Hi
Bei den einen sind´s die Erinnerngen, bei den anderen ist es
der Lungenkrebs…
Na da ist der Diesel aber der erste auf der schwarzen Liste,
sofern er nicht über einen Partikelfilter verfügt.
M.W. gehen die Lungenkrebs-Opferzahlen zurück…Generell gebe ich Dir jedoch recht, denn die sehr kleinen Partikel aus den Oxi-Kats sind sicherlich nicht weniger gefährlich/karzerogen als die großen Partikel aus älteren Dieselmotoren.
Ich bin der letzte, der einem Fan seinen alten Alfa vermiesen
möchte, den er mal Sonntags in den Biegarten schiebt. Es ist
allerdings überflüssig, einen Opel Rekord jeden Tag 10 Km
durch die Stadt zu fahren.
Warum? Ökologisch ist selbst ein alter Rekord nicht unsinniger
als ein 7er BMW oder eine S-Klasse. Ich wusste garnicht, das
Du so ein Grüner bist 
Bin ich nicht. Ich bin Motorradfahrer und diese alten Stinkkisten nerven eben in der Stadt doch sehr.
Mal ernsthaft: In nahezu 100 Jahren ohne Kat schreien jetzt
alle bei jedem Oldie „Weg mit dem Stinker“. Meine Schwester
fuhr 3 Jahre lang täglich ihren Olympia-Rekord Bj.62. Wo ist
das Problem? Der war gerade von Grund auf restauriert. Da
kleckerte kein Öl.
Das Problem ist die Geruchsbelästigung und Gesundheitsbeinträchtigung durch die unsaubereren Abgase.
Ich bin mit Sicherheit kein grüner, aber für den Alltag sollte man einfach moderne Technologien nutzen.
Übrigens: bei 2-Taktern empfehle ich Castrol TTS Green. Riecht
nach Tannennadeln. Meine (grüne) Vespa wird (besser „wurde“,
sie befindet sich seit 1992 in Restauration…) so zum
Ökogefährt wider Willens…
Ich kenne das Biolube von Castrol für Aussenborder 
Das ist dasselbe. Finde ich cool. Gibt einem ein gutes Gewissen irgendiwe…
So, und nun kommt mein Widerspruch 
Ölverlust kann man entgegenwirken.
Nicht immer. Bei manchen Modellen ist ein leichter Ölverlust
konstruktiv bedingt unvermeidbar, s. Alfa Spider/Bertone, Fiat
Panda/Spider/Dino, u.s.w.
Die Dichtungen halten einfach nicht sonderlich. Da sind manche
Nachfertigungen deutlich besser als das Original. Als Ausnahme
würde ich einige Engländer akzeptieren. Ein Filzring ist halt
dann doch nicht so das Wahre als Kurbelwellenabdichtung 
Das ist es eben.
Daher sollte man im alltag eben ein modernes Auto fahren.
Und die meisten Oldies sind dahingehend
deutlich besser gepflegt als so mancher 4-jährige (Wagen
natürlich).
Ich empfehle hier den Besuch eines beliebigen Oldie-Meetings.
Jeder dritte Wagen hat ein Stück Pappe und Motor und/oder
Differenzial. Von den übrigen saut die Hälfte direkt in den
Boden.
Das ist sogar völlig markenunabhängig, ich habe schon schön
restaurierte, sabbernde Mercedes 300 SL gesehen.
Ausnahmen gibts überall. Bei den Treffen, bei denen ich war,
sah es überwiegend gut aus. Vor allem bei den Autos, die auch
regulär zugelassen waren. Bei denen mit 07er-Nummer siehts
tasächlich oft etwas anders aus.
Der Anteil selbiger steigt ja nun stetig.
Ansonsten kann ich nur widerholt auf meine o.g. Erfahrungen verweisen.
Was den Verbrauch angeht, so beklage ich immer wieder, das
moderne Autos zwar in Relation weniger verbrauchen, aber nicht
im tatsächlichen. Da die Autos heutzutage immer komfortabler,
aber auch schwerer werden, müssen immer mehr leistungsstarke
Motoren her, die zwar im Grunde weniger verbrauchen würden, es
aber aufgrund der Gewichtszunahme nicht entsprechend der
modernen Technik tun.
Falsch. Ganz einfaches Beispiel aus dem Freundeskreis: ein
Freund fährt einen BMW 525 von 1973 in sehr gutem Zustand.
Leistung: ca. 150 PS. Ein anderer Freund fährt einen BMW 520i
von 1992, Leistung: 150 PS.
Beide Autos verfügen über eine für ihre Zeit recht komplette
Ausstattung. Der alte 525 braucht einen halben Liter mehr
Hubraum für dieselbe Leistung. Er verbraucht im Schnitt 12
Liter Superbenzin. Der neuere 520 verbraucht 10 Liter
Normalbenzin.
Pro und Contra Beispiele gibts genug. Den Verbrauch meines
Scirocco 1 Bj.78 mit 85PS von 7 Litern erreiche ich mit einem
neueren Wagen nicht.
Zumindest nicht bei gleichen Fahrleistungen.
Natürlich. Der Fiat Stilo mit ca. 100 PS von einer Bekannten läuft auf 6-7 Litern.
Mein BMW 530d mit 100 PS mehr läuft ebenfalls auf 7 Litern und wiegt das 3fache.
Vergleicht man beide Autos nun mit einem neuen BMW 520d, so
stellt man schnell fest, dass dieser mit einer Vollausstattung
inkl. Sitzheizung hinten und Fernseher ca. 7 Liter Diesel
verbraucht. Die Leistung ist, wer hätt´s gedacht, 150 PS.
Naja, also Benziner mit Dieseln kann man nicht vergleichen.
Das muss man sogar.
Wir sprechen hier von Oldies. Und da war DB ja damals ziemlich
allein auf weiter Flur.
Ich argumentiere ja mit dem Nutzen moderner Technologie. Da darf man vor verschiedenen Kraftstofftypen nicht halt machen. Zumal ja ein moderner Diesel und ein leistungsgleicher Youngtimer auch von der Steuerlast her ähnlich sind.
Als Beispiel führe ich immer gern den Golf 1 GTI heran. Ein
Auto mit vergleichbarer Fahrleistung aus heutiger Produktion
hat einen modernen Motor, der bei einem Golf 1 Gewicht
sicherlich deutlich günstiger im Verbrauch wäre. Da die Autos
heute aber gut und gern das doppelte wiegen, liegt der
tatsächliche Verbrauch mindestens so hoch wie der eines Golf 1
damals. Also bewegte ich damals einen Golf 1 GTI mit 112PS bei
8 Litern, so bewege ich heute ein entsprechend moderneres,
aber schwereres Auto ebenfalls bei 8 Litern (der Verbrauch
meines ersten Zafira mit 115PS betrug ebenfalls 8 Liter). Der
technische Fortschritt im Motorenbau fällt dem Komfort und der
Sicherheit durch mehr Gewicht zum Opfer.
Das stimmt eben nur bis zu einem gewissen Punkt, s. Beispiel
oben.
Der durschnittliche Flottenverbrauch geht stetig nach unten.
Klar doch, bei den Preisen heute 
Darum geht es nicht. Ich belege damit nur, dass trotz der zweifellos steigenden Gewichte Reduzierungen im Kraftstoffverbrauch realisiert werden. Betrachtet man dazu noch die steigende Durchschnittsleistung der Autos, so geht durchaus nicht der ganze Nutzen der Motorenentwicklungen in den Ausgleich des Plus an Gewicht.
Natürlich könnten die Einsparungen größer sein, wenn ein
moderner Golf nicht das Format eines Passat aus den 80er Jahren
hätte.
Eben. Genau das meine ich. Ein 3er BMW von heute entspricht
einem 5er von damals.
…also nehme ich für meinen obigen Vergleich nicht den 520d, sondern den 320d. Dann bin ich bei 6 Litern und habe den Fortschritt klar belegt.
Vergleicht man also Deinen Golf 1 mit einem neuen VW Polo TDI
mit 110 PS, so stellt man fest, dass der Polo mit mehr Dampf,
mehr Sicherheit, Klimaanlage, Airbags u.s.w. 4-6 Liter Diesel
verbraucht.
Das ist gut die Hälfte des Golf 1.
Wie gesagt, da vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
Keineswegs. Die Kraftstoffart ist m.E. in dieser Diskussion ein marginaler Punkt. Sie wird höchstens noch interessant deshalb, weil Diesel ja auch noch billiger ist als Benzin.
Ausserdem war
der Diesel des 1er-Golf noch einer aus der Gründerzeit 
Wir wollten ja auch leistungsgleiche Fahrzeuge vergleichen.
Nach meiner (zugegeben relativ kurzen) Erfahrung mit
Dieselfahrzeugen stelle ich fest, das zumindest mein Diesel im
Bereich von 1.600rpm bis knapp 2.500rpm reichlich Dampf hat.
Darüber und darunter ist tote Hose.
Das kommt auf die auslegung an.
Mein Diesel läuft zwischen 1.000 und 4.000 U/min sehr agil und ruhig.
Jeder nominell leistungsgleiche Benziner mit ähnlichen gewicht sieht keine Sonne in den Fahrleistungen, der Verbrauch beträgt die Hälfte.
Das erfordert doch das fleissige schalten der 6 Gänge (und
das, wo ich Automatik gewohnt bin). Sicher ist ein Verbrauch
von 6,3l/100km recht günstig. Aber wenn ich den Verbrauch mit
dem meines damaligen 200D/8 vergleiche (9l/100km). Soll das
der ganze technische Fortschritt der letzten 30 Jahre sein?
Beim Diesel war das Potenzial einfach geringer. Hier muss man mit der besseren leistungsentfaltung argumentieren. Ein 200D/8 ist ein Verkehrshindernis, ein VW Touran fährt in einer Liga mit, die vor 12 Jahren noch BMW 5er u.ä. vorbehalten war.
Im Klartext: Sicher braucht ein Käfer in Relation deutlich
mehr Sprit als ein modernes Auto, aber trotzdem kommen beide
mit dem gleichen Verbrauch aus 
Das sehe ich eben nicht so.
Es kommt eben auf den Vergleich an.
Ein gut eingestellter Käfer braucht knappe 6l/100km. Nun nenne
mir ein modernes Auto mit vergleichbaren Fahrleistungen, was
diesen Verbrauch in Bezug auf den heutigen Stand der Technik
erreicht. Demnach dürfte heute ein moderner Kleinwagen
höchstens 3 Liter Benzin verbrauchen. Dem ist aber nicht so.
Ein VW Lupo TDI braucht 3 Liter und bietet ähnlich wenig Platz.
Ein Citroen AX Diesel verbrauchte schon 1988 4 Liter. Ein Peugeot 106 1.0 braucht 4-5 Liter Benzin.
Zum Käfer: ein Freund von mir ist erklärter Käferfrak. Ich habe ihn angerufen ob unserer Diskussion hier. Seit 15 Jahren fährt er Käfer, er hatte vermutlich 35 Stück, davon leben noch 10 bei ihm.
KEINER dieser Wagen, und er hatte alles von 1955 bis 1995, verbrauchte weniger als 8 Liter. Deine 6 Liter sind unrealistisch.
Daher führe ich hier einfach das Beispiel unseres Golf 4 Cabrios an. 1,8 Liter, 75 PS, Euro 3, 6-7 Liter Normalbenzin und dazu noch offen. Das Ding läuft 170, hat einen Kofferraum und Airbags. Dagegen stinkt der Käfer im wahrsten Sinne des Wortes massiv ab, denn er bietet ja völlig uninteressante Fahrleistungen.
Nur noch der Vollständigkeit halber: ich finde VW Käfer absolut klasse. Ralf´s 55er Postkäfer mit Ovalfenster, großem Faltdach und 90 PS Öttinger-Kit war cool. Aber für den Alltag halt unbrauchbar, da man sich den Hintern abfriert, nichts sieht und in der Stadt schon mit 44 PS Originalmotor 12 Liter Super verbrennt.
Das höhere Gewicht bedingt durch die Ausstattung frisst die
Verbrauchsvorteile der modernen Motoren auf. Das heisst
wiederum im Klartext: Die Autos werden immer sicherer und
komfortabler bei nahezu identischem Verbrauch.
Das habe ich oben widerlegt. So einfach ist das nicht.
Grüße,
Mathias