Mercedes und die Elektronik

Aus t-online:

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12.05.2004 12:25 Uhr

Mercedes ruft E- und SL-Klasse zurück

680.000 mutmaßliche Bremsdefekte

Bei den Fahrzeugen könne sich die elektronische Bremse aufgrund „unvorhergesehener Signale“ abschalten. Darum bittet der DaimlerChrysler-Konzern weltweit an die 680.000 Besitzer der E- und SL-Klassen zum Check in die Werkstätten.
Wie Mercedes mitteilte, könnten die Besitzer ihre Wagen der E-Klasse (Baujahr ab März 2002) sowie der SL-Klasse (Baujahr ab Oktober 2001) überprüfen lassen.
Die Elektronik-Probleme bei Mercedes haben zu einem Auto-Rückruf in großem Maßstab geführt. Bei der E- und der SL-Klasse kann die SBC-Bremse (Sensotronic Brake Control) versagen.

Weltweit sind etwa 680 000 Fahrzeuge betroffen, allein in Deutschland 225000.

Im innerstädtischen Betrieb eingesetzte Taxen seien bereits europaweit auf das Bremssystem „Sensotronic Brake Control“ überprüft worden.

Der Zeitaufwand beträgt eine Stunde. Über Kosten macht Mercedes keine Angaben. Experten gehen aber von rund 50 Millionen Euro aus.

Es habe sich herausgestellt, dass vor allem Fahrzeuge mit hoher Laufleistung in Verbindung mit häufiger Bremstätigkeit beanstandet worden waren. Nun folge die Überprüfung bei allen anderen Fahrzeugen mit dem SBC-System.

Bei den Fahrzeuge kann sich die elektronische Bremse aufgrund „unvorhergesehener Signale“ abschalten. Verzögerungen sind dann nur noch über die hydraulische Reserve möglich.

Sie erfordert einen höheren Kraftaufwand, und der Pedalweg wird länger. Zwischenfälle habe es aber, so ein Sprecher von Mercedes, nur in knapp 1000 Fällen gegeben. "

Quelle: sueddeutsche.de / dpa

Sind die Jungs noch zu retten?
Bremsprobleme bei einem Sportwagen hat sich bislang noch nicht einmal Maserati geleistet.
Vor allem dass es zu „nur“ zu knapp 1.000 „Zwischenfällen“ kam, beruhigt mich als temporärer Nutzer eines SL 500 von 2003 nicht wirklich…
Die Kiste wird zwar nur 5.000 Km p.a. bewegt, aber es stellt sich schon die Frage, weshalb man nicht besser für den Preis des „Command-Systems“ einen Maserati Biturbo Spyder kauft, der wenigestens bremst…

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

Rückrufe gehören mittlerweile zum Pflichtprogramm der Automobilindustrie! Auch Mercedes macht da keine Ausnahme.

Rückrufe haben auch was Gutes, viele Fehler die früher unter den Mantel des Schweigens gehüllt wurden und per Kulanz behoben wurden, werden nun medienwirksam in Szene gesetzt. So nach dem Motto, Ihr Autohersteller denkt an Ihr Fahrzeug, bitte kommen sie doch mal wieder in die Werkstatt!

Im Ernst, das SBC-Problem scheint so dramatisch nicht zu sein. Das bedeutet nicht, dass dir bei einer Vollbremsung die Bremsn den Geist aufgeben und du mit voller Wucht in den Vordermann krachst. Mercedes sagt ja selber „…Verzögerungen sind dann nur noch über die hydraulische Reserve möglich. Sie erfordert einen höheren Kraftaufwand, und der Pedalweg wird länger.“ Zudem „kann“ aber muss die SBC abschalten.

Beunruhigend finde ich allenfalls die Aussage „…aufgrund unvorhergesehener Signale abschalten“. Das muss man sich mal vorstellen, die SBC-Bremse wurde in der Entwicklungsphase jahrelang unter allen möglichen und unmöglichen Bedingungen getestet… und kann dann aufgrund „unvorhergesehener Signale“ einfach den Dienst verweigern. Anders gesagt, Ingenieure sind auch nur Menschen und nicht allwissend.

Kosten: laut Experten rund 50 Mio. Euro. Das ist echt der Hammer! Aber bei Mercedes nicht ungewöhnlich. Man denke nur an den MP 18-4, der 50 Mio. Euro Entwicklungskosten verschlang und aufgrund seiner Unzuverlässigkeit niemals in einem F1-Rennen eingesetzt wurde!

Aber das Elektronik-Problem ist nicht nur bei Mercedes ein leidiges Thema. Jürgen Hubbert hat gesagt, dass aufgrund der ständigen E-Probleme man in Zukunft neue Elektronik-Entwicklungen nicht um jeden Preis in Mercedes-Pkw einbauen würde.

Tipp: Ab in die Werkstatt und nicht weiter darüber nachdenken, dass alle Fahrer insgeheim auch Testfahrer für die Automobilkonzerne sind.

Servus

Mr.White

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Hi Mathias,

Update: Kauf dir die Auto Bild Nr. 20 vom heutigen Tag. Dort wird das SBC-Problem ausführlich auf zwei Seiten beschrieben.

Fakt ist, dass SBC, „Drive-by-wire“ keine Zukunft hat. Bei Bosch bestätigt man dass „es keine Weiterenticklung dieses technischen Ansatzes“ geben werde.

In künftigen Merceds-Modellen ist SBC kein Thema mehr. Denn bei SBC stehe der technische und finanzielle Aufwand in keinem Verhälntis zum Kundennutzen.

Daimler-Chrysler Forschungsvorstand Weber gibt zu dass „…in der Vergangenheit bei allen die mit Elektronik experimentiert haben, der Spieltrieb durchgegenangen sei…“ (siehe meine Aussage, dass wir letztlich alle doch nur Testfahrer sind!)

Servus

Mr. White

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Hi,

Auch auf die Gefahr hin, hier anzuecken. Die Drive-by-wire Technik hat schon Zukunft. Das Problem sind die nicht ausgereifte (Mercedes ist an dieser Stelle Vorreiter) Entwicklung und der massive Kostendruck, den die Automobilhersteller den Zulieferern auferlegen. Das geht auf Dauer nicht gut.
Früher oder später wird das SBC wiederkommen. Spätestens mit dem 42V Bordnetz und immer schärferen Emmisionsgrenzwerten. Dann aber auch in vielen anderen Fahrzeugen.
Nur einen anderen Namen wird man dann mit Sicherheit wählen, um die Käufer und die Presse nicht erneut aufzurühren.
Zum Thema Presse: das was in der Autobild steht ist so oberflächlich und teilweise sogar falsch dargestellt, dass es einem weh tut.
Just my opinion.
Tino (der nicht beim SBC Zulieferer arbeitet … :wink: )

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Hallo Tino,

Nö anecken tust du net. Ob die Zitate über die Zukunft von SBC nun der Wahrheit entsprechen kann ich so pauschal nicht sagen.

Fest steht, dass SBC zurzeit keine Zukunft hat. Kann sein dass das System in verbesserter Form und mit anderem Namen irgendwann ein Comeback feiert. Ein zusätzliches Problem ist es den Kunden dann auf das neue elektronische System umzugewöhnen. Muss ich in Erinnerung rufen, dass viele Autofahrer nicht richtig mit ABS umgehen und nicht einmal ansatzweise die Funktionsweise des ESP erklären können. Dazu wäre ein aufwändige PR-Aktion nötig. Ideal wäre es die Autofahrer mit eigenem Fahrzeug in ein Fahrsicherheitstraining zu schicken.

Eines ist aber trotzdem unerklärlich, wenn du die nicht ausgereifte Entwicklung ansprichst. Ich habe als ehemaliger Journalist selbst Anfang 1996 den ersten Prototypen eines SBC-Systems in einem Mercedes bei Tests in Nordschweden miterlebt. Das fertige SBC-System kam erstmals 2001 in Mercedes-Pkw zum Einsatz. Also, zwischen der Entwicklung und dem Serieneinsatz liegen knapp 5 Jahre! für ein zugegeben komplexes System. HALLO, hab ich das was verpasst? Neue Autos werden mittlerweile in ca. 32 Monaten entwickelt. Und dann von unausgereift sprechen ist wohl ein schlechter Witz! Das erinnert wohl eher an das Toll Collect Desaster. Vielleicht sollte dann das Konzept SBC nochmal völlig überdacht werden.

Servus

Mr. White

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Von Elektrikproblemen ist ja so ziemlich jeder europäische Fahrzeughersteller betroffen, Die kaufen schließlich alle bei den selben Zulieferbetrieben… Diese Massen von Steuergeräten( teilweise über 90…)in einem einzigen Fahrzeug, die auch noch untereinander kommunizieren sollen (Can-Bus VW) … das kann nicht gut gehen. Viele Köche (Steuergeräte) verderben den Brei.
Gruß,friedo

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Hi Friedo,

Von Elektrikproblemen ist ja so ziemlich jeder europäische
Fahrzeughersteller betroffen, Die kaufen schließlich alle bei
den selben Zulieferbetrieben… Diese Massen von
Steuergeräten( teilweise über 90…)in einem einzigen
Fahrzeug, die auch noch untereinander kommunizieren sollen
(Can-Bus VW) … das kann nicht gut gehen. Viele Köche

Das sehe ich anders. In einem Flugzeug dürfte sich eine ähnliche Anzahl an Steuergeräten befinden. Diese funktionieren üblicherweise…
Ferner kann man sich bei Lexus ansehen, wie man Premium-Autos baut, die auf 300.000 Km keine nennenswerten Defekte verzeichnen.

Ich denke, hier geht es einfach um den Shareholder-Value. Es werden die Preise bei den Zulieferern massiv gedrückt (bei einer von meinem Kunden aufgelegten Pauschalpreissenkung von 8% p.a. würde ich dem Kunden freundlich die Konkurrenz empfehlen…), dabei stiegen aber die Erwartungen an die innovative Tätigkeit derselben massiv an. Wo kann der Lieferant sparen? Nachdem alle üblichen Verdächtigen wie TRW, Bosch, Magneti Marelli u.s.w. ihre Verwaltungssysteme gestrafft und Produktionen ins (vermneintlich) günstigere, aber oft eben nur billigere Ausland verlagert haben, muss man nun an die Produktqualität ran.
Zu diesem Zeitpunkt spätestens wird massiv der Stakeholder-Value affektiert.
Der Kunde muss die sinkende Produktqualität bei massiv steigenden Preisen ausbaden.
By the way: ein VW Golf kostete in einfacher Ausführung 1994 ca. 25.000 DM. Heute kostet ein vergleichbares Modell ca. 18.000 Eur, was ungefähr 35.000 DM entspricht.
Sind in den letzten 10 Jahren die Gehälter in diesem Maße mitgewachsen? Wohl kaum…

Hier beisst sich unsere Automobilindustrie selbst. Alle großen, internationalen Hersteller verzeichnen Zuwächse in den Verkaufszahlen, bis auf die großen Deutschen.
Das würde mir zu denken geben.

Grüße,

Mathias

Hi Mathias,

ich denke, alle Seiten haben hier recht.
a) Wir haben Elektronik von vielen Zulieferern an Bord, die Schnittstellen sind sehr unübersichtlich geworden, was Quereinflüsse gefährlich macht.
b) Europ. Hersteller versuchen, sich über Innovationen am Markt zu profilieren. Dies hat den fatalen Nachteil, dass ein hoher Zeitdruck auf jeder Entwicklung herrscht. Da aber nicht jede Innovation auch eine Preiserhöhung ermöglicht, ist dies fatal, da unausgereifte und nicht ausreichend getestet Systeme auf den Markt kommen.
c) Toyota arbeitet hauptsächlich mit seinem Ableger Denso zusammen. Denso ist der einzige große Elektronikhersteller, das zum einen eine hohe Umsatzrendite (~12%) aufweist und zum anderen keine(!) Niedrigkostenstandortstrategie (NKS) verfolgt. Die amerikanischen Zulieferer Delphi (ehem. GM) und Visteon (ehem. Ford) sind hier am weitesten, Bosch und Siemens ziehen mit klarer Strategie nach. Aber Du hast recht, nicht alles was NKS heißt, ist preiswert, einiges ist schlicht billig…
d) Die europ. Automobilindustrie schwingt große Worte, was vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Systemlieferanten angeht, die Wahrheit sieht anders aus. Waren früher jährliche Rationalisierungsabschläge von 3-4% üblich, werden mittlerweile eher 5-6% gefordert. Die zunehmenden Versuche, darüberhinaus Abschläge durchzusetzen (s. DC, die dies bereits zum zweiten Mal versuchen, ein anderer dt. Konzern verlangt mittlerweile bereits direkt nach dem Abschluss eine „Abschluss“-Zahlung etc.), führen dazu, dass die Margen der Zulieferer dahinschmelzen. Da aber immer mehr Entwicklungen zu den Zulieferern verlagert werden, kann man sich überlagen, was das bedeutet.
e) In deutschen Konzernen laufen Entwicklungen nach dem Motto: „Jugend forscht“. Mehr brauche ich nicht zu sagen…
f)…
Grüße
Jürgen

Hi!

ich denke, alle Seiten haben hier recht.
a) Wir haben Elektronik von vielen Zulieferern an Bord, die
Schnittstellen sind sehr unübersichtlich geworden, was
Quereinflüsse gefährlich macht.

Ist dies bei einem Lexus oder einem Flugzeug anders…?

b) Europ. Hersteller versuchen, sich über Innovationen am
Markt zu profilieren. Dies hat den fatalen Nachteil, dass ein
hoher Zeitdruck auf jeder Entwicklung herrscht.

Ich sehe den ursächlichen Zusammenhang zwischen Innovation und Entwicklungszeit im Automobilsektor nicht.
Ein durchschnittlicher Produktlebenszyklus bei europ. Autos dürfte bei ca. 6-8 Jahren liegen.
In dieser Zeit erleben andere Produkte wie PCs, Displays, Flugzeugtriebwerke u.s.w. Quantensprünge.

Da aber nicht
jede Innovation auch eine Preiserhöhung ermöglicht, ist dies
fatal, da unausgereifte und nicht ausreichend getestet Systeme
auf den Markt kommen.

Und hier kann man durchaus einhaken.
Würde man die Systeme mit den unvermeidlichen kleinen „Bugs“ in einem Umfeld allerhöchster sonstiger Komponentenqualität auf den Markt bringen, wäre die Sache halb so schlimm.
Da jedoch an jeder Ecke massiv gespart werden muss bei gleichzeitigen kontinuierlichen Preiserhöhungen (s. „Shareholder-Value“), sinkt die Gesamtqualität des Produktes massiv und Elektronikmängel treten stark zu Tage, da der Kunde auch mit dem Rest unzufrieden ist. Die alte S-Klasse (W140) hatte beispielsweise zu Beginn der Serie Probleme mit Bremsenfading bei scharfer Fahrweise in den Bergen. Der Rest des Produktes war jedoch qualitativ derart hochwertig gefertigt, so dass dieser MAngel durch Mercedes quasi klammheimlich abgestellt worden ist und niemand sich aufregt. Beim Nachfolger findet man einen Innenraum in Taxi-Qualität vor UND die Elektronik funktioniert nicht ordentlich. Das macht den Kunden sauer.
Zum Thema Entwicklungen und Innovationen:
Bei den neueren S-Klassen sind häufig Fehler an der Einparkhilfe zu verzeichnen. Wo bitte musst hier noch entwickelt werden. ich baue das System, des Virgängers nach nauer kalibrierung auf die neuen Aussenmasse ein und fertig.
ferner gab es bei Benz erst ab Modelljahr 2003 ein DVD-Navigerät. Alle anderen Wettbewerber hatten das seit 2002. Das neue DVD-Navi funktioniert, das Telefon dazu (im Command-System) jedoch nicht immer…

c) Toyota arbeitet hauptsächlich mit seinem Ableger Denso
zusammen.

Die Bremsen bei Lexus kommen m.W. von Brembo und Bosch.

Denso ist der einzige große Elektronikhersteller,
das zum einen eine hohe Umsatzrendite (~12%) aufweist und zum
anderen keine(!) Niedrigkostenstandortstrategie (NKS)
verfolgt.

Und das im aktuellen japan. Wirtschaftsumfeld!

Die amerikanischen Zulieferer Delphi (ehem. GM) und
Visteon (ehem. Ford) sind hier am weitesten, Bosch und Siemens
ziehen mit klarer Strategie nach. Aber Du hast recht, nicht
alles was NKS heißt, ist preiswert, einiges ist schlicht
billig…

Darum ging es mir. Natürlich ist es wichtig, Kosten einzusparen. Es ist allerdings peinlich, bei der Diskussion um gedrückte Zulieferer, Lopez-Effekt und schliesslich Qualitätsprobleme bei parallel immer weiter steigenden Produktpreisen dann auch noch eine sinkende Gesamtqualität des Produktes (nach Kundenempfinden) am Hals zu haben…

d) Die europ. Automobilindustrie schwingt große Worte, was
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Systemlieferanten angeht,
die Wahrheit sieht anders aus. Waren früher jährliche
Rationalisierungsabschläge von 3-4% üblich, werden
mittlerweile eher 5-6% gefordert. Die zunehmenden Versuche,
darüberhinaus Abschläge durchzusetzen (s. DC, die dies bereits
zum zweiten Mal versuchen, ein anderer dt. Konzern verlangt
mittlerweile bereits direkt nach dem Abschluss eine
„Abschluss“-Zahlung etc.),

Tja, nach 20 Jahren hat das Einkaufs-Management der Autofiirmen mal einen Blick auf den Handel (Verbrauchsprodukte) und die dortigen Gepflogenheiten bei Abschlüssen geworfen.
Werbekostenzuschüsse, Schlecker-Prämien u.ä. sind allerdings mit Industriezulieferern schwer zu realisieren, da diese deutlich komplexere Produkte mit v.a. deutlich größerer Produktionstiefe in Hochlohnländern machen, als der Creme-Fuzzi, der Schlecker beliefert.

führen dazu, dass die Margen der
Zulieferer dahinschmelzen. Da aber immer mehr Entwicklungen zu
den Zulieferern verlagert werden, kann man sich überlagen, was
das bedeutet.

Eben.

e) In deutschen Konzernen laufen Entwicklungen nach dem Motto:
„Jugend forscht“. Mehr brauche ich nicht zu sagen…

Nein, es ist leider nicht die Jugend, die forschen darf, sondern das Controlling, welches den jungen Ingenieuren sagt, was ihre Ergebnisse kosten dürfen.
Genau hier handeln die Japaner anders. Sie trauen sich auch mal in vermeintliche Sackgassen, s. Lexus Hybrid-SUV. Nun kommt das Ding bald auf den Markt, mit reichlich Power bei niedrigen verbrauchswerten. Und BMW, Benz & Co. werden sich wundern, warum keiner mehr einen X5 4.4i oder einen ML 500 haben will…

Grüße,

Mathias