Nicht das es mich irgendwie stört, aber wieso hat mein Auto (Benz 190 E) eigentlich nur 4 Gänge (+ Rückwärts natürlich)? Wo liegt der Sinn in der Einsparung des fünften Ganges?
Einsparung?
Hi Marc,
ich würde mal sagen, dass fünfte und sechste Gänge nicht eingespart werden, sondern der technische Fortschritt der letzte 20 Jahren überhaupt einen solchigen im Seriengeschäft erst ermöglicht hat…
Aber zur Frage:
Ein optimales Getriebe bietet die Möglichkeit, immer im Optimum des Fahrzeugs die Kraft zwischen Motor und Achse zu wandeln.
D.h. Willst Du sparsam sein, sollte es das Getriebe bei jeder Geschwindigkeit erlauben, den Motor im Sparmodus zu fahren (ist bei gefordertem Drehmoment genau 1 Betriebspunkt). Willst Du dagegen schnell beschleunigen, willst Du den Betriebspunkt mit der maximalen Leistung fahren.
Das alles ermöglicht aber nur ein stufenloses (d.h. gangloses) Getriebe, das ein beliebiges Verhältnis zwischen Drehzahl des Motors und der Drehzahl der Achse erlaubt. Jede Gangabstufung ist eine Verschlechterung der Situation, da sie nur feste Verhältnisse zuläßt.
Hast Du ein sehr schnelles Auto, dann muss das Getriebe eine hohe Spreizung aufweisen, damit Du sowohl in Schrittgeschwindigkeit fahren kannst, aber ggf. auch 250 km/h. Willst Du nun einigermaßen optimal fahren, brauchst Du rel. viele Gänge, um die Gangstufen nicht zu groß zu machen.
Warum diese Erklärung?
Langsame Autos mit drehfreudigen Motoren mit rel. konstanter Drehmoment brauchen tendenziell eher weniger Gänge, schnelle mit unelastischen Motoren eher mehr…
Ein 190E zählt eher zu den langsamen:wink:
Nichts desto trotz, dass 5-Gang-Getriebe mittlerweile Standard selbst in Kleinwagen sind, ist eine Errungenschaft der letzten 15(!) Jahre, vorher hat das weder vom Platz noch von den Kosten funktioniert. Und Dein 190E dürfte schlicht vor dieser Zeit gebaut sein…
Grüße
Jürgen
du hast ja recht, aber das ist eben nur die halbe
wahrheit.
ich habe noch wagen mit drei (3!) gängen gefahren. und zwar so wie es heute schumi macht - geschaltet wird am lenkrad.!
wenn du nun mehr als 4 gänge hast - gibt es wieder 2 möglichkeiten.
- erreichst du die Vmax im 4. gang oder im 5. gang ?
- nennst du gar ein 6. gang getriebe dein eigen - gleiche frage Vmax im 5. oder im vierten gang ?
- möglichkeit - in deutschland sehr selten - du nennst ein overdrive dein eigen. und kannst dies bei deinem höchsten gang oder auch darunter zuschalten. senkt die drehzahl eklatant, dito den verbrauch - nur mit der beschleunigung ists halt nicht mehr so doll.
imho ist eine sechsgang schaltung fantastisch. besoinders bei diesel.
Vmax natürlich im 6. gang !!
t.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Tamansari,
ich habe noch wagen mit drei (3!) gängen gefahren. und zwar so
wie es heute schumi macht - geschaltet wird am lenkrad.!
Kenni ich. Mein erster R4 hatte auch noch 3 Gänge und der erste nicht synchronisiert 
wenn du nun mehr als 4 gänge hast - gibt es wieder 2
möglichkeiten.
- erreichst du die Vmax im 4. gang oder im 5. gang ?
Das betrifft aber eigentlich nur die ersten 5 Gang Autos, bei denen der 5.Gang kein richtiger 5.Gang war, sondern es nannte sich ja auch 4+E. Bei diesen Getrieben war der Unterschied vom 4. zum 5.Gang recht minimal.
- nennst du gar ein 6. gang getriebe dein eigen - gleiche
frage Vmax im 5. oder im vierten gang ?
Im Idealfall im 6.Gang. Nur bei Steigungen empfiehlt sich oft das zurückschalten in den 5.Gang.
- möglichkeit - in deutschland sehr selten - du nennst ein
overdrive dein eigen. und kannst dies bei deinem höchsten gang
oder auch darunter zuschalten. senkt die drehzahl eklatant,
dito den verbrauch - nur mit der beschleunigung ists halt
nicht mehr so doll.
Richtig. Das ist was feines (hatten wir im Geländewagen).
Aber sonst wäre der Verbrauch wohl auch über 20l/100km gegangen 
imho ist eine sechsgang schaltung fantastisch. besoinders bei
diesel.
Vmax natürlich im 6. gang !!
Das werde ich demnächst mal bei meinem neuen ausprobieren können 
Gruss Sebastian
Hi Jürgen,
Ein optimales Getriebe bietet die Möglichkeit, immer im
Optimum des Fahrzeugs die Kraft zwischen Motor und Achse zu
wandeln.
D.h. Willst Du sparsam sein, sollte es das Getriebe bei jeder
Geschwindigkeit erlauben, den Motor im Sparmodus zu fahren
(ist bei gefordertem Drehmoment genau 1 Betriebspunkt). Willst
Du dagegen schnell beschleunigen, willst Du den Betriebspunkt
mit der maximalen Leistung fahren.
Das alles ermöglicht aber nur ein stufenloses (d.h. gangloses)
Getriebe, das ein beliebiges Verhältnis zwischen Drehzahl des
Motors und der Drehzahl der Achse erlaubt. Jede Gangabstufung
ist eine Verschlechterung der Situation, da sie nur feste
Verhältnisse zuläßt.
That´s it.
Von daher war die gute alte Variomatik garnicht übel.
Und technisch recht einfach konzipiert. Das gleiche Prinzip gabs damals auch bei Mopeds von Vespa und Peugeot. Man hätte es konsequent weiterentwickeln sollen. Einfach zwei Variatorscheiben, eine Fliehkraftkupplung und einen Keil- oder Gliederkettenriemen. Fertig.
Wer einmal einen DAF oder später Volvo gefahren hat, der weiss wie angenehm das Fahren damit war.
Gruss Sebastian
Hi Sebastian,
Von daher war die gute alte Variomatik garnicht übel.
Und technisch recht einfach konzipiert. Das gleiche Prinzip
gabs damals auch bei Mopeds von Vespa und Peugeot. Man hätte
es konsequent weiterentwickeln sollen. Einfach zwei
Variatorscheiben, eine Fliehkraftkupplung und einen Keil- oder
Gliederkettenriemen. Fertig.
Man hat es doch weiterentwickelt. Ford, Fiat, Lancia und meines Wissens auch Honda haben in ihren Kleinwagen stufenlose Getriebe im Angebot bzw. im Angebot gehabt, Audi bietet im A4 und im A6 die Mulitronik an.
Wer einmal einen DAF oder später Volvo gefahren hat, der weiss
wie angenehm das Fahren damit war.
Stimmt, das war es wirklich. Hab damals mein Autofahrerdasein mit einem DAF 55 begonnen :o).
Grüßle
Frank K.
Hallo Frank,
Man hat es doch weiterentwickelt. Ford, Fiat, Lancia und
meines Wissens auch Honda haben in ihren Kleinwagen stufenlose
Getriebe im Angebot bzw. im Angebot gehabt, Audi bietet im A4
und im A6 die Mulitronik an.
ja richtig, aber nicht konsequent genug. Und die von Dir erwähnte Muli tronik (Eselsantrieb)? Spass beiseite. Die von Audi verwendete Multitronik hat viel zu viel Elektronikeingriff. Generell bringen diese adaptiven Automatikgetriebe zwar etwas Komfort für den Fahrer, aber als Alternative zur Variomatik sind sie eher ungeeignet.
Durch die Adaption passt sich die Automatik dem Fahrstil des Fahrers an
(z.B. frühes hochschalten). Als ich letztens den Audi meines Cheffes fuhr (der wie ein 80jähriger fährt), brauchte die Automatik erstmal eine Zeit um zu begreifen, das da plötzlich ein anderer Fahrer sitzt.
Zuerst dachte ich, der Motor hat eine Macke, da kam fast überhaupt keine Leistung. Erst nach ein paar Kilometern gings dann richtig.
Das ganze muss dann schon absolut stufenlos passieren.
Und die Fliehkraftkupplung muss perfekt abgestimmt sein. Das ist aber genau der Knackpunkt: Verschleisst die Kupplung, ist der Effekt dahin.
Wenn beim DAF die Kupplung verschlissen war, drehten die beim Anfahren fast bis zum Anschlag, bevor sie losfuhren. Da hatte man den max.Drehmoment längst überschritten und der Verbrauch ging masslos nach oben.
Gruss Sebastian
Benz und der 5. Gang…
Hi!
Das Thema „4+E“ und „V max im 4. oder im 5.“ wurde ja bereits behandelt.
Ergänzend zum 190E möchte ich noch anführen, dass es keineswegs am Baujahr liegt, dass der 5. Gang fehlt, sondern an der mercedestypischen Billig-Serienausstattung. Der 5. Gang war damals optional erhältlich, das Fahrzeug erreichte dann im 5. auch die Vmax. Es handelte sich also nicht um einen optionalen Spargang, wie bei VW damals ungefähr zur selben Zeit um 1989.
Die 4-Gang Version des 190er war, marketingtechnisch gar nicht so blöd, für den typischen 190E-Kunden denn auch völlig ausreichend, denn diese ALTEN SÄCKE MIT HUT fahren sowieso nur 120. Dafür reicht der 4. Gang und daran hat sich bis heute nichts geändert, ausser das die Kisten das doppelte kosten und nun C180 draufsteht! Die Fahrer sind dieselben SCHNARCHER!!!
…und dazu stehe ich… 
Grüße,
Mathias
Hollahi.
Dass die heutigen Glaskästen mehr Hackstufen haben als die früheren, hat noch einen weiteren Grund : Gerade in den letzten Jahren ist die Literleistung der Motoren tendenziell gewaltig gestiegen. Aus 2 Litern Hubraum 160 und mehr Pe-Esse zu kitzeln, geht nur über Drehzahl- oder Verdichtungserhöhung. Mit der Mehrleistung pro Hubraum wird aber das nutzbare Drehzahlband, also die Umdrehungsdifferenz zwischen max. Drehmoment und max. Leistung, immer kleiner. Ergo muss irgendwann ein zusätzlicher Gang her.
Das beste Beispiel waren meine Purzels, auch Elchklassen genannt. 102 PS bei 1,6 Litern Hubraum, für eine aerodynamisch nicht extrem ungünstige und für Mercedes auch nicht allzu schwere Kiste, hätte eigentlich bedeuten müssen, dass man einen recht flotten fahrbaren Untersatz hatte. Das galt auch - Voraussetzung, man ließ die Karre ordentlich drehen und fuhr (beim Fünfganggetriebe) die Berge im Dritten oder Vierten. Dann soff die Kiste aber locker 11 Liter. Drehzahlgesenkt hinwiederum kam dat Ding aber, 102 PS hin oder her, auf der Geraden kaum und am Berg gar nicht mehr aus dem Quark. Ein Sechsganggetriebe hätte die Situation ein wenig entschärfen können (eigentlich nur Achtgang oder so …). Karpaltunnelsyndrom und dicker linker Fuß einbegriffen.
Einen Tod muss man sterben : Entweder genug Hubraum oder Rühren, bis der Arzt kommt.
Gruß kw
Hi!
Die 4-Gang Version des 190er war, marketingtechnisch gar nicht
so blöd, für den typischen 190E-Kunden denn auch völlig
ausreichend, denn diese ALTEN SÄCKE MIT HUT fahren sowieso nur
120. Dafür reicht der 4. Gang und daran hat sich bis heute
nichts geändert, ausser das die Kisten das doppelte kosten und
nun C180 draufsteht! Die Fahrer sind dieselben SCHNARCHER!!!…und dazu stehe ich…
Richtig !!! Der C180 hat „ihn“ abgelöst: Den VW Jetta als typische Rentnerkutsche für „mit-Hut-Fahrer“
Applaus für diese richtige Zeitgemäße Aussage
)
gruß
dennis
Hi!
Die 4-Gang Version des 190er war, marketingtechnisch gar nicht
so blöd, für den typischen 190E-Kunden denn auch völlig
ausreichend, denn diese ALTEN SÄCKE MIT HUT fahren sowieso nur
120. Dafür reicht der 4. Gang und daran hat sich bis heute
nichts geändert, ausser das die Kisten das doppelte kosten und
nun C180 draufsteht! Die Fahrer sind dieselben SCHNARCHER!!!…und dazu stehe ich…
Richtig !!! Der C180 hat „ihn“ abgelöst: Den VW Jetta als
typische Rentnerkutsche für „mit-Hut-Fahrer“
Richtig. denn der Vento wird heute, wie ich erfahren durfte, von 22-jährigen Ansbachern tiefgelegt und als „coole Limo zum Cruisen“ (was heisst, mit 110 Km/h und 110 dB Renntüte über die Autobahn zu pennen)vergewaltigt.
Seit der peinliche Vento in „The Fast and the Furious“ auftauchte, ist so etwas wohl salonfähig geworden.
Gott hab ihn selig, den Golf 2 von 1987, der mal ein GT war und dann mit G60 Maschine, dampfrad, Fächerkrümmer und STANDARD-AUSPUFF, wie ich betonen möchte, die 300 Es, 528 is, u.s.w. erschreckt hat bei 240…
Applaus für diese richtige Zeitgemäße Aussage
)
Danke, danke (*vor dem Publikum verbeug*), I love you all…!
Grüße,
Mathias