ich fahre oft eine Strecke auf der vor Wildwechsel bzw „starkem“ Wildwechsel (inoffizielles Schild) gewarnt wird.
Wann findet der statt? Gibt es da bevorzugte Tageszeiten oder tauchen die Tiere unabhängig von der Zeit bei bestimmten Lichtverhältnissen auf? Laufen die über die Strasse oder bleiben die vor Schreck stehen? Und verscheucht man die durch Hupen und kann so einen Unfall verhindern?
Hallo!
Nach meiner Erfahrung sind die lieben Tiere ab der Abenddämmerung bis in die frühen Nachtstunden am aktivsten.
Meist stehen diese am Strassenrand, wenn man auf sie hinzufährt verschweinden sie zuerst einmal, um dann kurz vor dem Auto wieder auf die Strasse zu rennen.
Also ist grundsätzlich Vorsicht geboten.
Schön langsam fahren, und immer in Bremsbereitschaft sein.
Ich selbst habe auch schon einige kleinere Tiere erlegt. Es ist nichts schlimmes passiert,
aber als unser Hund die Reste des am Vortag erlegten Fuchses von meinem Auto verspeist hat,
hattte ich auch so meine Sorgen zwecks Tollwut.
Allzeit gute Faht wünscht Dir
Steffen!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Rehe sind gerne in kleinen Gruppen unterwegs, d.h. wenn Du 1 Reh siehst, ist es sehr wahrscheinlich, dass noch ein paar folgen.
Falls ein Reh mitten auf der Strasse steht, ist es besser, auf das Abblendlicht zu wechseln, um dem Reh die Orientierung zu erleichtern (und damit die Flucht).
Falls man „erfolgreich“ auf der Jagd war:
In Österreich (und vielleicht auch in D) ist es so, dass man dies sofort dem zuständigem Jäger sagen muss. Da man aber diesen normalerweise nicht kennt, hat man bei der nächsten Gendarmerie- oder Polizeidienststelle zu melden. Falls man die Meldung unterlässt, fällt dies unter Fahrerflucht.
Ich muss gerade ein wenig grinsen, denn alle Antworten die kommen, sind auch Prüfungsfragen bei der Führerscheintheorieprüfung.
Also Wildwechsel findet in der Abenddämmerung, Nachts und in den Morgenstunden hauptsächlich statt. Besonders auf neugebauten Straßen ist die Gefahr größer.
Wenn du Tiere auf der Fahrbahn siehst: Abblenden, Stark Bremsen, Hupen, Lenkrad festhalten.
Und wenn ein Reh die Straße überquert, kommen auch meist mehrere.
Also Wildwechsel findet in der Abenddämmerung, Nachts und in
den Morgenstunden hauptsächlich statt.
also unabhängig von der Jahres- und Uhrzeit? Wenn ich aus dem Fenster schaue, wird es schon langsam dunkel (nicht mal 16h!). Das heißt, es geht jetzt schon los und dauert die ganze Nacht bis morgends?
Also Wildwechsel findet in der Abenddämmerung, Nachts und in
den Morgenstunden hauptsächlich statt.
also unabhängig von der Jahres- und Uhrzeit? Wenn ich aus dem
Fenster schaue, wird es schon langsam dunkel (nicht mal 16h!).
Das heißt, es geht jetzt schon los und dauert die ganze Nacht
bis morgends?
Da musst du die Biologen oder Jäger fragen…die Tiere sind halt nachaktiv. Ob Nacht bei den Tieren nun eine Uhrzeit oder nur „Dunkel“ bedeutet, weiß ich nicht.
Die einzige Regel, die es gibt, ist die, daß es keine Regel gibt. Du mußt ganzjährig zu jeder Tages- und Nachtzeit mit plötzlich auf der Straße auftauchendem Wild rechnen. Nachts und insbesondere in bewaldeten Gegenden ist die Sache nur gefährlicher, weil man die Tiere überhaupt nur im Scheinwerferkegel sieht und dann ist es oft schon zu spät. Man hat auch keine Chance rechtzeitiger Reaktion, wenn man tagsüber mit 100 auf einer durch den Wald führenden Bundes- und Landstraße unterwegs ist. Das scheint aber zu den Erkenntnissen zu gehören, die sich niemals herumsprechen. Bei uns gibts jede Menge Straßen aller Kategorien, die mitten durch den Wald führen. Überall werden Autobahngeschwindigkeiten von 100 km/h und mehr gefahren und buchstäblich täglich fährt in unmittelbarer Umgebung irgendwer Tiere, sein Auto oder oft genug sich selbst in die Grütze.
Gruß
Wolfgang
Wenn ich aus dem
Fenster schaue, wird es schon langsam dunkel (nicht mal 16h!).
Das heißt, es geht jetzt schon los und dauert die ganze Nacht
bis morgends?
Hi,
das meiste wurde ja schon gesagt. Ich wohne in eine Gegend mit viel Wald und unser Haus selbst liegt mitten im Wald. Wenn ich jetzt nach Hause komme, ist es meist schon dunkel und auf dem Weg von der Strasse zu unserem Haus sind sehr oft Rehe. Die bleiben leider oft wie angenagelt stehen. Erst wenn ich beim Auto das Licht ausschalte verschwinden sie im Unterholz.
Da Rehe oder anderes Wild in den seltensten Fällen über eine Beleuchtung verfügen, hat man im Zweifel kaum eine Chance. Wenn Du das Tier siehst ist es meist zu spät. Einzige Abhilfe: langsam fahren, aufmerksam sein und immer bremsbereit.
Gruss Sebastian
Als hauptsächliche Jahreszeit würde ich mal so Oktober und
November annehmen.
und den Rest des Jahres verbringen die Tiere im Koma?
Daß um die Jahreszeit Begegnungen mit Wild häufiger auftreten liegt einfach daran, daß die Dämmerung derzeit früher stattfindet, während der Deutsche den Rest des Jahres bei Einsetzen der Dämmerung am Fernseher oder im Biergarten sitzt und nicht im Auto.
Naja, ich habe irgendwie immer angenommen,
dass sich zumindest das grössere Getier im Herbst um die Erhaltung seiner Art kümmert, und deshalb aktiver ist.
Katzen sind ja in der sog. Laufzeit auch besonders gefährdet.
In diesem Jahr hatte ich noch keinen Wildunfall in der Werkstatt,
aber sonst hatte es sich immer auf den Spätherbst konzentriert.
Gibt es da von den Versicherungen keine Statistik, zwecks jahreszeitlicher Ünfallhäufigkeit?
Naja, ich habe irgendwie immer angenommen,
dass sich zumindest das grössere Getier im Herbst um die
Erhaltung seiner Art kümmert, und deshalb aktiver ist.
In Österreich (und vielleicht auch in D) ist es so, dass man
dies sofort dem zuständigem Jäger sagen muss. Da man aber
diesen normalerweise nicht kennt, hat man bei der nächsten
Gendarmerie- oder Polizeidienststelle zu melden. Falls man die
Meldung unterlässt, fällt dies unter Fahrerflucht.
naja Fahrerflucht isses nicht, Du hast ja niemanden beschädigt (Wild ist „herrenlos“)
aber aneignen (mitnehmen) darf das Tier nur der Revierinhaber/pächter; wenn Du das machst isses Wilderei, was ne Straftat ist!
die Polizei sollte man dennoch informieren:
oft ist der Schden beträchtlich -> Unfallstelle sichern etc.
das Tier liegt meist noch rum -> Polizei kennt und verständigt Revierinhabe/pächter
am wichtigsten isses fuer die Versicherung (DEINE Teil/Vollkasko): die zahlt nur, wenn es nachweislich(!) ein Wildschaden war, da hilft im Zweifelsfall sicherlich die Aufnahme/Aussage der Polizisten…
(hatte mal einen Unfall mit Wildschweinen - BTW: nachts und immer an der tiefsten Stelle… - da hat der Versicherungsgutachter ewig gesucht, er musste unbedingt Wildhaare finden/haben…)
Naja, ich habe irgendwie immer angenommen,
dass sich zumindest das grössere Getier im Herbst um die
Erhaltung seiner Art kümmert, und deshalb aktiver ist.
also erstmal ist die Paarungszeit je nach Art sehr UNTERSCHIEDLICH!
-> Rothirsche sind da im Herbst dran, soweit stimmt es
-> Rehe „tun es“ aber im Juli, da sind v. a. die Böcke „damisch“…
-> Schweinchen „rauschen“ gegen Winter
mir fiel letzten Sommer bei der extremen Hitze auf, dass so viele überfahrene Tiere an den Straßen lagen, was IMHO darauf zurückzuführen ist, daß die Tiere verstärkt die kühlen Morgenstunden nutzen wollten und dann auf die ersten Autofahrer „trafen“… (
was im Herbst zu mehr „Begegnungen“ führt sind IMHO folgende Gründe:
im Herbst wandern viele Tiere und suchen mehr Futter (Winterspeck)
die noch unerfahrenen Jungtiere werden selbstständig und ohne die
Führung der Mutter (-Geiss/-Bache…) unterschätzen sie die Gefahr
die Dämmerung als Hauptaktivitätszeit fällt mit den
Berufsverkehrszeiten zusammen (im Sommer sind die Tierchen,
im Winter die Pendler morgens zuerst „dran“;
und auf der Straße „trifft“ man sich meist nicht)
Die Witterung ist oft neblig/regnerisch, die Sicht schlechter,
manche Autofahrer machen nur ne kleines Stück Scheibe frei,
die Reifen noch nicht umgestellt (Winterreifen),
oft Laub auf der (nassen) Straße (Bremswege länger)
Die Autofahrer sind „herbstmüde“, das Fahren bei Nacht ist anstrengender