Re: Mercedes PKW & Zahnriemen
Hallo, jetzt sag ich da auch mal was dazu:
Also Mercedes hat soweit ich weiß immer auf die Kette gesetzt.
BMW hat einige Zeit (in den 90er) Zahnriemen verbaut, ist aber inzwischen wieder reumütig zur Kette zurück gekehrt.
Zahnriemen laufen ruhiger, brauchen keine aufwendigen Kettenspanner (war z.B. beim 911er Porsche lange Jahre -> bis Ende der 80er ein Problem), sind billiger und etwas günstiger im Bauraum. Dafür muss man Sie halt leider wechseln. Übrigens war die erste Firma die Zahnriemen im Motor eingesetzt hat die Firma Glas (bekannt durch das Goggomobil) die ging dann Pleite und wurde von BMW übernommen! Ob das am Zahnriemen lag...?
Ketten haben den großen Vorteil, dass Sie praktisch eine Motorleben halten und weniger zum überspringen neigen. Allerdings müssen sie so angeordnet sein, dass sie im Motoröl laufen-> Bauraum.
Außerdem längen Sie sich mit der Zeit, wodurch sich eine Verschiebung der Steuerzeiten ergeben kann. Wie gesagt, sie brauchen einen guten Spanner da sie mehr zum schwingen neigen und sind etwas lauter. Aber gerade letztes Argument scheint nicht mehr von großer Bedeutung, denn Mercedes und BMW setzen voll auf Kette und deren Motoren sind ja alles andere als laute, raue Kameraden.
Was gibt´s denn da noch?
Weiter Nockenwellenantriebe sind sogenannte Königswellen. Das ist eine Welle von Kurbelwelle zu Nockenwelle mit jeweils einer 90° Zahnradumlenkung. Sehr aufwendig aber sehr gut! Kenn ich von Rennmotoren sowie von NSU und MotoGuzzi Motorradmotoren.
Und dann gibt´s da noch „einfach“ mehrere Zahnräder zur Überbrückung des Raumes zwischen Kurbel- und Nockenwelle. Die müssen dann auch im Öl laufen. Ich glaube VW hat das bei einigen großvolumigen Motoren (Bugatti, Bentley oder so)
So das muss reichen!