Tram: Drehzahlausgleich der Räder
Hallo Peter,
Ich kann nicht glauben, dass sowas zu teuer sei, und
stattdessen der Lärm
und Metall-Abrieb in Kauf genommen werden. Evtl. wird sowas ja
manchmal tatsächlich eingesetzt, und jemand weiss Bescheid und
kann das hier berichten.
any hints ?
Konstruktiv gibt es, insbesonders bei der Bahn, einige
Probleme welche wohl für starre Achsen sprechen. Im gegensatz
zu einem Automobil muss der Abstand der Radpaare konstant
bleiben, sonst fällt die Achse zwischen die Schienen.
Weiterhin wird ein Wagon durch die Radkränze seitlich geführt,
wodurch hier sehr hohe Kräfte entstehen, welche bei einer
Einzelradaufhängung von dieser übernommen werden müssten ohne
den Spurabstand zu verändern.
Rollmaterial ist ein sehr langlebiges Gut.
Zudem sind die Kurvenradien bei der Bahn, eh recht gross.
Bei der Bahn ist auf den Nebenlinien viel Rollmaterial
unterwegs, welches noch aus den 60er und sogar 50er Jahren
stammt.
Im Inetnationalen Güterverkehr sind viele Wagons noch älter.
Hier kommt noch das Problem hinzu, dass Teile genormt sind,
damit ein Güterwagon aus Dänemark auch in Italien repariert
werden kann.
Eigentlich wollte man z.B. schon in den 70er Jahren
automatische Kupplungen einführen, was aber genau am
internationalen Güterverkehr gescheitert ist.
Bei den neuen Hochgeschwindigkeitszügen stellt sich das
Problem erst gar nicht, da diese sowieso hauptsächlich auf
geraden Strecken fahren.
Beim Tram (Strassenbahn) ist das Rollmaterial teilweise auch
schon 20-30 Jahre alt.
Hmm, aber es macht halt Krach. Hab glücklicher weise keine Tram
in der Nähe, bzw. Hörweite.
Allerdings wurden hier ja Räder
entwickelt bei welchen der eigentliche Laufkranz durch eine
Gummischicht vom rest getrennt ist.
Ah, Gummischicht, das ist schon eine gut Idee.
Verbleibt aber trotzdem bei der Tram die Frage, warum keine Hohlachsen mit
innen-laufender zweiter Achse verwendet werden, die beide
mit einem Kegel-/Wälzlager axial drehbar verbunden sind. Sicherlich
treten auch hohe axiale/horizontale Kräfte bei Kurvenfahrten auf.
Aber ich denke, die werden nicht vom Rad L auf Rad R des gleichen
Radsatzes übertragen, sondern vom Kurven-äusseren Rad via Wälzlager
und Federung direkt auf dan Tram-Waggon. So sollen ‚inneraxiale‘
Wälzlager tendenziell weniger belastet sein, oder ?
Sowas müsste auch nicht international abgestimmt werden, da sowieso
verschiedene Tram-Modelle mit verschiedenen Spurweiten in
den Städten rumfahren (meist je Stadt eine Spurweite
).
MfG Peter(TOO)
VG,
Thomas