Öldruck - Problem beim VW Jetta

Hallo Wissende,

bevor ich meinen Wagen doch in die Werkstatt schiebe… vielleicht hat ja einer von Euch noch eine Idee…

VW Jetta
Bhj: 91
km: 120.000
HbR: 1600ccm
PS: 71

Ostern…Autobahn…alles super… beim Runtertouren in einer Überfahrt ertönt der Warnsummer und Öldruck-Warnlampe leuchtet auf. Seit dem tritt diese Problem dauerhaft auf.

Es handelt sich um den Druckprüfer 1,8bar ab 2000U/min, über 2000U geht der Summer an und hört bei 2500 wieder auf, zeitweise erst bei 3500.

Tritt erst bei Fahrdauer über 20min auf (=heißes Öl=erhöhte Viskosität).

Erste Maßnahme: Ölwechsel (stand eh an), inklusive Filter, wieder mit 0-W40

Zweite Maßnahme: Tausch beider Drucksensoren (brauner(0,25-0,4) ist jetzt blau laut VW, weiß ist weiß geblieben)

dritte Maßnahme: Tausch der Ölpumpe (Neuteil)

Da das alles nicht das Problem gelösst hat und ich ohne Werkstatt keine Messung des tatsächlichen Öldrucks durchführen kann, stehe ich jetzt ziemlich auf dem Schlauch. Der Druckregler befindet sich bei diesem Model in der Ölpumpe und ist somit ja auch erneuert worden. Also entweder geht irgendwo Druck verloren (müßte ich da nicht irgendwo Öl finden???, außer es dringt in den Brennraum ein, möglich???) oder auch der neue Drucksensor bzw. das Steuergerät ist defekt.

Vielen Dank für Eure Tips!
Dennis

Hallo,

warum nimmst Du für so eine altes Auto 0W-40 ?? Wieso brauchst Du ein Öl mit einem Kaltfließwert für die Antarktis ?

Ist ja klar, daß bei dem wahrscheinlich ausgelutschten Motor (da war doch vor wochen schon mal was zu dem Auto hier, oder ??) und dem heißen Öl durch die Autobahnfahrt Dir der Öldruck zusammenbricht.

Ich tippe auf vernudelte Lagerschalen. Dort geht der Öldruck als erstes Flöten.

gruß

dennis

Hallo Dennis,

ich bin damals bei ca. 23.000km auf 0W40 umgestiegen, da war der Wagen 7 Jahre alt. Seitdem fahre ich das teure Zeug. Hab natürlich auch schon daran gedacht mal ein dickeres zu nehmen. Nur ich befürchte das Problem damit nur zu umgehen und es dann in einiger Zeit auch mit dem dicken auftaucht. Wenn Du mir sagst, es kann wirklich daran liegen, dass die Kolbenringe (Lagerschalen???) ausgelutscht sind und (ohne deren Tausch) sich das Problem durch dirckeres Öl beheben läßt, werde ich das in Erwägung ziehen.

(da war doch vor wochen schon mal was zu dem Auto hier, oder??)

ja, der zerfallene Kat der den Mittelschaller verstopft hat…

Die Warnung tritt nun aber auch ständig im Stadtverkehr auf, ist schon reichlich nervig…

Danke und Gruß,
Dennis

Ja, wie schon geschrieben, die Pleullagerschalen.
Das ist ein häufiges Problem bei alten VW-Motoren. Deine Beschreibung passt perfekt dazu, ich hatte das selbe Problem bei meinem Golf auch schon.
Und füll dann wieder 10W-40 ein, alte Motore mögen das neue Leichtlauf- Öl nicht, ist eh nur Geldverschwendung.

Das zu repariern dürfte auch in einer Werkstatt mit vielleicht 120 bis 150 € erledigt sein, ist also nicht so sehr dramatisch.

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Ja, wie schon geschrieben, die Pleullagerschalen.

Das zu repariern dürfte auch in einer Werkstatt mit vielleicht
120 bis 150 € erledigt sein, ist also nicht so sehr
dramatisch.

ich kenn mich ja nicht aus, aber die pleuel sind doch die stangen zw. kurbelwelle und kolben? muss man dazu nicht den motor so ziemlich komlett auseinander nehmen? geht das denn fuer 150€?

Hiho!

Tritt erst bei Fahrdauer über 20min auf (=heißes Öl=erhöhte
Viskosität).

Tippfehler?

Heißes Öl hat eine geringere Viskosität, d.h. es wird dünnflüssiger.

CU

Stefan

=> das würde mich auch interessieren…
Die Pleuelstangen liegen unter dem Kolben und da ist es bekannlicherweise nicht so einfach ranzukommen

MFG

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wir hatten das auch schon
Hi,

als ich das las, musste ich lachen. Als ich das meiner Frau gab - dieselbe Reaktion.

Der Grund ist, dass sie vor einigen Jahren genau dasselbe Problem hatte. Sie hat alle Werkstätten abgeklappert, ohne Erfolg.

Eine Werkstatt hatte dann den entscheidenden Tipp : Batterie wechseln. Frag mich jetzt bitte nicht warum, aber es hat funktioniert.

Probiers doch mal aus - ich kann aber nicht garantieren. Bei ihr hats geklappt.

Gruss Hans-Jürgen
***

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Hallo!
Das ist wirklich nicht so schlimm.
Man baut dazu die ölwanne ab, kann dann die unteren Pleullager mit jeweils 2 Schrauben auseinanderschrauben. Die Lagerschalen sind da nur hineingeclipst.
Man braucht also eine Ölwannendichtung und einen Satz Lagerschalen, das gibt es im Zubehörhandel.
Und einen Satz neue Dehnschrauben für die Pleullager, die gibt es nur bei VW.
Wenn man die Anzugsdrehmomente beachtet und die Ölwannendichtung völlig ölfrei und sauber einbaut kann nichts passieren.
Im Normalfall sind die entsprechenden Kurbelwellenzapfen nicht abgenutzt,
50 000 Km sind durchaus noch von dem Motor zu erwarten.

Ich selbst bin aktiv in einem Technikforum eines bestimmten VW- Types, da tritt das Problem recht oft auf.

Grüße, Steffen!

Hiho!

Tippfehler?

Denkfehler oder Verständnisfehler ?

gruß

dennis

Hallo Dennis,

so wie Steffen unten geschrieben hat, kann man das durchaus machen, wenn die Kurbelwellenlagerzapfen nicht angegriffen sind.

Oder Du ziehst den Stecker vom Öldruckgeber ab, hast Ruhe, fährst bis der Motor platzt und wechselst dann den Motor komplett.

gruß

dennis

Moin!

Ja, wie schon geschrieben, die Pleullagerschalen.

Ich versteh’ da was nicht: Das Pleuel ist doch die Hubstange, die den Kolben mit der Kurbelwelle verbindet. Die KW läuft doch im Ölbad (keine Trockensumpfschmierung). Damit laufen doch auch die Pleuel (teilweise) im Ölbad. An der Stelle wird noch nix gedichtet, oder werden die Pleuellager durch eine hohlgebohrte KW von innen geschmiert?

Konkret leuchtet mir nicht ein, wieso ein Pleuellager einen Öldruckverlust verursachen kann.

Noch eine Frage zur Reparatur: Das Pleuel ist zweigeteilt, wenn ich das richtig verstanden habe. Es besteht aus der Hubstange mit der oberen Hälfte des KW-seitigen Lagers (und natürlich dem Pleuelauge auf der Kolbenseite) und der unteren, mit Dehnschrauben am Pleuel montierten, Schalenhälfte. Demzufolge müssen es Gleitlager sein (oder?).

Wieso genügt der Austausch der unteren Lagerschale dann? Müßte nicht eigentlich das gesamte Pleuellager ausgelutscht sein?

Vielen Dank für ein paar erklärende Worte.

Munter bleiben… TRICHTEX

Hi Dennis,

Ostern…Autobahn…alles super… beim Runtertouren in einer
Überfahrt ertönt der Warnsummer und Öldruck-Warnlampe leuchtet
auf. Seit dem tritt diese Problem dauerhaft auf.

Tja, das Problem ist hinlänglich bekannt und betifft teilweise auch andere Kontrollleuchten/Anzeigeinstrumente wie Ladekontrolle oder Kühlwassertemperatur.

Es handelt sich um den Druckprüfer 1,8bar ab 2000U/min, über
2000U geht der Summer an und hört bei 2500 wieder auf,
zeitweise erst bei 3500.

Was passiert unterhalb von 2000U/Min. ?

Erste Maßnahme: Ölwechsel (stand eh an), inklusive Filter,
wieder mit 0-W40

Verwende lieber 5W-40, besser 10W-40. Damit habe ich bessere Erfahrungen gemacht.

Zweite Maßnahme: Tausch beider Drucksensoren
(brauner(0,25-0,4) ist jetzt blau laut VW, weiß ist weiß
geblieben)

Richtig, allerdings trat die Änderung blau (0,25bar) anstatt braun
(0,3bar) erst ab Bj.3/96 ein.
Weiss (1,8bar) ist geblieben.
Bist Du sicher, das ein weisser verbaut wurde? Kein grauer (0,9bar für Diesel)?

dritte Maßnahme: Tausch der Ölpumpe (Neuteil)

Hätte man sich m.E. sparen können :wink:
Das Ansaugsieb war sauber?

Da das alles nicht das Problem gelösst hat und ich ohne
Werkstatt keine Messung des tatsächlichen Öldrucks durchführen
kann, stehe ich jetzt ziemlich auf dem Schlauch. Der
Druckregler befindet sich bei diesem Model in der Ölpumpe und
ist somit ja auch erneuert worden. Also entweder geht irgendwo
Druck verloren (müßte ich da nicht irgendwo Öl finden???,
außer es dringt in den Brennraum ein, möglich???) oder auch
der neue Drucksensor bzw. das Steuergerät ist defekt.

Abgescheuerte Kabel? Wackelige Steckvebindungen? Auch sowas sorgt für viel Freude.
An verschlissene Lager mag ich irgendwie nicht glauben. Ich habe bei meinem Scirocco damals auch wie wild nach dem Fehler gesucht. Der hatte allerdings eine nachgerüstete Öldruckanzeige. Somit stand fest, das der Öldruck in Ordnung war. Nach einem Ölwechsel und dem Tausch der beiden Öldruckschalter war der Spuk vorbei.
Gruss Sebastian

Moin Gunther,

Gemeint sind sicherlich die Lagerschalen der Kurbelwelle. Und das man Lagerschalen immer Satzweise tauscht, versteht sich wohl von selbst.
Letztlich ist der Austausch von Lagerschalen aufgrund der genauesten Masshaltigkeit keine Aufgabe für Anfänger :wink:
Gruss Sebastian

Hi,

ich bin damals bei ca. 23.000km auf 0W40 umgestiegen, da war
der Wagen 7 Jahre alt. Seitdem fahre ich das teure Zeug. Hab
natürlich auch schon daran gedacht mal ein dickeres zu nehmen.
Nur ich befürchte das Problem damit nur zu umgehen und es dann
in einiger Zeit auch mit dem dicken auftaucht.

Der Motor ist eigentlich für 0W-40 nicht vorgesehen, daher hat Dein Namensvetter schon recht.
Gruss Sebastian

Pleuellageschalen???
Hall Steffen,

Ja, wie schon geschrieben, die Pleullagerschalen.

Wieso denn die Peuellagerschalen??? Ich nehme an, Du meinst die Lagerschalen der Kurbelwelle?
Gruss Sebastian

Hallo!
Es sind immer die unteren Pleullagerschalen am meisten verschlissen.
Ist nicht korrekt geschrieben.

Ander KW-Lager kann man eh nicht so einfach austauschen.

Gruß, Steffen!

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Hallo!
Es sind also Gleitlager, die durch die hohle Kurbelwelle geschmiert werden.
Und als Lager sind da jeweils 2 dünne Metallhälften aus Lagermaterial eingelegt. Die müssen natürlich überall beide gewechselt werden.
Unteres Pleullager hab ich deshalb geschrieben, weil es auch ein oberes Pleullager gibt, das ist aber das Kolbenbolzenlager. (es ist also nicht die untere der beiden Lagerschalen gemeint)

Der zu geringe Öldruck kommt deshalb zustande, weil sich DIE Lagerschallen des unteren Pleullagers abnutzen und das Öl relativ leich einfach so herausfliesst. Dadurch baut sich kein ausreichender Öldruck mehr auf.
Der Öldruckverlust passiert allmählich und zuerst immer bei laufendem Motor. Weiterhin machen wegen dem niedrigem Öldruck die Hydrostössel oft laute Klappergeräuche, die sind dann auch weg, wenn der Öldruck wieder OK ist.

Man sollte vor der Reparatur den Öldruck mit einem Manometer messen lassen.
Wenn die Lagerschalen ausgebaut sind sieht man ganz deutlich die Verschleissspuren. Wer sich da nicht sicher ist: Bei VW gibt es einen speziellen Faden, der wird in die Lagerschalen hineingelegt.
Nachdem man diese einmal festfezogen hat und das Lager wieder zerlegt ist, wurde der Faden breitgequetscht. Die Breite wird gemessen und daran kann man den Verschleiss des Lagers ablesen.

Grüße, Steffen!

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Hallo Steffen,

Es sind immer die unteren Pleullagerschalen am meisten
verschlissen.
Ist nicht korrekt geschrieben.

Also verschlissene Pleuellagerschalen hatte ich noch nie. Ausserdem haben die ja nun nichts mit dem Öldruck zu tun.
Verschlissene Pleuellager machen auch schon durch Geräusche auf sich aufmerksam, bei Kurbelwellenlagern sind nicht immer Geräusche vorhanden (je nach Anzahl der Lager).

Gruss Sebastian

Erst mal an dieser Stelle ein Danke an alle für die recht ausführliche Diskussion.

Hallo Sebastian,

Tja, das Problem ist hinlänglich bekannt und betifft teilweise
auch andere Kontrollleuchten/Anzeigeinstrumente wie
Ladekontrolle oder Kühlwassertemperatur.

Also kann das zwar selten aber doch mysteriöse kurze Aufblinken der Kühlwassertemperaturwarnleuchte auch hieraus resultieren??

Was passiert unterhalb von 2000U/Min. ?

Bei Unter 2000 passiert gar nichts, da hat er seine mindest 0,3 bar Druck. (laut Anzeige :wink: )
Durch den Pumpenwechsel hat sich das Verhalten ein wenig geändert, beginnt immer noch bei 2000, endet aber schon bei ca. 2200…

Verwende lieber 5W-40, besser 10W-40. Damit habe ich bessere
Erfahrungen gemacht.

Richtig, allerdings trat die Änderung blau (0,25bar) anstatt
braun (0,3bar) erst ab Bj.3/96 ein.

Hab trotzdem nur nen blauen bekommen… :frowning:

Bist Du sicher, das ein weisser verbaut wurde? Kein grauer
(0,9bar für Diesel)?

Da ich ihn ja selber rein drehen durfte…hatte die selbe Farbe (von etwas Schmutz mal abgesehen).

dritte Maßnahme: Tausch der Ölpumpe (Neuteil)

Hätte man sich m.E. sparen können :wink:

ja…

Das Ansaugsieb war sauber?

War es, zumindest keine groben Verschmutzungen. Auch sonst fanden sich im alten Öl und auch in der Wanne keine groben Späne o.Ä. was auf eine defekte Pumpe schließen läßt.

Abgescheuerte Kabel? Wackelige Steckvebindungen? Auch sowas
sorgt für viel Freude.

aber immer so genau bei 2000U/min ??? Ich weiß ja, dass Resonanzverhalten bestimmter Bauteile viel Freude beschert, aber so…

Nach einem Ölwechsel und dem Tausch der beiden
Öldruckschalter war der Spuk vorbei.

Also ich werde nachher mal nen Kanister 10W40 holen und dann einen Wechsel durchführen. Wenn das immer noch nicht hilft, werde ich mal ein paar Werkstätten der kleineren Sorte raussuchen und nachfragen, wer mal eine Druckmessung so ohne großes Aufsehen durchführt (muß den Wagen ja auch ein gutes Stück vorher fahren und dann die Messung sofort durchführen).

Vielen Dank und Grüße,
Dennis