Verkehrsradargerät Traffipax

Hallo,
wie sicher sind eigentlich die Traffipaxgeräte?
Konkreter Fall:
Es liegen Foto und Geschwindigkeitsmessung vor, bestimmter Tag, bestimmte Uhrzeit, nur, und das ist das Merkwürdige:
Der Tatverdächtigte hat an dem Tag (mit dem Verursacher-Fahrzeug), zur gleichen Uhrzeit einen Gerichtstermin in einer anderen Stadt wahrgenommen. Beweis dafür ist natürlich die Ladung zum Gerichtstermin und eine Tankquittung aus der anderen Stadt mit Datum liegt auch noch vor.
Welche Erklärung kann es dafür geben? (Außer Bilokation :smile:)) ne, das war doch der Pater Pio :wink:
lg
lochnessi

Hi,

über die Traffipax-Geräte kann ich an sich nichts sagen - falls es hilft, diene ich mal mit meinem Menschenverstand :

Die Geräte schiessen ja ein Foto. Analog einer Schrifterkennung, muss nun jemand hergehen und das abgelesene Kennzeichen in einen Datensatz verwandeln. Wie ich mal gehört habe, geht das teilweise schon mit einer Texterkennung. Egal, ob nun durch Menschen oder Computer, von der Umsetzung des Bildes in Daten können Fehler passiert sein.

Zu diesen Bildern und der Messung werden ja noch „Basisdaten“ des Verstosses gezogen, also Ort, Datum, Zeit. Vielleicht ist alles richtig, aber eins dieser Faktoren falsch, z.B. der Tag.

Es kann auch durchaus sein, dass zwei Fahrzeuge mit demselben Kennzeichen durch die Republik fahren (Fehler vom Amt oder absichtliche Kennzeichenfälschung bzw. -verfälschung.)

Rein theoretisch kann es auch sein, dass alles korrekt gelaufen ist, das Auto war wirklich da. Vielleicht ist nur das „Beweismittel“ gefälscht…
Die Ladung zu einem Gerichtstermin ist kein Beweis, der Termin kann sich ja versschoben haben etc. oder er war garnicht da. Wenn es von der Verhandlung ein Protokoll gibt, kann das schon beweiskräftiger sein. Das beweist aber nur, dass diese Person nicht der Fahrer war, das Auto kann trotzdem vor Ort gewesen sein.
Auf Tankbelegen steht ja normalerweise kein Kennzeichen. Wenn doch -wie z.B. bei Betankung zu Lasten Flottenkarten- ist da auch eine Schummelei möglich.

Was „sagt“ denn das Foto ?

Gruss Hans-Jürgen
aka Kriminalrat Schnuffel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Hallo Kriminalrat Schnuffel :wink:

über die Traffipax-Geräte kann ich an sich nichts sagen -
falls es hilft, diene ich mal mit meinem Menschenverstand :

Die Geräte schiessen ja ein Foto. Analog einer
Schrifterkennung, muss nun jemand hergehen und das abgelesene
Kennzeichen in einen Datensatz verwandeln. Wie ich mal gehört
habe, geht das teilweise schon mit einer Texterkennung. Egal,
ob nun durch Menschen oder Computer, von der Umsetzung des
Bildes in Daten können Fehler passiert sein.

Zu diesen Bildern und der Messung werden ja noch „Basisdaten“
des Verstosses gezogen, also Ort, Datum, Zeit. Vielleicht ist
alles richtig, aber eins dieser Faktoren falsch, z.B. der Tag.

Der Ort kann richtig sein, es könnte an einem anderen Tag gewesen sein, die Zeit käme an keinem Tag hin. Die Zeit ist definitiv falsch.

Es kann auch durchaus sein, dass zwei Fahrzeuge mit demselben
Kennzeichen durch die Republik fahren (Fehler vom Amt oder
absichtliche Kennzeichenfälschung bzw. -verfälschung.)

Halte ich für unwahrscheinlich, da es sich um ein äußerst seltenes Fahrzeug handelt.

Rein theoretisch kann es auch sein, dass alles korrekt
gelaufen ist, das Auto war wirklich da. Vielleicht ist nur
das „Beweismittel“ gefälscht…

Kann nicht sein, da Auto und Fahrer in einer anderen Stadt waren, zwecks Wahrnehmung des Gerichtstermins. Ist alles beweisbar.

Die Ladung zu einem Gerichtstermin ist kein Beweis, der Termin
kann sich ja versschoben haben etc. oder er war garnicht da.
Wenn es von der Verhandlung ein Protokoll gibt, kann das schon
beweiskräftiger sein. Das beweist aber nur, dass diese Person
nicht der Fahrer war, das Auto kann trotzdem vor Ort gewesen
sein.
Auf Tankbelegen steht ja normalerweise kein Kennzeichen. Wenn
doch -wie z.B. bei Betankung zu Lasten Flottenkarten- ist da
auch eine Schummelei möglich.

Der Gerichtstermin hat sich nicht verschoben. Es wurde dort ein mehrseitiges Protokoll angefertigt, liegt dem Gericht auch vor, ist also beweisbar.
Das Fahrzeug befand sich währenddessen auf dem Gerichtsparkplatz in dieser anderen Stadt.

Was „sagt“ denn das Foto ?

Das ist es ja gerade… auf dem Foto ist die gleiche Person, das gleiche Fahrzeug, obwohl weder Person noch Fahrzeug sich zu der besagten Zeit in dieser Stadt befanden. Zwischen dem angeblichen „Tatort“ und dem Gerichtsort liegen ca. 30km.

Gruss Hans-Jürgen
aka Kriminalrat Schnuffel

lg
lochnessi

Gute Chancen, dass kein Bussgeld bezahlt werden muss.
Doch Achtung: nicht dass es dem so geht wie mir: ich wurde geblitzt und bekam einen bescheid. „Ihnen wird … mit Ihrem Mazda…“
Da ich damals keinen Mazda gefahren habe, bin ich dort hin und habe denen das klargelegt. Antwort:" was für ein Auto fahren Sie denn?" Ich Dubbel habe darauf ehrlich geantwortet: „einen Honda“. Darauf der Beamte: „machen wir passend!“ Und fertig war das Bussgeld.
Grüße
Raimund

Hallo,

macht net so viel Worte, wartet auf den Anhörungsbogen, kreuzt „Nein“ an und macht keine Angaben zum Fahrer.

Dann legt Ihr ne Kopie des Gerichtetermines bei und den höflichebestimmten Hinweis, man möge sich beim Gericht dort erkundigen, Fertig.

gruß

dennis

Hi,

nein, ich glaube immernoch nicht an Bilokation.

Meiner Meinung nach gibt es folgende Möglichkeiten :

  • Datum und Zeit sind falsch
  • Das Auto war tatsächlich da; denn 30 km sind keine Entfernung und ein Gerichtsparkplatz ist ein schlechter Zeuge. Auch die Parkmarke, denn da steht kein Kennzeichen drauf.

Ist denn ausser dem Kennzeichen noch das extravagante Auto und/oder der Fahrer wirklich zweifelsfrei zu erkennen ?

Wenn der fragliche Fahrer auf dem Bild zur fraglichen Zeit wirklich nachweisbar im Gerichtssaal sass, hat er gute Karten. Vermutlich waren dann Datum und/oder Uhrzeit falsch, aber zumindestens das korrekte Datum gehört in eine Anhörung.

Gruss Hans-Jürgen
***

Hi lochnessi,

Der Ort kann richtig sein, es könnte an einem anderen Tag
gewesen sein, die Zeit käme an keinem Tag hin. Die Zeit ist
definitiv falsch.

Nicht auf Sommerzeit umgestellt? Bei einer Entfernung von 30km und einer zeitlichen Differenz von 60 Minuten, käme das doch hin oder?

Es kann auch durchaus sein, dass zwei Fahrzeuge mit demselben
Kennzeichen durch die Republik fahren (Fehler vom Amt oder
absichtliche Kennzeichenfälschung bzw. -verfälschung.)

Halte ich für unwahrscheinlich, da es sich um ein äußerst
seltenes Fahrzeug handelt.

DeLorean? AC Cobra? Maybach? DeTomaso Panthera GTS?

Der Gerichtstermin hat sich nicht verschoben. Es wurde dort
ein mehrseitiges Protokoll angefertigt, liegt dem Gericht auch
vor, ist also beweisbar.
Das Fahrzeug befand sich währenddessen auf dem
Gerichtsparkplatz in dieser anderen Stadt.

Aber somit wäre lediglich der Beweis erbracht, das die Person auf dem Bild beim Gericht war, wo das Auto war kann damit nicht bewiesen werden.

Das ist es ja gerade… auf dem Foto ist die gleiche Person,
das gleiche Fahrzeug, obwohl weder Person noch Fahrzeug sich
zu der besagten Zeit in dieser Stadt befanden. Zwischen dem
angeblichen „Tatort“ und dem Gerichtsort liegen ca. 30km.

Ich vermute also eine nicht korrekt eingestellte Zeit. Das sollte sich nachprüfen lassen.
Gruss Sebastian