Motorproblem VW Kompression?

Hallo Wissende,

die Gesamtgeschichte zum Stillstand des Wagens ist ein wenig länger…
Vor nun mehr drei Wochen blieb mir mein Jetta (Bhj. 91, 1,6l 75PS Benziner, Vergaser, 116Tkm) ganz stehen. Mehrere Tage zuvor blinkte mal eine der Warnlampen beim Beschleunigen aus dem Stand drei mal kurz auf (keine Ahnung, ob dies mit dem darauf Folgenden etwas zu tun hat).

Es stellte sich ein, dass der Wagen mehrmals kein Gas mehr annahm, langsam abtourte oder gar ganz aus ging. Natürlich als ich am Weitesten von zu Hause weg war, nämlich mitten in der Wallachei, 170km weit weg, wollte er nach mehrstündiger Standzeit nur noch 500m weit. Abscleppen lassen, dabei Versuch des Anlassen (Anschleppen): zwei Fehlzündungen) ADAC gerufen: Verteilerkappe ausgebrannt, Haltenase vom Finger weggebrochen, Finger daher verstellt. Abschleppen lassen, Verteilerkappe und -Finger gewechselt. Lief, aber schlecht, nahm nur ganz langsam Gas an, irgendwo hinterm Block trat auch warme Luft / Abgase aus, war sehr laut.

Wir tippten dann auf Kopfdichtung, haben den Motor zerlegt, Kopfdichtung sah gar nicht so schlecht aus, tauschten diese, als auch alle anderen Dichtungen, Kopf sah auch gut aus. Öl war keines sichtbar in der Kühlflüssigkeit, andersherum auch nicht.

Als wir gerade frisch den Kopf wieder drauf hatten, hatten wir die Chance die Kompression zu messen, diese war viel zu niedrig, 3-4 (Zylinder 1&3) und 5-6 (Z 2&4) Bar. Kann wohl aber auch an dem frisch aufgesetztem Kopf liegen. Zu diesem Zeitpunkt sprang er auch nicht an.

Haben unter Vermutung verstopfter Kat die Abgasanlage ab Hosenrohr demontiert. Frische Kerzen, Verteilerkappe- und Finger, Öl aufgefüllt. Motor springt jetzt sehr schwer an, teilweise nur unter Vollgas, Gluckergeräusche. Läuft dann unrund, nimmt schlecht Gas an, geht teilweise aus. Sehr hohe Vibration (nicht die fehlende Abgasanlage vergessen).

Nun, was sagt ihr dazu, der Motor war bisher immer sehr zuverlässig, hat regelmäßig sein frisches 0W-40 bekommen… Hat eigentlich keine Probleme bereitet.

Ach noch eins, Zündzeitpunkte haben wir auch geprüft, stimmt alles, Zündanlage ist auch ok. Ventilstellungen ebenso.

Wer hat noch eine Idee?
Schon mal vielen Dank für alle Tips (und fürs Lesen dieses langen Textes…)!

Dennis (der schon überlegt den Motor ganz zu tauschen…)

Noch eins… aus der Ölpeilstaböffnung kommt bei laufendem Motor nur ein normaler Luftstrom, keine spürbaren Abgase, aber Öl wird mitgerissen. Pfeifgeräusche (nach Wechsel Verteilerkappe am Anfang) ist jetzt aller wahrscheinlichkeit nach weg, ist aber einfach zu laut um es ganz sicher sagen zu können.

Hallo Wissende,

Hallo Dennis,

die Gesamtgeschichte zum Stillstand des Wagens ist ein wenig
länger…
Vor nun mehr drei Wochen blieb mir mein Jetta (Bhj. 91, 1,6l
75PS Benziner, Vergaser, 116Tkm) ganz stehen. Mehrere Tage
zuvor blinkte mal eine der Warnlampen beim Beschleunigen aus
dem Stand drei mal kurz auf (keine Ahnung, ob dies mit dem
darauf Folgenden etwas zu tun hat).

Welche Warnlampe???

Es stellte sich ein, dass der Wagen mehrmals kein Gas mehr
annahm, langsam abtourte oder gar ganz aus ging. Natürlich als
ich am Weitesten von zu Hause weg war, nämlich mitten in der
Wallachei, 170km weit weg, wollte er nach mehrstündiger
Standzeit nur noch 500m weit. Abscleppen lassen, dabei Versuch
des Anlassen (Anschleppen): zwei Fehlzündungen) ADAC gerufen:
Verteilerkappe ausgebrannt, Haltenase vom Finger weggebrochen,
Finger daher verstellt. Abschleppen lassen, Verteilerkappe und
-Finger gewechselt. Lief, aber schlecht, nahm nur ganz langsam
Gas an, irgendwo hinterm Block trat auch warme Luft / Abgase
aus, war sehr laut.

Wir tippten dann auf Kopfdichtung, haben den Motor zerlegt,
Kopfdichtung sah gar nicht so schlecht aus, tauschten diese,
als auch alle anderen Dichtungen, Kopf sah auch gut aus. Öl
war keines sichtbar in der Kühlflüssigkeit, andersherum auch
nicht.

Als wir gerade frisch den Kopf wieder drauf hatten, hatten wir
die Chance die Kompression zu messen, diese war viel zu
niedrig, 3-4 (Zylinder 1&3) und 5-6 (Z 2&4) Bar. Kann wohl
aber auch an dem frisch aufgesetztem Kopf liegen. Zu diesem
Zeitpunkt sprang er auch nicht an.

Haben unter Vermutung verstopfter Kat die Abgasanlage ab
Hosenrohr demontiert. Frische Kerzen, Verteilerkappe- und
Finger, Öl aufgefüllt. Motor springt jetzt sehr schwer an,
teilweise nur unter Vollgas, Gluckergeräusche. Läuft dann
unrund, nimmt schlecht Gas an, geht teilweise aus. Sehr hohe
Vibration (nicht die fehlende Abgasanlage vergessen).

Nun, was sagt ihr dazu, der Motor war bisher immer sehr
zuverlässig, hat regelmäßig sein frisches 0W-40 bekommen…
Hat eigentlich keine Probleme bereitet.

Ach noch eins, Zündzeitpunkte haben wir auch geprüft, stimmt
alles, Zündanlage ist auch ok. Ventilstellungen ebenso.

Wer hat noch eine Idee?
Schon mal vielen Dank für alle Tips (und fürs Lesen dieses
langen Textes…)!

Dennis (der schon überlegt den Motor ganz zu tauschen…)

Noch eins… aus der Ölpeilstaböffnung kommt bei laufendem
Motor nur ein normaler Luftstrom, keine spürbaren Abgase, aber
Öl wird mitgerissen. Pfeifgeräusche (nach Wechsel
Verteilerkappe am Anfang) ist jetzt aller wahrscheinlichkeit
nach weg, ist aber einfach zu laut um es ganz sicher sagen zu
können.

Hast Du den Schlauch zwischen Bremskraftverstärker und Ansaugbrücke schonmal kontrolliert ob der defekt ist oder abgeknickt?
Wenn der defekt ist zieht der Motor darüber Falschluft und das würde auch das schlecht anlaufen und ruckeln erklären.
Kommt bei den Autos öfters vor.

Liebe Grüße Yvonne

Hallo!
Weiterhin ist unter dem Vergaser ein Gummiflansch. Wenn der völlig kaputt ist gibt es auch solchen Ärger. Das ist ein recht häufiges Problem.

Man kann den Flansch prüfen, indem man den Vergaser mit der Hand etwas verdrückt. Wenn er sich ganz leicht paar cm. bewegen lässt ist der Flansch kaputt.

Hallo,

Mehrere Tage
zuvor blinkte mal eine der Warnlampen beim Beschleunigen aus
dem Stand drei mal kurz auf (keine Ahnung, ob dies mit dem
darauf Folgenden etwas zu tun hat).

Ja welche denn nun ? Laß doch mal die Katze aus dem Sack. Das muß man wissen, welche das ist, denn es befindet sich ein Symbol dabei und es ist eben verdammt wichtig.

Als wir gerade frisch den Kopf wieder drauf hatten, hatten wir
die Chance die Kompression zu messen, diese war viel zu
niedrig, 3-4 (Zylinder 1&3) und 5-6 (Z 2&4) Bar. Kann wohl
aber auch an dem frisch aufgesetztem Kopf liegen. Zu diesem
Zeitpunkt sprang er auch nicht an.

Du wirst einen Kolbenfresser aufgrund ungenügender Ölmenge gehabt haben und weil Du schreibst, man hört nichts, weil der Motor so laut ist sind bestimmt die Lagerschalen durchgenudelt und der klackert wie ein Trecker.

Schmeiß den Motor weg.

gruß

dennis

Zusatzinfos
… also …

hätte ich damals mitbekommen, welche Lampe da aufblinkte, hätte ich es geschrieben. Es kann sich nur um die Öl- oder Kühlmittellampe gehandelt haben.

Der Flansch unter dem Vergaser wird es nicht sein, der hat gerade mal 10 - 15 Tkm runter und untersucht haben wir ihn auch.

Ich befürchte nun, dass entweder die Kolbenringe nicht mehr wollen oder die Ventile nicht sauber schließen.

Wer hat nen Autauschmotor im Angebot :wink: ???

Viele Grüße und Dank für Antwort,
Dennis

Hallo!
Als letztes könntest Du noch mal prüfen/lassen, ob die Ölpumpe einen zu hohen Öldruck erzeugt, dort kann das Überdruckventil defekt sein.

Bei einem Öldruck von über 6 Bar können die Hydrostössel auseinandergedrückt werden, was dann die Ventile nicht mehr richtig schliessen lässt.
Das ist zwar möglich, aber extrem selten.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]