Autoimport aus USA und anderswo - Erfahrungen?

Hallo,

es gibt diverse Autotypen, die es in Deutschland/Europa in der Form nicht gibt, sei es, daß sie hier nicht gebaut werden oder sei es, daß sie nicht importiert werden (obwohl sie zulassungsfähig wären).

Um so ein Auto zu fahren, müßte es also auf eigene Faust von Übersee überführt werden.

Mich würde interessieren, wie Eure Erfahrungen mit den Speditionen sind, die einen Transport von Autos von USA oder sogar Japan nach Deutschland anbieten. Nicht selten bieten sie auch die finanzielle Abwicklung der Sache an. Kommt das Auto hier in D. so blitzsauber und kratzfrei an, wie es auf den Fotos bei ebay noch aussah? Oder holt man dann in den Seehäfen von Rotterdam, Bremerhafen oder Hamburg nur noch einen besseren Haufen Schrott ab?

Und wie teuer kommt einen der Spaß zu stehen?

Viele Grüße,
Snubbelfoot.

Hallo Schnubbelfoot,

ich bin kein Experte, habe mich aber auch mal dafür Interessiert. Ergebnis: fast immer uninteressant.
Rentiert sich nur, wenn du selbst in die Staaten fährst. Dazu: die Technik ist oft nur für die ebenen Straßen gebaut. Unsere Straßen und Wege sind dafür recht ungeeignet. Umbauen musst Du sowieso eine ganze Menge, bevor Du die Kiste beim TÜV vorfahren kannst. Teilweise bekommst Du gar keine Erstzteile passend für die EU.
Und bei Gebrauchten ist mehr als Vorsicht angebracht.
Grüße
Raimund

Hi!

Ein paar Details dazu:

ich bin kein Experte, habe mich aber auch mal dafür
Interessiert. Ergebnis: fast immer uninteressant.

Das kommt auf das Modell an.
Bei deutschen Oldtimern ist ein Re-Import oft noch sinnvoll, allerdings haben auch die Amis kapiert, dass der alte Schrott in Deutschland hoch bezahlt wird.

Rentiert sich nur, wenn du selbst in die Staaten fährst.

Das möchte ich auch unbedingt empfehlen, ein (teureres) Auto über INternet o.ä. zu erstehen, kann böse in die Hose gehen.

Dazu:
die Technik ist oft nur für die ebenen Straßen gebaut. Unsere
Straßen und Wege sind dafür recht ungeeignet.

Dies möchte ich noch etwas weiterführen: bei neuen Autos, die es auch hier zu kaufen gibt, gibt es oft technische UNterschiede zwischen US- und Europamodell.
So haben z.B. die US-Modelle (gutes Beispiel aktuell: Nissan 350Z Roadster, gibt´s dort schon, hier erst ab Herbst 2004, wollte einen haben), eine schwächere Motorkühlung, ein weicher abgestimmtes Fahrwerk und schwächere Bremsen, da in den USA ja nur um die 100 Km/h gefahren werden, und weniger Dampf wegen der strengen kalifornischen Abgasbestimmungen.

Umbauen musst Du
sowieso eine ganze Menge, bevor Du die Kiste beim TÜV
vorfahren kannst.

So z.B. Beleuchtungsanlage (rote Blinker, oft die Bremsleuchten, sind hier unzuzlässig), keine Nebelschlußleuchte vorhanden).

Teilweise bekommst Du gar keine Erstzteile
passend für die EU.

Richtig, manche Ausstattungen gibt´s hier nicht, also gibt´s dafür auch keine Teile.

Noch schlimmer wird es, wenn man Autos importiert, die es hier nicht gibt. Bei neueren Modellen, die nciht jeder Schrauber reparieren kann, steht man schnell vor massiven Problemen.

Und bei Gebrauchten ist mehr als Vorsicht angebracht.

Richtig, in den USA wird zwar andauernd das Öl gewechselt, ansonsten kümmert man sich üblicherweise nicht um den Service des AUtos. Man verkauft es nach 2-3 Jahren sowieso wieder und während dieser Zeit passiert ja üblicherweise nicht viel. Wie gesagt: die Kisten werden dort gemütlich mit 100 Km/h gefahren. 3 Jahre ohne jedweden Service ist daher keine Seltenheit.

Grüße,

Mathias