Re: zweite Methode (vom Laien für Laien ;-)
Moin!
5) grundieren (achte beim Kauf auf "Grundierung für
Metallgrund") - nimm dazu einen weichen Pinsel - u.U. nach
Austrocknen ein zweites mal Grundieren (Pinsel später mit
Pinselreiniger säubern - benutzen Pinselreiniger fachgerecht
entsorgen)
Grundierung gibt's auch zum Sprühen. Da ist dann hinterher nicht soviel zu glätten, wie beim Pinselauftrag. Da beim Abschleifen des Rostes einiges Material abgetragen wurde und die Oberfläche nicht eben ist, sollte Füllgrund verwendet werden. Wie der Name schon sagt, füllt der auch Vertiefungen auf. Normalerweise wird heller Füllgrund verwendet, es gibt aber auch dunklen, je nachdem, was für ein Decklack drauf soll.
7) dazwischen säubern und mit der hand prüfen ob die Stelle
auch wirklich glatt ist (die Sensibilität der menschlichen
Hand ist dafür der beste Sensor :-)
Die durchgetrocknete Grundierung bildet bereits eine dichte Oberfläche. Deshalb kann das Schleifergebnis auch durch Nässen überprüft werden. Einfach mit einem Zerstäuber Wasser aufsprühen oder mit einem nassen Tuch drübergehen. Die nasse Oberfläche zweigt ihre Unebenheiten sehr deutlich.
11) Wie in Bedienungsanleitung beschrieben aufsprühen (falls
dort aber nichts stehen sollte: unbedingt mindestens 60 cm
Abstand halten. Sprüh durch "vorbeiziehen", also nicht direkt
draufhalten. Pause einlegen, damit diese erste Schicht
antrocknen kann! Sprühvorgang mehrfach wiederholen - dabei
unbedingt darauf achten, dass sie Stelle nicht direkt "auf den
Punkt" angesprüht wird - also immer "vorbeiziehen")
...nach Möglichkeit aber nicht bis an das Klebeband vom Abkleben heran, sonst gibt's beim Klebebandabziehen deutlich sichtbare scharfe Kanten. Besser: Lack auf die auszubessernde Stelle nebeln, antrocknen lassen (nicht durchtrocknen! Naß in naß lackieren heißt das Zauberwort. Ausprobieren!), nochmal nebeln, usw., solange, bis sich über der Grundierung eine geschlossene, glatte Lackschicht bildet. Je wärmer die Umgebungstemperatur ist (auch Anwärmen des Bleches kann hilfreich sein), desto geringer ist die Gefahr, "Rotznasen" zu produzieren, also herunterlaufende Lacktropfen. Am Besten erstmal etwa an einem Schrotteil ausprobieren.
Das Ergebnis ist eine glatte Lackschicht über der Reparaturstelle und ringsherum Sprühnebel. Jetzt durchtrocknen lassen.
15) Fertig
Nicht ganz. Noch haben wir den Sprühnebel um die Stelle. Dieser wird nun mit Polierwatte entfernt. Das ist richtig mühselige Handarbeit, aber dafür ist nachher von der Reparatur nichts mehr zu sehen.
Hinweise:
Bei Metallic- oder sonstigen Effektlackierungen hast Du verloren. Das ist quasi nie so hinzubekommen, daß nichts mehr zu sehen ist.
Einige Lackierungen sind mehrschichtig, so kann etwa eine Klarlackschicht oder aber eine Vorlackierung erforderlich sein, was die Angelegenheit sicher nicht vereinfacht.
Munter bleiben... TRICHTEX