Hi!
Dass es irgendwelche Probleme hinsichtlich der Aufdeckung
Deiner achso böse „Steuerhinterziehung“ geben könnte,
Ich fühle mich jetzt einfach mal angesprochen.
Nun, wenn für dich die Steuerhinterziehung nichts wirklich
schlimmes ist, kannst Du ja locker-flockig bescheißen…
Wer sagt denn, dass hier „beschissen“ wird?
Schließlich besteht zunächst einmal ein Wohnsitz am Ort der Zulassung. Dass ich mich dort seltener aufhalte als in Deutschland, muss man zunächst einmal belegen, bevor man „bescheissen“ unterstellen darf.
Aber so etwas kann sich durchaus rächen!
Leider gilt die Steuerhinterziehung etwas in Deutschland noch
immer als Kavaliersdelikt - und man kann sogar abends am
Stammtisch damit prahlen (ähnlich wie mit
Versicherungsbetrug). Allerdings sehen die zuständigen
Gerichte so etwas meist „etwas“ anders.
Kann man Steuerhinterziehung nachweisen, so ist es völlig o.k., sie zu ahnden.
Daß das Ganze ein Betrug zu Lasten der Allgemeinheit ist,
interessiert dich ja offensichtlich eh weniger.
Aber lassen wir das…
Es ist unangebracht, mir hier moralinsaure Vorträge über Steuerehrlichkeit zu halten.
Es wurde gefragt, was machbar ist, und ich habe geantwortet.
Ich selbst fahre ein in Deutschland zugelassenes Auto vornehmlich in Deutschland.
Was soll das also?
wüsste
ich jetzt nicht. Sonst gäbe es ja auch bei auf den
Zweitwohnsitz innerhalb Deutschlands zugelassenen Fahrzeugen
reihenweise Probleme. Wer solld as denn überwachen??
DAS ist ja nun ausgemachter Blödsinn!
Keineswegs. Unabhängig davon, dass Dein Diskussionsstil gewaltig zu wünschen übrig lässt, möchte ich darum bitten, zunächst einmal nachzudenken, bevor Du losschießt.
Wenn ich meinen Lebensmittelpunkt und üblichen Aufenthaltsort in HH habe, mein Wagen jedoch auf meinen Zweitwohnsitz in München zugelassen ist, so sind die Hamburger im Hinblick auf die Kfz-Steuer im Nachteil. Das ist illegal.
Interessieren kann das freilich niemanden, denn, wie ich bereits fragte, wer soll das prüfen?
Mit Zulassungen im europ. Ausland verhält sich das ähnlich.
Nur dass dann Deutschland insgesamt natürlich nichts mehr davon hat.
Verständlicherweise versucht der Bürger, das Optimum aus den EU-Regeln für sich herauszuholen, Frankreich z.B. hat keine Kfz-Steuer…
Ob das nun auch moraliksch eine Steuerhinterziehung ist, oder nur Nutzung der neuen Freiheit in der EU, lasse ich dahingestellt.
Bei einem auf den Zweitwohnsitz in Deutschland zugelassenen
Wagen ENTSTEHT ja keine Steuerhinterziehung, und dem Staat ist
es in dieser Beziehung relativ egal ob das Auto nun in Bayern,
Thüringen oder Bremen besteuert wird!
Die Kfz-Steuern werden von den Kommunen erhoben, s.o.
Info ist das halbe Leben.
Seit der Grenzöffnung innerhalb der EU ist das bei den
Mitgliedsländern kein Problem mehr, soviel darf ich Dir
versichern.
Oh, fein wie Du Sachen versicherst, von denen Du offenbar
keine Ahnung hast…
Leuten wie Dir werde ich kaum weitere Details erzählen.
Ich habe einige Jahre in der Vollstreckungsstelle für
KFZ-Steuern gearbeitet, und da sind mir mit schöner
Regelmäßigkeit solche Fälle wieder begegnet!
Ah, jetzt verstehe ich.
Die Polizei interessiert sich auch bei einer einfachen
Verkehrskontrolle durchaus dafür, wenn der Fahrzeughalter
einen Wohnsitz in Deutschland hält, sein Auto aber im Ausland
zugelassen hat.
Und? Wenn ein Wohnsitz im Ausland besteht, ist das Thema vom Tisch.
Wie will der Beamte überprüfen, ob der Bürger mehr im Ausland oder mehr hier ist?
Spätestens aber bei Aufnahme eines Unfalles (da reicht ein
Bagatellschaden!) geht aber immer der Hinweis an die
zuständigen Behörden raus, und schon läuft das nächste
Steuerstrafverfahren…
…was wohl in 99% der Fälle im Sande verläuft.
Aber Du hast ja teilweise sowieso eine etwas eigene Meinung
zum deutschen Rechtsystem…?
Wer diese nicht hat, sollte ernsthaft mit sich ins Gericht gehen… 
Grüße,
Mathias