Bremsverzögerung bei PkW bzw. F1-Auto

Hallo,
weiß jemand hier zufällig die Bremsverzögerungswerte aktueller Autos bzw. der F1-Boliden? Die Beschleunigung steht ja fast immer im Prospekt :smile:

Cu Rene

Hi René,

weiß jemand hier zufällig die Bremsverzögerungswerte aktueller
Autos bzw. der F1-Boliden? Die Beschleunigung steht ja fast
immer im Prospekt :smile:

Also: ein moderner PKW verzögert mit max. 9 - 10 ms^2 (etwa 1g)
Ein F1 Auto mit bis zu 5 (!) g.
Links:
http://www.motorsport-and-more.com/html/ags_formel_1…

http://www.pantarhei.tu-cottbus.de/Vortraege_Inno/K_…
Auf Seite 4 ist eine Gegenüberstellung PKW / F1.

Gruß
Bernd

Hi Bernd!

Also: ein moderner PKW verzögert mit max. 9 - 10 ms^2 (etwa
1g)
Ein F1 Auto mit bis zu 5 (!) g.

Ui, das ist aber heftig. Das geht dann aber wohl nur bei höheren Geschwindigkeiten, wenn der Wagen durch den aerodynamischen Abtrieb entsprechend fest auf die Fahrbahn gepresst wird, oder?

Ansonsten düfte doch aufgrund des Haftreibungskoeffizienten für Gummi auf Asphalt so ungefähr bei 1 g Schluss sein, oder?

Gruß

Stefan

Hallo Stefan,
bei der Formel1 hat man Reifen, die keine 40000km halten und auch kein Profil haben. Die kleben etwas besser auf dem (sauberen) Asphalt als die von einem Normalauto. Wobei ich aber keine Daten habe.
Gruß
Axel

Lieber Axel,

ein F1 Auto erzeugt genug aerodynamischen Abtrieb um ab ca. 150 km/h kopfüber unter der Decke langfahren zu können.
Nicht umsonst erreicht man mit immerhin > 800 PS auf 600 kg vergleichsweise geringe top speeds von max. 350 km/h.
Im Straßentrim und nur für geradeaus könnte man das Getriebe auch auf > 400 km/h abstimmen, dann hebt das Teil aber schon beim ersten Fliegenschiß ab.

Gruß
Bernd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Bernd!

ein F1 Auto erzeugt genug aerodynamischen Abtrieb um ab ca.
150 km/h kopfüber unter der Decke langfahren zu können.

*Grins* Also auf einen Versuch möchte ich das lieber nicht ankommen lassen. Kleinflugzeuge wiegen nicht viel mehr als so ein F1-Geschoss und die brauchen viel größere Tragflächen um ungefähr bei dieser Geschwindigkeit abheben zu können.
Das geht dann wohl nur, wenn eben nicht der von dir zitierte Fliegenschiss an der Decke hängt. :wink:

Nicht umsonst erreicht man mit immerhin > 800 PS auf 600 kg
vergleichsweise geringe top speeds von max. 350 km/h.

Das ist doch jetzt aber nicht so verwunderlich. Dass trotz brachialer Motorleistung nur vergleichsweise geringe Geschwindigkeiten 'rauskommen liegt doch einfach daran, dass der Leistungsbedarf proportional zur dritten Potenz der Geschwindigkeit ist.
Wenn du der F1-Hülle nur einen 75PS-Motor spendierst, kommst du damit also immerhin noch auf eine Höchstgeschwindigkeit von knappen 160km/h, was ja gemessen an Straßenfahrzeugen gar nicht so unrealistisch ist.

Gruß

Stefan

Hi Stefan,

ein F1 Auto erzeugt genug aerodynamischen Abtrieb um ab ca.
150 km/h kopfüber unter der Decke langfahren zu können.

*Grins* Also auf einen Versuch möchte ich das lieber nicht
ankommen lassen. Kleinflugzeuge wiegen nicht viel mehr als so
ein F1-Geschoss und die brauchen viel größere Tragflächen um
ungefähr bei dieser Geschwindigkeit abheben zu können.
Das geht dann wohl nur, wenn eben nicht der von dir zitierte
Fliegenschiss an der Decke hängt. :wink:

Da scheinst Du mir aber zwei ziemlich verschiedene Sachen zu vergleichen. Beim F1 wird letztendlich der größte teil des Anpreßdrucks UNTER dem Auto erzeugt, daher ist der Abstand Chassis (incl. Frontflügel und Diffusor) zum Boden extrem wichtig. Und vor allem nahezu konstant.
Beim Flugzeug ändert sich dies, es muß in der Lage sein sich in der Luft zu halten, ohne jeden Ground effect. Könnte ein Flugzeug mit konstantem Abstand „unter der Decke entlang“ fliegen und hätte es darauf optimierte Flügel und Rumpf, so sähe es schon anders aus.
Aerodynamische Effekte benötigen Kraft, sprich Motorleistung.
(NB: deswegen lach ich mich ja jedesmal schlapp, wenn Jupp Asi sich den dritten Spoiler an den 110 PS GT-, GS-, sonstwas - I schraubt).
Das heißt: Das Gleichgewicht zwischen Topspeed und Anpreßdruck (= Kurvenspeed) ist der Trick.

Nicht umsonst erreicht man mit immerhin > 800 PS auf 600 kg
vergleichsweise geringe top speeds von max. 350 km/h.

Das ist doch jetzt aber nicht so verwunderlich. Dass trotz
brachialer Motorleistung nur vergleichsweise geringe
Geschwindigkeiten 'rauskommen liegt doch einfach daran, dass
der Leistungsbedarf proportional zur dritten Potenz der
Geschwindigkeit ist.
Wenn du der F1-Hülle nur einen 75PS-Motor spendierst, kommst
du damit also immerhin noch auf eine Höchstgeschwindigkeit von
knappen 160km/h, was ja gemessen an Straßenfahrzeugen gar
nicht so unrealistisch ist.

Einspruch, Euer Ehren.
Für 160 km/h mit 75 PS brauchts bei weitem kein F1 Chassis, das schafft sogar mein Astra F.

Wenn man nun einen F1 soweit von vortriebfressender Aerodynamik befreit, daß er grade noch auf der Straße bleibt, solange er nur geradeaus fährt, dann sind 400 km/h locker drin.
Schon nahe dran:
http://www.fast-cars.ch/McLaren_F1_pictures.htm

Aber: dann darf wirklich nichts die fahrt stören, wenn da im Graben ein Igel hustet, dann ist´s Essig mit der Haftung, es kommt Luft unters Auto und dann… fliegst Du.
So wie Schumi II damals.
Gruß
Bernd

Hi Bernd

ein F1 Auto erzeugt genug aerodynamischen Abtrieb um ab ca.
150 km/h kopfüber unter der Decke langfahren zu können.

*Grins* Also auf einen Versuch möchte ich das lieber nicht
ankommen lassen. Kleinflugzeuge wiegen nicht viel mehr als so

[…]

Beim Flugzeug ändert sich dies, es muß in der Lage sein sich
in der Luft zu halten, ohne jeden Ground effect. Könnte ein

OK, übergezeugt. Trotzdem überlasse ich den Versuch gerne anderen. Und überhaupt ist das bestimmt auch ganz ungesund wegen dem Blutstau im Kopf und so… ;-p

Für 160 km/h mit 75 PS brauchts bei weitem kein F1 Chassis,
das schafft sogar mein Astra F.

Das meinte ich ja gerade auch. Dass sich eine F1-Verkleidung im cwA Wert gar nich so sehr von einem PKW unterscheidet. Auch wenn die Aerodynamik natürlich eine völlig andere ist.

Wenn man nun einen F1 soweit von vortriebfressender
Aerodynamik befreit, daß er grade noch auf der Straße bleibt,
solange er nur geradeaus fährt, dann sind 400 km/h locker
drin.

Ist denn bei 350 wirklich die absolute Höchstgeschwindigkeit für die gegebene Aerodynamik erreicht, oder werden die Getriebe einfach auf diese Höchstgeschwindigkeiten abgestimmt, weil sich in Ermangelung ausreichend langer Geraden auf den Rennstrecken gar keine Möglichkeit ergibt noch bedeutend schneller zu fahren?

Aber: dann darf wirklich nichts die fahrt stören, wenn da im
Graben ein Igel hustet, dann ist´s Essig mit der Haftung, es
kommt Luft unters Auto und dann… fliegst Du.

Wäre ja mal interessant, wenn auch mal Fahrzeuge mit während der Fahrt verstellbaren Spoilern/Flügeln gefahren würden. So könnte man die Aerodynamik der jeweiligen Fahrsituation anpassen und z.B. beim Bremsen oder in Kurven gezielt den Abtrieb erhöhen…

Gruß

Stefan