nachdem ich meinen Golf TDI nun endgültig verscherble bin ich unbelehrbarer auf den Skoda Octavia (wieder mit TDI) gekommen.
Nun war vor kurzem ein Bericht im Fernsehen daß Peugeot in seinem neuesten Auto einen Dieselkat einbaut der nur noch Wasserdampf hinten rauslässt. Als umweltbewusster Vielfahrer würde ich gerne diesen Kat in mein neues Auto (so es denn kommt, bei diesen Lieferzeiten) einbauen lassen.
Auf Nachfrage bei Peugeot erhielt ich die Antwort, der Hersteller des Kats würde diesen nur in den neuen Peugeot einbauen.
Warum nur glaube ich das nicht ???
Vielleicht weiss jemand von Euch wer die Zulieferfirma für dieses Wunderstück ist und wie man an so ein Teil zum nachträglichen Einbau kommen könnte.
ich glaube, Du meinst wohl eher einen Rußfilter. Einen oder mehrere Dieselkat haben (fast) alle modernen Dieselfahrzeuge und für ältere Modelle gibt es welche zum Nachrüsten. Diese Kats reduzieren den Anteil an Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen im Abgas. Die Rußpartikel, die ja eigentlich die Krebsgefährdung des Dieselabgases ausmachen sollen, werden davon aber nicht berührt.
Peugeot ist nun offensichtlich das erste Unternehmen, was einen Filter gegen diese Rußpartikel einbaut. Weitere Maßnahmen wäre z.B. auch die Einführung eines schwefelfreien Kraftstoffes.
Ich bin mir fast sicher, daß demnächst auch andere Unternehmen dieses Produkt in der gleichen oder ähnlichen Form einbauen werden. Das war bisher mit allen techn. Innovationen so, wenn sie gut waren, wurden diese auch nachgebaut (ABS, Airbag, ESP, etc (übrigens alles Erfindungen von MB…)).
Also, warte entweder noch ein wenig, oder hoffe daraauf, daß es so einen Filter auch zum Nachrüsten geben wird.
Interessant ist für mich in diesem Zusammenahng die Frage, wie denn die Partikel, die herausgefiltert worden sind, entsorgt werden. Kommt bei jeder Inspektion der FIlterkuchen einfach auf den Sondermüll, oder wird der verbrannt ???
Partikelfilter-fragwürdige Technik
Peugeot verbaut den Partikelfilter (Rußfilter).
Die Technik des Partikelfilter gibt es eigentlich schon lange (schon vor dem Benzinerkat). Das Problem ist das allmähliche Zusetzen des Filters. Da der Abgasgegendruck somit mit der Laufleistung zunimmt (nach ca. 80000km) steigt der Verbrauch stetig an.
Der beste Weg zur Verringerung der Abgaseemission ist das Erhöhen des Einspritzdruckes und dort ist VW eigentlich Spitzenreiter. Beim Pumpe-Düse TDI:2100bar und bei anderen (mit Common-Rail):ca 1300 bar.Der Pumpe-Düse TDI ist mit seiner Abgaswerten auch knapp an der Euro 4-Grenze dran
In der Fernsehsendung die ich gesehen habe wurde berichtet, der Filter müsse regelmäßig mit Wasser gereinigt werden. Dies geschehe im Rahmen des Kundendienstes.
Allerdings steht in o.a. Interview eigentlich schon was ich wissen wollte: Der Filter ist nicht nachrüstbar
Hallo Rolf,
habe den Bericht jetzt gelesen.Das hört sich ja dort sehr abendteuerlich an. Ich persönlich kann mir eigentlich nicht erklären warum bei Filtereinbau der Verbrauch sinken soll. Der Filter im Auspuff ist ein Widerstand für die ausströhmenden Gase. Und das erhöht den Abgasgegendruck und verringert die Leistung und erhöht Verbrauch.
Wäre auch glaub ich das erste Mal, daß Peugeot so eine „revolutionäre Erfindung“ macht.
Ich will das jetzt nicht grundsätzlich ablehnen, aber ich verspreche mir nicht viel davon. Und daß da nur noch Wasserdampf ausströmen soll, ist ja chemisch auch gar nicht möglich. Gemeint ist bei Wasserdampfemissionen bestimmt die Wasserstofftechnologie. Aber die ist ja auch noch in den Kinderschuhen.Dort gibt es unter anderem Lagerungs- und Betankungsprobleme.
Gruß Markus.
allmähliche Zusetzen des Filters. Da der
Abgasgegendruck somit mit der
Laufleistung zunimmt (nach ca. 80000km)
steigt der Verbrauch stetig an.
Hi,
genau hier setzt die Neuerung von Peugeot an. Der Ruß wird durch regelmäßige, gezielte Erhöhung der Abgastemperatur verbrannt. Dazu muß aus einem 5l Zusatztank ein Stoff miteingespritzt werden. Dieser muss nach 80000 km wiederaufgefüllt werden, was die Werkstatt bei der Inspektion durchführt.
Hallo Max,
laut dem Link von Rolf(http://www.meindorfer.at/newruss.html) ist der Filter nach 80000km verbraucht. Alle 500km wird der Filter ausgebrannt. Das Erneuern des Keramikfilters ist meiner Ansicht nach durch die kurze Laufzeit sehr unwirtschaftlich. Dis Russminimierung kann man auch anders in Griff kriegen
Gruss Markus
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hab den Artikel jetzt gelesen. Das Problem ist ja ,daß der Filter nach 80000km ausgetauscht werden muss. Ich glaub nicht dass das so eine billige Angelegenheit wird, da der Filter aus Keramik ist (Neuer Filter bestimmt über 400DM ohne Einbau).Zudem kommt dann noch der Zusatz. Das System wird so schon funktionieren. Durch die hohen Wartungskosten wird wohl Peugeot der einzige Hersteller bleiben, es sei denn die Standzeiten können erhöht werden. Ich bleibe dabei, der beste Weg zur Abgasminimierung ist und bleibt die Hochdruckeinspritzung und da ist VW/Audi mit der Pumpe-Düsetechnik wohl vorneweg. Zu beachten ist dass der Pumpe-Düse TDI ja schon „fast“ Euro4-Grenze erfüllt.
Die Grenze ist dort 0,025 Gramm pro Kilometer Partikelemission. Im Vergleich zu Euro3 mit 0,05 g/km- die Hälfe. Für Peugeot wird der Filter (wenn auch nur fuer ein paar tausend Kilometer) halt die einzigste Chance sein dass sie Euro3-Grenze erfüllen. Weil ab 1.1.2001 müssen Neuwagen sowieso die Euro 3-Werte erfüllen
Gruss Markus
wird beschrieben daß die Abgaswerte der Direkteinspritzer nur deshalb so gut sind weil die falsche Messmethodee angewandt wird.
Die Methode, mit Papierfiltern die Rußmasse festzustellen funktioniert nicht weil die feinen Teilchen die beim Direkteinspritzer entstehen durch den Filter nicht zurückgehalten werden. Diese sind dazu noch wesentlich schädlicher als die groben Rußpartikel da sie lungengängiger sind.
Die zusätzlichen Kosten beim Dieselkat des Peugeot würde ich persönlich gerne tragen wenn ich die Gewähr hätte daß mir das Ding nicht nach wenigen Kilometern unterm Hintern zusammenbricht. Da ichs aber nicht nachrüsten kann hilfts mir eh nicht