Roststellen

Von: , Frage gestellt am Di, 29. Jun 2004

Hi Leute,

hab eine Frage zu kleinen Roststellen.
Bei meinem Auto (gerade erworbener Fiesta BJ 92) ist an zwei Stellen ein kleines Stück vom Lack abgesplittert und hier hat sich Rost gebildet.

Kann mir jemand einen Tipp geben, wie man sowas selbst behandelt?


Gruß Mike

9 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 19 Minuten 1 hilfreich
    keine Panik

    das ist ganz einfach. Bei meinem Auto (gerade erworbener Fiesta BJ 92) ist an zwei
    Stellen ein kleines Stück vom Lack abgesplittert und hier hat
    sich Rost gebildet.

    Kann mir jemand einen Tipp geben, wie man sowas selbst
    behandelt?
    Besorg Dir etwas Schleifpapier (Sandpapier), vielleicht 200 Körnung.
    Schleif die Stelle bis auf das blanke Blech ab (nimm die Finger und keine Maschine).
    Säuber die Stelle gründlich (evtl. etwas Benzin auf einen Lappen).
    Streich mit einem Pinsel Farbe über die nun gesäuberte und abgeschliffene Stelle.
    Grundsätzlich fertig - die Stelle ist wieder geschützt.

    Wenn das Ganze aber gut aussehen soll wäre etwas mehr Arbeit erforderlich und dann ist es auch nicht in wenigen Minuten getan.

    Ich hoffe, diese Schnellanleitung für Rostnotreparaturen war hilfreich


    Freundliche Grüsse
    Anonym

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re: keine Panik

      Danke für deinen Tipp,

      für eine der beiden Stellen (knapp über Auspuff hinten) werde ich dass ausprobieren.
      Die zweite Stelle ist aber an der Fahrertür, ca. drei cm unter dem Fenster, da würde mich die von dir erwähnte zweite Methode natürlich sehr interessieren, auch wenn diese wesentlich aufwändiger und zeitintensiver ist.

      Vielen Dank schonmal für die erste Auskunft

      Gruß

      Mike

      • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
        Re^2: keine Panik

        Hallo

        Nur kein Spiritus oder Aceton nehmen um Gottes willen.
        Die beiden sind lacklöser . Nimm Benzin aber nicht ROZ 95 sondern handelsüblichen waschbenzin.Der ist schmierarm.
        Mein Gott Aceton.Das gibts doch nicht.

        Gruss
        Peter [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
          Re^3:

          servus,

          nur mal so weil ich das so nicht stehen lassen will.... Nur kein Spiritus oder Aceton nehmen um Gottes willen.
          Die beiden sind lacklöser . Nimm Benzin aber nicht ROZ 95
          sondern handelsüblichen waschbenzin.Der ist schmierarm.
          Mein Gott Aceton.Das gibts doch nicht.
          1. bei orginal lackierten autos hat man eine einbrennlackierung, die löst sich nicht so schnell. sicher, normalerweise wäscht man die stelle mit lackverdünner ab, aber das ist nicht in jedem haushalt zu finden. Aceton (bremsenreiniger) oder spiritus hat man eher irgendwo rumstehen.

          2. er solldamit die stelle reinigen die er vorher abgeschliffen hat, da ist der lack um die stelle sowieso schon im eimer, also was soll er noch kaputt machen ?

          3. da benzin immer ein mineralölprodukt ist ist das nunmal ölhaltig, da würde ich das auto eher noch mit seifenlauge reinigen und abspülen bevor ch sowas nehme.

          4. was ich noch geschrieben habe, wg. rostumwandler:
          rost frißt sich nicht gleichmäßig ins metall, also hat man, wenn der rost schon sichtbar ist, mehr oder weniger tiefe stellen. die fläche so abzuschleifen das nichts mehr übrig bleibt ist vielleicht doch ein wenig heftig. da bleibt ja vom material nichts mehr übrig...

      • Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
        zweite Methode (vom Laien für Laien ;-)

        vorneweg: es ist so, wie Christian schrieb (wenn Benzin, dann jenes aus der Apotheke :-)

        Arbeitsschritte:

        1) Betroffene Stellen gründlich reinigen (damit Du auch siehst was Du abschleifen willst)

        2) Jene Lackstellen abkleben (Klebeband) welche bei der folgenden Prozedur nicht in Mitleidenschaft gezogen werden sollen (klebe etwas grosszügiger ab - am Besten ein Quadrat)

        3) Nimm Schleifpapier (vielleicht 200-er Körnung, besser 600-Körnung) und schleife die Stelle von Hand ab - bis auf das pure Blech

        4) wieder gründlich säubern (Folge Christians Empfehlung)

        5) grundieren (achte beim Kauf auf "Grundierung für Metallgrund") - nimm dazu einen weichen Pinsel - u.U. nach Austrocknen ein zweites mal Grundieren (Pinsel später mit Pinselreiniger säubern - benutzen Pinselreiniger fachgerecht entsorgen)

        6) mit Schleifpapier (800-Körnung) die ausgetrocknete Grundierung und sehr wenig Druck von Hand glätten

        7) dazwischen säubern und mit der hand prüfen ob die Stelle auch wirklich glatt ist (die Sensibilität der menschlichen Hand ist dafür der beste Sensor :-)

        8) besorg Dir den richtigen Originallack (mit Kfz-Schein zum Marken-Händler, zuvor in Betriebsanleitung nachsehen wo der Lackcode steht - meist auf einem kleinen Hinweisschild irgendwo in der Karrosserie) Der Händler will den Lackcode un u.U. auch die Gahrgestellnummer wissen

        9) Jene Karrosserieflächen welche nicht unfreiwillig mit lackiert werden sollen grossflächig mit alten zeitungen abkleben

        10) Bedienungsanleitung der Origianl-Lacksprühdose gründlich lesen und befolgen (schütteln etc.)

        11) Wie in Bedienungsanleitung beschrieben aufsprühen (falls dort aber nichts stehen sollte: unbedingt mindestens 60 cm Abstand halten. Sprüh durch "vorbeiziehen", also nicht direkt draufhalten. Pause einlegen, damit diese erste Schicht antrocknen kann! Sprühvorgang mehrfach wiederholen - dabei unbedingt darauf achten, dass sie Stelle nicht direkt "auf den Punkt" angesprüht wird - also immer "vorbeiziehen")

        ACHTUNG: Lackiervorgänge an der frischen Luft, also im Freien sind ausgesprochen tückisch (Windverwehungen, Zug, etc.), also, wenn es nur irgendwie geht in einer grösseren Garage sprühen (nochmal ACHTUNG: Häufig sind die Trägergase/-flüssigkeiten nicht gerade gesundheitsförderlich)

        12) ausreichend Zeit zum Trocknen geben

        13) aufgeklebte Zeitungen und Klebestreifen einfernen (vorsichtig und immer von der neu lackierten Stelle weg

        14) Verschmutze zeitungen usw. fachgerecht entsorgen

        15) Fertig

        Zusätzliche Anmerkung: Nicht in der Sonne lackieren !!!


        Ich hoffe diese Ausführungen für eine Laienlackierung waren hilfreich.

        Freundliche Grüsse
        Anonym

        • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
          Re: zweite Methode (vom Laien für Laien ;-)

          Moin! 5) grundieren (achte beim Kauf auf "Grundierung für
          Metallgrund") - nimm dazu einen weichen Pinsel - u.U. nach
          Austrocknen ein zweites mal Grundieren (Pinsel später mit
          Pinselreiniger säubern - benutzen Pinselreiniger fachgerecht
          entsorgen)
          Grundierung gibt's auch zum Sprühen. Da ist dann hinterher nicht soviel zu glätten, wie beim Pinselauftrag. Da beim Abschleifen des Rostes einiges Material abgetragen wurde und die Oberfläche nicht eben ist, sollte Füllgrund verwendet werden. Wie der Name schon sagt, füllt der auch Vertiefungen auf. Normalerweise wird heller Füllgrund verwendet, es gibt aber auch dunklen, je nachdem, was für ein Decklack drauf soll. 7) dazwischen säubern und mit der hand prüfen ob die Stelle
          auch wirklich glatt ist (die Sensibilität der menschlichen
          Hand ist dafür der beste Sensor :-)
          Die durchgetrocknete Grundierung bildet bereits eine dichte Oberfläche. Deshalb kann das Schleifergebnis auch durch Nässen überprüft werden. Einfach mit einem Zerstäuber Wasser aufsprühen oder mit einem nassen Tuch drübergehen. Die nasse Oberfläche zweigt ihre Unebenheiten sehr deutlich. 11) Wie in Bedienungsanleitung beschrieben aufsprühen (falls
          dort aber nichts stehen sollte: unbedingt mindestens 60 cm
          Abstand halten. Sprüh durch "vorbeiziehen", also nicht direkt
          draufhalten. Pause einlegen, damit diese erste Schicht
          antrocknen kann! Sprühvorgang mehrfach wiederholen - dabei
          unbedingt darauf achten, dass sie Stelle nicht direkt "auf den
          Punkt" angesprüht wird - also immer "vorbeiziehen")
          ...nach Möglichkeit aber nicht bis an das Klebeband vom Abkleben heran, sonst gibt's beim Klebebandabziehen deutlich sichtbare scharfe Kanten. Besser: Lack auf die auszubessernde Stelle nebeln, antrocknen lassen (nicht durchtrocknen! Naß in naß lackieren heißt das Zauberwort. Ausprobieren!), nochmal nebeln, usw., solange, bis sich über der Grundierung eine geschlossene, glatte Lackschicht bildet. Je wärmer die Umgebungstemperatur ist (auch Anwärmen des Bleches kann hilfreich sein), desto geringer ist die Gefahr, "Rotznasen" zu produzieren, also herunterlaufende Lacktropfen. Am Besten erstmal etwa an einem Schrotteil ausprobieren.

          Das Ergebnis ist eine glatte Lackschicht über der Reparaturstelle und ringsherum Sprühnebel. Jetzt durchtrocknen lassen. 15) Fertig
          Nicht ganz. Noch haben wir den Sprühnebel um die Stelle. Dieser wird nun mit Polierwatte entfernt. Das ist richtig mühselige Handarbeit, aber dafür ist nachher von der Reparatur nichts mehr zu sehen.

          Hinweise:

          Bei Metallic- oder sonstigen Effektlackierungen hast Du verloren. Das ist quasi nie so hinzubekommen, daß nichts mehr zu sehen ist.

          Einige Lackierungen sind mehrschichtig, so kann etwa eine Klarlackschicht oder aber eine Vorlackierung erforderlich sein, was die Angelegenheit sicher nicht vereinfacht.

          Munter bleiben... TRICHTEX

    • Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
      Re: ahem....

      hi,

      bis hier war ich ja einer meinung, aber... Säuber die Stelle gründlich (evtl. etwas Benzin auf einen
      Lappen).
      Benzin ist ölhaltig, wie soll denn da der lack nachher halten ?

      Aceton, Spiritus, sowas die richtung.....

      wenn da schon rost ist, dann sollte man das vorher a besten noch mit rostumwandler (z.b. Fertan) behandeln, sonst ist die Reperatur nicht von langer dauer.

      ach ja, nicht nur die stelle abschleifen wo man den rost schon sieht, sondern noch ein wenig mehr, da der rost unter dem lack wandert

      grüße

      chris

      • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
        Re^2: ahem....

        Hi
        warum erfinden sie nicht einen Rostumwandler der Rost in Blech oder am besten noch in VA umwandelt.... wenn da schon rost ist, dann sollte man das vorher a besten
        noch mit rostumwandler (z.b. Fertan) behandeln, sonst ist die
        Reperatur nicht von langer dauer.
        ich finde nur mechanische entfernung allen befallen Materials macht auf lange Sicht sinn. Schlimmstenfalls ausschneiden und Blech einsetzen.

        Fragen würde ich mich eher ob bei einem eben gekauften Fiasko nicht eine Pfuschreparatur des Vorgängers durch Weiterblühen wieder zum Vorschein kommt :)

        HH


  2. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Roststellen

    Vielen Dank für eure Hilfe,

    ich werde mich in den kommenden Tagen mal als Lackierer versuchen.
    Vielleicht seht ihr demnächst einen Artikel von wegen

    "Hilfe, verpfuschte Lackarbeit, was nun?" ;-)

    Sollte dass der Fall sein, erhalte ich hoffentlich genauso ausführliche Hilfe.


    Gruß

    Mike

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