Re: Hilfe für Ford Taunus P5
Hallo Torsten,
bevor sich jemand an dem Auto betätigt, solltest Du entscheiden, was Du willst. Soll das Auto durch den TÜV gehen oder möchtest Du den Oldtimer langfristig erhalten?
Nur durch den TÜV zu bringen, ist kein Problem, selbst dann nicht, wenn es für das Fahrzeug keine fertigen Reparaturbleche geben sollte. Letztlich sind das aber nur Maßnahmen für den TÜV und nicht für die Dauer. Das Auto wird in sämtlichen Hohlräumen vergammelt sein. Versteifungen in den Schwellern bestehen nur noch aus Rostfetzen. Eine sachgerechte Reparatur setzt die totale Demontage des kompletten Fahrzeugs voraus. Danach wird die Karosserie mit allen Versteifungen neu aufgebaut, erhält eine Hohlraumversiegelung und einen ganz neuen Lackaufbau. Dabei wird nichts abgeklebt, denn man hat die nackige Karosse vor sich. Danach ist das Blechkleid so gut wie neu oder sogar besser. Ähnlicher Aufwand ist bei Fahrwerk, Motor, Getriebe und Innenausstattung fällig. Wer solche Arbeit machen läßt, kann arm dabei werden.
Behilft man sich mit Reparaturblechen und einer Teilackierung, taugt der Aufwand letztlich nur für den Moment und für die Optik. Es gammelt lustig weiter und sehr bald wirst Du den Oldtimer in die Schrottpresse geben müssen.
Deshalb hast Du eigentlich nur die Wahl, viel Aufwand für eine Restaurierung zu treiben oder Du kaufst Dir ein anderes Auto und gibst den Oldtimer in die Hände eines Liebhabers. Wenn jetzt aber erst viel herumgebraten wird, ist der Zug für eine Restaurierung abgefahren.
Für ein so altes Auto braucht man entweder die eigene komplette Ausstattung einer sehr guten Werkstatt und den entsprechenden Sachverstand oder viel Geld.
Gruß
Wolfgang