Spritsparen durch Motorabstellen?

Hallo,

im Zusammenhang mit den aktuell hohen Spritpreisen liest man immer wieder, dass man den Kraftstoffverbrauch erheblich reduzieren kann, wenn man bei Standzeiten im Straßenverkehr von mehr als 10 Sekunden (z.B vor einer Ampel) den Motor abstellt. Dies klingt ja zunächst auch logisch, ich frage mich nur, ob durch das ständige Aus- und Abschalten sich nicht der Verschleiß der Motorteile dermaßen erhöht, dass der Spareffekt nach hinten losgeht.

Weiß jemand genaueres? Lohnt sich das jetzt wirklich oder ist das eine dieser berühmten Michmädchenrechnungen?

Gruß
Oliver

hi
also ich würds nicht machen!
der öldruck sinkt und dadurch ist wieder in der ersten sekunde nach anlassen keine/fast keine schmierung da (höherer verschleiss)
der anlasser wird ausserdem gut beansprucht.
mal ganz was anderes! was macht man denn dann im notfall?? polizei notarzt feierwehr etc will vorbei und du bekommst deine kiste nicht schnell genug an! wenn das alle machen würden, sollte sich der notarzt besser mit nem heli hinfliegen lassen.
spritersparniss ist bestimmt da, aber ich finde es nicht nötig an der ampel den motor aus zu machen. vorrausschauende fahrweise ist da mit sicherheit wesentlich effektiver. hatte heute so einen spezialisten vor mir. jedesmal an der ampel war der motor von seinem 1,4tdi A3 aus. der kam fast nicht von der ampel los.

grüße Jason

Hallo auch!

im Zusammenhang mit den aktuell hohen Spritpreisen liest man
immer wieder, dass man den Kraftstoffverbrauch erheblich
reduzieren kann, wenn man bei Standzeiten im Straßenverkehr
von mehr als 10 Sekunden (z.B vor einer Ampel) den Motor
abstellt.

Gar richtig. Die Einsparung lag bei meinem Yaris im Bereich von ca. 20%.

Dies klingt ja zunächst auch logisch, ich frage mich
nur, ob durch das ständige Aus- und Abschalten sich nicht der
Verschleiß der Motorteile dermaßen erhöht, dass der Spareffekt
nach hinten losgeht.

Der Verschleiß wird sicherlich etwas höher sein, aber es wäre umgekehrt auch falsch anzunehmen, dass der Motor im Leerlauf keinem Verschleiß unterliegen würde.
Außerdem ist bei den meisten Autos der Motor das letzte Teil, das wirklich durch Verschleiß hinübergeht.

Ich gehe auch mal davon aus, dass sich die Konstrukteure des Yaris eco oder Prius von Toyota oder eben des 3L-Lupos von VW ausreichend Gedanken darüber gemacht haben, da bei all diesen Fahrzeugen die Motorabschaltung im Stand ins Steuerprogramm integriert ist. Gerade beim 3L-Lupo finde ich das bemerkenswert, da es sich hier auch noch um einen Turbomotor handelt.
Bisher scheint der Erfolg jedenfalls den Konstrukteuren Recht zu geben…

Weiß jemand genaueres? Lohnt sich das jetzt wirklich oder ist
das eine dieser berühmten Michmädchenrechnungen?

Gegenfrage: Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte „Wo kämen wir hin?“ und niemand ginge, um zu sehen wohin wir kämen, wenn wir gingen?

Mit anderen Worten: Solange das keiner ausprobiert hat, wird man darauf keine definitive Antwort geben können. Probier es einfach aus, wenn du damit leben kannst, dass dein Auto dadurch möglicherweise etwas schneller altert.

Ich mache das Experiment auch gerade mit meinem Wagen…

Gruß

Stefan

Hallo,

heutige Motoren müssen das abkönnen und als ich früher mit meiner Schwester Wochenbaltt austrug habe ich auch immer alle 50m den Motor ausgemacht und wieder an. Habe bis heute den ersten drin, der ist jetzt 21 Jahre alt.

gruß

dennis

stimmts?
Hi,

http://www.zeit.de/stimmts/1998/1998_38_stimmts

Gruß,
Christian

Hallo zurück!

Also ich kann bisher sagen, dass Standzeiten über 10 sec. sich nicht negativ auf den Motor meines Autos und somit auf den Geldbeutel auswirkten. Im Gegenteil:

Weil mich die hohen Spritpreise endgültig geschockt haben, habe ich am 6. Mai mein Auto das letzte Mal ausgemacht. Seitdem winke ich meinem „Old Silver“ nur morgens vor und mittags nach der Arbeit zu. Mein Ziel: Einen Monat ohne Auto - und das als vormaliger „Vielfahrer“ (ca. 30.000km p.a.).

In der fast-Woche habe ich etwa 120 EUR gespart.

Details gehören wohl ins Politik-Brett oder die Plauderei.

*bösegrins*
*wegduck*

Grüße
GM

(Aktion: Boykott des kleinen Mannes - „Zuparken erlaubt“)

Hallo,

hab ich auch gelesen, nur soll man dies erst machen, wenn der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat. Der Verschleiss durch die Kaltstarts wäre dann zu hoch.

Gruß
roland

Hi Christian,

netter Link… die Verschleißfrage beantwortet er aber nicht.

Viele Grüße,

Dennis

tut mir leid :wink: owt

Hallo Oliver,
vorraussetzung betriebswarmer Motoer und Du sparst beim ausmachen ander Ampel, es gibt keinen erhöhten Verschleiss am Auto:
Die Frage hat VW Anfang der achtziger Jahre mal untersucht: Da hat VW die ersten Benzinsparautos auf den Markt gebracht. Die hatten ein 4+E Getriebe(der fünfte Gang war reiner Spargang, um diese Zeit waren 4 Gang Getriebe noch üblich) und an der Ampel konnte man den Motor per Knopfdruck ausschalten. Wurde die Ampel grün hat man die Kupplung getreten und den ersten Gang eingelegt dadurch wurde automatisch der Anlasser betätigt und das Auto sprang automatisch an. VW hat damals versichert das durch die vielen Startvorgänge ausdrücklich KEIN höherer Verschleiss entsteht. Trotzdem hat VW die Geschichte bald wieder auslaufen lassen. Warum weiss ich nicht mehr, vielleicht war der Sprit zu billig und keiner hat für dieses Sparversion ein paar Mark ausgeben wollen. (Heute kaufen die Leute ja auch immer noch lieber „sportliche“ Autos statt Spritsparer und Shell vekauft immer noch V-Power Benzin zum Apothekerpreis. Aber jetzt wirds etwas off topic.
Gruß elmore

Hallo Jason,
ein Mehrverschleiss durch mangelnde Schmierung ist nicht gegeben, hat VW mal untersucht (siehe mein obiges Posting). Bei längeren Ampelstopps kann man den Motor ruhig ausmachen. Nähert sich ein Notarztwagen mit Sondersignal hört man das Martinshorn früh genug um wieder zu starten, der Vorgan dauerd ja nur Sekunden. Bis sich die Autofahrer zur Seite sortiert haben dauerd da viel länger.
Gruß elmore

Hi Oliver,

das kann man so generell nicht sagen…
da spielen viele Faktoren eine Rolle…
1.was für Ein Fahrzeug du fährst…
Kleiner Hubraum bringt das Aus/Einschalten mehr als bei großem
weil du bei goßem Hubraum beim Start dann wieder mehr Benzin
durchjagst…
2.Ob du eine elektronische Einspritzanlage hats und wie die
arbeitet
3.Ob du Diesel-oder Benzinmotor hast
Diesel laufen lassen…

Abschalten solltest du Motor ohnehin nur wenn er seine Betriebstemperatur erreicht hat…wenn der Motor noch „Kalt“ ist
verbraucht er nämlich beim erneuten Starten mehr…
außerdemn ist dann auch der Verschleiß am höchsten…

In Punkto Benzin (bzw.Diesel) -Einsparung ist eine Vorrausschauende
Fahrweise onehin viel Wirkungsvoller…
Solange du den Wagen al rollen hälst,ist der Spritverbrauch am geringsten…anhalten und wieder losfahren…also der typische Stadtverkehr kosten am meisten Sprit…
Kannst du selber gaanz leicht ausprobieren…fahr mal 1 Stunde um Mitternacht durch eine Stadt und achte auf den Tank und mache das gleiche auf der Autobahn…

mfg

Frank

Hi!

VW hatte vor gut 10 Jahren mal ein Auto im Programm, welches bei Standzeiten ab x Sekunden den Motor abstellte. Tippte man aufs Gas, wurde er wieder gestartet. Es handelte sich um einen Saugdiesel-Motor. Der Wagen hiess „Golf Ecomatic“.
Er verkaufte sich so gut wie nicht.

Vergiss es also. Eine vornausschauende Fahrweise schont nicht nur den Anlasser, sondern auch die Bremsen. Der Mehrverbrauch von vielleicht 2% braucht einen m.E. nicht zu jucken, s. Preis für einen Anlasser…

Grüße,

Mathias

Danke an alle…
… die geantwortet haben.

Ich glaube aber, ich lass das mit dem Motorabstellen vorerst wieder. Weniger aus ökonomischen Gründen, sondern weil das ständige an und aus mit der Zeit auch tierisch nervt…

Gruß
Oliver

Dies klingt ja zunächst auch logisch, ich frage mich
nur, ob durch das ständige Aus- und Abschalten sich nicht der
Verschleiß der Motorteile dermaßen erhöht, dass der Spareffekt
nach hinten losgeht.

Der Verschleiß wird sicherlich etwas höher sein, aber es wäre
umgekehrt auch falsch anzunehmen, dass der Motor im Leerlauf
keinem Verschleiß unterliegen würde.
Außerdem ist bei den meisten Autos der Motor das letzte Teil,
das wirklich durch Verschleiß hinübergeht.

Ich gehe auch mal davon aus, dass sich die Konstrukteure des
Yaris eco oder Prius von Toyota oder eben des 3L-Lupos von VW
ausreichend Gedanken darüber gemacht haben, da bei all diesen
Fahrzeugen die Motorabschaltung im Stand ins Steuerprogramm
integriert ist. Gerade beim 3L-Lupo finde ich das
bemerkenswert, da es sich hier auch noch um einen Turbomotor
handelt.
Bisher scheint der Erfolg jedenfalls den Konstrukteuren Recht
zu geben…

Weiß jemand genaueres? Lohnt sich das jetzt wirklich oder ist
das eine dieser berühmten Michmädchenrechnungen?

Gegenfrage: Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte „Wo kämen wir
hin?“ und niemand ginge, um zu sehen wohin wir kämen, wenn wir
gingen?

Mit anderen Worten: Solange das keiner ausprobiert hat, wird
man darauf keine definitive Antwort geben können. Probier es
einfach aus, wenn du damit leben kannst, dass dein Auto
dadurch möglicherweise etwas schneller altert.

Ich mache das Experiment auch gerade mit meinem Wagen…

Gruß

Stefan

Ich fahr selber einen solchen Lupo, klasse Sache!
Ich habs mir erklären lassen, die VWler haben Folgendes bedacht:
Der Anlasser hält 3 x so lange wie in jedem anderen, daher teurer. Ein normaler Anlasser macht das Spielchen so 40.00 mal, kannst selbst ausrechnen, wieviele Ampelstopps und Jahre das sind, wenn man das an jeder Ampel macht.
Start-Stopp funktioniert im 3L nicht, wenn zuviel Strom verbraucht wird (z.B. Innenlüftung volle Pulle, Heckscheiben-und Sitzheizung), da sonst die Batterie zu stark belastet wird. Das diese sowieso größer als im normalen Auto ist, ist klar.
Bei kalten Temperaturen geht er auch nicht aus, da die Belastungen für das Auto im Winter zu groß wär. Gruß, Telloman