koreaner faehrt. Automobilpatriotismus nennt sich sowas und Amerika ist das einzige mir bekannte grosse Herstellerland an dessen Spitze ein auslaendisches Auto steht. Also, soviel zu dem Argument, die wuerden alle M-Klasse fahren, wenn sie ein deutsches Preisniveau haetten. Voelliger Bloedsinn. Und das mit den Subventionen halte ich fuer sehr weit hergeholt.

Auch das mit den Lizenzen stimmt, aber auch das ist kein Geheimnis und wer sich einen Kia Opirus leisten moechte, der solle das eben tun.

Zum Sorento ist zu sagen, dass der Wagen vom Preis-Leistungs-Verhaeltnis absolut unschlagbar ist. Ab 24,000 Euro gibt es einen vollwertigen SUV, wo man bei BMW oder Mercedes vielleicht gerade mal die erste Teilzahlung geleistet hat.

Die Verarbeitung ansich ist natuerlich noch nicht auf europaeischem Niveau, im Gegensatz zu den japanischen Herstellern. Die Materialien sind ok, aber nicht spitze. Zumindest sind sie nicht so billig anmutend wie in einem BMW.
Ausgestattet ist der Wagen fast komplett und lediglich Metallic Lackierung und Leder, sowie Schiebedach koennen noch als Extra bestellt werden.

Das Fahrwerk ist ok und der Motor auch. Es koennte hier und da ein wenig besser sein, aber wenn man wie gesagt mit dem Preis aufwaegt kann man sich im Endeffekt nicht beschweren.

Nicht nur Vielfahrer sollte sich das Angebot mit dem Diesel nochmal durchrechnen.

Alles in allem einer der besten Koreaner der letzten Jahre ueberhaupt. Der Kia Sorento ist vielleicht der erste Schritt fuer Kia am europaeischen Markt Fuss zu fassen und das ohne eine riesen PR-Kampagne gestartet zu haben.

TapouT