Autoabzahlung -> Fahrzeugwechsel?

Hallo an alle :smile:

Ich hab mal ne blöde Frage (mein Freund hat so ne fixe Idee):

Wir haben einen Ford Focus, den finanzieren wir über die Ford Bank, seit 15 Monaten.

Jetzt hat mein Freund „Lust auf ein anderes Auto“ und uns interessiert jetzt. ob es PRINZIPIELL möglich ist, dass uns der Händler jetzt unser Auto wieder abnimmt und wir den Vertrag auf ein anderes Auto übertragen? (Hab ich mich verständlich ausgedrückt?)

Wie sieht es dabei mit den immerhin knapp 6000 € aus, die wir schon bezahlt haben, in wieweit würde das angerechnet?

Gibt es diese Möglichkeit überhaupt bzw. hat das einer von euch schon mal gemacht?

Bin da ja sehr skeptisch (weil eigentlich auch sehr zufrieden mit dem Focus…)

Bin für jede Info dankbar :smile:

Susanne

Erfahrungsbericht: Besser fertigzahlen…
Hallo zurück!

Jetzt hat mein Freund „Lust auf ein anderes Auto“ und uns
interessiert jetzt. ob es PRINZIPIELL möglich ist, dass uns
der Händler jetzt unser Auto wieder abnimmt und wir den
Vertrag auf ein anderes Auto übertragen? (Hab ich mich
verständlich ausgedrückt?)

Wie sieht es dabei mit den immerhin knapp 6000 € aus, die wir
schon bezahlt haben, in wieweit würde das angerechnet?

Gibt es diese Möglichkeit überhaupt bzw. hat das einer von
euch schon mal gemacht?

Ich habe mal meinen „alten Neuen“ (Peugeot 206 Saugdiesel, Bj.2001) im letzten Frühjahr zurückgegeben, u.a. wegen Interesse an einem anderen Wagen (der etwas weniger kostet, dieses Teil fraß mir die Haare vom Kopf…).
Erstmal war es schwierig, einen Händler zu finden, der an die Autobank (AKB) angeschlossen war und Interesse an der Rücknahme hatte (Immerhin innerhalb der nächsten 150km *g*).
Und die Rücknahme erfolgte auch nur „zum Restkreditbetrag“, also waren sowohl Anzahlung als auch sämtliche Raten futsch, zwischen Kreditbetrag und Zeitwert lag schon ein ziemlicher Batzen Geld…

Habe später mal gehört, dass das in diesem Gewerbe gang und gäbe sei… keine Gewähr.

Also: Besser fertigfinanzieren oder vorzeitig tilgen (wenn man kann), dann sieht man wenigstens noch Geld für das Auto (wenn man bereits mehr gezahlt hat als der Wertverlust bis dato beträgt, gewinnt man in jedem Fall).

Alternative: Wenn man jemand findet, der den Vertrag übernähme (und den die Autobank nicht ablehnt!), erzielt man hier das fairste Ergebnis.

Gruß
GM

Hallo Susanne,

natürlich kann der Händler den Gebrauchten in Zahlung nehmen. Einen Vertrag übertragen - daran glaube ich nicht.
Stolpersteine können sein:

  1. Auto über externe Bank finanziert = Auto als Sicherheit für Kredit = Breif bei der Bank = Bank muß zustimmen
  2. Der Preis für das neue Auto + der neue Kredit ist größer als die Summe aus dem Restwert des „alten“ Autos + Eigenleistung. Dann steht dem neuen Kredit möglicherweise kein adäquater Gegenwert (sprich: Sicherheit) gegenüber. Da kommt natürlich noch die allg. Bonität hinzu, wenn ihr noch ein Wertpapierdepot mit ein paar 10-tausend Euronen im Kreuz habt, dann macht das nichts.

Grundsätzlich gebe ich aber zu bedenken, daß nach 15 Monaten gerade ein großer Wertverlust des aktuellen Fahrzeugs eingetreten ist. Das kann euch solange egal sein, wie ihr das Auto behaltet, beim Verkauf wird der Verlust aber sofort realisiert.
Nehmen wir einmal an, ein Auto ist Notwendigkeit und kein reiner Konsum. Langfristige Güter (wie z.B. KFZ oder Häuser) werden langfristig finanziert. Ihr habt also eine Investition, die noch nicht einmal bezahlt ist und eigentlich langfristig laufen soll damit der Wertverlust über viele Jahre abgeschrieben werden kann. Nun soll diese (noch nicht bezahlte) Investition gegen eine wahrscheinlich höhere Neuinvestition eingetauscht werden, ich vermute mal, weil der neue Wagen schöner, schneller oder sonstwas ist, jedenfalls nicht zwingend notwendig. Mit dem nun zu realisierenden Wertverlust plus dem neuen Kredit finanziert ihr also letztendlich Konsum i.S.v. Luxus auf Pump. Das ist effektiv: Geld verbrennen.

Anders gesagt: Das teuerste an einem neuen Auto ist der erste Dreh am Zündschlüssel. Dann sind nämlich von beispielsweise 20 T€ Kaufpreis nur noch 18 T€ übrig, der Rest ist Wertverlust. Ohne nun eine Schwackeliste zur Hand zu haben rechnen wir mal vereinfacht und unter Annahmen durch:
Focus (akt. Auto)
Neupreis: 20.000 Euro
Restwert: 15.000 Euro
Bezahlt: 6.000 Euro
KOSTEN bisher: 20.000 - 15.000 + 6.000 = 11.000 Euro. Das sind also 11.000/15*12 = 8800 Euro im Jahr
Wenn das Auto bis Restwert Null behalten wird so kostet es (Kaufpreis + Kreditkosten)/Jahre, nehmen wir einmal an: (20.000+2.000) / 10 = 2200 Euro im Jahr.
In beiben Fällen habe ich die Unterhaltskosten außen vor gelassen und vereinfacht angenommen: die sind konstant.
Siehst Du, was ich meine ? Was ihr bisher bezahlt habt ist dem Händler oder der Bank Sch***egal, der Händler gibt euch den Händlerankaufspreis nach Schwacke, die Bank hat Euch Kohle geliehen die sie wieder haben will. Demn alten Kredit zahlt ihr weiter, bei guter Bonität bekommt ihr einen zweiten Kredit oben drauf, den ihr abbezahlt. Der Wertverlust ist euer Problem und fertig.

Fazit: Auch wenn´s noch so juckt, ich würd´s lassen.
Wenn´s euch hilft: Mir geht es ähnlich. Für meinen Astra (6,5 Jahre, 130 Tkm) kriege ich fast nix mehr, der muß laufen bis zum geht nicht mehr, der rechnet sich erst jetzt. Auch wenn der C-Max noch so lockt.
Lieber noch drei Jahre sparen (und magere Zinsen kassieren statt fette zu zahlen !) und den Wertverlust des Astra auf längere Zeit strecken statt jetzt zu realisieren.

Gruß
Bernd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Oh Susanne !
Wie auch immer - das kostet ! Mehr oder weniger. meistens mehr.
das hängt dann von der vertragsgestaltung, dem restwert, dem fahrzeug, der geschäftslage des händlers etc. ab.

mein tip: weiter zahlen bis der wagen euch gehört.
und dann schaun mer mal.

und noch ein tip: ein auto sollte nicht mehr als drei monatsgehälter +/- kosten. wegen schieflage des budgets.

weil - das kostet alles mehr als man glaubt. bei meinem jetzigen ist die inspektion dran, plus steuerriemen, (ist verschleißteil und damit ok) plus wasserpumpe, macht rund 1000 € cash.
wenn du jetzt schon mit den normalen laufenden kosten ausgelastet bist - na bingo ! dann siehst du alt aus.

also, nochmal mein rat, ruhe bewahren, abzahlen, und dann schaun mer mal.
mfg
t.

Also ich hatte mit meinem ersten Auto einen Totalschaden, habe mir für zwischendurch ein Auto für 1000 DM gekauft und der Bank als Sicherheit gegeben (den Fahrzeugschein/Brief) denn der erste (ein Seat) war noch längst nicht abbezahlt.
Nachdem das 2. Auto dann auseinanderfiel, habe ich dieses an ein Autohaus abgegeben (habe sogar noch 247€ bekommen, obwohls schrottreif war) und ein neues Auto (Ford Escort) gekauft, auf Kredit.
Damals hat das Autohaus des Rest den Seat ausgelöst und den Wert des Kredits auf den neuen Kredit aufgeschlagen. Also ist es prinzipiell möglich!

Der Ford ist Gott sei Dank mittlerweile abbezahlt, und nun hab ich wieder ein neues Auto, nen Deawoo, hoffe der hält länger als 2 Jahre (nicht wie bei dem Ford).

Gruß Wizard of War